{"id":87386,"date":"2026-10-06T05:00:58","date_gmt":"2026-10-06T03:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=87386"},"modified":"2026-10-03T19:26:35","modified_gmt":"2026-10-03T17:26:35","slug":"vier-erkenntnisse-aus-dem-ersten-teil-des-diesjaehrigen-deutsch-polnischen-barometers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/vier-erkenntnisse-aus-dem-ersten-teil-des-diesjaehrigen-deutsch-polnischen-barometers\/","title":{"rendered":"Vier Erkenntnisse aus dem ersten Teil des diesj\u00e4hrigen Deutsch-Polnischen Barometers"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie nehmen Deutsche Polen und Polen Deutschland wahr? Der erste Teil des diesj\u00e4hrigen Deutsch-Polnischen Barometers zeigt: Pers\u00f6nliche Kontakte gehen mit einem positiveren Bild des Nachbarlandes einher. Gleichzeitig gibt es deutliche Unterschiede bei der Wahrnehmung der Attraktivit\u00e4t seiner Produkte und der Einsch\u00e4tzung der Sicherheit.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Deutsche Polen-Institut und das Institut f\u00fcr \u00d6ffentliche Angelegenheiten in Warschau untersuchen regelm\u00e4\u00dfig, wie die Menschen in beiden L\u00e4ndern ihr jeweiliges Nachbarland wahrnehmen. 35 Jahre nach der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags ist diese Frage weiterhin relevant. Nun wurde der erste Teil des diesj\u00e4hrigen Barometers ver\u00f6ffentlicht. Erstmals nimmt das Barometer in diesem Jahr auch die Grenzregionen genauer in den Blick.<\/p>\n<h2>Erkenntnis 1: Wer das Nachbarland besucht, sieht es positiver<\/h2>\n<p>Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen Reiseerfahrungen und der Bewertung des Nachbarlandes.<\/p>\n<p>59 Prozent der in Polen Befragten gaben an, seit der politischen Wende 1989\/90 mindestens einmal in Deutschland gewesen zu sein. In Deutschland sagten 42 Prozent, dass sie in diesem Zeitraum bereits Polen besucht haben. In den Grenzregionen liegen die Werte erwartungsgem\u00e4\u00df h\u00f6her.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Die gr\u00f6\u00dfere Vertrautheit bedeutet nicht automatisch, dass das Nachbarland in allen Bereichen positiver bewertet wird.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Besonders deutlich wird der Unterschied bei regelm\u00e4\u00dfigen Besuchen. In den polnischen Grenzwoiwodschaften waren 53 Prozent der Befragten bereits mehrmals in Deutschland. In den \u00fcbrigen Woiwodschaften waren es 28 Prozent. Auch insgesamt sind Kontakte \u00fcber die Grenze hinweg im polnischen Grenzraum h\u00e4ufiger: Drei Viertel der dort Befragten haben Deutschland seit 1989\/90 besucht. Auf deutscher Seite hat etwa die H\u00e4lfte der Befragten bereits Polen besucht.<\/p>\n<p>Polnische Befragte, die bereits in Deutschland waren, bewerten Deutschland in den untersuchten Bereichen h\u00e4ufiger positiv als diejenigen, die noch nie dort waren. Bei Menschen, die Deutschland mehrmals besucht haben, f\u00e4llt der Anteil positiver Bewertungen nochmals h\u00f6her aus.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist das Bild in Deutschland: Auch hier steigt die positive Wahrnehmung Polens mit pers\u00f6nlichen Erfahrungen. Besonders deutlich zeigt sich das bei der Frage nach der Sauberkeit. 53 Prozent der Deutschen, die seit 1989\/90 mindestens einmal in Polen waren, bewerten diese positiv. Bei denjenigen, die noch nie in Polen waren, sind es lediglich 25 Prozent.<\/p>\n<div id=\"attachment_87389\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87389\" class=\"wp-image-87389 size-medium\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt-300x180.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt-300x180.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt-1024x614.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt-768x460.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt-1536x921.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-2_Reisen-nach-Polen_dt.png 1653w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87389\" class=\"wp-caption-text\">Daten: Deutsch-Polnisches Barometer, Grafik: neueswochenblatt.pl\/mo<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_87387\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87387\" class=\"wp-image-87387 size-medium\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt-300x180.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt-300x180.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt-1024x614.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt-768x460.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt-1536x921.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-1_Reisen-nach-Deutschland_dt.png 1655w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87387\" class=\"wp-caption-text\">Daten: Deutsch-Polnisches Barometer, Grafik: neueswochenblatt.pl\/mo<\/p><\/div>\n<p>Gleichzeitig f\u00e4llt auf: Wer noch nie im Nachbarland war, antwortet h\u00e4ufiger mit \u201eschwer zu sagen\u201c. Pers\u00f6nliche Erfahrungen scheinen also nicht nur die Richtung der Bewertung, sondern auch die Sicherheit der eigenen Einsch\u00e4tzung zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Das zeigt sich auch in den Grenzregionen. Dort wird die Antwort \u201eschwer zu sagen\u201c seltener gew\u00e4hlt. Allerdings bedeutet die gr\u00f6\u00dfere Vertrautheit nicht automatisch, dass das Nachbarland in allen Bereichen positiver bewertet wird. So beurteilen die Befragten in den polnischen Grenzregionen etwa den Stand der Digitalisierung in Deutschland kritischer als Befragte aus anderen Teilen Polens.<\/p>\n<h2>Erkenntnis 2: Eine negative Wahrnehmung beim Thema Sicherheit<\/h2>\n<p>Bei den meisten abgefragten Eigenschaften \u00fcberwiegen positive gegen\u00fcber negativen Einsch\u00e4tzungen. Eine Ausnahme bildet die Frage nach der Sicherheit Deutschlands. Nur 27 Prozent der Befragten in Polen stimmten der Aussage zu, dass Deutschland ein Land sei, in dem man sich sicher f\u00fchle. 30 Prozent gaben dagegen an, dass sie Deutschland nicht als sicheres Land wahrnehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_87395\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87395\" class=\"wp-image-87395 size-medium\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt-300x221.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"221\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt-300x221.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt-1024x755.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt-768x566.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt-1536x1133.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-5_Deutschlandbild_dt.png 1657w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87395\" class=\"wp-caption-text\">Daten: Deutsch-Polnisches Barometer, Grafik: neueswochenblatt.pl\/mo<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_87397\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87397\" class=\"wp-image-87397 size-medium\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt-300x230.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt-300x230.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt-1024x784.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt-768x588.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt-1536x1176.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-6_Polenbild_dt.png 1653w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87397\" class=\"wp-caption-text\">Daten: Deutsch-Polnisches Barometer, Grafik: neueswochenblatt.pl\/mo<\/p><\/div>\n<p>Dieses Ergebnis hebt sich von den \u00fcbrigen Bewertungen ab. Auch f\u00fcr Agnieszka \u0141ada-Konefa\u0142, die das Barometer f\u00fcr das Deutsche Polen-Institut mitverfasst hat, kam dieses Ergebnis \u00fcberraschend. Sie f\u00fchrt die kritische Wahrnehmung unter anderem auf die politische und mediale Diskussion in Polen zur\u00fcck. \u201eZu erkl\u00e4ren ist das vor allem mit der Rhetorik in Polen.\u201c \u0141ada-Konefa\u0142 verweist dabei insbesondere auf die Darstellung negativer Ereignisse in Deutschland durch bestimmte Medien. \u201eDas hei\u00dft, jeder Mord, jedes Attentat wird in den rechten Medien in Polen hochgeschaukelt. Und das hat nat\u00fcrlich Folgen\u201c, sagt die Co-Autorin der Studie.<\/p>\n<div id=\"attachment_87407\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87407\" class=\"wp-image-87407 size-large\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/crystal-L_QL3ZJoHUA-unsplash-scaled-e1791047138781-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/crystal-L_QL3ZJoHUA-unsplash-scaled-e1791047138781-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/crystal-L_QL3ZJoHUA-unsplash-scaled-e1791047138781-300x169.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/crystal-L_QL3ZJoHUA-unsplash-scaled-e1791047138781-768x432.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/crystal-L_QL3ZJoHUA-unsplash-scaled-e1791047138781-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/crystal-L_QL3ZJoHUA-unsplash-scaled-e1791047138781.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-87407\" class=\"wp-caption-text\">Der erste Teil des Deutsch-Polnischen Barometers zeigt, dass pers\u00f6nliche Kontakte mit einer positiveren Wahrnehmung des Nachbarlandes einhergehen.<br \/>Foto: crystal\/Unsplash<\/p><\/div>\n<p>Bei anderen Aspekten bleiben dagegen traditionelle Vorstellungen vom Nachbarland bestehen. Deutschland wird weiterhin h\u00e4ufig mit guter Infrastruktur verbunden, Polen mit g\u00fcnstigen Preisen und freundlichen Einwohnern. Gleichzeitig ist das Bild nicht statisch: So wird die touristische Attraktivit\u00e4t Deutschlands von polnischen Befragten h\u00e4ufig positiv bewertet \u2013 ein Merkmal, das weniger zu den klassischen Vorstellungen \u00fcber Deutschland geh\u00f6rt, wie die Autorinnen und Autoren der Studie bemerken.<\/p>\n<h2>Erkenntnis 3: \u201aMade in Germany\u2018 wirkt in Polen st\u00e4rker als \u201aMade in Poland\u2018 in Deutschland<\/h2>\n<p>Das Barometer fragt auch danach, welchen Einfluss das Herkunftsland eines Produkts auf Kaufentscheidungen hat.<\/p>\n<p>In Polen wirkt das Label \u201eMade in Germany\u201c weiterhin eher positiv. 38 Prozent der Befragten sagen, dass die deutsche Herkunft sie grunds\u00e4tzlich zum Kauf eines Produkts motiviert. Nur 10 Prozent sehen darin einen Grund, ein Produkt nicht zu kaufen. F\u00fcr einen gro\u00dfen Teil der Befragten spielt die Herkunft allerdings keine Rolle: 42 Prozent sagen, dass \u201eMade in Germany\u201c ihre Kaufentscheidung weder positiv noch negativ beeinflusst. Weitere 10 Prozent antworten mit \u201ewei\u00df nicht\/schwer zu sagen\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_87391\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87391\" class=\"wp-image-87391 size-medium\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt-300x179.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"179\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt-300x179.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt-1024x612.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt-768x459.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt-1536x918.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-3_Made-in-Germany_dt.png 1650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87391\" class=\"wp-caption-text\">Daten: Deutsch-Polnisches Barometer, Grafik: neueswochenblatt.pl\/mo<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_87393\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87393\" class=\"wp-image-87393 size-medium\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt-300x180.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt-300x180.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt-1024x614.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt-768x461.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt-1536x922.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/Grafik-4_Made-in-Poland_dt.png 1655w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-87393\" class=\"wp-caption-text\">Daten: Deutsch-Polnisches Barometer, Grafik: neueswochenblatt.pl\/mo<\/p><\/div>\n<p>Umgekehrt ist der Effekt von \u201eMade in Poland\u201c in Deutschland deutlich geringer. Nur 12 Prozent der Befragten geben an, dass die polnische Herkunft sie zum Kauf motiviert. Vier Prozent geben an, dass die polnische Herkunft sie eher vom Kauf abh\u00e4lt. F\u00fcr 79 Prozent hat die Kennzeichnung keinen Einfluss auf die Kaufentscheidung oder sie k\u00f6nnen dies nicht beurteilen. Interessant ist dabei, dass die N\u00e4he zur Grenze keinen erkennbaren Einfluss auf die Kaufentscheidung hat. Unterschiede zeigen sich dagegen bei der politischen Orientierung.<\/p>\n<p>Die Studie verweist beispielsweise auf politische Aufrufe in Polen, deutsche Produkte nicht zu kaufen. Unter den W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern der Konf\u00f6deration der Polnischen Krone sehen 36 Prozent die deutsche Herkunft eines Produkts als Grund, es nicht zu kaufen. In Deutschland zeigt sich ein anderes Muster: 17 Prozent der AfD-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hler geben an, dass die polnische Herkunft eines Produkts sie zum Kauf motiviert. Damit liegt der Wert \u00fcber dem Durchschnitt.<\/p>\n<h2>Erkenntnis 4: Politische Haltung und Bild des Nachbarlandes h\u00e4ngen zusammen<\/h2>\n<p>Auch bei der allgemeinen Wahrnehmung des Nachbarlandes zeigen sich Unterschiede zwischen den W\u00e4hlergruppen.<\/p>\n<p>In Polen bewerten die Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger von PiS, Konf\u00f6deration und Konf\u00f6deration der Polnischen Krone Deutschland in mehreren Bereichen kritischer als der Durchschnitt der Befragten. So halten beispielsweise 55 Prozent der PiS-Anh\u00e4nger Deutschland f\u00fcr touristisch attraktiv. Bei den Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4ngern der Konf\u00f6deration der Polnischen Krone sind es 39 Prozent; im Durchschnitt aller Befragten in Polen liegt der Wert bei 58 Prozent.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Unterschiede zeigen sich bei der Frage nach der Sicherheit. Je nach Partei geben zwischen 43 und 59 Prozent der Anh\u00e4nger von PiS und der Konf\u00f6deration der Polnischen Krone an, Deutschland f\u00fcr nicht sicher zu halten. Bei den Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4ngern der Linken (Lewica) und B\u00fcrgerkoalition (KO) liegen die entsprechenden Werte zwischen 9 und 17 Prozent.<\/p>\n    <div class=\"osoba-widget\">\n                    <h4 class=\"osoba-naglowek\">Das Deutsch-Polnische Barometer<\/h4>\n                <div class=\"osoba-body\">\n            <div class=\"osoba-text\"><p>Das \u201eDeutsch-polnische Barometer\u201d ist ein Projekt, das seit dem Jahr 2000 regelm\u00e4\u00dfig die Meinungen von Polen und Deutschen \u00fcber die gegenseitige Wahrnehmung, die deutsch-polnischen Beziehungen sowie deren aktuelle Herausforderungen erhebt und analysiert. Die Untersuchung wird vom Institut f\u00fcr \u00d6ffentliche Angelegenheiten in Warschau, dem Deutschen Polen-Institut, der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen und der Stiftung f\u00fcr deutsch-polnische Zusammenarbeit durchgef\u00fchrt. Der zus\u00e4tzliche Fokus auf die Grenzregionen wurde im Rahmen des Projekts \u201eZwischen Berlin und Warschau \u2013 35 Jahre Nachbarschaft\u201c erm\u00f6glicht, das von der LOTTO-Stiftung Berlin gef\u00f6rdert wird. Befragt wurden 1.000 Menschen in Deutschland und 1.000 in Polen sowie zus\u00e4tzlich jeweils 300 Menschen in den Grenzregionen. Als Grenzregion gelten dabei die deutschen Bundesl\u00e4nder und polnischen Woiwodschaften, die unmittelbar an das jeweilige Nachbarland grenzen; Berlin wurde in die deutsche Grenzregion einbezogen.<\/p>\n<\/div>\n                    <\/div>\n    <\/div>\n    \n<p>In Deutschland zeigt sich ebenfalls ein Zusammenhang zwischen politischer Orientierung und der Bewertung Polens. Die Unterschiede zwischen den W\u00e4hlergruppen fallen allerdings insgesamt weniger stark aus als in Polen. Bei den AfD-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hlern zeigt die Studie ein anderes Muster. Nach Angaben der Studie bewerten sie Polen in sechs von acht untersuchten Bereichen positiver als die Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4nger der anderen gro\u00dfen Parteien. Auch bei der Sicherheit zeigt sich ein Unterschied: 61 Prozent der AfD-W\u00e4hler halten Polen f\u00fcr ein sicheres Land. Bei CDU\/CSU-W\u00e4hlern sind es 41 Prozent, bei SPD-W\u00e4hlern 33 Prozent.<\/p>\n<p>Warum AfD-W\u00e4hlerinnen und -W\u00e4hler Polen in den untersuchten Bereichen h\u00e4ufiger positiv bewerten als der Durchschnitt, beantwortet der erste Teil des Barometers noch nicht. Die Autorinnen und Autoren pr\u00fcfen weitere m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen. Eine erste Hypothese \u2013 dass der Effekt mit einem h\u00f6heren Anteil von AfD-Anh\u00e4ngern in den deutschen Grenzregionen zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte \u2013 lie\u00df sich statistisch nicht best\u00e4tigen. Weitere Ergebnisse sollen im zweiten Teil des Deutsch-Polnischen Barometers ver\u00f6ffentlicht werden, wie Agnieszka \u0141ada-Konefa\u0142 sagt. Der zweite Teil soll Anfang November erscheinen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Der vollst\u00e4ndige erste Teil des Deutsch-Polnischen Barometers ist auf der <a href=\"https:\/\/www.deutsches-polen-institut.de\/veroeffentlichungen\/einzelveroeffentlichungen\/deutsche-und-polen-aus-naechster-naehe-kontakte-und-bilder-vom-nachbarn-35-jahre-nach-der-unterzeichnung-des-nachbarschaftsvertrags-deutsch-polnisches-barometer-2026\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internetseite des Deutschen Polen-Instituts<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie nehmen Deutsche Polen und Polen Deutschland wahr? Der erste Teil des diesj\u00e4hrigen Deutsch-Polnischen Barometers zeigt: Pers\u00f6nliche Kontakte gehen mit einem positiveren Bild des Nachbarlandes einher. Gleichzeitig gibt es deutliche Unterschiede bei der Wahrnehmung der Attraktivit\u00e4t seiner Produkte und der Einsch\u00e4tzung der Sicherheit.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":87404,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4232],"tags":[7242,10455,7802,10566,10570,9682,10567,9655],"redaktor":[6098],"class_list":["post-87386","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-de","tag-35-jahre-deutsch-polnischer-nachbarschaftsvertrag","tag-deutsch-polnische-beziehungen","tag-deutsches-polen-institut-de","tag-grenzregionen","tag-institut-fuer-oeffentliche-angelegenheiten-in-warschau","tag-made-in-germany-de","tag-made-in-poland","tag-sicherheit","redaktor-mauro-oliveira-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":87410,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/cztery-wnioski-z-pierwszej-czesci-tegorocznego-barometru-polska-niemcy\/","title":"Cztery wnioski z pierwszej cz\u0119\u015bci tegorocznego Barometru Polska \u2013 Niemcy"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"Grenzregionen im Fokus"},"featured_image":{"id":87404,"caption":"Der erste Teil des Deutsch-Polnischen Barometers zeigt eine deutlich kritischere Wahrnehmung der Sicherheit Deutschlands in Polen.\nFoto: jottenmuller\/Pixabay","alt":"","source":"jottenmuller\/Pixabay","sizes":{"thumbnail":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/jottenmuller-german-polish-border-4933415_pixabay-scaled-e1791046859184-150x150.jpg","width":150,"height":150},"medium":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/jottenmuller-german-polish-border-4933415_pixabay-scaled-e1791046859184-300x169.jpg","width":300,"height":169},"large":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/jottenmuller-german-polish-border-4933415_pixabay-scaled-e1791046859184-1024x578.jpg","width":1024,"height":578},"full":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/jottenmuller-german-polish-border-4933415_pixabay-scaled-e1791046859184.jpg","width":1920,"height":1084}},"caption_text":"Der erste Teil des Deutsch-Polnischen Barometers zeigt eine deutlich kritischere Wahrnehmung der Sicherheit Deutschlands in Polen."}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87386"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87386\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87428,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87386\/revisions\/87428"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/87404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87386"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=87386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}