{"id":85950,"date":"2026-09-12T17:00:27","date_gmt":"2026-09-12T15:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=85950"},"modified":"2026-09-10T15:19:03","modified_gmt":"2026-09-10T13:19:03","slug":"der-140-geburtstag-der-kirche-in-glumpenau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/der-140-geburtstag-der-kirche-in-glumpenau\/","title":{"rendered":"Der 140. Geburtstag der Kirche in Glumpenau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit 140 Jahren steht die St.-Urban-Kirche in Glumpenau. Was einst als kleine Dorfkirche errichtet wurde, ist heute weit \u00fcber den Ort hinaus bekannt. Vor allem die Verehrung der heiligen Rita hat dem Gotteshaus in den vergangenen Jahren eine neue Bedeutung verliehen. Das Jubil\u00e4um am 5. Juli war deshalb nicht nur Anlass, auf die Geschichte der Kirche zur\u00fcckzublicken, sondern auch ihre heutige Rolle als Wallfahrtsort zu zeigen.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Kurz \u00fcber die Kirchengeschichte<\/h2>\n<p>Im Jahr 1886 wurde das neugotische Gotteshaus in dem kleinen Dorf Glumpenau errichtet, wo zuvor eine Kapelle gestanden hatte. Die finanziellen Mittel daf\u00fcr stellten Hedwig und Urban Kunze zur Verf\u00fcgung. Ein Nachkomme der Wohlt\u00e4ter nahm an der Messe am 5. Juli teil.<\/p>\n<div id=\"attachment_85951\" style=\"width: 2050px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85951\" class=\"size-full wp-image-85951\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008138.jpg\" alt=\"\" width=\"2040\" height=\"1530\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008138.jpg 2040w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008138-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008138-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008138-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008138-1536x1152.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2040px) 100vw, 2040px\" \/><p id=\"caption-attachment-85951\" class=\"wp-caption-text\">Der Altar der St.-Urban-Kirche<\/p><\/div>\n<p>Im Laufe der Jahre ver\u00e4nderte sich jedoch nicht nur die Innenausstattung der Kirche, sondern auch ihre Bedeutung. Den Grund daf\u00fcr findet man in der Verehrung der heiligen Rita, die von den heutigen Bewohnern seit 12 Jahren besonders gepflegt wird.<\/p>\n<p>Nach vielen Andachten zu Ehren der heiligen Rita wurden eine Reliquie und ein neuer Hauptaltar gestiftet. Darauf folgten Wallfahrten, nicht nur aus Polen, sondern auch aus dem Ausland. Dies motivierte dazu, im Mittelpunkt des Altars ein Gem\u00e4lde der heiligen Rita anzubringen.<\/p>\n<p>Dennoch waren die Gl\u00e4ubigen hocherfreut, als sie 2019 eine weitere Reliquie erhielten, die diesmal zur ersten Reliquienstufe geh\u00f6rt, weil sie aus dem K\u00f6rper der Verehrten stammt. Die Reliquie wurde \u00fcber dem Gem\u00e4lde der Heiligen angebracht. Daraufhin wurde 2021 in Glumpenau ein Sanktuarium der heiligen Rita errichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_85953\" style=\"width: 2050px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85953\" class=\"size-full wp-image-85953\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008139.jpg\" alt=\"\" width=\"2040\" height=\"1530\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008139.jpg 2040w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008139-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008139-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008139-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/1000008139-1536x1152.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2040px) 100vw, 2040px\" \/><p id=\"caption-attachment-85953\" class=\"wp-caption-text\">Die Informationstafel, die das Bild und die Reliquien von Rita darstellt und auf Polnisch beschreibt.<\/p><\/div>\n<h2>Wie die Feierlichkeiten abliefen<\/h2>\n<p>Am 5. Juli wurde die Messe mit der Salbung der zw\u00f6lf Kreuze er\u00f6ffnet, die sich in der Kirche befinden. Die Feier wurde von Musik eines Orchesters und dem Gesang des di\u00f6zesanen Chors begleitet.<\/p>\n<p>Dem bereits erw\u00e4hnten Nachkommen der Kunze wurden die w\u00e4hrend der Feier in der Kirche gehaltenen Reden durch einen Dolmetscher \u00fcbersetzt.<\/p>\n<p>In der Predigt verglich der leitende Priester, Bischof Pierska\u0142a, die Kirche mit einem Schiff und bezeichnete die heilige St\u00e4tte als ein Haus der Gl\u00e4ubigen.<\/p>\n<p>Die Feierlichkeiten brachten mehr als 100 Besucher in diese kleine Kirche.<\/p>\n<h2>Warum die heilige Rita?<\/h2>\n<p>Obwohl die Kirche den Namen des heiligen Urban tr\u00e4gt, was im Oppelner Schlesien h\u00e4ufig vorkommt, zeigen die Bewohner der bereits erw\u00e4hnten Heiligen besonderen Respekt und Dankbarkeit. Diese Gef\u00fchle haben sich aufgrund vieler pers\u00f6nlicher Erfahrungen und Wunder entwickelt. Manche Menschen wollen auch ihrer Spiritualit\u00e4t folgen.<\/p>\n<p>Die ersten Andachten, die der heiligen Rita gewidmet waren, fanden im Jahr 2014 statt. Mit der Zeit kamen immer mehr Menschen, und so wuchs die Bedeutung der Verehrten.<\/p>\n<h2>Das leidvolle und schwere Leben der heiligen Rita<\/h2>\n<p>Im Jahr 1381 kam die kleine Rita, die damals eigentlich Margherita hie\u00df, in Mittelitalien zur Welt.<\/p>\n<p>Es gibt eine Legende \u00fcber ihre Zeit als S\u00e4ugling. Sie soll in einer Wiege gelegen haben, als Bienen n\u00e4herkamen und die Wiege umschwirrten, aber keine von ihnen stach die k\u00fcnftige Heilige.<\/p>\n<p>Seit ihrer Kindheit war sie besonders gl\u00e4ubig und wollte bereits im Alter von 14 Jahren Nonne werden, doch ihre Eltern verheirateten sie gegen ihren Willen.<\/p>\n<p>Noch schlimmer war der Mann, mit dem die Heilige bis zu seinem Tod verheiratet bleiben sollte: Er schreckte vor Gewalt nicht zur\u00fcck. Rita soll f\u00fcr ihn gebetet haben, und nach einiger Zeit wurde er sanftm\u00fctiger. Sie gr\u00fcndeten auch eine Familie.<\/p>\n<p>Leider dauerte diese Situation nicht lange. Margheritas Mann wurde von einer feindlich gesinnten Familie ermordet. Ihre S\u00f6hne wollten die Schuldigen t\u00f6ten, um die Ehre des Ermordeten und der Familie zu retten.<\/p>\n<p>Rita wandte sich erneut dem Gebet zu. Letztendlich wurde niemand zur Rechenschaft gezogen, weil die S\u00f6hne unerwartet starben.<\/p>\n<p>Ihre Mutter wandte sich, anstatt in Verzweiflung zu verfallen, den Bed\u00fcrftigen zu und betete noch mehr. Sie versuchte erneut, Nonne zu werden.<\/p>\n<p>Das Kloster widersprach, weil es bef\u00fcrchtete, dass der Streit zwischen den Familien auf sie \u00fcbergreifen k\u00f6nnte. Nur einen Ausweg bot man der Witwe: Sie sollte die beiden Familien vers\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Diese schwere Bedingung erf\u00fcllte sie auf wundersame Weise, und Rita konnte ihrem langersehnten Wunsch nachgehen.<\/p>\n<p>Im Kloster k\u00fcmmerte sie sich um die Armen, sprach mit ihnen und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite. 23456<\/p>\n<p>Einige Zeit nach ihren Gel\u00fcbden soll sie Jesus gesehen haben, wie er ihr eine Dornenkrone auf den Kopf setzte. Daraufhin erschien ein Dornstigma auf ihrer Stirn, das bis zu ihrem Tod bestehen blieb und sich nur f\u00fcr kurze Zeit w\u00e4hrend einer Reise schloss.<\/p>\n<p>Nach vier schwierigen Jahren vor ihrem Tod starb sie im Mai 1457. Die Glocke soll dreimal von selbst erklungen sein, und das Kloster soll vom Bl\u00fctenduft erf\u00fcllt gewesen sein.<\/p>\n<p>Rita wurde erst 1900 als Heilige anerkannt.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eVor allem die Verehrung der heiligen Rita hat dem Gotteshaus in den vergangenen Jahren eine neue Bedeutung verliehen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h2>Was geht in der Pfarrgemeinde heute vor?<\/h2>\n<p>Es soll im November eine Wallfahrt nach Italien geben, die anl\u00e4sslich des f\u00fcnften Jahrestages der Erhebung der Kirche zum Sanktuarium und des Franziskusjahres organisiert wird.<\/p>\n<p>Es werden Sehensw\u00fcrdigkeiten besichtigt, die unter anderem mit der heiligen Rita und dem heiligen Franziskus verbunden sind.<\/p>\n<p>Die Kirchengemeinde l\u00e4dt auch zur monatlichen Andacht zu Ehren der Verehrten am 22. September ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit 140 Jahren steht die St.-Urban-Kirche in Glumpenau. 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