{"id":86580,"date":"2026-10-02T17:00:36","date_gmt":"2026-10-02T15:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=86580"},"modified":"2026-10-02T13:26:41","modified_gmt":"2026-10-02T11:26:41","slug":"auf-literarischen-umwegen-dorothea-bruening-eine-ungewoehnliche-herstory-der-beuthener-oberbuergermeistergattin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/auf-literarischen-umwegen-dorothea-bruening-eine-ungewoehnliche-herstory-der-beuthener-oberbuergermeistergattin\/","title":{"rendered":"Dorothea Br\u00fcning: eine (un)gew\u00f6hnliche Herstory der Beuthener Oberb\u00fcrgermeistergattin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Leben von Dorothea Br\u00fcning zeigt, wie viele weibliche Biografien noch immer im Schatten m\u00e4nnlicher Leistungen verborgen bleiben.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Das Bed\u00fcrfnis nach Herstory<\/h2>\n<p>Lou Andreas-Salom\u00e9 z\u00e4hlt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert \u2013 eine kompromisslose Intellektuelle, die unbeirrt auf die Unabh\u00e4ngigkeit des weiblichen Ichs setzte. Dennoch verk\u00fcndet das Plakat zu ihrer filmischen Biografie lautstark, dass Friedrich Nietzsche sie verehrte, Rainer Maria Rilke sie liebte und Sigmund Freud sie bewunderte. Als ob es dieser Verankerung unter m\u00e4nnlichen Ber\u00fchmtheiten bed\u00fcrfte, um die Geschichte einer Frau zu erz\u00e4hlen, die ebenso au\u00dfergew\u00f6hnlich war wie diese M\u00e4nner, nur weniger bekannt.<\/p>\n<blockquote><p>Sicher ist: Frauen waren, sind und werden Teil von Geschichte, Literatur und Kultur sein, auch wenn das Erinnern an ihre Rolle und das Schreiben dar\u00fcber noch immer Grundlagenarbeit bleibt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei k\u00f6nnte man meinen, die Herstory \u2013 eine Geschichtsschreibung, die die Perspektive und Erfahrung von Frauen ber\u00fccksichtigt (engl. herstory bedeutet w\u00f6rtlich \u201eihre Geschichte\u201c) \u2013 sei heute selbstverst\u00e4ndlich, etwas, das man nicht eigens suchen oder einfordern m\u00fcsste. Es gibt Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und sprachwissenschaftliche Empfehlungen, die uns nahelegen, wie wir sprechen und schreiben sollen, um nicht zu diskriminieren. Und dennoch verfallen wir immer wieder in alte Denkmuster und geschlechterbezogene Stereotype.<\/p>\n<p>Sicher ist: Frauen waren, sind und werden Teil von Geschichte, Literatur und Kultur sein, auch wenn das Erinnern an ihre Rolle und das Schreiben dar\u00fcber noch immer Grundlagenarbeit bleibt.<\/p>\n<div id=\"attachment_86583\" style=\"width: 1720px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86583\" class=\"wp-image-86583 size-full\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1.-Dorothea-Bruening.jpeg\" alt=\"\" width=\"1710\" height=\"1778\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1.-Dorothea-Bruening.jpeg 1710w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1.-Dorothea-Bruening-289x300.jpeg 289w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1.-Dorothea-Bruening-985x1024.jpeg 985w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1.-Dorothea-Bruening-768x799.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1.-Dorothea-Bruening-1477x1536.jpeg 1477w\" sizes=\"auto, (max-width: 1710px) 100vw, 1710px\" \/><p id=\"caption-attachment-86583\" class=\"wp-caption-text\">Dorothea Br\u00fcning.<br \/>Quelle: Privatarchiv<\/p><\/div>\n<h2>Im Schatten des Ehemanns<\/h2>\n<p>Auch Dorothea Br\u00fcning (1865\u20131950), die Protagonistin dieses Artikels, war bislang eher Teil einer m\u00e4nnlich dominierten Geschichtsschreibung als einer weiblichen Herstory. Bis heute ist sie vor allem als Ehefrau des Beuthener Oberb\u00fcrgermeisters Georg Br\u00fcning bekannt. \u00dcber ihn wurde bereits viel geschrieben. Wir wissen etwa, dass er sich um Beuthen au\u00dferordentlich verdient gemacht hat \u2013 um einen etwas pathetischen Vergleich zu bem\u00fchen: \u00c4hnlich wie Kasimir der Gro\u00dfe fand er ein \u201eh\u00f6lzernes\u201c Beuthen vor und hinterlie\u00df ein \u201esteinernes\u201c.<\/p>\n<p>Seine Verdienste nimmt ihm niemand: Elektrifizierung, Kanalisation, gepflasterte Stra\u00dfen \u2013 ein wahrer zivilisatorischer Sprung. Br\u00fcning ist heute zu Recht Ehrenb\u00fcrger der Stadt, hat seinen eigenen Platz und sogar eine eigene Bank. Auf dieser sitzt er im Stadtzentrum, vor der Jugendstilvilla, die er mit seiner Familie bewohnte. Die Stadt r\u00fchmt sich, er habe die Villa als Geschenk dankbarer B\u00fcrger erhalten, die sich so f\u00fcr seine gewissenhafte Arbeit erkenntlich zeigen wollten. Eine Tafel mit dem Foto von Br\u00fcning und seiner Gattin vor ihrem ehemaligen Haus bekr\u00e4ftigt diese Darstellung.<\/p>\n<div id=\"attachment_86585\" style=\"width: 2058px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86585\" class=\"wp-image-86585 size-full\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2.-Dorothea-i-Georg-na-tablicy-informacyjnej-w-Bytomiu.jpeg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1326\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2.-Dorothea-i-Georg-na-tablicy-informacyjnej-w-Bytomiu.jpeg 2048w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2.-Dorothea-i-Georg-na-tablicy-informacyjnej-w-Bytomiu-300x194.jpeg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2.-Dorothea-i-Georg-na-tablicy-informacyjnej-w-Bytomiu-1024x663.jpeg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2.-Dorothea-i-Georg-na-tablicy-informacyjnej-w-Bytomiu-768x497.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2.-Dorothea-i-Georg-na-tablicy-informacyjnej-w-Bytomiu-1536x995.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><p id=\"caption-attachment-86585\" class=\"wp-caption-text\">Dorothea und Georg Br\u00fcning auf der Informationstafel in Beuthen.<br \/>Quelle: Privatarchiv<\/p><\/div>\n<h2>Herstorische Fragezeichen<\/h2>\n<p>Doch die biografischen Aufzeichnungen Dorothea Br\u00fcnings und die Autobiografie ihres Enkels Georg Kaiser erz\u00e4hlen eine andere Geschichte. Dorothea berichtet, dass sie mit ihrem Mann zun\u00e4chst in eine Dienstwohnung am Markt und sp\u00e4ter in ein gr\u00f6\u00dferes Quartier an der Piekarska-Stra\u00dfe zog \u2013 doch nirgends erw\u00e4hnt sie, dass Grundst\u00fcck, Entwurf oder Bau der Villa von der Stadt finanziert worden w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die Oberb\u00fcrgermeistergattin widmet diesem Ereignis kaum Aufmerksamkeit; sie vermerkt lediglich, dass das Ehepaar ein Grundst\u00fcck im Stadtzentrum an der heutigen Aleja Legion\u00f3w erwarb und dort das weitere Familienleben seinen Lauf nahm. Auch in \u201eZwischen Sand und Lehm\u201c, der autobiografischen Erz\u00e4hlung Georg Kaisers, findet sich kein Hinweis auf ein Geschenk dankbarer B\u00fcrger. Stattdessen ist vom Garten der Familie die Rede, den Dorothea mit gro\u00dfer Sorgfalt pflegte, von den Anf\u00e4ngen ihrer Bekanntschaft mit dem sp\u00e4teren Oberb\u00fcrgermeister und vom Ankommen in der \u201eStadt im Osten\u201c, von der beide zuvor nie geh\u00f6rt hatten.<\/p>\n<p>Literatur \u2013 insbesondere Erinnerungsprosa \u2013 kann Archivarbeit zwar nicht ersetzen, doch sie kann Perspektiven sichtbar machen, die in offiziellen Darstellungen bislang \u00fcbersehen wurden.<\/p>\n<div id=\"attachment_86587\" style=\"width: 1133px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86587\" class=\"wp-image-86587 size-full\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.-willa_Brueninga_przy-al.-Legionow.jpeg\" alt=\"\" width=\"1123\" height=\"1041\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.-willa_Brueninga_przy-al.-Legionow.jpeg 1123w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.-willa_Brueninga_przy-al.-Legionow-300x278.jpeg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.-willa_Brueninga_przy-al.-Legionow-1024x949.jpeg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.-willa_Brueninga_przy-al.-Legionow-768x712.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1123px) 100vw, 1123px\" \/><p id=\"caption-attachment-86587\" class=\"wp-caption-text\">Die Villa der Familie Br\u00fcning an der Aleja Legion\u00f3w in Beuthen.<br \/>Quelle: Privatarchiv<\/p><\/div>\n<h2>\u201eMeine Mutter hat zehn Vereine und ein schwarzes Kleid.\u201c<\/h2>\n<p>Die Br\u00fcnings kamen aus Westfalen nach Beuthen. Als Dorothea K\u00f6hne sich mit dem vierzehn Jahre \u00e4lteren Gerichtsassessor verlobte, war sie sechzehn Jahre alt und Vollwaise; ihre \u00e4ltere Schwester sorgte f\u00fcr sie. Die Jugendliche w\u00e4hlte diese \u2013 unter drei \u00e4lteren Geschwistern \u2013 wegen ihrer pragmatischen Lebenshaltung zur \u201ezweiten Mutter\u201c. Eine Wahl, die viel \u00fcber Dorotheas Charakter verr\u00e4t: Sie war zielstrebig, sich ihrer W\u00fcnsche bewusst und unbeugsam, sobald jemand versuchte, sie \u201eumzumodeln\u201c.<\/p>\n<p>Die sp\u00e4tere Oberb\u00fcrgermeistergattin war ein Landkind \u2013 ihr Bed\u00fcrfnis nach Natur und der Respekt vor allen Lebewesen begleiteten sie ein Leben lang. Pragmatismus, harte Arbeit und katholischer Glaube bildeten die drei S\u00e4ulen ihrer Lebensphilosophie, die sie auch in Beuthen praktizierte.<\/p>\n<p>Von Beginn an galt ihre Sorge den hygienischen Bedingungen der Stadt. Der Mangel an Kanalisation f\u00fchrte dazu, dass Krankheiten wie Typhus und Scharlach sich rasch ausbreiteten und vor allem Kinder trafen. Die Br\u00fcnings hatten zw\u00f6lf Kinder \u2013 doch nur zwei \u00fcberlebten ihre Eltern. Krankheiten, Unf\u00e4lle und die Wirren des Krieges belasteten die Familie schwer.<\/p>\n<p>Vielleicht kompensierte Dorothea den Verlust weiterer Kinder, die oft kurz hintereinander starben, durch ihr karitatives Engagement, besonders f\u00fcr die J\u00fcngsten. Bezeichnend ist der erste Satz eines Schulaufsatzes ihrer j\u00fcngsten Tochter Dorothea: \u201eMeine Mutter hat zehn Vereine und ein schwarzes Kleid.\u201c<\/p>\n<p>Ihre soziale T\u00e4tigkeit hatte auch eine p\u00e4dagogische Dimension: Sie lud Kinder in ihren Garten ein, brachte ihnen bei, wie man Pflanzen pflegt und Gem\u00fcse anbaut, und vermittelte ihnen so Respekt vor der eigenen und der Arbeit anderer. Bed\u00fcrftige, die in ihre K\u00fcche kamen, mussten eine symbolische Geb\u00fchr entrichten; Dorothea glaubte n\u00e4mlich, dies helfe ihnen, ihre W\u00fcrde zu bewahren. Auf ihre Initiative entstand in Beuthen zudem ein Laden, der heutigen Second-Hand-Gesch\u00e4ften \u00e4hnelte und gebrauchte Dinge weiterverkaufte.<\/p>\n<div id=\"attachment_86589\" style=\"width: 2058px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86589\" class=\"wp-image-86589 size-full\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.-Willa_Brueninga_tablica-informacyjna.jpeg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1638\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.-Willa_Brueninga_tablica-informacyjna.jpeg 2048w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.-Willa_Brueninga_tablica-informacyjna-300x240.jpeg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.-Willa_Brueninga_tablica-informacyjna-1024x819.jpeg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.-Willa_Brueninga_tablica-informacyjna-768x614.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.-Willa_Brueninga_tablica-informacyjna-1536x1229.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><p id=\"caption-attachment-86589\" class=\"wp-caption-text\">Informationstafel an der Villa der Br\u00fcnings.<br \/>Quelle: Privatarchiv<\/p><\/div>\n<h2>\u201eFuchs vor dem Bau\u201c<\/h2>\n<p>Trotz ihres Engagements f\u00fcr die Beuthener Gemeinschaft widmete sie ihre gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit ihrer Familie und wurde \u2013 wie sie in ihren Erinnerungen humorvoll schrieb \u2013 zum \u201eFuchs vor dem Bau\u201c. Diese Haltung sch\u00fctzte die Familie vor Besuchen l\u00e4stiger G\u00e4ste, denen der gutm\u00fctige Br\u00fcning sich kaum entziehen konnte, besonders wenn die Stimmung bei geselligen Treffen allzu ausgelassen wurde.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/engel-und-teufel-das-schlesische-aschenputtel\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/rys.-3-150x150.jpeg\" alt=\"Engel und Teufel: Das schlesische Aschenputtel\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Auf literarischen Umwegen<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Engel und Teufel: Das schlesische Aschenputtel<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/auf-literarischen-umwegen-den-literarischen-hunden-auf-der-spur\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1.-Faust-Mephistopheles-and-the-Poodle-from-Faust-150x150.jpg\" alt=\"Den literarischen Hunden auf der Spur\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Auf literarischen Umwegen<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Den literarischen Hunden auf der Spur<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n<h2>Gew\u00f6hnliche Herstory?<\/h2>\n<p>In vieler Hinsicht entsprach Dorothea Br\u00fcnings Lebensweg dem jener Frauen, die im damaligen Preu\u00dfen eine \u00e4hnliche gesellschaftliche Stellung innehatten \u2013 Ehefrauen von B\u00fcrgermeistern oder Landr\u00e4ten, Ehefrauen wohlhabender Kaufleute, M\u00fctter zahlreicher Kinder und Hausfrauen. Man denke nur an Friederike Troplowitz aus Gleiwitz, Julia Friedlaender aus Oppeln oder Margarethe Gr\u00fcnfeld aus Kattowitz. Ihre Mitgliedschaft in Hilfsorganisationen, darunter im damals besonders popul\u00e4ren Vaterl\u00e4ndischen Frauenverein, war ebenfalls stark durch gesellschaftliche Erwartungen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Und dennoch nannte eine Beuthener Zeitung sie in einem Geburtstagsgru\u00df \u201eMutter der Stadt\u201c. War diese Bezeichnung \u00fcbertrieben?<\/p>\n<p>Beim Schreiben nutzte ich das Buch \u201eZwischen Sand und Lehm\u201c von Georg Kaiser sowie bislang unver\u00f6ffentlichte Erinnerungen Dorothea Br\u00fcnings, die mir dank der Freundlichkeit des Kultur- und Sportreferats des Beuthener Rathauses zur Verf\u00fcgung gestellt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben von Dorothea Br\u00fcning zeigt, wie viele weibliche Biografien noch immer im Schatten m\u00e4nnlicher Leistungen verborgen bleiben.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":86585,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224],"tags":[6162,6516,10337,10340,10338,6478,10336,9566,10335,10339,10341],"redaktor":[6064],"class_list":["post-86580","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-de","tag-auf-literarischen-umwegen","tag-beuthen-de","tag-dorothea-bruening","tag-dorothea-koehne","tag-georg-bruening","tag-geschichte-de","tag-herstory","tag-historia-de","tag-menschen-aus-der-geschichte","tag-oberbuergermeistergattin","tag-soziales-engagement","redaktor-prof-us-dr-hab-nina-nowara-matusik-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":86594,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/sciezkami-literatury-dorothea-bruening-niezwyczajna-herstoria-bytomskiej-nadburmistrzowej\/","title":"Dorothea Br\u00fcning: (nie)zwyczajna herstoria bytomskiej nadburmistrzowej"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"Auf literarischen Umwegen"},"featured_image":{"id":86585,"caption":"Dorothea und Georg Br\u00fcning auf der Informationstafel in Beuthen. 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