{"id":87272,"date":"2022-05-07T08:00:40","date_gmt":"2022-05-07T06:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=87272"},"modified":"2026-10-02T13:11:35","modified_gmt":"2026-10-02T11:11:35","slug":"doris-stempowska-ein-bewegtes-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/doris-stempowska-ein-bewegtes-leben\/","title":{"rendered":"Ein bewegtes Leben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf dem Schloss F\u00fcrstenstein bei Waldenburg, das heute das drittgr\u00f6\u00dfte Schloss Polens ist, lebt von Geburt an, also seit 1935, Doris Stempowska. Die Geschichte des Schlosses und deren Einwohner haben Doris Stempowska ihr Leben lang gepr\u00e4gt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nDer Vater von Doris Stempowska war Hofstallmeister im f\u00fcrstlichem Gest\u00fct auf dem Schloss F\u00fcrstenstein. Die kleine Doris wohnte mit ihren Eltern in einer der Wohnungen f\u00fcr die Belegschaft des Schlosses. Noch heute erinnert sie sich an die sorglosen Kindertage: \u201eWir hatten es m\u00e4rchenhaft sch\u00f6n, wir konnten spielen, der Park war offen f\u00fcr uns, wir haben ja hier gewohnt. Auf dem Schlossplatz wurde uns auch erlaubt zu toben. Und wenn eines der Kinder im Sommer Geburtstag hatte, da konnten wir auf den Terrassen sein und Saft trinken. Die gr\u00f6\u00dferen Jungs haben ein Flo\u00df gebaut und haben uns M\u00e4dchen auf dem Teich hier im Park mit unseren Puppenwagen rumgefahren. Wir waren ja nicht viele Kinder, aber es war eine m\u00e4rchenhafte Kindheit. Wenn ich jetzt zur\u00fcckdenke. Fr\u00fcher dachte man, das ist selbstverst\u00e4ndlich\u201c l\u00e4chelt die 87-J\u00e4hrige.<\/p>\n<div id=\"attachment_36009\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36009\" class=\"size-large wp-image-36009\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1564du-stempowska2-1024x696.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"696\" \/><p id=\"caption-attachment-36009\" class=\"wp-caption-text\">Der Vater von Doris Stempowska war Hofstallmeister im f\u00fcrstlichem Gest\u00fct auf dem Schloss F\u00fcrstenstein.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<h2>Kriegszeit<\/h2>\n<p>Mit Beginn des Krieges wurde die Realit\u00e4t trauriger. 1943 wurde das Schloss von den Nationalsozialisten eingenommen. J\u00fcdische Gefangene wurden hier zur Arbeit gezwungen: \u201eIn den ersten Kriegsjahren ging es ja noch. Alle waren traurig, denn die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Aber der Umbruch kam 1943. Die Hitlerbaugesellschaft TOD ist hier eingetroffen, sie haben angefangen, das Schloss umzubauen. Direkte Pl\u00e4ne hat niemand von uns gehabt. Und seit 1943 wussten wir, dass wir, die f\u00fcrstliche Belegschaft, von hier raus mussten. Aber die konnten uns nicht von einem Tag zum anderen aussiedeln, weil sie keine Wohnung f\u00fcr uns hatten. Niederschlesien wurde damals zum Luftschutzkeller von Deutschland, viele Ausgebombte fanden in Waldenburg und Umgebung eine Zuflucht. Komischerweise hatten wir keine Bombardierungen. Die feindlichen Flugzeuge l\u00f6sten Fliegeralarm aus, wir haben sie gesehen, aber keine Bombe fiel\u201c, erinnert sich Doris Stempowska.<\/p>\n<div id=\"attachment_36010\" style=\"width: 716px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36010\" class=\"size-large wp-image-36010\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1564du-stempowska1-706x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"706\" height=\"1024\" \/><p id=\"caption-attachment-36010\" class=\"wp-caption-text\">Doris Stempowska wuchs in einer Wohnung f\u00fcr die Belegschaft des Schloss F\u00fcrstenstein auf.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<h2>1945<\/h2>\n<p>Erst 1945 bekam die Familie eine Wohnung zugesagt, das wei\u00df Doris Stempowska noch ganz genau. \u201eMein Vater hat die Nachricht erhalten, dass f\u00fcr uns die Wohnung in Bad Salzbrunn am 4. Mai zurecht steht. Es war die Sternstra\u00dfe Nummer 5. Hier war schon Frontgebiet in Freiburg, niemand ist auf den Gedanken gekommen, die Wohnung zu besichtigen!\u201c Gefl\u00fcchtet ist die Familie nicht, obwohl es im Februar mit dem Roten Kreuz-Zug m\u00f6glich war, nach Bayern zu fliehen: \u201eMeine Mutter h\u00e4tte mit mir auch weggekonnt, aber mein Vater, und viele andere auch, war hier kriegsverpflichtet in den Flugzeugwerken. Und der durfte ja nicht weg. Und da sagten meine Eltern \u2013 wenn, dann zusammen. Und da sind wir hiergeblieben, wie Verschiedene andere auch.\u201c Die ersten russischen Soldaten, die das Schloss erreichten, baten nur um Wasser und Unterkunft. \u201eNachmittags am 8. Mai um 15 Uhr sind die Russen hier einmarschiert.\u201c Erst weitere Truppen der Roten Armee wurden der Belegschaft des Schlosses unangenehm, wei\u03b2 Doris Stempowska: \u201eEine Woche waren die Russen da, also bis zum 15. Mai. Und dann hie\u00df es: wir m\u00fcssen raus. In zwei Stunden mussten wir unsere Wohnung verlassen, so, wie alles steht. Und sie w\u00fcrden hier Quartier machen. Wie sich dann sp\u00e4ter herausstellte, haben sie kein Quartier gemacht. Ich denke \u2013 wie ich das heute verstehe \u2013 dass sie erstmal alles durchsucht haben. Der russische Geheimdienst hat ja gewusst, dass hier was gebaut wurde, und die unterirdischen G\u00e4nge und so.\u201c<\/p>\n<h2>Im neuen Land<\/h2>\n<p>Die Familie kommt nach einer Woche zur\u00fcck in ihre Wohnung. Mit der neuen Grenzziehung kommt ein gro\u00dfer Umschwung auf die deutschen Bewohner von Schlesien zu. Ab 1947 geht die 12-j\u00e4hrige Doris in eine polnische Schule in Bad Salzbrunn. Innerhalb eines halben Jahres lernt sie Polnisch. \u201eIch muss sagen, ich hatte gute Lehrer. Das kann ich nicht abstreiten. Manche sind erstaunt, nicht alle meine Bekannten hatten in anderen Schulen so viel Gl\u00fcck.\u201c Doris Stempowska wei\u03b2 ihre Lehrer zu sch\u00e4tzen: \u201eMich hat die Klassenlehrerin in die Klasse eingef\u00fchrt. Ich hab kein Wort Polnisch gekonnt. Die Lehrerin hat den Kindern erkl\u00e4rt, wer ich bin und von wo ich herkomme. Ich habe mich hingesetzt und fertig. Und habe nichts verstanden. Aber die waren alle so freundlich gesinnt zu mir, also lag das an der Lehrerin, was sie so gesagt hat \u00fcber mich.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_36011\" style=\"width: 723px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36011\" class=\"size-full wp-image-36011\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1564du-stempowska.jpg\" alt=\"\" width=\"713\" height=\"731\" \/><p id=\"caption-attachment-36011\" class=\"wp-caption-text\">Im Schlosspark konnte die kleine Doris spielen.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<h2>Zwischen Beruf, Familie und Minderheit<\/h2>\n<p>Die ganze Familie m\u00fctterlicherseits ist gefl\u00fcchtet, die v\u00e4terlicherseits wohnte in Teschen. Doris, die ein Einzelkind war, wuchs ohne Cousins und Cousinen auf. Sp\u00e4ter heiratete sie, bekam drei Kinder. Ihr Ehemann \u2013 ein deutschsprechender Pole aus dem Posener Gebiet, ehemaliger Gefangener eines NS Konzentrationslagers. 1967 war ein gemeinsamer Weggang in den Westen geplant, aber es klappte nicht. \u201eDoch mein Mann hat keine Erlaubnis zur Ausreise bekommen, und da sind wir hiergeblieben. Ich habe zu Hause deutsch gesprochen, meine Mutter konnte nicht polnisch\u201c, sagt Doris Stempowska. 1972 ergab sich eine weitere Ausreisem\u00f6glichkeit, dieses Mal vom polnischen Staat erlaubt. \u201eMeine Mutter war todsterbenskrank, sie h\u00e4tte nicht weggekonnt. Und die Kinder waren in der Schulzeit, eines vor dem Abitur. Und da wollte ich das nicht. Ich habe es einmal erlebt, dass man in die Schule kommt und alles ist anders, und das wollte ich ihnen nicht antun. Sie sollen ihre Ausbildung weitermachen, das war mir dann wichtiger\u201c, erinnert sich die 87-J\u00e4hrige, die heute schon achtfache Uhrgro\u00dfmutter ist.<\/p>\n<h2>Abitur<\/h2>\n<p>In den Geb\u00e4uden des Schlosses F\u00fcrstenstein wurde von der Polnischen Akademie der Wissenschaft ein Geophysisches Observatorium eingerichtet, in dem Doris Stempowska Arbeit findet. Sie ist schon eine erwachsene Frau, als sie die polnische Matura besteht: \u201eZuerst war ich Laborantin, und dann haben sie mich zur Geophysikerin gemacht. Dann musste ich in Krakau und in Ratibor Kurse mitmachen. In Ratibor ist auch eine Erdbebenwarte, die gibt es heute wohl noch. Und da waren auch viele ehemalige Angestellte von fr\u00fcher, Oberschlesier. Ab dieser Zeit war es eigentlich sehr angenehm hier. Ich hatte gute Arbeit gehabt, habe mein Abitur gemacht. H\u00e4tte auch vielleicht nach dem Abitur weitergemacht, aber meine Mutter war krank. Ich hatte Dienst, Schule, die kranke Mutter und Kinder, die selbst nicht viel machten, weil sie selbst lernten.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_36012\" style=\"width: 789px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36012\" class=\"size-large wp-image-36012\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1565du-stempowska-779x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"779\" height=\"1024\" \/><p id=\"caption-attachment-36012\" class=\"wp-caption-text\">Die kleine Doris mit ihren Eltern<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<h2>Deutsch erlaubt<\/h2>\n<p>In Niederschlesien war die deutsche Sprache nie wirklich verboten. 33.000 Deutsche sind in Waldenburg und Umgebung geblieben, viele waren Fachleute und arbeiteten in der Industrie. \u201eNach der Anerkennung der Friedensgrenze von der DDR gab es in den Witrinen \u00fcberall deutsche Gewerkschaftsverb\u00e4nde, parallel zu den polnischen. Die Gewerkschaften haben sich darum bem\u00fcht, als Deutsche anerkannt zu werden. Es hat geklappt. Seit dem Herbst 1950 wurde bei uns Deutsch unterrichtet. Je nach dem Ort, wie viele Kinder da waren, gab es eine deutsche Klasse, wo viele F\u00e4cher auf Deutsch unterrichtet wurden\u201c, erz\u00e4hlt die Zeitzeugin. Erst 1956, als erlaubt wurde, wegen Familienzusammenf\u00fchrung aus Polen auszureisen, haben viele Deutsche in Niederschlesien diesen Schritt aus finanziellen Gr\u00fcnden gewagt. \u201eDoch man h\u00f6rte immer noch Deutsch auf den Stra\u00dfen. Wenn jemand aus Zentralpolen nach Waldenburg kam, wunderte er sich, was das sollte, ob das eine deutsche Stadt ist. Nat\u00fcrlich kam es vor, dass jemand behelligt wurde wegen der Benutzung der deutschen Sprache, aber erlaubt war es\u201c, wei\u00df Doris Stempowska.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eBei unseren Auftritten ist es grunds\u00e4tzlich wichtig, dass wir Werke unserer alten schlesischen Komponisten singen und auff\u00fchren.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h2>1957 DSKG Waldenburg<\/h2>\n<p>Sp\u00e4ter, im Herbst 1957, wurde die Deutsche Sozial Kulturelle Gesellschaft in Waldenburg offiziell im Gericht registriert. Doris Stempowska ist zwischen Beruf und Familienleben gerne hingegangen. 1988 schreibt sie sich als Mitglied ein: \u201eWenn man Mitglied ist, da hat man hier was gesagt, das k\u00f6nnte man hier besser machen, und da hat es sich ergeben, dass ich im Vorstand war, erst als Sekret\u00e4rin\u201c, sagt Doris Stempowska. 1992 gr\u00fcndet die DSKG Waldenburg einen Chor. Er ist in einer Notsituation entstanden. Die ehemaligen Waldenburger luden die DSKG zu einem Heimatabend zu sich nach Deutschland ein. Und da es kaum Mittel f\u00fcr so eine Reise gab, mussten die DFK Mitglieder vor Ort ein Lied singen, um als Programmgestalter die Reisekosten erstattet zu bekommen: \u201eWir haben recht und schlecht gesungen, vor der Reise noch provisorische Trachten gen\u00e4ht. Wir haben gesehen, wie das dort organisiert wird und da dachte ich, das kann man hier auch so machen. Und zur Weihnachtsfeier haben wir schon wesentlich besser gesungen\u201c, l\u00e4chelt Doris Stempowska bei der Erinnerung.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Schlesien Journal 12 10 2021\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/gi95KCdwHXs?start=42&amp;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h2>\u201eFreundschaft\u201c<\/h2>\n<p>Was einst in Not entstanden ist, lebt und entwickelt sich bis heute. Der Chor Freundschaft wird professionell betreut. Sie singen, wo sie eingeladen werden: bei kulturellen Veranstaltungen in der Region, in Kirchen, aber auch in Deutschland und \u00d6sterreich: \u201eBei unseren Auftritten ist es grunds\u00e4tzlich wichtig, dass wir Werke unserer alten schlesischen Komponisten singen und auff\u00fchren. So werden sie aufgef\u00fchrt, geraten nicht ins Vergessen, und alle k\u00f6nnen h\u00f6ren, wie sch\u00f6n sie sind\u201c, beteuert Doris Stempowska. Die DSKG Waldenburg organisiert jedes Jahr im Herbst das Chorfestival \u201eBeati Cantores\u201c im Theater in Bad Salzbrunn, das Doris Stempowska ins Leben gerufen hat. Eingeladen werden Ch\u00f6re aus Ober- und Niederschlesien, gerne auch aus Deutschland. Nat\u00fcrlich singt auch der Chor Freundschaft vor Ort.<\/p>\n<div id=\"attachment_36058\" style=\"width: 1033px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36058\" class=\"size-full wp-image-36058\" src=\"http:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Stempowska.jpg\" alt=\"\" width=\"1023\" height=\"902\" \/><p id=\"caption-attachment-36058\" class=\"wp-caption-text\">Doris Stempowska.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<h2>Zusammenarbeit<\/h2>\n<p>Seit 2014 ist Doris Stempowska Vorsitzende der DSKG Waldenburg. Jeden Mittwoch trifft sie sich mit den Mitgliedern, plant etwas und wann es stattfinden wird, und nimmt an den Chorproben teil. Die von der DSKG Waldenburg organisierten Projekte richten sich auch an andere Minderheiten in der Region und an die Schulen, wie z. B. das Sommersingen. \u201eDas ist \u00e4u\u00dferst wichtig, wir k\u00f6nnen uns ja nicht isolieren! Wir haben hier in Waldenburg eine J\u00fcdische Gemeinde, wir haben Franzosen, also Polen, die aus Frankreich hergekommen sind, und noch verschiedene andere. Und da arbeiten wir zusammen, treffen uns, wenn eine Veranstaltung bei denen ist, da sind wir eingeladen, und umgekehrt. Wir laden zu jeder gr\u00f6\u00dferen Veranstaltung unsere Verwaltungsbeh\u00f6rden ein. Das ist ja angenehm, wenn man zusammenarbeitet\u201c, erz\u00e4hlt Doris Stempowska.<\/p>\n<div id=\"attachment_36013\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36013\" class=\"size-large wp-image-36013\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/1565du-stempowska21_small-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><p id=\"caption-attachment-36013\" class=\"wp-caption-text\">Doris Stempowska, die langj\u00e4hrige Vorsitzende der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Waldenburg, wurde im Juni 2021 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gew\u00fcrdigt.<br \/>Foto: Manuela Leibig<\/p><\/div>\n<h2>Ehrungen<\/h2>\n<p>F\u00fcr ihre ehrenamtliche T\u00e4tigkeit, die zur deutsch-polnischen Vers\u00f6hnung beitr\u00e4gt, wurde Doris Stempowska schon viele Male ausgezeichnet. Um nur das Bronzene Verdienstkreuz der Republik Polen zu nennen oder das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. \u201eIch muss offen und ehrlich sagen, f\u00fcr die Anerkennung bin ich dankbar. Aber alle unsere \u00e4lteren Mitglieder waren erstmal froh, dass wir etwas machen konnten. Unser Engagement war selbstverst\u00e4ndlich. Wir haben nie daran gedacht, eine Belohnung zu bekommen\u201c, res\u00fcmiert Doris Stempowska. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement, u. a. im Deutschen Freundschaftskreis in Waldenburg und der Wohlt\u00e4tigkeitsgesellschafft der Deutschen in Schlesien, half Doris Stempowska anderen Menschen, Anschluss zu finden: an die deutschen Sprache und Kultur.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Manuela Leibig<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Schloss F\u00fcrstenstein bei Waldenburg, das heute das drittgr\u00f6\u00dfte Schloss Polens ist, lebt von Geburt an, also seit 1935, Doris Stempowska. 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