{"id":87679,"date":"2026-10-11T05:00:49","date_gmt":"2026-10-11T03:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=87679"},"modified":"2026-10-09T16:45:50","modified_gmt":"2026-10-09T14:45:50","slug":"das-wort-zum-sonntag-von-pfarrer-dr-habil-peter-tarlinski-11-09-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/das-wort-zum-sonntag-von-pfarrer-dr-habil-peter-tarlinski-11-09-2026\/","title":{"rendered":"Das Wort zum Sonntag von Pfarrer Dr. habil. Peter Tarlinski"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li><strong>Lesung: Jes 25,6\u201310a<\/strong><\/li>\n<li><strong>Lesung: Phil 4,12\u201314.19\u201320<br \/>\nEvangelium: Mt 22,1\u201314<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wir lassen uns gerne zu verschiedenen angenehmen Anl\u00e4ssen einladen. Gast zu sein, empfinden wir als eine Auszeichnung. Besonders bezaubernd, bewegend und erfreulich sind Hochzeitsfeiern. Im heutigen Evangelium erz\u00e4hlt Jesus das Gleichnis von einem K\u00f6nig, der zur Hochzeit seines Sohnes einl\u00e4dt. Alles ist vorbereitet. Doch die eingeladenen G\u00e4ste wollen nicht kommen. Daraufhin l\u00e4sst der K\u00f6nig alle Menschen einladen, die seine Diener auf den Stra\u00dfen finden. Der Festsaal f\u00fcllt sich. Aber einer der G\u00e4ste tr\u00e4gt kein Hochzeitsgewand. Was m\u00f6chte Jesus uns mit diesem Gleichnis sagen? Betrachten wir drei Gedanken.<\/p>\n<h2>Gott l\u00e4dt ein \u2013 der Mensch bleibt frei<\/h2>\n<p>Jesus vergleicht das Himmelreich mit einem Hochzeitsfest. Ein sch\u00f6nes Bild! Gott m\u00f6chte die Menschen nicht durch Angst an sich binden. Er l\u00e4dt sie zur Freude, zur Gemeinschaft und zur F\u00fclle des Lebens ein. Seine Einladung ist ein Geschenk seiner Liebe. Doch die zuerst eingeladenen G\u00e4ste wollen nicht kommen. Manche sind gleichg\u00fcltig. Andere reagieren sogar mit Feindschaft. Urspr\u00fcnglich richtet Jesus diese Worte besonders an Hohepriester und die \u00c4ltesten des Volkes, die seine Botschaft ablehnten.<\/p>\n<blockquote><p>Gott ruft. Aber er zwingt niemanden. Die Liebe l\u00e4sst dem Menschen die Freiheit, Ja oder Nein zu sagen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Doch seine Mahnung gilt ebenso uns. Auch heute kann ein Mensch so sehr mit seinen eigenen Angelegenheiten besch\u00e4ftigt sein, dass er Gottes Stimme nicht mehr h\u00f6rt. Gott ruft. Aber er zwingt niemanden. Die Liebe l\u00e4sst dem Menschen die Freiheit, Ja oder Nein zu sagen.<\/p>\n<h2>Gottes Einladung kennt keine menschlichen Grenzen<\/h2>\n<p>Der K\u00f6nig gibt nicht auf. Er schickt seine Diener auf die Stra\u00dfen. Sie sollen alle einladen, die sie finden. Gute und B\u00f6se. Der Festsaal f\u00fcllt sich mit Menschen, die urspr\u00fcnglich gar nicht zu den G\u00e4sten geh\u00f6rten. Hier zeigt Jesus die Gr\u00f6\u00dfe der g\u00f6ttlichen Barmherzigkeit. Gottes Heil ist nicht das Vorrecht einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe. Es ist f\u00fcr alle Menschen bestimmt. Niemand muss zuerst vollkommen sein, um seine Einladung zu empfangen.<\/p>\n<p>Auch die Kirche lebt aus dieser Wahrheit. Sie ist keine Gemeinschaft der bereits Vollkommenen. Sie ist eine Gemeinschaft von Menschen, die Gottes Gnade brauchen. Seine Liebe geht unserer Umkehr voraus. Gott \u00f6ffnet die T\u00fcr. Er wartet darauf, dass wir eintreten.<\/p>\n<h2>Das Hochzeitsgewand \u2013 ein Glaube, der das Leben ver\u00e4ndert<\/h2>\n<p>Ein Gast ist zum Hochzeitsfest gekommen, tr\u00e4gt aber kein Hochzeitsgewand. Der K\u00f6nig spricht ihn darauf an. Doch der Mann schweigt. Was bedeutet dieses r\u00e4tselhafte Bild?<\/p>\n<p>Das Hochzeitsgewand steht in der christlichen Tradition besonders f\u00fcr die Liebe, die aus dem Glauben w\u00e4chst. Schon der heilige Augustinus hat es so verstanden. Wer Gottes Einladung annimmt, soll sich auch von seiner Liebe verwandeln lassen. Christsein bedeutet deshalb mehr, als zur Kirche zu geh\u00f6ren oder den Glauben mit Worten zu bekennen. Der Glaube soll in unseren Entscheidungen, in unserer Barmherzigkeit und im Umgang mit anderen Menschen sichtbar werden. Nicht aus eigener Vollkommenheit, sondern durch die Gnade Gottes, die in uns wirken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Das Hochzeitsgewand k\u00f6nnen wir als Bild eines Herzens verstehen, das bereit ist, sich von Gott erneuern zu lassen.<\/p>\n<p>Vielleicht sollten wir uns heute zwei einfache Fragen stellen: H\u00f6re ich noch Gottes Einladung? Und wird in meinem Leben etwas von Gottes Liebe sichtbar?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lesung: Jes 25,6\u201310a Lesung: Phil 4,12\u201314.19\u201320 Evangelium: Mt 22,1\u201314<\/p>\n","protected":false},"author":318,"featured_media":72237,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4225],"tags":[9976,10646,8982,8983,9126],"redaktor":[6062],"class_list":["post-87679","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kirche-de","tag-evangelium-de","tag-hochzeitgewand","tag-kirche-de","tag-peter-tarlinski-de","tag-slowo-na-niedziele-de","redaktor-bischofsvikar-dr-peter-tarlinski-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":87681,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/slowo-na-niedziele-ks-dr-hab-petera-tarlinskiego-11-10-2026\/","title":"S\u0142owo na niedziel\u0119 ks. dr hab. 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