Von Straßenbauprojekten über Hochwasserschutz bis hin zu großen EU-Projekten – in der Gemeinde Reinschdorf findet derzeit ein intensiver Wandel im Bereich der Infrastruktur statt. Gemeindevorsteher Tomasz Hubert Kandziora berichtete dem „Neuen Wochenblatt.pl” über die Einzelheiten der in der Gemeinde durchgeführten Vorhaben.
Eine neue Qualität der Straßeninfrastruktur steht bevor
Die Gemeinde Reinschdorf startet wichtige Projekte zur Verbesserung ihrer Straßeninfrastruktur. Dank bewilligter Fördermittel kann die Verbindungsstraße zwischen Komorno und Poborschau umfassend saniert werden. Dabei handelt es sich um die ehemalige Landesstraße Nr. 45, die seit rund 15 Jahren als Gemeindestraße dient und im Laufe der Zeit erhebliche Schäden erlitten hat – unter anderem im Zuge der Kanalbauarbeiten in Poborschau.
„Wir haben uns im Rahmen eines ergänzenden Förderaufrufs des staatlichen Straßenentwicklungsfonds um diese Mittel beworben und mehr als eine Million Złoty an Fördergeldern erhalten. In Kürze werden wir das Vergabeverfahren einleiten und einen Auftragnehmer für die grundlegende Sanierung dieses knapp einen Kilometer langen Straßenabschnitts auswählen“, erklärt der Gemeindevorsteher Tomasz Hubert Kandziora.
Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für ein weiteres bedeutendes Verkehrsprojekt: den Umbau der ul. Kozielska in Wiegschütz, der ehemaligen Landesstraße Nr. 40. Sie zählt zu den beiden wichtigsten Verbindungsachsen zwischen der Gemeinde und der Stadt Kandrzin-Cosel.

Gemeindevorsteher Tomasz Hubert Kandziora bei einem Treffen mit einem Vertreter des mit der Straßensanierung in Wiegschütz beauftragten Unternehmens. Foto: Facebook / Tomasz Hubert Kandziora
Der ausgewählte Auftragnehmer wird die vollständige Projektdokumentation erstellen, die bis September kommenden Jahres vorliegen soll. Wie der Gemeindevorsteher betont, stehen bei der geplanten Baumaßnahme vor allem die Verkehrssicherheit sowie eine bessere Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer im Mittelpunkt.
„Mit dem Umbau wollen wir die Straße vor allem sicherer und fußgänger- sowie fahrradfreundlicher gestalten. Geplant ist unter anderem ein Radweg, der Wiegschütz mit Kandrzin-Cosel und unserem Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse verbinden soll“, erläutert Kandziora.
Neue Sporthalle und besserer Hochwasserschutz
Am Schul- und Kindergartenkomplex in Wiegschütz haben bereits die Bauarbeiten für eine neue Sporthalle begonnen. Die Einrichtung ist die einzige Schule in der Gemeinde, an der ältere Kinder der Klassen 4 bis 8 unterrichtet werden und die bislang über keine eigene Sporthalle verfügte. Die Baukosten belaufen sich auf rund sechs Millionen Złoty. Derzeit wird das Projekt aus dem Haushalt der Gemeinde Reinschdorf finanziert. Gleichzeitig bemüht sich die Gemeindeverwaltung um zusätzliche Fördermittel aus externen Quellen.
„Der Auftragnehmer steht bereits fest. Deshalb hoffen wir, das Schuljahr 2027/2028 in Wiegschütz bereits in der neu entstehenden Sporthalle eröffnen zu können“, betont Gemeindevorsteher Tomasz Hubert Kandziora.
Von Straßenbauprojekten über Hochwasserschutz bis hin zu großen EU-Projekten – in der Gemeinde Reinschdorf findet derzeit ein intensiver Wandel im Bereich der Infrastruktur statt.
Ein weiterer zentraler Baustein für den Schutz der Bevölkerung ist der Bau des Hochwasserschutzdeichs zwischen Lasaki und Poborschau. Das Projekt wird von der staatlichen Wasserwirtschaftsbehörde Wody Polskie umgesetzt. Nachdem Fördermittel in Höhe von knapp 90 Millionen Złoty gesichert werden konnten, plant die Behörde, in Kürze den Auftragnehmer für die Bauarbeiten auszuwählen.
„In den kommenden zwei Jahren sollen die noch fehlenden zwei Kilometer Deich errichtet und an die bestehenden Hochwasserschutzanlagen in Cosel-Rogau angeschlossen werden. Damit wird das Deichsystem entlang der Oder im Bereich der Gemeinde Reinschdorf geschlossen“, erklärt Tomasz Hubert Kandziora.
Grünes Licht für erneuerbare Energien und die Neugestaltung ehemaliger Bahnflächen
Auch private Investitionen in erneuerbare Energien gewinnen in der Gemeinde Reinschdorf zunehmend an Bedeutung. Ein Beispiel ist der geplante Solarpark mit einer Leistung von bis zu 24 MW in Nesselwitz, der auf den Feldern zwischen Komorno und Nesselwitz entstehen soll. Für das Vorhaben liegt bereits eine Umweltentscheidung vor.
„Wenn solche Investitionen nicht auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stoßen, sehen wir keinen Grund, warum in der Gemeinde Reinschdorf keine Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien entstehen sollten. Schließlich tragen sie dazu bei, eine günstige Energiebilanz für unser Land zu schaffen“, betont Gemeindevorsteher Tomasz Hubert Kandziora.
Das größte gesellschaftlich ausgerichtete Projekt ist jedoch ein EU-Förderprogramm zur Revitalisierung ehemaliger Bahnflächen. Es umfasst zwei Vorhaben: die Sanierung des Bahnhofsgebäudes in Langlieben sowie die Neugestaltung und Rekultivierung eines Geländes in Reinschdorf.

Im Rahmen eines EU-geförderten Projekts wird das Bahnhofsgebäude in Langlieben für neue Nutzungen umgebaut. Foto: Facebook / Ortsvorsteher und Dorfrat von Langlieben
Das Bahnhofsgebäude in Langlieben, das baugleich mit dem bereits sanierten Bahnhof im Hauptort der Gemeinde ist, soll künftig neue Funktionen erhalten. Geplant sind kommunale Wohnungen sowie ein Dorfklub, der dem Ortsteil, den Senioren und den örtlichen Vereinen und Organisationen zur Verfügung stehen wird.
„Wir hoffen, dass dieser Bahnhof ebenso schön wird wie der in Reinschdorf (…) und damit zu einem weiteren Schmuckstück unseres Fuß- und Radwegs wird“, erklärt Gemeindevorsteher Kandziora.
Auch im Hauptort der Gemeinde wird ein Areal zwischen der ul. Pawłowicka und dem ehemaligen Bahnhof umfassend neu gestaltet und künftig für Freizeit und Erholung genutzt. Vorgesehen sind Spazierwege, eine Street-Workout-Anlage, ein Skatepark, ein überdachter Treffpunkt für gemeinschaftliche Aktivitäten sowie eine Feuerstelle.
Beide Revitalisierungsprojekte sollen im Sommer des kommenden Jahres fertiggestellt und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden.