{"id":86399,"date":"2026-09-20T17:00:07","date_gmt":"2026-09-20T15:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=86399"},"modified":"2026-09-19T15:04:38","modified_gmt":"2026-09-19T13:04:38","slug":"neues-wochenblatt-pl-interview-mit-monika-czok-feuer-und-flamme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/neues-wochenblatt-pl-interview-mit-monika-czok-feuer-und-flamme\/","title":{"rendered":"Feuer und Flamme: Neues-Wochenblatt.pl-Interview mit Monika Czok"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monika Czok ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut f\u00fcr Literaturwissenschaft der Universit\u00e4t Oppeln. Doch wer sie nur als Dozentin tituliert, greift zu kurz. Mit der Spurensucherin im Dickicht der schlesischen Identit\u00e4t und Geschichte und dar\u00fcber hinaus auch Mutter dreier S\u00f6hne, die Sprache als wertvollstes Erbe begreift, sprach Manuela Leibig.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Monika, wenn man Dir zuh\u00f6rt, sp\u00fcrt man sofort: Du bist nicht \u201eeinfach so\u201c an der Universit\u00e4t gelandet. War der Wunsch zu lehren ein leiser Begleiter oder ein pl\u00f6tzlicher Ruf?<\/h3>\n<p>Es war wohl eher ein innerer Ruf, der sich \u00fcber die Jahre gefestigt hat. Schon in der Schule bekam ich oft das Feedback der Mitsch\u00fcler: \u201eMonika, du kannst das gut erkl\u00e4ren.\u201c Ich hatte Freude daran, die richtigen Fragen zu stellen, damit mein Gegen\u00fcber von selbst auf die L\u00f6sung kommt. Dieses Begleiten bei der Entwicklung eines anderen Menschen hat mich schon immer fasziniert. Die Universit\u00e4t ist f\u00fcr mich der geeignete Ort daf\u00fcr. Ich arbeite mit jungen Erwachsenen zusammen, die oft schon wissen, was sie wollen \u2013 oder leidenschaftlich danach suchen. Es macht mir unheimlich Spa\u00df, sie herauszufordern, auch mal provozierende Thesen in den Raum zu stellen und zu sehen, was passiert.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIn meinen Adern flie\u00dfen ganz viel schlesisches Arbeitsethos und Ordnungsliebe. Gut vorbereitet zu sein, ist f\u00fcr mich ein Zeichen von Respekt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h3>Welche Werte und Tugenden, die den Oberschlesiern zugeschrieben werden, begleiten Dich auch in Deiner akademischen Laufbahn?<\/h3>\n<p>Ich glaube, in meinen Adern flie\u00dfen ganz viel schlesisches Arbeitsethos und Ordnungsliebe. Wenn ich in ein Seminar gehe, bin ich vorbereitet. Ich k\u00f6nnte es oberfl\u00e4chlich machen, schnell etwas herunterladen \u2013 aber ich w\u00e4re mit mir selbst nicht zufrieden. Ich m\u00f6chte morgens mutig in den Spiegel schauen k\u00f6nnen. F\u00fcr mich bedeutet Fairness den Studierenden gegen\u00fcber, dass ich die Materialien an die jeweilige Gruppe anpasse. Das ist viel Arbeit, und statistisch gesehen lohnt es sich vielleicht nicht immer. Aber es ist meine Art, ordentlich zu arbeiten. Gut vorbereitet zu sein, ist f\u00fcr mich ein Zeichen von Respekt.<\/p>\n<div id=\"attachment_86404\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86404\" class=\"size-large wp-image-86404\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-z-mapami-naszych-slaskich-okolic-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-z-mapami-naszych-slaskich-okolic-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-z-mapami-naszych-slaskich-okolic-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-z-mapami-naszych-slaskich-okolic-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-z-mapami-naszych-slaskich-okolic-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-z-mapami-naszych-slaskich-okolic-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86404\" class=\"wp-caption-text\">Als Germanistin setzt sich Monika Czok nicht nur an der Universit\u00e4t f\u00fcr die deutsche Sprache ein, sondern gibt sie auch konsequent an ihre Kinder weiter.<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<h3>Wir leben in einer Zeit von K\u00fcnstlicher Intelligenz und schnellen L\u00f6sungen. Wie reagierst Du als Lehrende darauf, wenn die \u201ebequeme Abk\u00fcrzung\u201c so verlockend ist?<\/h3>\n<p>Das ist eine riesige Herausforderung. Ich versuche, den Studierenden zu vermitteln, dass es nicht um das blo\u00dfe \u201eAbhaken\u201c einer Aufgabe geht, sondern um Entwicklung ihrer eigenen F\u00e4higkeiten. Wenn du lernst, selbst nach Materialien zu suchen, deine Ideen zu strukturieren und zu reflektieren, dann wirst du als Mensch reifer. Die KI ist ein Werkzeug, das wir klug nutzen m\u00fcssen. Und bei Themen, die die lokale Gegend oder die Familiengeschichte betreffen, versagt die KI oft. Sie hat kein Gesp\u00fcr f\u00fcr die Nuancen unserer Identit\u00e4t. Ich hoffe, dass das Reflektieren bei vielen gelingt.<\/p>\n<h3>Ein Schwerpunkt Deiner Arbeit ist die \u201eschlesienbezogene Forschung\u201c. Warum ist es Dir so wichtig, dass junge Menschen sich mit ihrer unmittelbaren Heimat auseinandersetzen?<\/h3>\n<p>Weil Schlesien ein Schatzk\u00e4stchen ist, das viel zu oft unge\u00f6ffnet bleibt. Viele Studierende leben an wundersch\u00f6nen Orten, ohne sich der Schichten bewusst zu sein, die unter ihren F\u00fc\u00dfen liegen. Wenn wir \u00fcber die fr\u00fchere religi\u00f6se Vielfalt Schlesiens sprechen oder dar\u00fcber, wie viele Staatsangeh\u00f6rigkeiten diese Region in nur zwei Generationen gepr\u00e4gt haben, dann \u00f6ffnet das T\u00fcren in ihren K\u00f6pfen. Es geht um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die eigene Identit\u00e4t. Oft kennen sie nur Fragmente von Oma-Geschichten, die in keinem Geschichtsbuch stehen. Das ist der Wert dieses Fachs: Die Studierenden merken, dass sie mit ihren Familiengeschichten nicht allein sind. Wenn sie h\u00f6ren, dass jemand im Raum \u00c4hnliches erlebt hat, dann entwickeln sie einen gesunden Stolz. Das reine Wissen ist das eine, aber dieses \u201eoberschlesische Feeling\u201c, diese emotionale Ladung \u2013 das ist es, was bleibt.<\/p>\n<blockquote><p>\u00a0\u201eSchlesien ist ein Schatzk\u00e4stchen, das viel zu oft unge\u00f6ffnet bleibt. Die Studierenden merken bei uns, dass sie mit ihren Familiengeschichten nicht allein sind.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h3>Du unternimmst mit Deinen Studierenden auch Exkursionen, etwa nach K\u00f6nigswinter ins \u201eHaus Schlesien\u201c. Welchen Blick gewinnt man in der Ferne auf die Heimat?<\/h3>\n<p>Das \u201eHaus Schlesien\u201c ist ein besonderer Ort, an dem schlesische Kultur der deutschen Gesellschaft vermittelt wird \u2013 oft Menschen, die ihre Wurzeln hier haben, aber im Westen leben. Generell versuche ich, den jungen Menschen Weltoffenheit mitzugeben. Ob durch Erasmus oder Exkursionen \u2013 es gibt so viele M\u00f6glichkeiten! Auch privat reise ich mit meinen Kindern gerne nach Deutschland. Nicht nur, damit sie die lebendige Sprache und Kultur erleben, sondern auch, weil es dort geniale Ziele gibt wie die Halligen im Norden oder das Zittauer Gebirge im deutsch-polnisch-tschechischen Dreieck. Und aus der Ferne bekommt man oft einen v\u00f6llig neuen, frischen Blick auf die eigene Heimat.<\/p>\n<h3>Ein Thema, das die deutsche Minderheit bewegt, ist die Weitergabe der Sprache. Du hast Dich entschieden, Deine Kinder konsequent deutsch-polnisch zu erziehen. War das ein m\u00fchsamer Weg?<\/h3>\n<p>Die Entscheidung stand fest, bevor das erste Kind da war. Ich selbst musste mir Deutsch hart erarbeiten, mit Grammatiktabellen und Regeln. Ich war fast neidisch auf Freunde, die Deutsch \u201eaus dem Bauch heraus\u201c konnten. Deshalb wollte ich meinen Kindern dieses Geschenk machen: Sprache, die nicht erlernt, sondern schon immer da ist. Ich spreche \u00fcberall Deutsch mit ihnen \u2013 in der Arztpraxis, beim Einkaufen, auf dem Spielplatz. Manchmal erwischen mich neugierige Blicke der anderen Menschen, manchmal werde ich direkt darauf angesprochen. Diese Neugier der Leute ist eine Chance f\u00fcr Gespr\u00e4che.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDas reine Wissen ist das eine, aber dieses \u201aoberschlesische Feeling\u2018, diese emotionale Ladung \u2013 das ist es, was bleibt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<div id=\"attachment_86406\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86406\" class=\"size-large wp-image-86406\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-3-Kopia-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-3-Kopia-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-3-Kopia-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-3-Kopia-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-3-Kopia-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-3-Kopia-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86406\" class=\"wp-caption-text\">Monika Czok verbindet ihre wissenschaftliche Arbeit mit der Suche nach den Geschichten und Identit\u00e4ten ihrer Heimat.<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<h3>Was bedeutet diese Zweisprachigkeit f\u00fcr Dich pers\u00f6nlich als Mutter und Germanistin?<\/h3>\n<p>Es bereichert meine eigene Sprache so sehr! Im akademischen Betrieb lernt man kein \u201eAlltagsdeutsch\u201c. Durch meine Kinder musste ich lernen, wie man auf Deutsch tr\u00f6stet, Geschwister-Streit schlichtet oder komplexe Kinderfragen beantwortet. Wenn mein Wortschatz versagt, suche ich und f\u00fcr das n\u00e4chste Mal habe ich es dann parat. Dank der zweisprachigen Erziehung entwickele ich mich auch!<\/p>\n<h3>Wenn der Uni- oder Familienalltag hektisch wird, zieht es Dich in die Berge. Besonders das Riesengebirge hat es Dir angetan. Was findest Du dort oben?<\/h3>\n<p>Die Berge sind eine Leidenschaft aus meiner Jugend. In den Bergen findet man zu sich selbst zur\u00fcck. Das Riesengebirge hat dieses mystische Flair, das auch in der schlesischen Literatur so pr\u00e4sent ist. Aber ich habe auch ein St\u00fcck Schlesien fernab der Heimat entdeckt: In den \u00f6sterreichischen Alpen gibt es die Breslauer H\u00fctte und die Kattowitzer H\u00fctte auf \u00fcber 2000 Metern H\u00f6he. Sie stammen aus der Zeit der Bergvereine des 19. Jahrhunderts. Dort zu \u00fcbernachten und ein St\u00fcck Heimat in dieser gewaltigen Kulisse zu finden, war ein geniales Gef\u00fchl. Es zeigt, wie weit unsere Wurzeln reichen.<\/p>\n<div id=\"attachment_86408\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86408\" class=\"size-large wp-image-86408\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86408\" class=\"wp-caption-text\">Auf Exkursionen er\u00f6ffnet Monika Czok Studierenden neue Perspektiven auf Geschichte, Kultur und die eigene Heimat.<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<h3>Ein ganz anderer Gegenpol zu Deinem Beruf sind die Bienen. Dein Mann ist Imker aus Leidenschaft. Wie viel \u201eImkerin\u201c steckt inzwischen in dir?<\/h3>\n<p>Ich bewundere die Imkerei vor allem als eine Kunst der Entschleunigung. Bei den Bienen muss man ruhig sein, die Bewegungen m\u00fcssen bedacht sein. Mein Mann arbeitet oft ohne Schutzkleidung, er hat diese tiefe Ruhe. Ich selbst ziehe lieber den Schutzanzug an \u2013 vielleicht bin ich in meinen Bewegungen noch zu energisch (lacht). Es ist ein hervorragendes Gef\u00fchl, die Bienen bei der Arbeit zu beobachten. Das zeigt uns die Harmonie der Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<div id=\"attachment_86410\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86410\" class=\"size-large wp-image-86410\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pasieka-w-Dolnej-Monika-przy-ulach-2-ZDJECIE-FAWORYT-MONIKI-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pasieka-w-Dolnej-Monika-przy-ulach-2-ZDJECIE-FAWORYT-MONIKI-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pasieka-w-Dolnej-Monika-przy-ulach-2-ZDJECIE-FAWORYT-MONIKI-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pasieka-w-Dolnej-Monika-przy-ulach-2-ZDJECIE-FAWORYT-MONIKI-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pasieka-w-Dolnej-Monika-przy-ulach-2-ZDJECIE-FAWORYT-MONIKI-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pasieka-w-Dolnej-Monika-przy-ulach-2-ZDJECIE-FAWORYT-MONIKI-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86410\" class=\"wp-caption-text\">Die Imkerei ihres Mannes ist f\u00fcr Monika Czok ein Gegenpol zum hektischen Alltag \u2013 und eine Schule der Entschleunigung.<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<p>Und ich mag dabei die Sprachnuancen! Ein sch\u00f6nes Beispiel ist das Wort \u201eBienenbrot\u201c f\u00fcr die Nahrung der Bienen. Auf Polnisch hei\u00dft es \u201epierzga\u201c, was technisch klingt. Aber \u201eBienenbrot\u201c \u2013 das ist so einfach und treffend. Es ist das t\u00e4gliche Brot der Natur.<\/p>\n<h3>Ihr \u00f6ffnet eure Imkerei auch f\u00fcr Kindergruppen. Was m\u00f6chtest Du den Kleinen dort mitgeben?<\/h3>\n<p>Ich m\u00f6chte, dass sie etwas mit ihren eigenen H\u00e4nden begreifen. Wenn dank ihrer eigenen H\u00e4nde der Honig aus den Waben flie\u00dft, verstehen sie den Wert der Natur besser als aus jedem Lehrbuch. Fr\u00fcher hatten viele in Schlesien im Garten ein paar Bienenst\u00f6cke oder Tauben im Taubenschlag. Das verschwindet langsam. Diesen Kontakt zu den Tieren und zum Rhythmus der Natur wieder erlebbar zu machen, ist mir eine Herzensangelegenheit.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/neues-wochenblatt-pl-interview-mit-andrea-rischka\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/portret-prosty-2-scaled-e1787323438575-150x150.jpg\" alt=\"Neues-Wochenblatt.pl-Interview mit Andrea Rischka\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Starke Stimme<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Neues-Wochenblatt.pl-Interview mit Andrea Rischka<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wiedergefundene-heimat\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Horst-Ulbrich-z-zona-na-moscie-gotyckim-w-Glatz-Klodzko-1-150x150.jpg\" alt=\"Wiedergefundene Heimat\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Interview mit Horst Ulbrich, dem Vorsitzenden des DFK Glatz<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Wiedergefundene Heimat<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n<h3>Entschleunigung ist ein gro\u00dfes Wort. Wie rettest Du dieses Gef\u00fchl in dem hektischen Alltag?<\/h3>\n<p>Ich habe gelernt, \u201ementale Fotos\u201c zu machen. Zum Beispiel wenn ich meine Kinder beim Spielen beobachte, halte ich inne und sage mir: \u201eDiesen Moment willst du bewahren.\u201c Ich mache kein Foto mit dem Handy, sondern speichere das Bild im Kopf. Das hilft gegen den \u201eAutopiloten\u201c, mit dem wir so oft durchs Leben rennen. Es geht darum, die Augenblicke des Alltags: den Kaffeegeruch, den Windhauch, die Form, die Textur bewusst wahrzunehmen. Das Hier und Jetzt ist oft viel sch\u00f6ner, als wir es im Vorbeigehen merken.<\/p>\n<div id=\"attachment_86412\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86412\" class=\"size-large wp-image-86412\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-2-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/w-gorach-de-facto-to-byla-Gora-Swietej-Anny-2-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86412\" class=\"wp-caption-text\">Das Wandern ist f\u00fcr Monika Czok ein Weg, zur Ruhe zu kommen und zu sich selbst zur\u00fcckzufinden.<br \/>Foto: Tomasz Chabior<\/p><\/div>\n<h3>Welchen Rat w\u00fcrdest Du jungen Menschen geben, die heute versuchen, Karriere, Identit\u00e4t und Tradition zu vereinen?<\/h3>\n<p>Sei authentisch. Wir versuchen oft, Trends zu folgen oder Erwartungen zu erf\u00fcllen, die gar nicht unsere eigenen sind. Aber die L\u00f6sung des \u201emainstreams\u201c muss nicht deine L\u00f6sung sein. Pr\u00fcfe, was dich wirklich ber\u00fchrt und bereichert. Denn ein erf\u00fcllter Mensch ist eine Bereicherung f\u00fcr andere. Wenn du brennst, wenn du authentisch bist \u2013 ob im Beruf oder in der Familie \u2013 dann steckst du andere mit deinem Enthusiasmus an. Hinterfrage dich selbst: Was macht mich gl\u00fccklich? Nur wer bei sich selbst ankommt, kann auch anderen etwas geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monika Czok ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut f\u00fcr Literaturwissenschaft der Universit\u00e4t Oppeln. Doch wer sie nur als Dozentin tituliert, greift zu kurz. Mit der Spurensucherin im Dickicht der schlesischen Identit\u00e4t und Geschichte und dar\u00fcber hinaus auch Mutter dreier S\u00f6hne, die Sprache als wertvollstes Erbe begreift, sprach Manuela Leibig.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":86402,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625],"tags":[7144,10293,10291,6369,10292,6732,10294,6815,8272,7300],"redaktor":[6054],"class_list":["post-86399","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-de","tag-deutsche-minderheit-de","tag-identitaet-und-tradition","tag-institut-fuer-literaturwissenschaft","tag-interview-de","tag-karriere","tag-ki-de","tag-monika-czok-de","tag-schlesien-de","tag-uniwersytet-opolski-de","tag-zweisprachigkeit-de","redaktor-manuela-leibig-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":86417,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/zapal-i-entuzjazm-wywiad-neues-wochenblatt-pl-z-monika-czok\/","title":"Zapa\u0142 i entuzjazm: Wywiad \u201eNeues-Wochenblatt.pl\u201d z Monik\u0105 Czok"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"Oberschlesisches Feeling","autor":""},"featured_image":{"id":86402,"caption":"Monika Czok m\u00f6chte jungen Menschen zeigen, welchen Schatz die schlesische Geschichte, Sprache und Familiengeschichten bergen.\nFoto: Tomasz Chabior","alt":"","source":"Tomasz Chabior","sizes":{"thumbnail":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-1-dobre-na-rozkladowke-Kopia-150x150.jpg","width":150,"height":150},"medium":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-1-dobre-na-rozkladowke-Kopia-300x200.jpg","width":300,"height":200},"large":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-1-dobre-na-rozkladowke-Kopia-1024x683.jpg","width":1024,"height":683},"full":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Uniwersytet-Opolski-przy-budynku-glownym-1-dobre-na-rozkladowke-Kopia-scaled.jpg","width":2560,"height":1707}}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86399"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86399\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86467,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86399\/revisions\/86467"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86402"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86399"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=86399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}