{"id":86309,"date":"2026-10-04T17:00:37","date_gmt":"2026-10-04T15:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=86309"},"modified":"2026-09-20T13:19:20","modified_gmt":"2026-09-20T11:19:20","slug":"die-muehle-in-leobschuetz-eine-geschichte-die-schwindet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/die-muehle-in-leobschuetz-eine-geschichte-die-schwindet\/","title":{"rendered":"Die M\u00fchle in Leobsch\u00fctz \u2013 eine Geschichte, die schwindet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Region Leobsch\u00fctz war seit jeher f\u00fcr ihren landwirtschaftlichen Charakter bekannt. Die Fruchtbarkeit des Bodens und die M\u00f6glichkeiten des effizienten Getreideanbaus f\u00fchrten zur Notwendigkeit des Baus von M\u00fchlen. In den verschiedenen Ortschaften des Kreises Leobsch\u00fctz konnte man in der Vorkriegszeit, aber auch nach 1945, verschiedene Arten von M\u00fchlentechnik antreffen, wie Getreidespeicher, Windm\u00fchlen, Wasserm\u00fchlen und sp\u00e4ter auch Dampf- und Elektrom\u00fchlen.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Bis 1863 gab es in Leobsch\u00fctz ausschlie\u00dflich Wind- und Wasserm\u00fchlen (1). In ihrer Umgebung konnte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts drei Windm\u00fchlen sehen. Nach dem Abriss einer von ihnen \u2013 der \u201eNeugebauer-M\u00fchle\u201c \u2013 wurde das \u00fcbrig gebliebene Material teilweise vom K\u00fcnstler Paul Ondrusch f\u00fcr seine Arbeiten verwendet. Er schuf unter anderem die Figur des Heiligen Johannes des T\u00e4ufers, die sich an der Ecke des Hauses in der ul. Sobieskiego (2) in Leobsch\u00fctz befand. Heute ist diese Figur im Kreismuseum des Leobsch\u00fctzer Landes gesichert und wartet auf ihre Restaurierung. Eine Kopie soll in Zukunft den Original am selben Ort ersetzen.<\/p>\n<h2>Zwei Wasserm\u00fchlen<\/h2>\n<p>Neben den Windm\u00fchlen gab es in der Stadt auch zwei Wasserm\u00fchlen. Das Wasser stammte nat\u00fcrlich von der Zinna, die durch Leobsch\u00fctz flie\u00dft. Eine befand sich am Ausgang der ul. Wa\u0142owa in Richtung Park, wo vor dem Krieg ein Denkmal zur Erinnerung an den Gr\u00fcnder des Stadtparks, Dr. Josef Lauffer, stand. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Gedenkstein mit einer Tafel, die an diese Pers\u00f6nlichkeit und die Gr\u00fcndung des Stadtparks im Jahr 1837 erinnert (3). Diese M\u00fchle wurde w\u00e4hrend der Flussregulierung im Jahr 1844 stillgelegt (4).<\/p>\n<p>Die zweite Wasserm\u00fchle arbeitete an der M\u00fcndung der Zinna in den Malzteich. Nach der Zusch\u00fcttung des Teiches im Jahr 1892 entstand der Hohenzollernplatz, und die dort bestehende M\u00fchle musste hinsichtlich des Maschinenantriebs modernisiert werden (5). Laut einer Abhandlung von Robert Hofrichter war ihr Besitzer Bobrik (6). Hofrichter gab wahrscheinlich in seiner Arbeit die falsche Schreibweise des Namens an, da sich bei der Analyse anderer Quellen herausstellte, dass zwischen 1848 und 1859 der M\u00fcllermeister und Inhaber dieser M\u00fchle Franz Leopold Ignatz Bobrich war (geb. 23. Oktober 1820 in Schlegenberg, Gemeinde Leobsch\u00fctz) (7). Franz Bobrich starb in Leobsch\u00fctz vor dem 19. Februar 1884. Vor seinem Tod \u00fcbergab er das Gesch\u00e4ft an seinen Sohn Otto Bobrich (geb. 14. Juli 1850 in Leobsch\u00fctz; gest. 17. April 1920 in Tarnau als Betriebsinspektor). Otto wurde 1875 als P\u00e4chter der Dampfm\u00fchle oder Besitzer der Dampfm\u00fchle bezeichnet und war die n\u00e4chste Person, die die M\u00fchle leitete (8). Anschlie\u00dfend wurde die M\u00fchle von Karl B\u00f6hm \u00fcbernommen, der sie 1887 von Wasser- auf Dampfbetrieb umstellte (9). Die Modernisierung erm\u00f6glichte die Nutzung von zwei verschiedenen Antrieben, je nach Situation und Bedarf. Im Jahr 1892 wurde der Wasserantrieb vollst\u00e4ndig abgeschaltet (10).<\/p>\n<div id=\"attachment_86325\" style=\"width: 1587px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86325\" class=\"size-full wp-image-86325\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.jpg\" alt=\"\" width=\"1577\" height=\"1016\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4.jpg 1577w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4-300x193.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4-1024x660.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4-768x495.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/4-1536x990.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1577px) 100vw, 1577px\" \/><p id=\"caption-attachment-86325\" class=\"wp-caption-text\">Foto der Karl-B\u00f6hm-M\u00fchle, sp\u00e4ter Jauernik. Die Wirtschaftsm\u00fchle in Leobsch\u00fctz am Plac Zgody (Objekt existiert bis heute).<br \/>R. Jauernik, \u015al\u0105sk moja ojczyzna \u2013 Odyseja \u015al\u0105zaka w trzech systemach spo\u0142ecznych, Breslau 2012, S. 66.<\/p><\/div>\n<h2>Die erste Dampfm\u00fchle<\/h2>\n<p>Die erste M\u00fchle mit ausschlie\u00dflich Dampfantrieb wurde 1863 von Heinrich Bruck gegr\u00fcndet. Diese M\u00fchle befand sich an der Troppauer Stra\u00dfe, der heutigen ul. Moniuszki, in der N\u00e4he des heutigen Kreisverkehrs. Heinrich Bruck wurde am 1. August 1822 in Leobsch\u00fctz geboren und war j\u00fcdischer Abstammung. Zwischen 1878 und 1880 wurde er als Besitzer der Dampfm\u00fchle in Leobsch\u00fctz gef\u00fchrt (11). Ab 1901 fungierte Heinrich Bruck auch als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins f\u00fcr Stadt und Kreis Leobsch\u00fctz (12), und 1903 wurde er als Kommissionsrat und M\u00fchlenbesitzer genannt (13). Bruck starb am 1. Mai 1903 in Leobsch\u00fctz und wurde auf dem alten j\u00fcdischen Friedhof beigesetzt. Das Gel\u00e4nde dieses Friedhofs befindet sich in der N\u00e4he des heutigen Sportplatzes \u2013 genauer gesagt auf dem Platz links, wenn man vor dem Haupttor des Sportstadions in Leobsch\u00fctz steht. In der Sterbeurkunde findet sich die Information, dass Bruck in der Troppauer Stra\u00dfe 29 wohnte, vermutlich in der N\u00e4he oder auf dem Gel\u00e4nde seines Unternehmens (15). Im Jahr 1908 verzeichnete die Braunschweigische M\u00fchlenbau-Anstalt, Amme, Giesecke &amp; Konegen, die unter anderem Elektro- und Dampfmaschinen herstellte, eine Lieferung von Ausr\u00fcstung f\u00fcr die M\u00fchle \u201eHeinr. Bruck\u201c, damals \u201eLeobsch\u00fctzer M\u00fchlenwerke A.-G.\u201c, in Leobsch\u00fctz (Schlesien) (16).<\/p>\n<h2>Die M\u00fchlen von Berliner und Magen<\/h2>\n<p>B\u00f6hm und Bruck waren nicht die einzigen Unternehmer, die zu dieser Zeit M\u00fchlen in Leobsch\u00fctz betrieben. Im Jahr 1867 errichtete die Witwe von J.N. Berliner (17) \u2013 Lisette \u2013 die zweite Dampfm\u00fchle an der J\u00e4gerndorfer Stra\u00dfe, der heutigen ul. \u017bo\u0142nierzy I Armii Wojska Polskiego. Nach ihr \u00fcbernahm Fritz Berliner (Sohn) die M\u00fchle an der J\u00e4gerndorfer Stra\u00dfe. Berliner starb am 21. November 1886 in Leobsch\u00fctz (18). Im Jahr 1885 wurde Heinrich Magen (19) neuer Besitzer dieser M\u00fchle. Er wurde 1858 in Leobsch\u00fctz geboren und war wie Bruck j\u00fcdischer Abstammung. Er starb am 12. Januar 1930 in Leobsch\u00fctz (20).<\/p>\n<h2>Kurze Geschichte der Dampfm\u00fchle und -b\u00e4ckerei<\/h2>\n<p>Im 19. Jahrhundert gab es noch eine weitere M\u00fchle, deren Geschichte jedoch kurz war. Im Jahr 1885 errichteten die Kaufleute Anton Franke und Florian Scholz am Ende der Friedrich-Wilhelm-Stra\u00dfe (heutige ul. Sobieskiego) eine Dampfm\u00fchle und -b\u00e4ckerei. Die Leobsch\u00fctzer B\u00e4cker kauften jedoch kein Mehl aus dieser M\u00fchle. Die an externe Kunden gerichtete Werbung war nur m\u00e4\u00dfig erfolgreich. Zwischen den Eigent\u00fcmern kam es aufgrund gegenseitigen Misstrauens zu Missverst\u00e4ndnissen. Das Gesch\u00e4ft kam zum Stillstand, was schlie\u00dflich 1887 zum Bankrott der Eigent\u00fcmer f\u00fchrte (21). Die Eigent\u00fcmer der drei anderen M\u00fchlen \u00fcbernahmen das gescheiterte Unternehmen und nutzten die modernen Maschinen in ihren eigenen M\u00fchlen, w\u00e4hrend sie die leeren Geb\u00e4ude 1888 an den Leobsch\u00fctzer Brauereibesitzer Eduard Beyer unter der Bedingung verkauften, dass dort keine erneute M\u00fchlenaktivit\u00e4t stattfinden w\u00fcrde. Beyer hielt den Vertrag ein und nutzte die Geb\u00e4ude, indem er sie zu einer M\u00e4lzerei umbaute (22).<\/p>\n<h2>\u201eVereinigte M\u00fchlenwerke\u201c und Verlust des Marktes<\/h2>\n<p>Im Jahr 1909 schlossen sich die drei M\u00fchlen, deren Eigent\u00fcmer B\u00f6hm, Bruck und Magen waren, zu den \u201eVereinigten M\u00fchlenwerken\u201c zusammen (23). Direktor dieser \u201eVereinigung\u201c wurde Rudolf Leichter, geboren am 29. M\u00e4rz 1865 in L\u00f6witz (heutige Gemeinde Branitz). Er starb am 21. Juli 1944 in Leobsch\u00fctz (25). Leichter wird in der Publikation \u201eLeschwitzer Tischkerier-Kalender\u201c von 1933 als Direktor der \u201eVereinigung\u201c erw\u00e4hnt (26). Die \u201eVereinigung\u201c hatte ihren Hauptabsatzmarkt in Oberschlesien. Nach der Volksabstimmung von 1921 wurde die Situation kompliziert, da diese M\u00e4rkte verloren gingen, was zu einer Produktionseinschr\u00e4nkung f\u00fchrte (27).<\/p>\n<blockquote><p>Im Jahr 1909 schlossen sich drei Leobsch\u00fctzer M\u00fchlen zu den \u201eVereinigten M\u00fchlenwerken\u201c zusammen, die ihren Hauptabsatzmarkt in Oberschlesien hatten.<\/p>\n<div id=\"attachment_86328\" style=\"width: 1730px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86328\" class=\"size-full wp-image-86328\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14.jpg\" alt=\"\" width=\"1720\" height=\"1216\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14.jpg 1720w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14-300x212.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14-768x543.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/14-1536x1086.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1720px) 100vw, 1720px\" \/><p id=\"caption-attachment-86328\" class=\"wp-caption-text\">Luftaufnahme, auf der alle drei M\u00fchlen der \u201eVereinigte Leobsch\u00fctzer M\u00fchlenwerke A.-G.\u201c sichtbar sind. Sammlung Sylwester Fulneczek.<\/p><\/div><\/blockquote>\n<h2>Schlie\u00dfung der Magen-M\u00fchle und Brand der Bruck-M\u00fchle<\/h2>\n<p>Die Magen-M\u00fchle wurde 1925 geschlossen und an den Schlesischen Bauernverein verkauft. Die Geb\u00e4ude der Magen-M\u00fchle existieren bis heute. Es handelt sich um die Geb\u00e4ude in der ul. \u017bo\u0142nierzy I Armii Wojska Polskiego 5. \u00c4ltere Einwohner erinnern sich vielleicht an sie als Speicher der Staatlichen Getreidebetriebe (PZZ). Heute sind sie Privateigentum von Herrn Dawid Sekieta. Die Bruck-M\u00fchle wurde 1928 durch einen Brand zerst\u00f6rt. Aufgrund des schlechten Zustands des Unternehmens wurde sie nicht wiederaufgebaut. Im erhaltenen Teil befanden sich nur noch Lagerr\u00e4ume (28).<\/p>\n<h2>Die B\u00f6hm-M\u00fchle \u2013 die letzte in Betrieb<\/h2>\n<p>Die kleinste der drei zusammengeschlossenen M\u00fchlen, die B\u00f6hm-M\u00fchle, war 1933 die einzige noch in Betrieb befindliche (29).<\/p>\n<p>Die B\u00f6hm-M\u00fchle existiert in Leobsch\u00fctz bis heute, ist jedoch stillgelegt und wird mittlerweile als \u201eM\u0142yn Gospodarczy\u201c (Wirtschaftsm\u00fchle) bezeichnet. Auf dieses Objekt m\u00f6chte ich mich im weiteren Verlauf der Betrachtung der Geschichte des M\u00fchlengewerbes in dieser Stadt haupts\u00e4chlich konzentrieren. Die Lage der Karl-B\u00f6hm-M\u00fchle l\u00e4sst sich anhand eines Stadtplans von 1911 best\u00e4tigen, den der Heimatforscher Robert Hofrichter erstellte (30).<\/p>\n<h2>\u00dcbernahme der M\u00fchle durch die Br\u00fcder Jauernig<\/h2>\n<p>In den 1930er Jahren (1937 oder 1938?) wurde die B\u00f6hm-M\u00fchle von den Br\u00fcdern Jauernig (auch in der Schreibweise Jauernik zu finden) aus Pawlowitzke (Kreis Cosel) \u00fcbernommen (31). Da sich die Br\u00fcder Jauernig um ihre M\u00fchlen in Pawlowitzke k\u00fcmmerten, wurde die Leitung der M\u00fchle in Leobsch\u00fctz von einem Verwalter namens Heinemann \u00fcbernommen. Er regelte die Produktion und die Aufsicht \u00fcber die Arbeiter, w\u00e4hrend Richard Jauernig die Korrespondenz und Finanzangelegenheiten kontrollierte (32).<\/p>\n<h2>Die M\u00fchle im Krieg und die Evakuierung der Bewohner<\/h2>\n<p>Im Buch des Sohnes des letzten deutschen Besitzers der M\u00fchle Richard Jauernig (nennen wir ihn den \u00c4lteren), Richard Jauernik (nennen wir ihn den J\u00fcngeren), unter dem Titel \u015al\u0105sk moja ojczyzna \u2013 Odyseja \u015al\u0105zaka w trzech r\u00f3\u017cnych systemach spo\u0142ecznych, wird die Geschichte der M\u00fchle w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs und danach erw\u00e4hnt. Richard (der J\u00fcngere) selbst erinnerte sich nicht unbedingt an diese Geschichte, da er 1937 geboren wurde. In seinem Buch bezog er sich auf die Erz\u00e4hlungen von Willy Bergmann, der in den 1980er Jahren im \u201eCoseler Heimatblatt\u201c in Artikeln die Geschichte des s\u00fcdlichen Teils des Kreises Cosel beschrieb. Im Zusammenhang mit der Geschichte von Pawlowitzke und den M\u00fchlen der Br\u00fcder Jauernig erw\u00e4hnte er auch die M\u00fchle in Leobsch\u00fctz, deren Eigent\u00fcmer sie waren (33). Bergmann war in seinen Erz\u00e4hlungen ebenfalls nicht pr\u00e4zise. In seinem Artikel ver\u00f6ffentlichte er zwar ein Foto der M\u00fchle, die als Unterschlupf f\u00fcr die vor der Roten Armee fliehende Bev\u00f6lkerung gedient haben sollte, aber es war nicht die M\u00fchle der Br\u00fcder Jauernig, sondern die Bruck-M\u00fchle. Tatsache ist indes, dass die vor den Sowjets fliehenden Bewohner von Pawlowitzke am 15. M\u00e4rz 1945 in Leobsch\u00fctz ankamen und in der M\u00fchle der Br\u00fcder Jauernig Unterschlupf fanden. Es war der \u201eletzte Moment\u201c zur Flucht. An der Evakuierung beteiligten sich sowohl Lastwagen der deutschen Armee als auch der Lastwagen von Richard Jauernig (dem \u00c4lteren) (34). Von Leobsch\u00fctz aus reisten sie weiter. Die Familie Jauernig evakuierte sich in Richtung Glatz, von wo sie nach Kriegsende nach Pawlowitzke zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<blockquote><p>Die vor der Roten Armee fliehenden Bewohner von Pawlowitzke fanden am 15. M\u00e4rz 1945 in der M\u00fchle der Br\u00fcder Jauernig in Leobsch\u00fctz Unterschlupf.<\/p><\/blockquote>\n<h2>Verstaatlichung der M\u00fchlen nach dem Krieg<\/h2>\n<p>Im Jahr 1947 wurden die Jauernigs ihrer M\u00fchlen in Pawlowitzke enteignet. Dies geschah aufgrund der 108. Anordnung des Vorsitzenden der Woiwodschaftskommission f\u00fcr Verstaatlichungsangelegenheiten in Kattowitz vom 22. Februar 1947: Die oben genannten Unternehmen gehen vollst\u00e4ndig in Staatseigentum \u00fcber, einschlie\u00dflich des gesamten beweglichen und unbeweglichen Verm\u00f6gens und aller Rechte. Ungenauigkeiten bei der Bezeichnung des Namens oder des Gegenstands der im Verzeichnis aufgef\u00fchrten Unternehmen sind unbedeutend, wenn aus der gesamten Bekanntmachung hervorgeht, um welches Unternehmen es sich handelt. Kommunale Verb\u00e4nde, interkommunale Verb\u00e4nde, Genossenschaften oder Genossenschaftsverb\u00e4nde k\u00f6nnen bei der Woiwodschaftskommission in Kattowitz f\u00fcr Verstaatlichungsangelegenheiten ihre Rechte an den im Verzeichnis aufgef\u00fchrten Unternehmen geltend machen, und die Eigent\u00fcmer der Unternehmen k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus Einw\u00e4nde erheben, dass das Unternehmen nicht in Staatseigentum \u00fcbergeht oder der \u00dcbernahme nicht unterliegt (35).<\/p>\n<div id=\"attachment_86330\" style=\"width: 973px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86330\" class=\"size-full wp-image-86330\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.jpg\" alt=\"\" width=\"963\" height=\"565\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3.jpg 963w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3-300x176.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/3-768x451.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 963px) 100vw, 963px\" \/><p id=\"caption-attachment-86330\" class=\"wp-caption-text\">Foto der Bruck-M\u00fchle (Teile der zu dieser M\u00fchle geh\u00f6renden Geb\u00e4ude existieren bis heute). R. Jauernik, \u015al\u0105sk moja ojczyzna \u2013 Odyseja \u015al\u0105zaka w trzech systemach spo\u0142ecznych, Breslau 2012, S. 65.<\/p><\/div>\n<p>G\u00fcnter Jauernik bezog sich in einem Interview mit Artur Karada, das 2002 in der \u201eNowa Trybuna Opolska\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde, auf die Verstaatlichung von 1947. Seinen Informationen zufolge sollten M\u00fchlen verstaatlicht werden, die einen Getreidedurchsatz von 15 Tonnen pro Tag haben konnten. Die M\u00fchle in Pawlowitzke hatte einen Durchsatz von nur 12,3 Tonnen pro Tag, weshalb diese Verstaatlichung auf einer \u00dcberinterpretation der Vorschriften beruhte (36).<\/p>\n<p>In der dargestellten Aufstellung zur Verstaatlichung von M\u00fchlen aus dem Jahr 1947 finden sich nur Informationen \u00fcber die M\u00fchle in Pawlowitzke. Die M\u00fchle in Leobsch\u00fctz wird dort nicht aufgef\u00fchrt. Dies lag wahrscheinlich an der geringen Durchsatzleistung von etwa 8 Tonnen pro Tag oder an den Kriegssch\u00e4den.<\/p>\n<h2>Die Nachkriegsgeschichte der M\u00fchle in Leobsch\u00fctz<\/h2>\n<p>Die ersten Jahre nach dem Krieg waren eine interessante Zeit in Bezug auf die Verwaltung der Leobsch\u00fctzer M\u00fchle. Die Familie Jauernik besa\u00df weiterhin die M\u00fchle in Leobsch\u00fctz. Ein anderes Familienmitglied, Viktor Jauernik, war Besitzer der M\u00fchle in Gro\u00df Neukirch. Wahrscheinlich war er es, der Einfluss darauf hatte, wer die Verwaltung der Leobsch\u00fctzer M\u00fchle nach den deutschen Eigent\u00fcmern \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Der erste polnische Leiter wurde J\u00f3zef Gajewski. Dies geschah, als sie an die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (RSP) in Roben \u00fcbergeben wurde, worauf sp\u00e4ter noch eingegangen wird (37).<\/p>\n<h2>J\u00f3zef Gajewski und die Familie Jauernik<\/h2>\n<p>J\u00f3zef Gajewski \u2013 Leutnant im 22. Ulanen-Regiment \u2013 war nach dem Krieg Nachbar der Jauerniks in Gro\u00df Neukirch. Viktor Jauernik (38) hatte Probleme, die M\u00fchle in Betrieb zu nehmen, da sie zerst\u00f6rt war. Zudem hatte er mit ihrer Verstaatlichung zu k\u00e4mpfen. Aufgrund der Sprachbarriere in den neuen staatlichen Gegebenheiten erwies sich Leutnant Gajewski als hilfreich. Viktor erteilte ihm eine Vollmacht zur Vertretung der M\u00fchlenangelegenheiten und zur Erledigung aller Fragen im Namen des Eigent\u00fcmers. Durch sein Engagement n\u00e4herte sich Gajewski zunehmend der Familie des deutschen M\u00fchlenbesitzers. Im Laufe der Zeit verliebte er sich (auf Gegenseitigkeit) in die Tochter Jauerniks, Rosemarie Beyer. Rosemarie (39) und J\u00f3zef (40) konnten ihre Beziehung jedoch nicht formalisieren, da sie bereits mit einem Luftwaffenoffizier verheiratet war. Nach dem Krieg hatte sie keinen Kontakt zu ihrem Ehemann. Nach jahrelanger Suche fand sie ihn, aber es stellte sich heraus, dass er bereits die Scheidung von ihr eingereicht hatte und eine neue Familie gegr\u00fcndet hatte. Damit wurde J\u00f3zef Teil der Familie, indem er in einer nicht formalisierten Beziehung mit Rosemarie Beyer lebte (41).<\/p>\n<h2>Von der Genossenschaft zum privaten Eigent\u00fcmer<\/h2>\n<p>Laut Informationen des ehemaligen M\u00fchlenleiters Zbigniew Me\u0142ech wurde die M\u00fchle in Leobsch\u00fctz in den 1950er Jahren von Jauernik an die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (RSP) in Roben (Gemeinde Leobsch\u00fctz) \u00fcbergeben. Die Genossenschaft, die Me\u0142ech erw\u00e4hnt, bestand seinen Erinnerungen zufolge zwischen 1952 und 1958. Er erinnert sich an sie als Kind. Leider gibt es keine Informationen \u00fcber ihren Namen und ihre Mitglieder, da die Personen, die dort gearbeitet haben k\u00f6nnten, wahrscheinlich nicht mehr leben oder sehr betagt sind. Bei der Durchsicht der Quellen kann festgestellt werden, dass die \u00dcbergabe der M\u00fchle im Jahr 1959 erfolgte, da damals die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft \u201eWolno\u015b\u0107\u201c (\u201eFreiheit\u201c) in Roben gegr\u00fcndet wurde, die sp\u00e4tere RSP, die die Leobsch\u00fctzer M\u00fchle besa\u00df (42). Im Auftrag der RSP wurde der bereits erw\u00e4hnte J\u00f3zef Gajewski der erste Leiter der M\u00fchle. Er blieb es bis zu seinem Tod am 27. April 1979; danach wurde Pawe\u0142 Klose Leiter. Im Jahr 1981 \u00fcbernahm Zbigniew Me\u0142ech die Leitung der M\u00fchle. Er \u00fcbte diese Funktion im Auftrag der RSP in Roben von 1981 bis 1990 aus. Im Jahr 1982 legte Me\u0142ech dem Vorstand der RSP einen Vorschlag vor, die M\u00fchle in eine Futtermischstation mit zus\u00e4tzlicher Funktion umzuwandeln (43). Aus dem von ihm am 29. September 1982 verfassten Schreiben geht hervor, dass er nicht nur Leiter der M\u00fchle war, sondern auch des Getreidespeichers in der ul. Sosnowiecka, also in der Nachbarschaft der M\u00fchle (44). Die Analyse der Protokolle der Vorstandssitzungen der RSP in Roben gibt viele Einblicke in die an der M\u00fchle durchgef\u00fchrten Reparaturen. Gem\u00e4\u00df dem Protokoll vom 17. Juni 1983 wurde die Reparatur des Daches sowohl der M\u00fchle als auch des benachbarten Getreidespeichers angeordnet (45). Eine weitere, aber diesmal wichtigere Information ist die Erw\u00e4hnung der Art und Weise, wie die M\u00fchle in Leobsch\u00fctz in den Bestand der RSP in Roben gelangte. Laut dem damaligen Vorstandsvorsitzenden der RSP in Roben, Stefan Wierzchowiec: Bez\u00fcglich der M\u00fchle wurde dieses Geb\u00e4ude der Genossenschaft unentgeltlich \u00fcberlassen (46).<\/p>\n<h2>Das Leben der M\u00fchle und ihre Arbeiter<\/h2>\n<p>Die Existenz der M\u00fchle bedeutete nicht nur die t\u00e4gliche Arbeit der dort Besch\u00e4ftigten. Es fanden auch verschiedene Veranstaltungen statt, an denen sie teilnahmen, darunter die Feierlichkeiten zum 1. Mai \u2013 dem Tag der Arbeit \u2013 sowie Jubil\u00e4en. Erw\u00e4hnenswert ist die Feier des 25-j\u00e4hrigen Genossenschaftsjubil\u00e4ums im Jahr 1984. Am 30. April 1984 fand die Generalversammlung der Genossenschaftsmitglieder statt, bei der sechs von ihnen anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums Auszeichnungen erhielten. Unter ihnen war ein Arbeiter der M\u00fchle in Leobsch\u00fctz, Feliks Fulneczek. Die Auszeichnungen wurden von Micha\u0142 Krupa \u2013 Vorsitzender des Nationalrates \u2013 in Anwesenheit des damaligen Genossenschaftsvorsitzenden Stefan Wierzchowiec \u00fcberreicht (47).<\/p>\n<div id=\"attachment_86332\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-86332\" class=\"size-full wp-image-86332\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/13-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/13-scaled.jpg 1920w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/13-225x300.jpg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/13-768x1024.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/13-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/13-1536x2048.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-86332\" class=\"wp-caption-text\">Foto von Feliks Fulneczek bei der Arbeit in der Wirtschaftsm\u00fchle in Leobsch\u00fctz am Plac Zgody (1970er\/1980er Jahre). Sammlung Sylwester Fulneczek.<\/p><\/div>\n<p>Ab 1990 leitete Zbigniew Me\u0142ech die M\u00fchle weiter, nun jedoch als P\u00e4chter. Im Jahr 1992 wurde die \u00dcbergabe der M\u00fchle in das Eigentum der Stadt und Gemeinde Leobsch\u00fctz verhandelt, was jedoch nicht zustande kam (48). Dieses Thema endete 1993, da der Vorstand der RSP in Roben neue S\u00e4tze f\u00fcr die Pacht der M\u00fchle festlegte (49). Im Jahr 1994 verpflichtete sich der M\u00fchlenleiter zur Durchf\u00fchrung einer Generalrenovierung, unter anderem zum Austausch der Dachrinnen und des Daches (50). Zbigniew Me\u0142ech leitete die M\u00fchle bis zum 31. Dezember 2001, was durch die Daten in den Dokumenten der RSP in Roben best\u00e4tigt wird, von der er das Objekt pachtete. Die Abnahme im Auftrag der RSP erfolgte durch eine Kommission aus f\u00fcnf Mitgliedern der RSP in Roben. Es wurde ein Abnahmeprotokoll erstellt und die Schl\u00fcssel \u00fcbergeben. Das Objekt wurde gegen Diebstahl gesichert (51), und am 14. Januar 2002 traf sich die Kommission mit dem ehemaligen M\u00fchlenarbeiter Pawe\u0142 Klose, um die Abnahme zu \u00fcberpr\u00fcfen (52). Im Jahr 2002 meldete Stanis\u0142aw Wierzchowiec sein Interesse an der \u00dcbernahme der M\u00fchle an (53). Auf der Vorstandssitzung der RSP in Roben am 14. Mai 2004 wurde beschlossen, eine Anzeige in Zeitungen zum Verkauf der M\u00fchle zum Preis von 200.000 Zloty zzgl. MwSt. zu schalten (54). Auf der Vorstandssitzung der RSP am 30. Juni 2006 wurde einstimmig der Verkauf der M\u00fchle und des Getreidespeichers in der ul. Sosnowiecka beschlossen (55). Neuer Eigent\u00fcmer der M\u00fchle wurde Bogdan Chryn.<\/p>\n<h2>Das Ende der Mehlproduktion<\/h2>\n<p>Ende 2001 endete die Geschichte der Mehlproduktion in dieser historischen M\u00fchle (56). In ihrer Nachkriegsgeschichte gab es sicherlich viele dort besch\u00e4ftigte Personen, aber es lohnt sich, einige von ihnen zu erw\u00e4hnen, die der letzte M\u00fchlenleiter ins Ged\u00e4chtnis rief (57). Ihre Namen tauchen in verschiedenen Dokumenten im Zusammenhang mit der Arbeit der M\u00fchle in den Strukturen der RSP in Roben auf: Anna Chudy, Stanis\u0142aw Czubak, Feliks Fulneczek, Stanis\u0142aw Karcz, Pawe\u0142 Klose, Jacek Zieli\u0144ski sowie die Nachkriegsleiter: Jauernik, Gajewski, Me\u0142ech.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>R. Hofrichter, <em>Die Industrie in Leobsch\u00fctz im Werden und Vergehen<\/em>, in: Leschwitzer Tischkerier-Kalender. Heimat-Jahrbuch f\u00fcr Stadt und Land Leobsch\u00fctz f\u00fcr das Jahr 1933, Jg. 8, S. 66; zum Thema Wasserm\u00fchlen in der Woiwodschaft Oppeln siehe E. Nowak, <em>Gmina Sternalice\/Rad\u0142\u00f3w w <\/em><em>latach<\/em><em> 1945\u20131955<\/em>, Oppeln 2021, S. 295\u2013336; E. Nowak, <em>M\u0142yny wodne nad Prosn\u0105. Od Wol\u0119cina do Jastrzygowic<\/em>, Oppeln 2025.<\/li>\n<li>K. Maler, <em>Dzieje G\u0142ubczyc w latach 1742\u20131945<\/em>, Krappitz 2006, S. 174.<\/li>\n<li>Der Gedenkstein mit Gedenktafel wurde 2015 im Leobsch\u00fctzer Park aufgestellt. Er wurde im Rahmen eines von der Gemeinde Leobsch\u00fctz durchgef\u00fchrten und aus Mitteln des Woiwodschaftsfonds f\u00fcr Umweltschutz und Wasserwirtschaft in Oppeln kofinanzierten Projekts errichtet.<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Die Industrie in Leobsch\u00fctz<\/em>\u2026, S. 66.<\/li>\n<li>Rathmann, <em>Vom Korn zum Mehl \u2013 M\u00fchlen in Leobsch\u00fctz<\/em>, in: \u201eLeobsch\u00fctzer Heimatblatt\u201d 1991, Heft 6, S. 3.<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Die Industrie in<\/em> Leobsch\u00fctz\u2026, S. 66.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I91493&amp;lang=de\">https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I91493&amp;lang=de<\/a> (Zugriff: 11.09.2024); Die Information \u00fcber Geburts- und Sterbedatum wurde der Grabtafel von Otto Bobrich und seiner Frau Ottilie geb. Schwarzer entnommen, die sich auf dem Pfarrfriedhof in Tarnau befindet.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I98595&amp;lang=de\">https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I98595&amp;lang=de<\/a> (Zugriff: 11.09.2024).<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Die Industrie in Leobsch\u00fctz<\/em>\u2026, S. 66.<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I98750&amp;lang=de&amp;fbclid=IwY2xjawFOIxRleHRuA2FlbQIxMAABHeTI4bT9AAdSLRLqpL5TPghdkHSRoqLZqj67e-sqkfA4JzJ6BpzWbc6nfA_aem_Lm2ksdv8AAMmLGHXlfeV5g\">https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I98750&amp;lang=de&amp;fbclid=IwY2xjawFOIxRleHRuA2FlbQIxMAABHeTI4bT9AAdSLRLqpL5TPghdkHSRoqLZqj67e-sqkfA4JzJ6BpzWbc6nfA_aem_Lm2ksdv8AAMmLGHXlfeV5g<\/a> (Zugriff: 11.09.2024).<\/li>\n<li>Maler, <em>Dzieje G\u0142ubczyc<\/em>\u2026, S. 162\u2013163.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I98750&amp;lang=de&amp;fbclid=IwY2xjawFOIxRleHRuA2FlbQIxMAABHeTI4bT9AAdSLRLqpL5TPghdkHSRoqLZqj67e-sqkfA4JzJ6BpzWbc6nfA_aem_Lm2ksdv8AAMmLGHXlfeV5g\">https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I98750&amp;lang=de&amp;fbclid=IwY2xjawFOIxRleHRuA2FlbQIxMAABHeTI4bT9AAdSLRLqpL5TPghdkHSRoqLZqj67e-sqkfA4JzJ6BpzWbc6nfA_aem_Lm2ksdv8AAMmLGHXlfeV5g<\/a> (Zugriff: 11.09.2024).<\/li>\n<li>Maler, <em>Dzieje G\u0142ubczyc<\/em>\u2026, S. 162\u2013163.<\/li>\n<li>Staatsarchiv in Oppeln (im Folgenden: APO), Bestand: Standesamt in Leobsch\u00fctz, Sign. 107, Akte 99\/1903.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.albert-gieseler.de\/dampf_de\/firmen0\/firmadet1397.shtml\">http:\/\/www.albert-gieseler.de\/dampf_de\/firmen0\/firmadet1397.shtml<\/a> (Zugriff: 10.09.2024).<\/li>\n<li>Wahrscheinlich handelt es sich um den Kaufmann Nathan Berliner, gestorben am 10. April 1863. Die Information \u00fcber das Sterbedatum stammt aus dem Beerdigungsbuch der j\u00fcdischen Friedh\u00f6fe in Leobsch\u00fctz aus den Best\u00e4nden des S\u00e4chsischen Staatsarchivs, Familiengeschichtliche Sammlungen des Reichssippenamtes, J\u00fcdische Personenstandsunterlagen. Die Daten wurden von Dr. S\u0142awomir Pastuszka zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/li>\n<li>\u201eLeobsch\u00fctzer Kreisblatt&#8220;, 27.11.1886, St. 48, S. 459.<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Die Industrie in Leobsch\u00fctz<\/em>\u2026, op. cit., S. 66.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I109330&amp;lang=de&amp;fbclid=IwY2xjawFOC4VleHRuA2FlbQIxMAABHWp6lyAaReQi_Nqp08MZfipxIFWzOmQGOGUFdgHI-5CyCHI441G-CLDeKA_aem_cx2Sr2lq_D8qmHFxg4rhjQ\">https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I109330&amp;lang=de&amp;fbclid=IwY2xjawFOC4VleHRuA2FlbQIxMAABHWp6lyAaReQi_Nqp08MZfipxIFWzOmQGOGUFdgHI-5CyCHI441G-CLDeKA_aem_cx2Sr2lq_D8qmHFxg4rhjQ<\/a> (Zugriff: 10.09.2024); APO, Bestand: Standesamt in Leobsch\u00fctz, Sign. 197, Akte 5\/1930.<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Die Industrie in Leobsch\u00fctz<\/em>\u2026, S. 66.<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<li>Ebd.; Maler, <em>Dzieje G\u0142ubczyc<\/em>\u2026, S. 174.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/bibliotekacyfrowa.pl\/Content\/139259\/GSL_P_31292_IV_1913_26511_551.pdf\">https:\/\/bibliotekacyfrowa.pl\/Content\/139259\/GSL_P_31292_IV_1913_26511_551.pdf<\/a> (Zugriff: 10.09.2024).<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I92503&amp;lang=de\">https:\/\/ofb.genealogy.net\/famreport.php?ofb=leobschuetz&amp;ID=I92503&amp;lang=de<\/a> (Zugriff: 11.09.2024).<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Die Industrie in Leobsch\u00fctz<\/em>\u2026, S. 66.<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<li>Ebd., S. 67.<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<li>Hofrichter, <em>Heimatkunde des Kreises Leobsch\u00fctz<\/em>, T. 2, H. 2, Leobsch\u00fctz 1911, S. 249 (beigef\u00fcgter Stadtplan von R. Hofrichter aus dem Jahr 1911).<\/li>\n<li>Rathmann, <em>Vom Korn zum Mehl<\/em>\u2026, S. 3.<\/li>\n<li>Jauernik, <em>\u015al\u0105sk moja Ojczyzna \u2013 Odyseja \u015al\u0105zaka w trzech r\u00f3\u017cnych systemach spo\u0142ecznych<\/em>, Breslau 2012, S. 66.<\/li>\n<li>Ebd., S. 54-56.<\/li>\n<li>Ebd., S. 65.<\/li>\n<li>Anordnung des Vorsitzenden der Woiwodschaftskommission f\u00fcr Verstaatlichungsangelegenheiten in Kattowitz vom 22. Februar 1947, \u201e\u015al\u0105sko-D\u0105browski Dziennik Wojew\u00f3dzki&#8220; 1947, Nr. 10, S. 151.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/nto.pl\/za-malo-czasu-na-marzenia\/ar\/3953257\">https:\/\/nto.pl\/za-malo-czasu-na-marzenia\/ar\/3953257<\/a> (Zugriff: 27.09.2024).<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<li>Lebensdaten: 15.11.1885-11.7.1973.<\/li>\n<li>Lebensdaten: 05.09.1918-31.1.2003.<\/li>\n<li>Lebensdaten: 19.03.1915-27.4.1979.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/nto.pl\/za-malo-czasu-na-marzenia\/ar\/3953257\">https:\/\/nto.pl\/za-malo-czasu-na-marzenia\/ar\/3953257<\/a> (Zugriff: 27.09.2024).<\/li>\n<li>Archiv des Oppelner Revisionsverbands der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften in Oppeln, Abteilung 005, Aktenzeichen 008, Kategorie 17, Protokolle der Vorstandssitzungen von 1 bis 19, Grenzdaten 1959-1960 und 1981; Protokoll Nr. 1 vom 19.03.1959; Ebd., Sign. 003\/005, Akte Kat. 17, Protokolle der Generalversammlungen mit den Vorst\u00e4nden von 1 bis 24, 1984, 24.<\/li>\n<li>Ebd., Aktenzeichen 008, Kat. 17, Protokolle der Vorstandssitzungen von 1 bis 103, Protokoll vom 26.10.1982, S. 2.<\/li>\n<li>Ebd., Schreiben des M\u00fchlenleiters Zbigniew Me\u0142ech vom 29.09.1982 an den Vorstand der RSP in Roben, eingegangen am 2.10.1982.<\/li>\n<li>Ebd., Aktenzeichen 008, Kat. 17, Protokolle der Vorstandssitzungen von 1 bis 103, Protokoll vom 17.06.1983, S. 1.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll der Vorstandssitzung der RSP Nr. 5\/83 vom 29.01.1983, S. 2.<\/li>\n<li>Ebd., Sign. 003\/005, Akte Kat. 17, Protokolle der Generalversammlungen mit den Vorst\u00e4nden von 1 bis 24, 1984, 24.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll Nr. 6 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 21.03.1992, Protokoll Nr. 14 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 21.09.1992, Protokoll Nr. 17 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 13.11.1992.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 05.01.1993.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 24.01.1994.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll Nr. 15 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 29.12.2001.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll Nr. 1 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 11.01.2002.<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll Nr. 3 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 14.05.2004.<\/li>\n<li>Ebd., Protokoll Nr. 8 der Vorstandssitzung der RSP in Roben vom 30.06.2006.<\/li>\n<li>Interview des Autors mit Zbigniew Me\u0142ech vom 14.09.2024.<\/li>\n<li>Ebd.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Region Leobsch\u00fctz war seit jeher f\u00fcr ihren landwirtschaftlichen Charakter bekannt. Die Fruchtbarkeit des Bodens und die M\u00f6glichkeiten des effizienten Getreideanbaus f\u00fchrten zur Notwendigkeit des Baus von M\u00fchlen. In den verschiedenen Ortschaften des Kreises Leobsch\u00fctz konnte man in der Vorkriegszeit, aber auch nach 1945, verschiedene Arten von M\u00fchlentechnik antreffen, wie Getreidespeicher, Windm\u00fchlen, Wasserm\u00fchlen und sp\u00e4ter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":86310,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224],"tags":[6478,10253,10261,10260,6989,10252,9611,10263,10262],"redaktor":[10251],"class_list":["post-86309","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-de","tag-geschichte-de","tag-industriegeschichte","tag-jauernik","tag-karl-boehm","tag-leobschuetz","tag-muehlen","tag-sylwester-fulneczek","tag-vereinigte-muehlenwerke","tag-wirtschaftsmuehle-in-leobschuetz","redaktor-sylwester-fulneczek"],"acf":[],"nwb_translations":{"current":"de","available":["de","pl"],"translations":{"pl":{"id":86337,"available":true,"link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/mlyn-w-glubczycach-odchodzaca-historia\/","title":"M\u0142yn w G\u0142ubczycach \u2013 odchodz\u0105ca historia"}}},"nwb_fields":{"acf":{"post_podtytul":"Leobsch\u00fctz \u2013 Stadt der M\u00fchlen"},"featured_image":{"id":86310,"caption":"Ansichtskarte mit dem Plac Zgody, im Hintergrund die M\u00fchle sichtbar.\nSammlung Sylwester Fulneczek.","alt":"","source":"Sammlung Sylwester Fulneczek.","sizes":{"thumbnail":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2-DO-GRAFIKI-FB-150x150.jpg","width":150,"height":150},"medium":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2-DO-GRAFIKI-FB-300x191.jpg","width":300,"height":191},"large":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2-DO-GRAFIKI-FB-1024x653.jpg","width":1024,"height":653},"full":{"url":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/2-DO-GRAFIKI-FB.jpg","width":1588,"height":1012}},"caption_text":"Ansichtskarte mit dem Plac Zgody, im Hintergrund die M\u00fchle sichtbar."}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86309"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86427,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86309\/revisions\/86427"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86310"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86309"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=86309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}