{"id":86628,"date":"2026-09-26T12:00:53","date_gmt":"2026-09-26T10:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=86628"},"modified":"2026-09-23T10:47:12","modified_gmt":"2026-09-23T08:47:12","slug":"jugendfest-im-erinnerungsbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/jugendfest-im-erinnerungsbuch\/","title":{"rendered":"Jugendfest im Erinnerungsbuch"},"content":{"rendered":"<p><strong>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/strong><!--more--><\/p>\n<h2>Deutsche in Usbekistan planen f\u00fcr das kommende Jahr:<\/h2>\n<p>Obwohl die deutsche Minderheit in Usbekistan nur wenigen bekannt ist, betreibt sie doch intensive Kulturarbeit. Mitglieder der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Auslandkonnten sich unl\u00e4ngst ein Bild davon machen. Bei einer zweit\u00e4gigen Konferenz in Usbekistan trafen sich Mitte September Vertreter aus Berlin und der lokalen Gemeinschaft, um die Weichen f\u00fcr die Zukunft zu stellen. Mit dabei waren neben der Stiftung auch Abgesandte des Bundesinnenministeriums und des Bundesverwaltungsamtes. Ziel des Treffens war es, die bisherigen Erfolge des laufenden Jahres genau unter die Lupe zu nehmen. Am zweiten Tag der Versammlung drehte sich alles um die Pl\u00e4ne f\u00fcr das kommende Jahr 2027. Die Teilnehmer besprachen verschiedene neue Ideen und stimmten die Schwerpunkte f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Zusammenarbeit ab. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen dabei, die eigene Kultur lebendig zu halten, junge Menschen aktiv einzubinden und die deutsche Sprache in der Region zu f\u00f6rdern. Zudem sollen die bestehenden Netzwerke und Organisationen der Minderheit vor Ort weiter gest\u00e4rkt werden, um die anstehenden Projekte erfolgreich umzusetzen.<\/p>\n<p>Quelle: stiftung-verbundenheit.de<\/p>\n<h2>Erinnerung an die Trag\u00f6die der Russlanddeutschen:<\/h2>\n<p>Auch in Deutschland erinnert man an die Trag\u00f6die deutscher Minderheiten im Ausland. In Berlin wurde zum 85. Jahrestag der Zwangsumsiedlung der Russlanddeutschen 1941 eine Konferenz abgehalten. Die Gedenkveranstaltung erinnerte an den sowjetischen Erlass vom 28. August 1941, der die Aufl\u00f6sung der Wolgarepublik und die Vertreibung von rund 900.000 Deutschen innerhalb der Sowjetunion ausl\u00f6ste. Ungef\u00e4hr 200.000 Menschen starben damals durch die Verschleppung und die harte Zwangsarbeit. Neben dem Blick zur\u00fcck ging es auf dem Treffen vor allem um die Zukunft: Die Teilnehmer diskutierten, wie dieses schwere Schicksal fest in den K\u00f6pfen der gesamten Gesellschaft verankert und langfristig unvergessen bleiben kann. Mehrere Kultur- und Geschichtsinstitute organisierten den Abend gemeinsam im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Vers\u00f6hnung. Neben offiziellen Gru\u00dfworten, unter anderem vom Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, hielt die Friedensnobelpreistr\u00e4gerin Irina Scherbakowa die Hauptrede. Eine Diskussionsrunde mit Fachleuten und Filmschaffenden rundete den Tag ab.<\/p>\n<p>Quelle: berlin.de<\/p>\n<div id=\"attachment_86626\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86626\" class=\"size-large wp-image-86626\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto1-18lb-Minderheiten-1-1024x727.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"727\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto1-18lb-Minderheiten-1-1024x727.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto1-18lb-Minderheiten-1-300x213.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto1-18lb-Minderheiten-1-768x545.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto1-18lb-Minderheiten-1-1536x1090.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto1-18lb-Minderheiten-1-2048x1454.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86626\" class=\"wp-caption-text\">Die Veranstaltung fand im Berliner Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Vers\u00f6hnung statt.<br \/>Foto: J\u00f6rg Z\u00e4gel \/ Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<h2><strong>Neuer Aktivist setzt auf Jugendarbeit:<\/strong><\/h2>\n<p>In Tschechien hat die deutsche Minderheit einen neuen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Schon von Anfang an machte er klar, dass Jugendarbeit f\u00fcr ihn Priorit\u00e4t hat. Ilyas Zivana leitet seit dem 1. August die Landesversammlung der deutschen Vereine und folgt damit auf Martin Herbert Dzingel. Zivana war zuvor fast vier Jahre als Kulturmanager im selben Verband t\u00e4tig. Durch diese Erfahrung kennt er die Strukturen der Minderheit genau und m\u00f6chte sein gesammeltes Wissen im Projektmanagement nun nutzen, um neue Impulse zu setzen. Sein Hauptziel ist es, mehr junge Menschen zu erreichen und die Kooperation mit anderen Verb\u00e4nden auszubauen. W\u00e4hrend es f\u00fcr Kinder bereits etablierte Angebote wie Sommercamps gibt, m\u00f6chte der neue Chef gezielt die 18- bis 30-J\u00e4hrigen ansprechen. Geplant sind unter anderem Sportprojekte sowie ein Treffen im Herbst. Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt er dabei von einem verst\u00e4rkten B\u00fcroteam. Zudem plant Zivana, die Zusammenarbeit mit deutschen Minderheiten in Nachbarl\u00e4ndern wie Polen und der Slowakei zu vertiefen und vermehrt europ\u00e4ische F\u00f6rdergelder zu akquirieren. Auch die Umsetzung der europ\u00e4ischen Sprachencharta bleibt ein wichtiges Thema seiner Amtszeit.<\/p>\n<p>Quelle: landesecho.cz<\/p>\n<h2><strong>Auch im Ruhestand an der Minderheit interessiert:<\/strong><\/h2>\n<p>Das Schaffen der deutschen Minderheit in D\u00e4nemark nach der Zeit von Hinrich J\u00fcrgensen ist eine neue \u00c4ra. Doch wie er selber letztens zugab, bleibt die Volksgruppe in seinem Leben immer noch pr\u00e4sent. Der ehemalige Hauptvorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) blickt zufrieden auf seine ersten 100 Tage im Ruhestand zur\u00fcck. Nach fast zwei Jahrzehnten an der Spitze \u00fcbergab der 66-J\u00e4hrige das Amt im Juni planm\u00e4\u00dfig an seinen Nachfolger Stephan Kleinschmidt. Obwohl er sich erst an die ungewohnte Freiheit gew\u00f6hnen musste, empfindet er es heute als befreiend, nicht mehr in der \u00d6ffentlichkeit stehen zu m\u00fcssen. Trotz der neugewonnenen Freizeit wird es dem Pension\u00e4r nicht langweilig. Er gibt weiterhin F\u00fchrungen auf dem Knivsberg und h\u00e4lt Vortr\u00e4ge. Privat widmet er sich nun vermehrt seiner Familie sowie neuen Aufgaben in der Natur: So erwarb er einen Drohnenf\u00fchrerschein, um Rehkitze vor landwirtschaftlichen Maschinen zu retten und geht auf die Jagd nach Marderhunden. Ein baldiges Comeback in einem neuen Ehrenamt schlie\u00dft er nicht v\u00f6llig aus \u2013 allerdings erst nach einer einj\u00e4hrigen Auszeit und definitiv nicht mehr in der obersten F\u00fchrungsriege der Minderheit.<\/p>\n<p>Quelle: nordschleswiger.dk<\/p>\n<div id=\"attachment_86624\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86624\" class=\"size-large wp-image-86624\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto2-18lb-Minderheiten-1-1024x679.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"679\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto2-18lb-Minderheiten-1-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto2-18lb-Minderheiten-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto2-18lb-Minderheiten-1-768x510.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto2-18lb-Minderheiten-1-1536x1019.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Foto2-18lb-Minderheiten-1.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86624\" class=\"wp-caption-text\">Hinrich J\u00fcrgensen (links)<br \/>Foto: stiftung-verbundenheit.de \/ Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<h2>Jugendfest im Erinnerungsbuch:<\/h2>\n<p>Das traditionelle Jugendfest der Karpatendeutschen Jugend ist ein wichtiges Ereignis f\u00fcr junge Menschen aus der deutschen Minderheit in der Slowakei. In diesem Jahr wurde beschlossen, die sch\u00f6nsten Momente des Festes auch in einer besonderen Publikation festzuhalten. Nach dem 13. Jugendfest, das vom 21. bis 23. August 2026 im Hotel Sorea Titris in Tatralomnitz\/Tatransk\u00e1 Lomnica stattfand, ist ein neues Erinnerungsbuch entstanden. Das dreit\u00e4gige Fest bot ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Tanz, Musik und Auftritten zahlreicher Gruppen aus verschiedenen L\u00e4ndern. Ein besonderer H\u00f6hepunkt war ein von der Redaktion des Karpatenblattes vorbereitetes Schreibseminar. Auf einer gro\u00dfen Wand aus Haftnotizen sammelten die Teilnehmenden, was beim Jugendfest sichtbar war \u2013 Trachten, T\u00e4nze und die Hohe Tatra \u2013 und was unsichtbar, aber dennoch sp\u00fcrbar ist: Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils eine neue Person in einem Interview n\u00e4her kennen und verfassten gemeinsam eine kurze Geschichte \u00fcber ihre Begegnung. Zudem erhielten Jugendliche aus Rum\u00e4nien, Ungarn, Tschechien und der Slowakei Einwegkameras, mit denen sie ihre pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke vom Jugendfest festhielten. Das fertige Erinnerungsbuch l\u00e4sst die sch\u00f6nsten Momente und die besondere Atmosph\u00e4re der gemeinsamen Tage bei der Feier der Karpatendeutschen Jugend noch einmal aufleben.<\/p>\n<p>Quelle: karpatenblatt.sk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/p>\n","protected":false},"author":318,"featured_media":86630,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4580,5625,4231],"tags":[9394,9024,9846,9661,7212,6753,10348],"redaktor":[6080],"class_list":["post-86628","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kolumne-de","category-kultur-de","category-news-de","tag-daenemark-de","tag-deutsche-minderheiten-in-europa-de","tag-lukasz-bily-de","tag-minderheiten-de","tag-slowakei-de","tag-tschechien-de","tag-usbekistan","redaktor-lukasz-bily-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":86633,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/swieto-mlodziezy-w-ksiedze-pamiatkowej\/","title":"\u015awi\u0119to m\u0142odzie\u017cy w ksi\u0119dze pami\u0105tkowej"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"Deutsche Minderheiten in Europa"},"featured_image":{"id":86630,"caption":"Das traditionelle Jugendfest der Karpatendeutschen Jugend.\nFoto: Karpatendeutscher Verein in der Slowakei","alt":"","source":"Karpatendeutscher Verein in der Slowakei","sizes":{"thumbnail":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/karpatendeutscher-verein-1-150x150.jpg","width":150,"height":150},"medium":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/karpatendeutscher-verein-1-300x200.jpg","width":300,"height":200},"large":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/karpatendeutscher-verein-1-1024x683.jpg","width":1024,"height":683},"full":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/karpatendeutscher-verein-1.jpg","width":2048,"height":1365}},"caption_text":"Das traditionelle Jugendfest der Karpatendeutschen Jugend."}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/318"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86628"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86628\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86632,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86628\/revisions\/86632"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86628"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=86628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}