{"id":86349,"date":"2026-09-18T17:00:03","date_gmt":"2026-09-18T15:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=86349"},"modified":"2026-09-18T18:25:22","modified_gmt":"2026-09-18T16:25:22","slug":"afd-wahlsieg-in-sachsen-anhalt-kann-eine-landtagswahl-die-deutsch-polnischen-beziehungen-beeintraechtigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/afd-wahlsieg-in-sachsen-anhalt-kann-eine-landtagswahl-die-deutsch-polnischen-beziehungen-beeintraechtigen\/","title":{"rendered":"Kann eine Landtagswahl die deutsch-polnischen Beziehungen beeintr\u00e4chtigen?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit 43,8 Prozent hat die AfD in Sachsen-Anhalt ein historisches Wahlergebnis erzielt \u2013 und in Polen sofort Reaktionen ausgel\u00f6st. Eine Landesregierung gestaltet zwar keine Au\u00dfenpolitik. Doch \u00fcber Gedenkst\u00e4tten, Kulturf\u00f6rderung und grenz\u00fcberschreitende Partnerschaften k\u00f6nnte der Wahlsieg die deutsch-polnischen Beziehungen durchaus ber\u00fchren.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein Wahlsieg der AfD war erwartet worden \u2013 er fiel jedoch noch etwas deutlicher aus, als die letzten Umfragen vorausgesagt hatten. Die CDU st\u00fcrzte von 37,1 Prozent im Jahr 2021 auf 17,2 Prozent ab, w\u00e4hrend die AfD mit 43,8 Prozent ihr bislang st\u00e4rkstes Ergebnis bei einer Landtagswahl erzielte. Die absolute Mehrheit verfehlte die Partei dennoch. Nach dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis vom 8. September 2026 verf\u00fcgt sie \u00fcber 39 der 83 Sitze.<\/p>\n<p>Der Wahlausgang sorgte nicht nur in Deutschland f\u00fcr Aufmerksamkeit. Auch international wurde das Ergebnis mit Interesse und Sorge verfolgt \u2013 nicht zuletzt, weil die AfD in Sachsen-Anhalt vom Landes-Verfassungsschutz als \u201egesichert rechtsextrem&#8220; eingestuft wird. Der Verfassungsschutz begr\u00fcndet dies unter anderem damit, dass die Partei Institutionen und Vertreter der Bundesrepublik fortlaufend \u201ever\u00e4chtlich&#8220; mache und damit gegen das Demokratieprinzip versto\u00dfe. Zudem verweise ihr Programm auf eine rassistische Ideologie und einen v\u00f6lkisch-abstammungsm\u00e4\u00dfigen Volksbegriff; Vertreter der AfD diffamierten regelm\u00e4\u00dfig ganze Volksgruppen aufgrund ihrer ethnischen oder religi\u00f6sen Identit\u00e4t.<\/p>\n<div id=\"attachment_86357\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86357\" class=\"size-large wp-image-86357\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Landtag-sachsen-anhalt-2012-scaled-e1789731278328-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Landtag-sachsen-anhalt-2012-scaled-e1789731278328-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Landtag-sachsen-anhalt-2012-scaled-e1789731278328-300x169.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Landtag-sachsen-anhalt-2012-scaled-e1789731278328-768x432.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Landtag-sachsen-anhalt-2012-scaled-e1789731278328-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Landtag-sachsen-anhalt-2012-scaled-e1789731278328-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86357\" class=\"wp-caption-text\">Mit 39 von 83 Sitzen ist die AfD st\u00e4rkste Kraft im neu gew\u00e4hlten Landtag Sachsen-Anhalts \u2013 die absolute Mehrheit verfehlte sie knapp. Sitzung im Plenarsaal des Landtagsgeb\u00e4udes.<br \/>Foto: Ralf Roletschek\/Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>Auch Politiker und Wirtschaftsvertreter aus anderen L\u00e4ndern reagierten auf das Wahlergebnis. Tech-Milliard\u00e4r Elon Musk, bekannt f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung der AfD, gratulierte ebenso wie der italienische Vizeregierungschef Matteo Salvini. US-Pr\u00e4sident Donald Trump \u00e4u\u00dferte sich auf seinem Netzwerk Truth Social positiv zum Wahlausgang, ohne die Partei namentlich zu nennen.<\/p>\n<p>Der polnische Premierminister Donald Tusk reagierte dagegen scharf. <a href=\"https:\/\/x.com\/donaldtusk\/status\/2096672766871105834\">Auf X schrieb er<\/a>: \u201eIn Polen k\u00f6nnen sich nur Idioten oder Verr\u00e4ter \u00fcber den Triumph der AfD in Deutschland freuen.&#8220;<\/p>\n<p>Wie aber sieht es mit den internationalen Folgen der Wahl aus? Schlie\u00dflich handelt es sich um das Ergebnis in einem einzelnen Bundesland. Die L\u00e4nder sind in Deutschland vor allem \u00fcber den Bundesrat an der Bundespolitik beteiligt \u2013 Sachsen-Anhalt verf\u00fcgt dort jedoch lediglich \u00fcber vier von 69 Stimmen. Ist die internationale Aufregung also \u00fcbertrieben? Schlie\u00dflich liegt die Au\u00dfenpolitik in den H\u00e4nden der Bundesregierung und des Bundestags.<\/p>\n<h2>Zwei Szenarien<\/h2>\n<p>Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt sind zwei Szenarien denkbar. Da die AfD zwar mit Abstand st\u00e4rkste Kraft im Landtag ist, die absolute Mehrheit aber verfehlt hat, ist noch offen, von wem Sachsen-Anhalt k\u00fcnftig regiert wird. Eine Regierung unter AfD-Beteiligung k\u00e4me zustande, wenn sich eine andere Partei zur Zusammenarbeit bereitfindet \u2013 oder wenn mindestens drei Abgeordnete anderer Parteien zur AfD \u00fcberwechseln. Da auch die \u00fcbrigen Parteien keine mehrheitsf\u00e4hige Koalition bilden wollen, ist das zweite Szenario eine Minderheitsregierung mit eingeschr\u00e4nkter Handlungsf\u00e4higkeit \u2013 oder eine Phase politischer Instabilit\u00e4t, in der keine stabile Regierung zustande kommt.<\/p>\n<p>Sollte die AfD die Regierung f\u00fchren, stellt sich die Frage, inwieweit ihr Programm auf Landesebene jene Politikfelder beeinflussen kann, die f\u00fcr die deutsch-polnischen Beziehungen unmittelbar relevant sind \u2013 darunter Erinnerungspolitik, Kultur- und Bildungsf\u00f6rderung sowie internationale und zivilgesellschaftliche Kontakte.<\/p>\n<h2>Sachsen-Anhalt und Polen: Ein enges Netz von Verbindungen<\/h2>\n<p>Sachsen-Anhalt grenzt nicht direkt an Polen. Dennoch ist das Nachbarland Deutschlands ein wichtiger Partner des Bundeslandes. Polen war 2025 Sachsen-Anhalts wichtigstes internationales Exportziel. Auch institutionell bestehen enge Verbindungen: Das Land unterh\u00e4lt eine Regionalpartnerschaft mit der Woiwodschaft Masowien, Kommunen pflegen St\u00e4dtepartnerschaften, und zahlreiche Organisationen engagieren sich im deutsch-polnischen Jugendaustausch.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWenn das Haus geschlossen wird, dann sind Vereine wie die deutsch-polnische Gesellschaft, die deutsch-italienische und die deutsch-franz\u00f6sische heimatlos.&#8220;<br \/>\n<em>Krzysztof Blau, 1. Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>2023 wurde in Warschau das 20-j\u00e4hrige Bestehen der Partnerschaft zwischen Sachsen-Anhalt und Masowien gefeiert. Seit 2003 kooperieren beide Regionen in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Das Marschallamt der Woiwodschaft Masowien bewertet die Partnerschaft positiv. Auf Anfrage erkl\u00e4rte es: \u201eDie regionale Partnerschaft zwischen Masowien und Sachsen-Anhalt war von Anfang an sehr eng, und im Rahmen dieser Partnerschaft ist es gelungen, dauerhafte soziale, wirtschaftliche und kulturelle Bindungen aufzubauen, auch auf institutioneller und administrativer Ebene.&#8220;<\/p>\n<p>Diese Verbindungen zeigen: Auch wenn die Au\u00dfenpolitik in Berlin gemacht wird, tr\u00e4gt eine Vielzahl von Institutionen und Projekten in Sachsen-Anhalt die Beziehungen zu Polen im Alltag mit.<\/p>\n<h2>F\u00f6rderpolitik: Wenn internationale Netzwerke betroffen sind<\/h2>\n<p>Wer das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt liest \u2013 das die Partei selbstbewusst als \u201eRegierungsprogramm&#8220; bezeichnete \u2013, stellt fest, dass sie bei der F\u00f6rderung von Institutionen und NGOs erhebliche \u00c4nderungen plant. Auch das k\u00f6nnte ein Bereich sein, in dem Ver\u00e4nderungen international und besonders in Polen wahrgenommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die AfD k\u00fcndigt eine Reihe von K\u00fcrzungen an. Explizit genannt wird im Wahlprogramm unter anderem das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste. Weitere Einrichtungen, bei denen K\u00fcrzungen in Aussicht gestellt werden, sind die Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung und die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt.<\/p>\n<p>Auch zivilgesellschaftliche Akteure wie die Deutsch-Polnische Gesellschaft Sachsen-Anhalt bangen um ihre Landesf\u00f6rderung. Krzysztof Blau, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen-Anhalt und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt, sorgt sich insbesondere um das \u201eeinewelt haus&#8220; in Magdeburg, dessen Tr\u00e4gerin die Auslandsgesellschaft ist. In dem Geb\u00e4ude haben zahlreiche Vereine ihren Sitz, die sich f\u00fcr internationale Partnerschaften engagieren. Blau skizziert die m\u00f6glichen Folgen einer Streichung der F\u00f6rdermittel: \u201eWenn das Haus geschlossen wird \u2013 und das wurde schon mehrfach so formuliert \u2013, dann sind Vereine wie die deutsch-polnische Gesellschaft, die deutsch-italienische und die deutsch-franz\u00f6sische heimatlos.&#8220;<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/bundestags-debatte-zum-nachbarschaftsvertrag-bundestagsabgeordnete-sprechen-sich-fuer-engere-deutsch-polnische-zusammenarbeit-aus\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Bundestag-Andrea-Lindholz-2-150x150.png\" alt=\"Bundestagsabgeordnete sprechen sich f\u00fcr engere deutsch-polnische Zusammenarbeit aus\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Bundestags-Debatte zum Nachbarschaftsvertrag<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Bundestagsabgeordnete sprechen sich f\u00fcr engere deutsch-polnische Zusammenarbeit aus<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wie-man-ueber-deutsch-polnische-beziehungen-schreibt-und-spricht\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/polska-niemcy-AI-150x150.png\" alt=\"Wie man \u00fcber deutsch-polnische Beziehungen schreibt und spricht\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Nachbarschaft verpflichtet <\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Wie man \u00fcber deutsch-polnische Beziehungen schreibt und spricht<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n<p>Blau weist darauf hin, dass Organisationen, die sich f\u00fcr Integration einsetzen, besonders im Fokus der AfD-K\u00fcrzungspl\u00e4ne stehen. \u201eWir sind einer der wenigen Tr\u00e4ger, die sich seit 30 Jahren mit diesen Themen besch\u00e4ftigen, und davon w\u00fcrden wir als Erste betroffen sein. Das ist fast sicher&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>Hier zeigt sich eine m\u00f6gliche Wirkungskette besonders deutlich: Eine landespolitische Entscheidung k\u00f6nnte eine zivilgesellschaftliche Infrastruktur schw\u00e4chen, die internationale Kontakte erm\u00f6glicht und pflegt.<\/p>\n<h2>Erinnerungspolitik: Der besonders sensible Punkt<\/h2>\n<p>In den deutsch-polnischen Beziehungen ist die Geschichte \u2013 insbesondere der zweite Weltkrieg und die Besatzung Polens \u2013 Gegenstand eines fortgesetzten Aushandlungs- und Verst\u00e4ndigungsprozesses.<\/p>\n<p>J\u00fcngstes Zeugnis dieses Prozesses ist die Diskussion um ein Denkmal f\u00fcr die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Nach jahrelangen Debatten \u00fcber Ort und Ausgestaltung wurde in diesem Jahr ein Wettbewerb zur Gestaltung des Erinnerungsorts ausgeschrieben (<a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/polendenkmal-gestaltungswettbewerb-gestartet\/\">wir berichteten<\/a>). Das Denkmal soll am ehemaligen Standort der Krolloper im Berliner Regierungsviertel entstehen. Ob es neben dem Erinnerungsort auch ein Haus f\u00fcr Ausstellung und Begegnung geben wird, ist weiterhin offen.<\/p>\n<p>Ein gemeinsamer Umgang mit der Vergangenheit ist f\u00fcr gute deutsch-polnische Beziehungen von zentraler Bedeutung. Eine Rolle spielt dabei auch die Restitution von im Zweiten Weltkrieg geraubten Kulturg\u00fctern. Beim j\u00fcngsten Deutsch-Polnischen Forum in Berlin wurden ein Fragment der Hymne \u201eGaude Mater Polonia&#8220; und ein K\u00f6nig Sigismund I. dem Alten zugeschriebener diamantbesetzter Goldring an Polen zur\u00fcckgegeben. Au\u00dfenminister Johann Wadephul sagte dazu: \u201eErinnerung an das Geschehene, Verantwortung f\u00fcr die Zukunft und Vers\u00f6hnung als Generationenaufgabe leiten auch heute unser Handeln.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_86355\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86355\" class=\"size-large wp-image-86355\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Domplatz_7\u20139-scaled-e1789731103283-1024x577.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Domplatz_7\u20139-scaled-e1789731103283-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Domplatz_7\u20139-scaled-e1789731103283-300x169.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Domplatz_7\u20139-scaled-e1789731103283-768x433.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Domplatz_7\u20139-scaled-e1789731103283-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Domplatz_7\u20139-scaled-e1789731103283-2048x1154.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86355\" class=\"wp-caption-text\">Domplatz 7\u20139 in Magdeburg mit Landesparlament. Wer Sachsen-Anhalt k\u00fcnftig regiert, ist offen \u2013 keine der m\u00f6glichen Koalitionen ohne AfD-Beteiligung hat eine klare Mehrheit.<br \/>Foto: Barnos\/Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr diese Arbeit ist Provenienzforschung zentral \u2013 und genau die Landesf\u00f6rderung f\u00fcr das zust\u00e4ndige Deutsche Zentrum Kulturgutverluste will die AfD streichen. Das Zentrum, das Bund und L\u00e4nder gemeinsam finanzieren dokumentiert unter anderem die restituierten Kulturg\u00fcter. In diesem Zusammenhang hat es Meldungen \u00fcber 8.250 seit 1998 zur\u00fcckgegebene Kulturg\u00fcter sowie \u00fcber 30.000 B\u00fccher und Archivalien erfasst.<\/p>\n<p>Die unmittelbare Wirkung einer Streichung des Landesanteils w\u00e4re allerdings begrenzt. Prof. Dr. Meike Hopp, Vorst\u00e4ndin der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, erkl\u00e4rt auf Anfrage, dass das Land Sachsen-Anhalt lediglich die Mietkosten f\u00fcr den Sitz des 2015 gegr\u00fcndeten Zentrums in Magdeburg tr\u00e4gt. Die operative T\u00e4tigkeit w\u00e4re daher nicht unmittelbar gef\u00e4hrdet. Dennoch betont Hopp, dass eine Streichung \u201eein deutliches Signal gegen\u00fcber einer Institution, die sich mit der Aufarbeitung historischen Unrechts befasst&#8220; w\u00e4re.<\/p>\n<p>Und genau hier ber\u00fchrt Landespolitik einen f\u00fcr die deutsch-polnischen Beziehungen besonders sensiblen Bereich: den Umgang mit der gemeinsamen Geschichte.<\/p>\n<blockquote><p>Landespolitische Entscheidungen k\u00f6nnten eine zivilgesellschaftliche Infrastruktur schw\u00e4chen, die internationale Kontakte erm\u00f6glicht und pflegt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Wahlprogramm fordert die AfD zudem, mehr Mittel f\u00fcr sogenannte Kriegerdenkm\u00e4ler aufzuwenden, die an gefallene Soldaten der beiden Weltkriege und teils fr\u00fcherer Konflikte erinnern. Diese Monumente sollen fl\u00e4chendeckend restauriert und instandgesetzt werden. Im Gegenzug sprach sich der AfD-Landtagsabgeordnete Hans-Thomas Tillschneider bereits 2025 in einem Antrag daf\u00fcr aus, Schulfahrten zu NS-Gedenkst\u00e4tten zu reduzieren.<\/p>\n<p>Sollte eine AfD-gef\u00fchrte Landesregierung tats\u00e4chlich spektakul\u00e4re Kurswechsel in der Erinnerungspolitik, bei internationalen Austauschprogrammen oder der F\u00f6rderung entsprechender Institutionen vornehmen, h\u00e4tte das zumindest symbolische Auswirkungen auf die deutsch-polnischen Beziehungen.<\/p>\n<p>Noch vor der Landtagswahl kritisierte die Leiterin des Berliner Ablegers des Pilecki-Instituts, Hanna Radziejowska, den Druck, den die AfD auf Gedenkst\u00e4tten und Forschungseinrichtungen aus\u00fcbt. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie: \u201eWir bef\u00fcrchten, dass die Fortschritte in den deutsch-polnischen Beziehungen dadurch zum Stillstand kommen und es wom\u00f6glich gar einen massiven R\u00fcckschritt gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkst\u00e4tten Sachsen-Anhalt, warnt im <a href=\"https:\/\/www.gedenkstaettenforum.de\/aktivitaeten\/gedenkstaettenrundbrief\/detail\/heil-dir-im-siegerkranz-wie-die-afd-in-sachsen-anhalt-den-bruch-mit-der-demokratischen-erinnerungskultur-vorbereitet\">Gedenkst\u00e4ttenrundbrief<\/a> vom Juni 2026 vor den\u00a0 Pl\u00e4nen der AfD. Er betont, dass es der Partei nicht um eine Erg\u00e4nzung, sondern um eine Verschiebung der Erinnerungskultur gehe: \u201eDie programmatische Aufwertung \u00e4lterer Epochen der deutschen Geschichte durch die AfD dient keinesfalls der Erg\u00e4nzung bestehender Erinnerungsformate, sondern stellt eine bewusste Verschiebung geschichtspolitischer Schwerpunkte dar: Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus wird zugunsten eines Geschichtsbildes relativiert, das nationale Identifikation, Stolz und patriotische Selbstvergewisserung bef\u00f6rdern soll.&#8220;<\/p>\n<h2>Russland, Ukraine und Jugendaustausch<\/h2>\n<p>Ein weiterer Bereich, in dem Sachsen-Anhalt international verflochten ist, ist der Jugendaustausch. Gem\u00e4\u00df ihrem Wahlprogramm will die AfD den \u201eSch\u00fcleraustausch mit Russland wiederbeleben, alle ruhenden Programme neu aufnehmen und neue Programme entwickeln&#8220;.<\/p>\n<p>Die Austauschprogramme mit Russland wurden nach dem Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine 2022 eingestellt. Im Wahlprogramm spricht die AfD mit Blick auf das Verh\u00e4ltnis zu Russland von \u201eHetze und dem Sch\u00fcren von Konflikten&#8220;. Die Unterst\u00fctzung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf findet dagegen keine Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p>F\u00fcr Polen ist diese Frage besonders sensibel. Das Land grenzt unmittelbar an die Ukraine und hat den russischen Angriffskrieg zum zentralen Thema seiner Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik gemacht. Damit entsteht ein zweiter m\u00f6glicher Ber\u00fchrungspunkt mit den deutsch-polnischen Beziehungen: Nicht nur die Erinnerungspolitik, sondern auch die Haltung zu Russland und zur Ukraine d\u00fcrfte in Polen aufmerksam beobachtet werden.<\/p>\n<h2>Noch vieles offen<\/h2>\n<p>Noch ist allerdings unklar, ob die AfD in Sachsen-Anhalt \u00fcberhaupt die Regierung f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Obwohl die Partei im Landtag allein keine Mehrheit hat, sprach Spitzenkandidat Ulrich Siegmund nach der Wahl von einem \u201eganz klaren Regierungsauftrag&#8220;. F\u00fcr die Wahl des Ministerpr\u00e4sidenten w\u00e4re die AfD jedoch auf Stimmen aus anderen Parteien angewiesen; ab dem dritten Wahlgang k\u00f6nnten unter den geltenden Regeln gegebenenfalls auch Enthaltungen anderer Parteien ausreichen.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Rolle bei der Regierungsbildung k\u00f6nnte das BSW (B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht \u2013 Vernunft und Gerechtigkeit) spielen, das mit 5,3 Prozent neu in den Landtag einzieht. Die von der fr\u00fcheren Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht gegr\u00fcndete Partei ist die einzige im Landtag vertretene Partei, die eine Kooperation mit der AfD nicht kategorisch ausgeschlossen hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_86353\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86353\" class=\"size-large wp-image-86353\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pexels-eddson-lens-748406628-18821868-scaled-e1789731014316-1024x577.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pexels-eddson-lens-748406628-18821868-scaled-e1789731014316-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pexels-eddson-lens-748406628-18821868-scaled-e1789731014316-300x169.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pexels-eddson-lens-748406628-18821868-scaled-e1789731014316-768x433.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pexels-eddson-lens-748406628-18821868-scaled-e1789731014316-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/pexels-eddson-lens-748406628-18821868-scaled-e1789731014316-2048x1154.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-86353\" class=\"wp-caption-text\">Der AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in Polen aufmerksam verfolgt.<br \/>Foto: Eddson Lens\/Pexels<\/p><\/div>\n<p>Ohne AfD-Beteiligung h\u00e4tte rechnerisch nur eine Koalition aus CDU, SPD, Linken, Gr\u00fcnen und BSW eine Mehrheit. Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, der eine Zusammenarbeit mit der Linken ausschlie\u00dft, steht einem solchen B\u00fcndnis jedoch entgegen.<\/p>\n<p>Der bisherige Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze sieht die CDU nach ihrer Wahlniederlage in der Opposition. Zwei Tage nach der Wahl wurde er in einer Kampfabstimmung zum Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Sachsen-Anhalt steht damit zun\u00e4chst vor einer Phase politischer Unsicherheit \u2013 und diese bereitet auch Krzysztof Blau Sorgen, noch bevor eine m\u00f6gliche AfD-Regierung konkrete Politik macht. Er beobachtet, dass sich viele Menschen in seinem beruflichen Umfeld angespannt zeigen: \u201eDie Menschen sind verunsichert, und \u00fcberall dort, wo Verunsicherung herrscht, kommt es zu extremen Ausw\u00fcchsen. Wir brauchen so schnell wie m\u00f6glich eine handlungsf\u00e4hige Regierung, damit die Menschen wissen, wo es langgeht.&#8220;<\/p>\n<p>Auch Meike Hopp weist auf die Risiken politischer Unsicherheit hin: \u201eMuseen, Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen sind auf verl\u00e4ssliche finanzielle und institutionelle Rahmenbedingungen angewiesen. Unsicherheiten bei Haushalten, Tr\u00e4gerschaften oder Gremien k\u00f6nnen deshalb sehr schnell konkrete Folgen f\u00fcr Forschungsprojekte, Personal und l\u00e4ngerfristige Planungen haben.&#8220;<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/schlesien-in-der-deutschen-erinnerungskultur-was-fehlt-in-der-berliner-erklaerung\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reichstag_Berlin_Germany-foto-wikipedia-2-150x150.jpg\" alt=\"Schlesien in der deutschen Erinnerungskultur \u2013 Was fehlt in der \u201eBerliner Erkl\u00e4rung\u201c?\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Nachbarschaft verpflichtet<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Schlesien in der deutschen Erinnerungskultur \u2013 Was fehlt in der \u201eBerliner Erkl\u00e4rung\u201c?<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/hetze-nicht-gegen-den-nachbarn\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/sikorski-z-wadepuhlem1-150x150.jpg\" alt=\"Hetze nicht gegen den Nachbarn\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Kommentar von Krzysztof \u015awierc<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Hetze nicht gegen den Nachbarn<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\n        \n                                \n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/politik-erste-lesung-des-senatsentwurfs-zur-novellierung-des-wahlgesetzes\/\">\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Do-grafiki-FB-sejm-sala-plenarna-wikipedia-150x150.jpg\" alt=\"Erste Lesung des Senatsentwurfs zur Novellierung des Wahlgesetzes\">\n                            <\/div>\n            <div class=\"newsy-card-text\">\n            \t\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Wichtig f\u00fcr die DMi<\/span>\n                                      \t\n            \t\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Erste Lesung des Senatsentwurfs zur Novellierung des Wahlgesetzes<\/h3>\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\n            <\/div>\n        <\/a>\n            <\/section>\n    \n<p>Blau verbindet mit dem Wahlergebnis gleichwohl auch eine Hoffnung: \u201eIch hoffe, dass dieses Wahlergebnis im Gegenteil zu einem Signal wird \u2013 zu st\u00e4rkerem Miteinander zwischen Deutschland und Polen. Das muss ein Signal werden, wie f\u00fcr alle anderen Bundesl\u00e4nder: dass wir jetzt umso mehr zusammenarbeiten.&#8220;<\/p>\n<p>Auch das Marschallamt der Partnerregion Masowien gibt sich zuversichtlich, dass die Partnerschaft selbst unter einer AfD-Regierung fortgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte: \u201eEine m\u00f6gliche Macht\u00fcbernahme in unserer Partnerregion durch eine rechtsextreme Partei k\u00f6nnte Bef\u00fcrchtungen wecken, da zum ersten Mal seit 1945 eine Partei an die Macht k\u00e4me, die in ihrer Rhetorik die Trag\u00f6die des Zweiten Weltkriegs rechtfertigt. Wir glauben jedoch, dass die aufgebauten sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen best\u00e4ndig sind und alle Turbulenzen \u00fcberstehen werden, und dass sich die Zusammenarbeit zwischen unseren Einwohnern, Unternehmern und regionalen Institutionen unabh\u00e4ngig von politischen Entscheidungen weiterentwickeln wird.&#8220;<\/p>\n<p>Die vollen Auswirkungen des AfD-Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt auf die deutsch-polnischen Beziehungen lassen sich derzeit noch nicht abschlie\u00dfend einsch\u00e4tzen. Am direktesten w\u00e4ren sie wohl, wenn sich die Ergebnisse in Sachsen-Anhalt \u2013 in Verbindung mit jenen der kommenden Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen \u2013 auf die Bundespolitik durchschl\u00fcgen. Und ob etwaige Ver\u00e4nderungen in der Bundespolitik die deutsch-polnischen Beziehungen beeinflussen w\u00fcrden, steht noch auf einem ganz anderen Blatt.<\/p>\n<p>Eine direkte Belastung der deutsch-polnischen Beziehungen l\u00e4sst sich aus dem Wahlergebnis daher noch nicht ableiten. Es hat jedoch gezeigt, dass Sachsen-Anhalt zu einem politischen Faktor geworden ist, der auch in Polen aufmerksam beobachtet wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 43,8 Prozent hat die AfD in Sachsen-Anhalt ein historisches Wahlergebnis erzielt \u2013 und in Polen sofort Reaktionen ausgel\u00f6st. Eine Landesregierung gestaltet zwar keine Au\u00dfenpolitik. Doch \u00fcber Gedenkst\u00e4tten, Kulturf\u00f6rderung und grenz\u00fcberschreitende Partnerschaften k\u00f6nnte der Wahlsieg die deutsch-polnischen Beziehungen durchaus ber\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":86351,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4232],"tags":[6843,10276,6140,10280,10277,10279,6839,10273,10244,10275],"redaktor":[6098],"class_list":["post-86349","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-de","tag-afd-de","tag-deutsch-polnische-bezieh","tag-deutsch-polnische-beziehungen-de","tag-deutsch-polnische-gesellschaft-sachsen-anhalt","tag-erinnerungspolitik","tag-krzysztof-blau","tag-landtagswahlen","tag-sachsen-anhalt","tag-themadesmonats","tag-ulrich-siegmund","redaktor-mauro-oliveira-de"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":86383,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/zwyciestwo-afd-w-wyborach-w-saksonii-anhalt-czy-wybory-do-landtagu-moga-wplynac-negatywnie-na-stosunki-polsko-niemieckie\/","title":"Czy wybory do landtagu mog\u0105 wp\u0142yn\u0105\u0107 negatywnie na stosunki polsko-niemieckie?"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt","autor":""},"featured_image":{"id":86351,"caption":"Zivilgesellschaftliche Organisationen in Sachsen-Anhalt bangen um ihre F\u00f6rderung \u2013 und damit um ihre Arbeit f\u00fcr internationale Partnerschaften. \nFoto: Oliver Brauns\/Pixabay","alt":"","source":"Oliver Brauns\/Pixabay","sizes":{"thumbnail":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/lichtspektrum_org-magdeburg-3912865-150x150.jpg","width":150,"height":150},"medium":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/lichtspektrum_org-magdeburg-3912865-300x164.jpg","width":300,"height":164},"large":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/lichtspektrum_org-magdeburg-3912865-1024x561.jpg","width":1024,"height":561},"full":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/lichtspektrum_org-magdeburg-3912865-scaled.jpg","width":2560,"height":1402}}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86349"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86349\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86382,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86349\/revisions\/86382"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86349"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=86349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}