Die Besten der Besten im Fach Deutsch: Finale des Woiwodschaftswettbewerbs der deutschen Sprache

26 Februar 2026 Bildung , Kultur/Bildung

Der Woiwodschaftswettbewerb der deutschen Sprache ist ein fester Bestandteil des schulischen Kalenders in der Woiwodschaft Oppeln und ein wichtiges Ereignis für Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, Lehrkräfte sowie Schulleitungen. Das diesjährige Finale fand gestern, am 25. Februar 2026, statt. Insgesamt 53 Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Woiwodschaft hatten sich für die Endrunde qualifiziert. Der Wettbewerb wird vom Oppelner Bildungskuratorium organisiert.

Schriftlich und mündlich – zwei Etappen des Wettbewerbs

Der Wettbewerb besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Wie die Vorsitzende des Woiwodschaftswettbewerbs der deutschen Sprache, Dr. Daniela Ploch, betonte, liegt der Schwerpunkt nicht auf Faktenwissen, sondern auf praktischen Sprachkompetenzen.

„Der Test prüft zwei Fähigkeiten. Die erste ist das Hörverstehen. Die Schüler haben zwei Texte gehört, dazu gab es zwei Aufgaben und anschließend einen grammatisch-lexikalischen Test“, erklärte Dr. Ploch.
„Was die zweite Etappe, die mündliche Prüfung, angeht: Die Schüler wählen ein Thema – Familie, Freizeit, Sport, Gesundheit oder Schule – und müssen sich dazu äußern.“
Dabei gehe es um ein Gespräch mit der Kommission:
„Es ist eigentlich ein Gespräch, in dem nicht Wissen, sondern sprachliche Kompetenzen geprüft werden. Um Laureat des Wettbewerbs zu werden, muss man im Finale 90 Punkte erreichen.“

Daniela Ploch und Joanna Hassa beim Finale des Woiwodschaftswettbewerbs der deutschen Sprache 2026.
Foto: Stefanie Koprek-Golomb

Auch die Koordinatorin des Wettbewerbs seitens der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien, die als Mitveranstalter fungiert, Michaela Przezdzink, hob das hohe Niveau hervor:
„Für das Finale haben sich 53 Kinder qualifiziert. Das sind die besten Schülerinnen und Schüler der Woiwodschaft Oppeln.“

Systematische Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg

Zu den Finalistinnen gehörte unter anderem Matilda Heinz, Schülerin der fünften Klasse in Broschütz. „Ich bin zwölf Jahre alt und gehe in die fünfte Klasse“, erzählte sie.
Ihre Sprachkenntnisse erklärt sie familiär: „Alle haben mit mir ab der Geburt Deutsch gesprochen.“ Den Wettbewerb empfand sie als gut zu bewältigen: „Er war ziemlich leicht. Man muss sich vorbereiten, aber wenn man das gemacht hat, ist es auch leicht. Ich habe die Tests aus den vergangenen Jahren gelöst.“

Eine wichtige Rolle in den Vorbereitungen von Matilda spielte ihre Deutschlehrerin Izabela Kurpiela, die an der Grundschule in Broschütz sowie an der Grundschule Nr. 30 in Oppeln unterrichtet. „Man muss vor allem systematisch arbeiten. Mit Matilda habe ich schon vor einem Jahr mit den Vorbereitungen begonnen. Sie nimmt zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil“, sagte sie. Der Unterricht umfasse regelmäßige Übungen: „Wir arbeiten mit Tests, an der Grammatik und an den Vokabeln. Für die zweite Etappe lernen wir auch landeskundliche Inhalte sowie die deutschen Namen der Ortschaften und Städte.“ Besonders anspruchsvoll sei die Grammatik: „Grammatische Regeln lassen sich in diesem Alter kaum erklären – das funktioniert vor allem durch systematisches Automatisieren.“

Finale des Woiwodschaftswettbewerbs der deutschen Sprache 2026.
Foto: Stefanie Koprek-Golomb

Sprache als Schlüssel zur Zukunft

Eine weitere Finalistin war Nadine Piechota aus Dombrowka (Dąbrówka Górna), Schülerin der sechsten Klasse. Ihre guten Sprachkenntnisse erklärt sie so: „Die Hälfte meines Lebens war ich in Deutschland. Deshalb kann ich richtig gut Deutsch sprechen, weil ich dort auch in die Schule gegangen bin.“ Auch sie bewertete den Test positiv: „Die Grammatik war einfach. Beim Zuhören musste man gut aufpassen, sonst hatte man die falsche Antwort. Aber sonst war es richtig gut.“ Besonders mochte sie Aufgaben mit Auswahlmöglichkeiten: „A, B oder C anzukreuzen ist für mich am einfachsten.“

Für sie ist Mehrsprachigkeit auch eine Investition in die Zukunft: „Wenn man später mit Menschen aus anderen Ländern arbeiten will, muss man Sprachen können. Wenn man schon eine Sprache kann, sollte man sie weiterlernen, damit man sie nicht vergisst.“

Die Ergebnisse des Woiwodschaftswettbewerbs der deutschen Sprache werden demnächst auf der Internetseite des Oppelner Bildungskuratoriums veröffentlicht:
www.kuratorium.opole.pl

Anna Durecka
Zusammenarbeit: Stefanie Koprek-Golomb

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