{"id":87591,"date":"2026-10-10T05:00:13","date_gmt":"2026-10-10T03:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=87591"},"modified":"2026-10-09T16:15:55","modified_gmt":"2026-10-09T14:15:55","slug":"echte-schlesische-happen-die-pflaume-auf-schlesische-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/echte-schlesische-happen-die-pflaume-auf-schlesische-art\/","title":{"rendered":"Pflaumen, Sagen und ein Rezept von vor fast hundert Jahren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wild wachsende Zwetschgenb\u00e4ume sind in der schlesischen Landschaft nichts Ungew\u00f6hnliches. Man kann ganz zuf\u00e4llig auf sie sto\u00dfen \u2013 irgendwo in der Umgebung von Gr\u00fcnberg, zwischen alten Sorten von Zwetschgen, die nach der Sonne suchen, klein, aber au\u00dfergew\u00f6hnlich s\u00fc\u00df, vor allem am Ende der Saison.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Es gibt auch verlassene Obstg\u00e4rten. Etwa diejenigen in der N\u00e4he von Bunzlau, Steinau an der Oder oder im Katzengebirge k\u00f6nnen zu dieser Jahreszeit reichlich Fr\u00fcchte hervorbringen, die einfach zu Boden fallen. Ein Teil davon wird von Wildtieren gefressen, ein Teil verfault, und einen Teil kann man schlie\u00dflich mit nach Hause nehmen und daraus etwas richtig Leckeres machen.<\/p>\n<blockquote><p>Vielleicht mag ich gerade deshalb diese alten Rezepte so gern. Sie erz\u00e4hlen nicht nur vom Essen. Sie erz\u00e4hlen davon, was rund ums Haus wuchs, was auf den Markt kam, was in der Zeitung beworben wurde und was eine Hausfrau aus dem zubereiten konnte, was sie gerade zur Hand hatte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Jedes Mal, wenn ich diese Obstb\u00e4ume sehe, wundere ich mich ein wenig dar\u00fcber, dass sich niemand um sie k\u00fcmmert. Niemand schneidet die Kronen zur\u00fcck, niemand entfernt die zahlreichen jungen Wildtriebe, niemand bek\u00e4mpft Sch\u00e4dlinge. Und trotzdem tragen sie Fr\u00fcchte. Und was f\u00fcr welche! Die Fr\u00fcchte sind gesund, aromatisch und oft erstaunlich gro\u00df und saftig. Vielleicht liegt genau darin ihre St\u00e4rke. Alte Sorten brauchen keine besondere Pflege, um zu \u00fcberleben. Ein wenig Sonne und ein St\u00fcck Erde gen\u00fcgen ihnen. Moderne Pflaumensorten sind oft gr\u00f6\u00dfer, stattlicher und zweifellos sch\u00f6n, doch in Geschmack und Widerstandsf\u00e4higkeit k\u00f6nnen sie mit den alten Sorten nur schwer mithalten. Leicht angetrocknet und am Stielansatz schon etwas runzelig, eignen sie sich hervorragend f\u00fcr Marmelade oder Kompott. Man kann sie zu Fleisch servieren, f\u00fcr eine Sauce verwenden oder Schweinefleisch damit spicken. Man kann sie trocknen, r\u00e4uchern \u2013 und wer an die schlesische K\u00fcche denkt, sollte den \u201eSchlesischen Himmel\u201c nicht vergessen, der ohne Pflaumen eigentlich nicht dasselbe Gericht w\u00e4re.<\/p>\n<div id=\"attachment_87595\" style=\"width: 1802px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87595\" class=\"size-full wp-image-87595\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940.png\" alt=\"\" width=\"1792\" height=\"2139\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940.png 1792w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-251x300.png 251w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-858x1024.png 858w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-768x917.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-1287x1536.png 1287w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Koerbe-mit-frisch-gepflueckten-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-1716x2048.png 1716w\" sizes=\"auto, (max-width: 1792px) 100vw, 1792px\" \/><p id=\"caption-attachment-87595\" class=\"wp-caption-text\">K\u00f6rbe mit frisch gepfl\u00fcckten Zwetschgen, 1940.<br \/>Foto: Gremmler, Karl Theodor<br \/>Quelle: SLUB Dresden<\/p><\/div>\n<h2>Pflaumen zwischen Sage und Kriegswirtschaft<\/h2>\n<p>Die Pflaume hat in Schlesien \u00fcbrigens ihre eigenen Geschichten. Eine davon findet man in den 1930 ver\u00f6ffentlichten \u201eSagen vom R\u00fcbezahl, dem Herrscher des Riesengebirges\u201c. Im siebten Kapitel geht es um au\u00dfergew\u00f6hnliche Pflaumen, die nur an einem einzigen Ort am Fu\u00df des Riesengebirges wuchsen. Sie waren besonders s\u00fc\u00df, saftig und schmackhaft. Viele G\u00e4rtner versuchten, sie zu vermehren, jedoch ohne Erfolg. Die Kerne, die man anderswo einpflanzte, wollten einfach keine Fr\u00fcchte gleicher Art hervorbringen. Eines Tages begegnete ein J\u00e4ger hoch oben in den Bergen einem ersch\u00f6pften und hungrigen alten Mann. Der Mann hatte sich auf der Suche nach Arbeit verirrt und war bereits dem Hungertod nahe. Der J\u00e4ger zeigte ihm einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Pflaumenbaum, der ganz in der N\u00e4he wuchs, und gab ihm einige Fr\u00fcchte. Der Alte a\u00df sie mit gro\u00dfem Appetit und kam schnell wieder zu Kr\u00e4ften. Als der J\u00e4ger sah, wie wunderbar die Pflaumen wirkten, riet er ihm, die Kerne zu sammeln und sie rund um seine H\u00fctte einzupflanzen. So sollte der Alte f\u00fcr seine Nahrung sorgen und sich darum k\u00fcmmern, dass die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Fr\u00fcchte direkt vor seinem Haus wuchsen.<\/p>\n<p>Ob es tats\u00e4chlich so gekommen ist? Das verrate ich nicht. Schlie\u00dflich m\u00f6chte ich die Freude an der alten Geschichte nicht verderben. Nur so viel sei gesagt: Ihr Ende ist l\u00e4ngst nicht so eindeutig, wie man vielleicht erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Pflaumen spielten jedoch nicht nur in Sagen eine Rolle. W\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs wurden sie, ebenso wie anderes Obst, beschlagnahmt, und ihre Verwendung war auf den Bedarf des eigenen Haushalts beschr\u00e4nkt. In der alten Presse findet man zahlreiche Bekanntmachungen und Hinweise auf Sanktionen f\u00fcr den Fall, dass die Anordnungen der Beh\u00f6rden nicht befolgt wurden. Selbst eine ganz gew\u00f6hnliche Pflaume konnte also irgendwann Teil der Kriegswirtschaft werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_87599\" style=\"width: 1368px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87599\" class=\"size-full wp-image-87599\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Polona-Tauentzienplatz-9-Breslau.png\" alt=\"\" width=\"1358\" height=\"879\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Polona-Tauentzienplatz-9-Breslau.png 1358w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Polona-Tauentzienplatz-9-Breslau-300x194.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Polona-Tauentzienplatz-9-Breslau-1024x663.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Polona-Tauentzienplatz-9-Breslau-768x497.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1358px) 100vw, 1358px\" \/><p id=\"caption-attachment-87599\" class=\"wp-caption-text\">Postkarte mit Blick auf den Tauentzienplatz in Breslau. Unter der Nummer 9 verkaufte Carl Sowa 1906 seine Pflaumenmarmeladen.<br \/>Quelle: Polona<\/p><\/div>\n<p>Sp\u00e4ter kamen die Anzeigen hinzu. Im \u201eAmtlichen Kreisblatt f\u00fcr den Kreis Freystadt\u201c wurde 1927 das Pflanzenfett \u201ePalmin\u201c beworben, das sich hervorragend f\u00fcr Pflaumenkuchen, aber auch f\u00fcr \u201ePflaumen im Schlafrock\u201c eignen sollte. Dr. Oetker warb in der \u201eRybniker Zeitung\u201c und anderen schlesischen Zeitungen f\u00fcr einen Obstkuchen mit Herbstfr\u00fcchten \u2013 mit \u00c4pfeln oder entsteinten Pflaumen. Und in der \u201eSchlesischen Zeitung\u201c warb Carl Sowa bereits 1906 f\u00fcr seine Pflaumenmarmeladen. Kaufen konnte man sie im damaligen Breslau am Tauentzienplatz 9, gegen Barzahlung oder per Nachnahme. Die Ware wurde per Post oder Bahn ohne zus\u00e4tzliche Kosten verschickt. Dabei versicherte Sowa, dass die Qualit\u00e4t seines deutschen Erzeugnisses so gut sei, dass selbst englische Produkte ihr nichts anhaben k\u00f6nnten.<\/p>\n<div id=\"attachment_87597\" style=\"width: 481px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87597\" class=\"size-full wp-image-87597\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SDB-Der-Oberschlesische-Wanderer-1927-Jg.-100-Nr.-214.png\" alt=\"\" width=\"471\" height=\"590\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SDB-Der-Oberschlesische-Wanderer-1927-Jg.-100-Nr.-214.png 471w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SDB-Der-Oberschlesische-Wanderer-1927-Jg.-100-Nr.-214-239x300.png 239w\" sizes=\"auto, (max-width: 471px) 100vw, 471px\" \/><p id=\"caption-attachment-87597\" class=\"wp-caption-text\">Anzeige in der Zeitung \u201eDer Oberschlesische Wanderer\u201c, 1927.<br \/>Quelle: Schlesische Digitale Bibliothek<\/p><\/div>\n<h2>Vom Pflaumenbaum zu den Pflaumenkn\u00f6deln<\/h2>\n<p>Am besten gef\u00e4llt mir jedoch eine Bemerkung, die ich in der \u201eKattowitzer Zeitung\u201c gefunden habe. Der Autor schw\u00e4rmt von dem Vergn\u00fcgen, einen jungen Pflaumenbaum kr\u00e4ftig zu sch\u00fctteln, damit die reifen Fr\u00fcchte zu Boden fallen. Seiner Meinung nach gibt es nichts K\u00f6stlicheres als eine reife, duftende Pflaume. Was sind dagegen die Pflaumen, die auf dem Markt auf einen K\u00e4ufer warten?<\/p>\n<p>Und dann noch etwas: Pflaumenkuchen! Und gleich danach: Pflaumenkn\u00f6del. Der Autor r\u00e4umt zwar ein, dass Pflaumenkn\u00f6del eine wahre Gaumenfreude sind, dem Magen jedoch durchaus zu schaffen machen k\u00f6nnen, weil man immer mehr davon isst, als man eigentlich verdauen kann.<\/p>\n<p>Dem kann ich nur zustimmen. Vor allem, wenn sie nach Pflaumen, Butter und ger\u00f6steten Semmelbr\u00f6seln duften.<\/p>\n<div id=\"attachment_87601\" style=\"width: 2348px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87601\" class=\"size-full wp-image-87601\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940.png\" alt=\"\" width=\"2338\" height=\"1792\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940.png 2338w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-300x230.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-1024x785.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-768x589.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-1536x1177.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/SLUB-Dresden-Frauen-beim-Sortieren-von-Zwetschgen-Gremmler-Karl-Theodor-1940-2048x1570.png 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2338px) 100vw, 2338px\" \/><p id=\"caption-attachment-87601\" class=\"wp-caption-text\">Frauen beim Sortieren von Zwetschgen, 1940.<br \/>Foto: Gremmler, Karl Theodor<br \/>Quelle: SLUB Dresden<\/p><\/div>\n<p>Meine letzte Ernte wilder Pflaumen war eigentlich eher zuf\u00e4llig. Einen gro\u00dfen Vorrat an Pflaumen wollte ich gar nicht anlegen, deshalb habe ich nur wenige Fr\u00fcchte gesammelt, aber gerade genug f\u00fcr einen Kuchen, Kompott und nat\u00fcrlich f\u00fcr Pflaumenkn\u00f6del. Und genau dann griff ich zu einem Rezept, das fast hundert Jahre alt ist. Im Jahr 1932 ver\u00f6ffentlichte die \u201eZeitschrift der Landwirtschaftskammer Niederschlesien\u201c eine eigene Kolumne rund um die Pflaume. Sie trug den schlichten und vielversprechenden Titel: \u201eAllerlei aus Pflaumen\u201c. Darunter fand sich auch ein Rezept f\u00fcr Pflaumenkn\u00f6del.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Teig wurden \u00bd kg gekochte Kartoffeln, ein Ei und \u00bd kg Mehl verwendet. Anschlie\u00dfend rollte man den Teig auf einem gut bemehlten Nudelbrett etwa einen halben Zentimeter dick aus und schnitt ihn in Quadrate von f\u00fcnf mal f\u00fcnf Zentimetern. In die Mitte jedes Quadrats kam eine Pflaume. Dann wurde der Teig rund um die Frucht zusammengedr\u00fcckt und zu einer Kugel geformt.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/pilze-platten-und-ein-glueckliches-haendchen\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Uni-Heidelberg-Jugend-Munchner-illustrierte-Wochenschrift-fur-Kunst-und-Leben-11.1906-Band-2-Nr.-46-150x150.png\" alt=\"Wenn der Schlesier in den Wald zieht \u2013 Pilze, Platten und ein gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Echte Schlesische Happen<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Wenn der Schlesier in den Wald zieht \u2013 Pilze, Platten und ein gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n<p>Es gab auch einen kleinen Trick f\u00fcr besonders saure Pflaumen. Man konnte den Stein entfernen und stattdessen ein St\u00fcckchen Zucker hineinlegen.<\/p>\n<p>Die Kn\u00f6del wurden in Salzwasser gekocht \u2013 etwa f\u00fcnf bis sechs Minuten \u2013 und anschlie\u00dfend mit in Butter ger\u00f6steten Semmelbr\u00f6seln \u00fcbergossen.<\/p>\n<p>Und das war\u2019s.<\/p>\n<p>Keine komplizierten Zutaten, keine ausgekl\u00fcgelten Techniken. Kartoffeln, Mehl, Pflaumen, etwas Salz, Butter und Semmelbr\u00f6sel.<\/p>\n<p>Vielleicht mag ich gerade deshalb diese alten Rezepte so gern. Sie erz\u00e4hlen nicht nur vom Essen. Sie erz\u00e4hlen davon, was rund ums Haus wuchs, was auf den Markt kam, was in der Zeitung beworben wurde und was eine Hausfrau aus dem zubereiten konnte, was sie gerade zur Hand hatte.<\/p>\n<p>Und manchmal gen\u00fcgt es einfach, einen alten Feld- oder Waldweg entlangzugehen, an einem Pflaumenbaum zu r\u00fctteln und darauf zu warten, dass ein paar reife Fr\u00fcchte direkt vor die F\u00fc\u00dfe fallen. Der Rest beginnt dann in der K\u00fcche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wild wachsende Zwetschgenb\u00e4ume sind in der schlesischen Landschaft nichts Ungew\u00f6hnliches. Man kann ganz zuf\u00e4llig auf sie sto\u00dfen \u2013 irgendwo in der Umgebung von Gr\u00fcnberg, zwischen alten Sorten von Zwetschgen, die nach der Sonne suchen, klein, aber au\u00dfergew\u00f6hnlich s\u00fc\u00df, vor allem am Ende der Saison.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":87593,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625],"tags":[6151,10616,10613,10614,6351,10163],"redaktor":[6049],"class_list":["post-87591","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-de","tag-echte-schlesische-happen","tag-pflaumen-de","tag-pflaumenknoedel","tag-pflaumenknoedel-rezept","tag-rezept-de","tag-schlesische-rezepte","redaktor-malgorzata-janik-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":87605,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/prawdziwe-slaskie-kaski-sliwka-po-slasku\/","title":"\u015aliwki w \u015bl\u0105skich opowie\u015bciach i kuchni"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"Echte Schlesische Happen"},"featured_image":{"id":87593,"caption":"Von der wilden Pflaume direkt auf den Teller \u2013 Zwetschgenkn\u00f6del nach einem fast hundert Jahre alten Rezept.\nFoto: Ma\u0142gorzata Janik","alt":"","source":"Ma\u0142gorzata Janik","sizes":{"thumbnail":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/AAD_2316Ma-150x150.jpg","width":150,"height":150},"medium":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/AAD_2316Ma-300x200.jpg","width":300,"height":200},"large":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/AAD_2316Ma-1024x683.jpg","width":1024,"height":683},"full":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/AAD_2316Ma-scaled.jpg","width":2560,"height":1707}},"caption_text":"Von der wilden Pflaume direkt auf den Teller \u2013 Zwetschgenkn\u00f6del nach einem fast hundert Jahre alten Rezept."}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87591"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87707,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87591\/revisions\/87707"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87591"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=87591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}