Die Minderheit erinnert an den berühmten Zoologen

Bernhard Grzimek kehrt nach Oberglogau zurück

9 Oktober 2026, 11:00 Geschichte

Bernhard Grzimek, der berühmte Zoologe, Tierarzt, Dokumentarfilmer und langjährige Direktor des Frankfurter Zoos, steht im Mittelpunkt eines Projekts des Gemeindevorstands der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD) in Oberglogau und die Gemeinde Oberglogau. Das im Rahmen von DMi-Aktiv durchgeführte Projekt verbindet die Erinnerung an Grzim­eks Beziehung zu Oberschlesien mit Bildungsangeboten und Veranstaltungen, die seinem Leben und Wirken gewidmet sind. Die Hauptveranstaltungen finden am 16. Oktober statt.

Grzim­eks schlesische Wurzeln

Die Idee, an Grzimek zu erinnern, entstand nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Oberglogau, Piotr Bujak. Wie Sebastian Gerstenberg, Vorsitzender der SKGD in der Gemeinde Oberglogau, erklärt, kam dabei auch die schlesische Herkunft des bekannten Naturforschers zur Sprache.

„Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Familie von Bernhard Grzimek aus Schwesterwitz stammt und dass es sich lohnen würde, an diese Persönlichkeit zu erinnern“, berichtet Gerstenberg.

Sebastian Gerstenberg lobt die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister von Oberglogau, Piotr Bujak.
Foto: Stadt- und Gemeindemat Oberglogau

„Als Gemeindevorstand haben wir einen Antrag gestellt, in Schwesterwitz eine Gedenktafel aufzustellen, woher die Eltern von Grzimek stammen. In Oberglogau haben wir außerdem einen Bildungsweg eingerichtet, der Bernhard Grzimek gewidmet ist. In der Nähe des Schlosses wurde eine Informationstafel mit QR-Codes angebracht. Dort gibt es spezielle Aufgaben für Kinder und Jugendliche“, erklärt er.

 „Unser Ziel ist es, dass eine so bedeutende Persönlichkeit für unsere Region dauerhaft im öffentlichen Raum präsent ist und dass wir ihre Geschichte der jungen Generation näherbringen“, sagt Sebastian Gerstenberg.

Die Feierlichkeiten unter dem Motto „Bernhard Grzimek – ein Mann aus Oberschlesien“ beginnen am 16. Oktober um 16 Uhr mit der Enthüllung einer Gedenktafel in Schwesterwitz. Eine Stunde später wird im Obstgarten am Stadtpark in Oberglogau der bereits erwähnte Lehrpfad über Grzimek eröffnet.

Von der Gedenktafel bis zum Film

Der Abend findet im Kulturzentrum Oberglogau statt. Um 18 Uhr ist ein Treffen mit Arkadiusz Nowak, dem Autor eines Buches über Bernhard Grzimek, geplant. Anschließend wird um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Bernhard Grzimek, der Mann aus der Serengeti – ein schwieriges Erbe“ gezeigt. Nach der Filmvorführung ist ein Imbiss vorgesehen.

Mit diesem Ablauf setzen die Organisatoren ihre ursprüngliche Idee um, die feierliche Würdigung Grzim­eks mit einem Bildungsteil und einem Treffen über sein Leben zu verbinden. Wie Gerstenberg angekündigt hatte, sollten alle Elemente des Projekts an einem Tag stattfinden.

Die Eltern von Bernhard Grzimek stammten aus Zwiastowice.
Foto: Stadt- und Gemeindemat Oberglogau

Das Treffen mit dem Autor und die Filmvorführung sind weitere Bestandteile des Projekts, dessen Ziel es ist, die Persönlichkeit Grzim­eks und seine Verbindung zur Region näherzubringen.

– „Unser Ziel ist es, dass eine so bedeutende Persönlichkeit für unsere Region dauerhaft im öffentlichen Raum präsent ist und dass wir ihre Geschichte der jungen Generation näherbringen“, sagt Gerstenberg.

Gerade die dauerhafte Präsenz Grzim­eks im öffentlichen Raum gehört zu den wichtigsten Zielen des Projekts. Die Gedenktafel und der Bildungsweg sollen auch nach den Oktoberfeierlichkeiten an die mit der Region verbundene Persönlichkeit erinnern.

Die Gedenktafel soll das Erbe Grzimeks für zukünftige Generationen bewahren.

Bernhard Grzimek wurde 1909 in Neisse geboren, seine Familie war mit Oberschlesien verbunden. Bekannt wurde er vor allem als engagierter Bewahrer der afrikanischen Tierwelt, als Autor von Büchern und Dokumentarfilmen sowie als langjähriger Direktor des Frankfurter Zoos. Für den Film „Serengeti darf nicht sterben“ erhielt er 1960 einen Oscar.

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern über den Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) finanziert. Organisatoren und Partner sind das Kulturzentrum Oberglogau, die Gemeinde Oberglogau, der VdG sowie der Gemeindevorstand der SKGD in Oberglogau.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen am 16. Oktober ist frei.

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