{"id":85437,"date":"2026-09-01T12:00:28","date_gmt":"2026-09-01T10:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=85437"},"modified":"2026-09-01T14:09:57","modified_gmt":"2026-09-01T12:09:57","slug":"begegnung-mit-einem-zeitzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/begegnung-mit-einem-zeitzeugen\/","title":{"rendered":"Begegnung mit einem Zeitzeugen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Micha\u0142 Matheja sprach mit Kindern \u00fcber Erinnerung, Familienfotos und die Suche nach den eigenen Wurzeln.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Welche Geschichten kann man aus der fr\u00fchesten Kindheit bewahren? Woran und an wen erinnern die Fotografien im Familienalbum? Und wie weit kann man in die Vergangenheit zur\u00fcckgehen, wenn man nach den Wurzeln der eigenen Familie sucht? Diese und viele weitere Fragen beantwortete Dr. Micha\u0142 Matheja, Direktor des Forschungszentrums der Deutschen Minderheit in Oppeln, bei einem Treffen im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen in Oppeln.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Treffen richtete sich an die j\u00fcngsten Teilnehmer. F\u00fcr die Kinder war es nicht nur eine Gelegenheit, Geschichten zu h\u00f6ren, sondern auch dar\u00fcber nachzudenken, was es eigentlich bedeutet, Zeitzeuge zu sein.<\/p>\n<h2>Jeder von uns ist Zeitzeuge<\/h2>\n<p>Eine der wichtigsten Botschaften des Treffens war, dass ein Zeitzeuge nicht ausschlie\u00dflich jemand sein muss, der gro\u00dfe historische Ereignisse erlebt hat. Geschichte entsteht auch durch die allt\u00e4glichen Erfahrungen von Familien, durch Erinnerungen, Fotografien und Erz\u00e4hlungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. \u201eIch wollte den Kindern vor allem erkl\u00e4ren, wer eigentlich ein Zeitzeuge ist. Tats\u00e4chlich ist jeder von uns ein Zeitzeuge. Je \u00e4lter wir sind, desto mehr k\u00f6nnen wir uns nat\u00fcrlich erinnern. Aber auch Kinder k\u00f6nnen ihre Umgebung beobachten und dieses Wissen sp\u00e4ter an die n\u00e4chsten Generationen weitergeben\u201c, sagte Dr. Micha\u0142 Matheja.<\/p>\n<div id=\"attachment_85451\" style=\"width: 2010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85451\" class=\"size-full wp-image-85451\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09856.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1333\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09856.jpg 2000w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09856-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09856-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09856-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09856-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><p id=\"caption-attachment-85451\" class=\"wp-caption-text\">Foto: S. Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Wie er betonte, ist es besonders wichtig, mit den \u00e4ltesten Familienmitgliedern zu sprechen. Kinder haben heute noch die M\u00f6glichkeit, mit ihren Gro\u00dfeltern und in vielen F\u00e4llen auch mit ihren Urgro\u00dfeltern zu sprechen. Ihre Erinnerungen k\u00f6nnen eine \u00e4u\u00dferst wertvolle Quelle f\u00fcr das Wissen \u00fcber die eigene Familiengeschichte sein. \u201eEs lohnt sich, mit Eltern, Gro\u00dfeltern und den \u00e4ltesten Familienmitgliedern zu sprechen. Man sollte sie fragen, wer auf alten Fotografien zu sehen ist, wie diese Menschen hie\u00dfen, wann sie geboren wurden und wo sie gelebt haben. Auf diese Weise bewahren wir Erinnerungen\u201d, betonte Matheja.<\/p>\n<h2>Familienfotos als Quelle der Geschichte<\/h2>\n<p>Ausgangspunkt des Gespr\u00e4chs waren unter anderem Familienfotos und Erinnerungen. Micha\u0142 Matheja erz\u00e4hlte den Kindern auch von seinen eigenen Erfahrungen. Als Kind und Jugendlicher fragte er seine Gro\u00dfeltern nach den Personen auf den Fotografien und nach fr\u00fcheren Generationen der Familie. Einige Informationen schrieb er damals auf. Jahre sp\u00e4ter konnte er auf diese Notizen zur\u00fcckgreifen und seinen Stammbaum weiter ausbauen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch wollte den Kindern vor allem erkl\u00e4ren, wer eigentlich ein Zeitzeuge ist. Tats\u00e4chlich ist jeder von uns ein Zeitzeuge. Je \u00e4lter wir sind, desto mehr k\u00f6nnen wir uns nat\u00fcrlich erinnern. Aber auch Kinder k\u00f6nnen ihre Umgebung beobachten und dieses Wissen sp\u00e4ter an die n\u00e4chsten Generationen weitergeben.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Micha\u0142 Matheja<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese pers\u00f6nlichen Erfahrungen zeigten den Kindern, dass Geschichte nicht unbedingt in einem Schulbuch beginnen muss. Sie kann in einem Album im Regal, auf der R\u00fcckseite einer alten Fotografie oder in der Erinnerung einer Gro\u00dfmutter oder eines Gro\u00dfvaters verborgen sein.<\/p>\n<h2>Geschichte, die von Generation zu Generation weitergegeben wird<\/h2>\n<p>Das Treffen mit Micha\u0142 Matheja war Teil des Projekts \u201eTradition im Dialog\u201c, das vom Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) durchgef\u00fchrt wird. Wie Bogna Piter vom Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen erkl\u00e4rte, geh\u00f6ren Zeitzeugengespr\u00e4che zum T\u00e4tigkeitsbereich der Einrichtung. \u201eWir organisieren eigentlich seit Beginn der T\u00e4tigkeit des Zentrums Treffen mit Zeitzeugen, wann immer sich eine solche M\u00f6glichkeit bietet. Die heutige Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts \u201eTradition im Dialog\u201c statt, in dem wir eine Reihe verschiedener Aktivit\u00e4ten geplant haben, sagte sie.<\/p>\n<div id=\"attachment_85443\" style=\"width: 2010px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85443\" class=\"size-full wp-image-85443\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09832-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1333\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09832-1.jpg 2000w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09832-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09832-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09832-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Spotkanie-z-swiadkami-historii-09832-1-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><p id=\"caption-attachment-85443\" class=\"wp-caption-text\">Foto: S. Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Das Projekt umfasst nicht nur Gespr\u00e4che mit Zeitzeugen. Geplant sind auch weitere Treffen, generationen\u00fcbergreifende Veranstaltungen, Autorenbegegnungen und Ausstellungser\u00f6ffnungen.<\/p>\n<p>Eine der n\u00e4chsten Veranstaltungen im Rahmen des Projekts ist \u201eTradition im Dialog: Ausstellung. Gespr\u00e4ch. Autorentreffen\u201c, die am Mittwoch, dem 2. September 2026, um 11.00 Uhr im Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen, ul. Szpitalna 11, in Oppeln stattfindet.<\/p>\n<div id=\"attachment_85129\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85129\" class=\"size-full wp-image-85129\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-scaled.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Johannes-Kwaspis-2-foto-ML-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-85129\" class=\"wp-caption-text\">Johannes Kwapis opisuje osobiste do\u015bwiadczenia swojej rodziny na \u015al\u0105sku i stawia pytanie o spos\u00f3b podej\u015bcia do historii i odpowiedzialno\u015bci.<br \/>Foto: Manuela Leibig<\/p><\/div>\n<p>Zu Gast wird diesmal Johannes Kwapis, Autor des Buches \u201eMein Opa, mein Vater und ich. Eine etwas andere Familiengeschichte\u201c, sein. Mit dem Autor wird Monika Wittek \u00fcber Erinnerungen, Familiengeschichten und die Suche nach den eigenen Wurzeln sprechen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Programmpunkt ist die Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u201eAus der Schublade der Erinnerungen meiner Gro\u00dfeltern\u201c. Initiatorin und Koordinatorin des Projekts ist Dr. habil. Gabriela Jelitto-Piechulik, Professorin an der Universit\u00e4t Oppeln. Mit der Initiatorin des Projekts \u00fcber die Ausstellung sprechen wird Barbara Saczko-Bomba.<\/p>\n<p>Die Themen der Veranstaltung kn\u00fcpfen damit unmittelbar an das an, wor\u00fcber die Kinder mit Micha\u0142 Matheja gesprochen haben: an famili\u00e4re Erinnerungen, Fotografien, pers\u00f6nliche Geschichten und Geschichte, die von einer Generation an die n\u00e4chste weitergegeben wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-85120\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Tradycja-w-dialogu_-wystawa-rozmowa-spotkanie-strona-www-1024x759-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"759\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Tradycja-w-dialogu_-wystawa-rozmowa-spotkanie-strona-www-1024x759-1.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Tradycja-w-dialogu_-wystawa-rozmowa-spotkanie-strona-www-1024x759-1-300x222.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Tradycja-w-dialogu_-wystawa-rozmowa-spotkanie-strona-www-1024x759-1-768x569.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Treffen mit Dr. Micha\u0142 Matheja war Teil des Projekts \u201eTradition im Dialog\u201c, das vom Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt des Gespr\u00e4chs waren unter anderem Familienfotos und Erinnerungen. Micha\u0142 Matheja erz\u00e4hlte den Kindern auch von seinen eigenen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Es lohnt sich, mit Eltern, Gro\u00dfeltern und den \u00e4ltesten Familienmitgliedern zu sprechen, betonte der Gast des Treffens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Micha\u0142 Matheja sprach mit Kindern \u00fcber Erinnerung, Familienfotos und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Welche Geschichten kann man aus der fr\u00fchesten Kindheit bewahren? Woran und an wen erinnern die Fotografien im Familienalbum? Und wie weit kann man in die Vergangenheit zur\u00fcckgehen, wenn man nach den Wurzeln der eigenen Familie sucht? 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