{"id":87147,"date":"2026-10-03T14:00:48","date_gmt":"2026-10-03T12:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=87147"},"modified":"2026-10-02T14:57:12","modified_gmt":"2026-10-02T12:57:12","slug":"deutsche-protestanten-zu-besuch-in-liegnitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-protestanten-zu-besuch-in-liegnitz\/","title":{"rendered":"Deutsche Protestanten zu Besuch in Liegnitz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Liegnitz war eine der Stationen einer Delegation der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien aus G\u00f6rlitz. Die deutsche Stiftung, deren Ziel es ist, die Tradition des evangelischen Schlesiens zu bewahren, zu vermitteln und weiterzuf\u00fchren, besuchte die Stadt und traf sich unter anderem mit Vertretern der \u00f6rtlichen deutschen Minderheit sowie mit dem Liegnitzer Stadtpr\u00e4sidenten Maciej Kupaj. Der Besuch bot zudem Gelegenheit, \u00fcber die Geschichte der Stadt und die grenz\u00fcberschreitende kulturelle Zusammenarbeit zu sprechen.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Die Kirchliche Stiftung Evangelisches Schlesien ist eine kirchliche Stiftung privaten Rechts mit Sitz in G\u00f6rlitz. Sie wurde 2005 von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Gemeinschaft evangelischer Schlesier und dem Verein f\u00fcr Schlesische Kirchengeschichte gegr\u00fcndet. Zu ihren Aufgaben geh\u00f6ren unter anderem das Sammeln und Zug\u00e4nglichmachen von Zeugnissen der evangelischen Geschichte Schlesiens, die Organisation von Tagungen, Ausstellungen und Studienreisen, die Unterst\u00fctzung kirchengeschichtlicher Forschung sowie die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit mit kirchlichen und nichtkirchlichen Institutionen.<\/p>\n<h2>Liegnitz \u2013 ein wichtiger Ort auf der Landkarte des evangelischen Schlesiens<\/h2>\n<p>In Liegnitz arbeitet die Stiftung mit der Evangelisch-Augsburgischen Kirchengemeinde an der Marienkirche und dem Kulturzentrum Liegnitz (Legnickie Centrum Kultury) zusammen. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit sind die \u201eMariackie Spotkania Kulturalne\u201c, in deren Rahmen am 25. September ein Orgelrecital von Marek Fronc stattfand. Der Liegnitzer K\u00fcnstler, P\u00e4dagoge und Dozent an der Musikakademie Breslau trat in der historischen Marienkirche auf. Veranstalter des Konzerts waren die Kirchengemeinde, das Kulturzentrum Liegnitz und die Kirchliche Stiftung Evangelisches Schlesien.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie G\u00e4ste aus Deutschland interessierten sich sehr f\u00fcr die Geschichte Liegnitz\u2019, sowohl f\u00fcr die Vorkriegsgeschichte als auch f\u00fcr die Zeit, als die Stadt \u201aKlein-Moskau\u2018 genannt wurde. Aber sie interessierten sich auch f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und stellten dem Stadtpr\u00e4sidenten viele Fragen.\u201c<br \/>\n<em>Damian Stefaniak<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr die deutsche Stiftung ist Liegnitz jedoch nicht nur ein Ort kultureller Veranstaltungen. W\u00e4hrend ihres Besuchs interessierten sich die G\u00e4ste aus Deutschland f\u00fcr die Geschichte der Stadt in verschiedenen Epochen \u2013 sowohl f\u00fcr ihre deutsche Vergangenheit als auch f\u00fcr ihre Nachkriegsgeschichte. Besonderes Interesse galt der Zeit, als Liegnitz ein wichtiger Standort sowjetischer Truppen war und den Beinamen \u201eKlein-Moskau\u201c erhielt.<\/p>\n<p>Die Delegation besuchte auch weitere Orte, die mit dem evangelischen Erbe Schlesiens verbunden sind \u2013 die Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer und Kirchen in Breslau. Der Besuch hatte somit nicht nur einen repr\u00e4sentativen, sondern auch einen Studien- und Geschichtscharakter.<\/p>\n<h2>Gespr\u00e4ch \u00fcber Erbe und Zusammenarbeit<\/h2>\n<p>Die G\u00e4ste trafen sich auch mit Damian Stefaniak, dem Vorsitzenden der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Liegnitz. Stefaniak engagiert sich seit Jahren f\u00fcr die deutsche Minderheit in der Stadt. Zudem ist er Mitglied des Vorstands des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen.<\/p>\n<p>An dem Gespr\u00e4ch nahm auch der Liegnitzer Stadtpr\u00e4sident Maciej Kupaj teil. Im Mittelpunkt standen die Geschichte Liegnitz\u2019, die deutschen Wurzeln der Stadt sowie die Frage, wie dieses Erbe im heutigen Leben der Stadt genutzt und vermittelt werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_87150\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-87150\" class=\"size-large wp-image-87150\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/geaste-aus-de22-1024x769.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"769\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/geaste-aus-de22-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/geaste-aus-de22-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/geaste-aus-de22-768x577.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/geaste-aus-de22-1536x1154.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/geaste-aus-de22.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-87150\" class=\"wp-caption-text\">Das Treffen bot zudem Gelegenheit, \u00fcber die Rolle der deutschen Minderheit bei der Pflege des lokalen Erbes zu sprechen.<br \/>Foto: FB\/Stadt Liegnitz<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie G\u00e4ste aus Deutschland interessierten sich sehr f\u00fcr die Geschichte Liegnitz\u2019, sowohl f\u00fcr die Vorkriegsgeschichte als auch f\u00fcr die Zeit, als die Stadt \u201aKlein-Moskau\u2018 genannt wurde. Aber sie interessierten sich auch f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und stellten dem Stadtpr\u00e4sidenten viele Fragen\u201c, berichtete Damian Stefaniak.<\/p>\n<p>Das Treffen bot zudem Gelegenheit, \u00fcber die Rolle der deutschen Minderheit bei der Pflege des lokalen Erbes zu sprechen. Die Liegnitzer Organisation arbeitet seit Jahren mit st\u00e4dtischen Einrichtungen und anderen Akteuren zusammen, die sich f\u00fcr die Bewahrung der multikulturellen Geschichte der Stadt einsetzen. 2025 sagte Stefaniak im Gespr\u00e4ch mit dem \u201eNeues Wochenblatt.pl\u201c, dass das deutsche Erbe Teil der Geschichte Liegnitz\u2019 sei und in zeitgen\u00f6ssischen Kulturprojekten genutzt werden k\u00f6nne. Er betonte zudem die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den in der Stadt aktiven Organisationen nationaler Minderheiten.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/vergessenes-erbe-liegnitzer-geschichte-bewahren\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/wikipedia-e1775738436304-150x150.jpg\" alt=\"Das Schicksal des Bitschen-Hauses in Liegnitz\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Vergessenes Erbe<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Das Schicksal des Bitschen-Hauses in Liegnitz<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/die-gedanken-sind-frei-polke-statt-chagall\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Grossmunster_-_Portal_2010-08-27_18-07-02-150x150.jpg\" alt=\"Polke statt Chagall\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Die Gedanken sind frei<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Polke statt Chagall<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n<p>Die T\u00e4tigkeit der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien zeigt, dass die evangelische Geschichte Schlesiens heute Gegenstand der Zusammenarbeit von Institutionen auf beiden Seiten der Grenze ist. Die Stiftung betont, dass es dabei nicht nur um die Bewahrung von Dokumenten und materiellen Spuren der Vergangenheit geht, sondern auch darum, die geistige und kulturelle Tradition der Region an kommende Generationen weiterzugeben.<\/p>\n<p>Der Besuch in Liegnitz und die Beteiligung der Stiftung an der Organisation von Kulturveranstaltungen wie den \u201eMariackie Spotkania Kulturalne\u201c sind somit ein Beispiel f\u00fcr die praktische Dimension dieser Zusammenarbeit. Die Geschichte des historischen Schlesiens wird zum Ausgangspunkt f\u00fcr heutige deutsch-polnische Kontakte \u2013 durch Musik, Kultur, Begegnungen und das gemeinsame Interesse an der Vergangenheit der Region.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liegnitz war eine der Stationen einer Delegation der Kirchlichen Stiftung Evangelisches Schlesien aus G\u00f6rlitz. Die deutsche Stiftung, deren Ziel es ist, die Tradition des evangelischen Schlesiens zu bewahren, zu vermitteln und weiterzuf\u00fchren, besuchte die Stadt und traf sich unter anderem mit Vertretern der \u00f6rtlichen deutschen Minderheit sowie mit dem Liegnitzer Stadtpr\u00e4sidenten Maciej Kupaj. 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