{"id":85685,"date":"2026-09-06T05:00:13","date_gmt":"2026-09-06T03:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=85685"},"modified":"2026-09-04T14:15:09","modified_gmt":"2026-09-04T12:15:09","slug":"wort-zum-sonntag-von-bischof-wojciech-pracki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wort-zum-sonntag-von-bischof-wojciech-pracki\/","title":{"rendered":"Wort zum Sonntag von Bischof Wojciech Pracki"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Begegnung Jesu mit Zach\u00e4us zeigt, dass Jesus jedem Menschen entgegenkommt und ihn dazu einl\u00e4dt, sein Leben neu auf Gott auszurichten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Lesungen:<\/strong> 1. Mosebuch 28,10-19; R\u00f6merbrief 8,14-17<\/p>\n<p><strong>Predigttext:<\/strong> Lukasevangelium 19,1-10<\/p>\n<p>\u201eUnd als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zach\u00e4us, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.\u201c<br \/>\nLukas 19,5<\/p>\n<h2>Jesus m\u00f6chte bei\/in dir wohnen<\/h2>\n<p>Ich liebe diese Geschichte aus dem Lukasevangelium, wie Jesus Zach\u00e4us begegnet. In Jericho, der \u00e4ltesten Stadt der Welt, lebte Zach\u00e4us ein gew\u00f6hnliches Z\u00f6llnerleben. Er war Jude, aber von den Juden verhasst. Er arbeitete mit R\u00f6mern zusammen, war aber von den R\u00f6mern verachtet. Wie kommt das? Als Z\u00f6llner\/Finanzbeamter\/Steuereintreiber war er Mitarbeiter der r\u00f6mischen Eroberer. Das machte ihn bei den Juden sehr unbeliebt, denn wer mit Heiden in Kontakt ist, macht sich kultisch unrein. Hier spricht man von intensiveren Gesch\u00e4ftskontakten und nicht von einer zuf\u00e4lligen Begegnung. Au\u00dferdem haben Z\u00f6llner sehr gerne ein eigenes Gesch\u00e4ft gemacht und kassierten bedeutend mehr, als die R\u00f6mer erwarteten. Der hohe \u00dcberschuss landete in der eigenen Tasche. Das macht doppelt unbeliebt und gehasst.<\/p>\n<p>Zach\u00e4us war hier keine gro\u00dfe Ausnahme. Jeder kannte ihn. Er stand sogar an der Spitze des lokalen Korruptionsgesch\u00e4ftes. Alles \u00e4ndert sich, als er auf den Maulbeerfeigenbaum klettert, um Jesus zu sehen. Um zu sehen, aber nicht unbedingt, um gesehen zu werden, denn die Bl\u00e4tter dieses Baumes sind ziemlich dicht und man kann sich gut verstecken, aber zugleich ungest\u00f6rt beobachten.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eSind wir uns unserer Entfernung von Gott bewusst und dessen Versuche, sie in der Person Jesu Christi zu \u00fcberschreiten?\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Jesus kennt die Menschen und ihre Herzen. Auch Zach\u00e4us. Er sieht, dass der kleine Mann mit sich selbst k\u00e4mpft und sich seiner S\u00fcnde bewusst ist. Ihm fehlt es aber an einem verantwortlichen Schritt weiter, um mit dem wehtuenden Selbstbewusstsein umzugehen. Deshalb kommt Jesus dem Z\u00f6llner entgegen \u2013 \u201eIch muss heute in deinem Haus einkehren.\u201c<\/p>\n<p>Diese Aussage Jesu sollte auch uns ber\u00fchren und sich auf uns beziehen. Jesus kennt uns. Wir sind Ihm in unserer Taufe anvertraut worden. Aber seit dieser Zeit ist vieles geschehen, wodurch wir uns von Ihm entfernt haben. Andere Dinge als Gottes Gerechtigkeit wurden uns wichtiger. Jesus will uns aber entgegenkommen und bei uns wohnen. Damit wir uns erinnern, wie wichtig Er f\u00fcr uns sein sollte. Damit alles wieder an die richtige Stelle zur\u00fcckkommt.<\/p>\n<p>Sind wir aber bereit, dabei \u201eauf einen Maulbeerfeigenbaum zu klettern\u201c? Der Baum ist hier ein Symbol des Ver\u00e4nderungsimpulses. Sind wir uns unserer Entfernung von Gott bewusst und dessen Versuche, sie in der Person Jesu Christi zu \u00fcberschreiten? Ich denke, dass es Fragen sind, die wir uns jeden Morgen stellen sollten. Einmal reicht nicht aus. Aber das soll jede\/r f\u00fcr sich jeden Tag individuell entscheiden. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Begegnung Jesu mit Zach\u00e4us zeigt, dass Jesus jedem Menschen entgegenkommt und ihn dazu einl\u00e4dt, sein Leben neu auf Gott auszurichten.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":73161,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4225],"tags":[10054,9641,8982,6199],"redaktor":[6060],"class_list":["post-85685","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kirche-de","tag-bischof-wojciech-pracki","tag-das-wort-zum-sonntag-de","tag-kirche-de","tag-wort-zum-sonntag-de","redaktor-evangelischer-bischof-wojciech-pracki-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85685","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85685"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85685\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85689,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85685\/revisions\/85689"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73161"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85685"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85685"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85685"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=85685"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}