{"id":85241,"date":"2026-08-27T13:30:30","date_gmt":"2026-08-27T11:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=85241"},"modified":"2026-08-28T08:28:13","modified_gmt":"2026-08-28T06:28:13","slug":"konsulin-marlen-sulzer-will-zusammenarbeit-mit-deutscher-minderheit-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/konsulin-marlen-sulzer-will-zusammenarbeit-mit-deutscher-minderheit-staerken\/","title":{"rendered":"Konsulin Marlen Sulzer will Zusammenarbeit mit deutscher Minderheit st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit Ende Juli leitet Marlen Sulzer das deutsche Konsulat in Oppeln. Bei ihrem Antrittsbesuch beim Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) am Mittwoch, dem 26. August, ging es vor allem um die k\u00fcnftige Zusammenarbeit mit der deutschen Minderheit. Geplant sind unter anderem regelm\u00e4\u00dfige Austauschformate, die Wiederbelebung fr\u00fcherer Veranstaltungen und neue Impulse in den Bereichen Kultur und Wirtschaft.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Am Hauptsitz des VdG an der ul. Juliusza S\u0142owackiego in Oppeln traf die Konsulin den VdG-Vorsitzenden Rafa\u0142 Bartek, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Joanna Hassa und die stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Anna Scze\u015bniok. An dem Treffen nahm auch Leonard Malcharczyk, Kulturreferent am deutschen Konsulat in Oppeln, teil.<\/p>\n<h2><strong>Zusammenarbeit auf eine neue Grundlage stellen<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr die deutsche Minderheit ist der direkte Kontakt zum deutschen Konsulat in Oppeln von besonderer Bedeutung. Als Dachverband vertritt der VdG die regionalen und lokalen Organisationen der deutschen Minderheit in Polen. VdG-Vorsitzender Rafa\u0142 Bartek betonte deshalb die Bedeutung einer deutschen Vertretung in der Region mit der gr\u00f6\u00dften deutschen Minderheit in Polen. Das Konsulat solle dabei nicht nur als Anlaufstelle f\u00fcr Pass- und Ausweisangelegenheiten wahrgenommen werden, sondern auch als politische Vertretung der Bundesregierung vor Ort. Gerade die pers\u00f6nliche Pr\u00e4senz der Konsulin in der Region spiele dabei eine wichtige Rolle, sagte Bartek.<\/p>\n<div id=\"attachment_85244\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85244\" class=\"size-large wp-image-85244\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2481-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2481-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2481-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2481-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2481-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2481-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-85244\" class=\"wp-caption-text\">Marlen Sulzer und Leonard Malcharczyk vom deutschen Konsulat. Foto: Manuela Leibig<\/p><\/div>\n<p>Auch f\u00fcr Marlen Sulzer steht der direkte Austausch im Mittelpunkt. Beim ersten Treffen ging es zun\u00e4chst darum, sich pers\u00f6nlich kennenzulernen und \u00fcber die k\u00fcnftige Zusammenarbeit zu sprechen. Beide Seiten wollen nach Angaben von Bartek regelm\u00e4\u00dfig miteinander in Kontakt bleiben.<\/p>\n<p>Konsulin Marlen Sulzer bekr\u00e4ftigte gegen\u00fcber dem Neuen Wochenblatt.pl, dass sie die Zusammenarbeit mit dem VdG auf eine neue Grundlage stellen m\u00f6chte: \u201eWir wollen die Zusammenarbeit mit dem VdG wieder auf ganz feste neue F\u00fc\u00dfe stellen.\u201c Daf\u00fcr sollen bestehende Austauschformate fortgesetzt, fr\u00fchere Formate wiederbelebt und neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch entwickelt werden.<\/p>\n<h2><strong>Neujahrskonzert und Wirtschaftsstammtisch<\/strong><\/h2>\n<p>Auch im kulturellen Bereich wurde dar\u00fcber gesprochen, welche fr\u00fcheren Veranstaltungen sich bew\u00e4hrt haben und wieder aufgegriffen werden k\u00f6nnten. Konkret nannte Marlen Sulzer ein Neujahrskonzert: \u201eWir haben gesagt, was sich fr\u00fcher bew\u00e4hrt hat, was gern angenommen wurde, das wollen wir auch wiederbeleben. Hier ist im kulturellen Bereich zum Beispiel ein Neujahrskonzert zu nennen.\u201c<\/p>\n<p>Auch im Bereich der Wirtschaftsf\u00f6rderung soll ein fr\u00fcheres Format wiederbelebt werden. Bei einem Wirtschaftsstammtisch sollen regionale Unternehmen miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen. Geplant sind unter anderem Impulsvortr\u00e4ge mit einem Schwerpunkt auf Themen aus und \u00fcber die deutsche Wirtschaft. Nach Angaben der Konsulin soll der Wirtschaftsstammtisch noch in diesem Jahr wieder stattfinden. Perspektivisch k\u00f6nne auch eine Beteiligung von Wirtschaftsvertretern aus Deutschland m\u00f6glich sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_85246\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-85246\" class=\"size-large wp-image-85246\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2493-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2493-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2493-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2493-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2493-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DSC_2493-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-85246\" class=\"wp-caption-text\">Beim Antrittsbesuch traf sich Konsulin Marlen Sulzer mit Rafa\u0142 Bartek, Joanna Hassa und Anna Scze\u015bniok vom VdG.<br \/>Foto: M. Leibig<\/p><\/div>\n<p>Dar\u00fcber hinaus deutete Marlen Sulzer weitere gemeinsame Projekte mit den deutschen Partnerst\u00e4dten Oppelns an. Konkret nannte sie Ingolstadt, Potsdam und M\u00fclheim an der Ruhr. Einzelheiten wollte sie noch nicht nennen, da sich die Vorhaben derzeit noch in der Planungsphase befinden. \u201eAber es werden sch\u00f6ne \u00dcberraschungen sein, denke ich\u201c, sagte die Konsulin.<\/p>\n<h2><strong>Mehr Informationen f\u00fcr die deutsche Minderheit<\/strong><\/h2>\n<p>Ein weiterer Bereich der Zusammenarbeit betrifft die Information der deutschen Minderheit. Das deutsche Konsulat ist in der Region unter anderem Ansprechpartner f\u00fcr Fragen rund um deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit und Ausweisdokumente. Nach dem Gespr\u00e4ch soll auch gepr\u00fcft werden, wie Informationen zu solchen Themen k\u00fcnftig besser und breiter vermittelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>VdG-Vorsitzender Bartek verwies dabei insbesondere auf die sogenannte Generationenschnitt-Regelung im deutschen Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht. Das Wissen \u00fcber die Regelung sei innerhalb der deutschen Minderheit noch nicht ausreichend verbreitet. \u201eWir kriegen immer wieder mit, dass die Leute darauf nicht achten oder sich dar\u00fcber keine Gedanken machen, weil sie der Meinung sind, dass sich das Kind selbst darum k\u00fcmmern k\u00f6nne, wenn es erwachsen ist. Aber so funktioniert es nicht mehr\u201c, sagte Bartek.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir wollen die Zusammenarbeit mit dem VdG wieder auf ganz feste neue F\u00fc\u00dfe stellen.\u201c &#8211; <em>Konsulin Marlen Sulzer<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Er betonte deshalb die Notwendigkeit, die Informationen \u00fcber verschiedene Wege und Kan\u00e4le st\u00e4rker zu verbreiten: \u201eEs ist wichtig, und dar\u00fcber haben wir uns auch unterhalten, dass man dieses Wissen m\u00f6glichst \u00fcber verschiedene Wege und Kan\u00e4le verbreitet.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Auch Jugend im Blick<\/strong><\/h2>\n<p>Im Anschluss an das Treffen mit dem VdG stand f\u00fcr Marlen Sulzer ein weiterer Antrittsbesuch beim Bund der Jugend der Deutschen Minderheit (BJDM) auf dem Programm. Dort traf sie Vertreterinnen und Vertreter der Jugend der deutschen Minderheit.<\/p>\n<p>Mit Blick auf junge Menschen in der Region betonte Marlen Sulzer insbesondere die Chancen, die Europa und Mehrsprachigkeit bieten. Dabei verwies sie auch auf ihre Erfahrungen aus ihrer Zeit an der deutschen Botschaft in Gro\u00dfbritannien von 2018 bis 2024. Nach dem Brexit habe sich f\u00fcr viele junge Menschen die M\u00f6glichkeit grenz\u00fcberschreitend zu arbeiten und zu studieren ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00f6chten den jungen Menschen hier in der Woiwodschaft vor allem vermitteln, dass sie mitten in Europa sind, dass sie mitten in Europa gro\u00dfe Vorteile haben, indem sie mehrsprachig sind, indem sie grenz\u00fcberschreitend arbeiten und studieren k\u00f6nnen\u201c, sagte Marlen Sulzer.<\/p>\n<p><strong>Der Besuch beim BJDM bildete damit den zweiten Teil des ersten Austauschs der neuen Konsulin mit Organisationen der deutschen Minderheit. Wie Marlen Sulzer ihre ersten Wochen als Leiterin des deutschen Konsulats in Oppeln erlebt, welche Schwerpunkte sie setzen m\u00f6chte und warum Oppeln f\u00fcr sie ein Wunschposten ist, erz\u00e4hlt sie im <a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/neue-oppelner-konsulin-marlen-sulzer-die-deutsche-minderheit-ist-gelebtes-europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interview mit dem Neuen Wochenblatt.pl<\/a>.<\/strong><\/p>\n    <div class=\"osoba-widget\">\r\n                    <h4 class=\"osoba-naglowek\">Generationenschnitt: Was deutsche Staatsangeh\u00f6rige im Ausland wissen sollten<\/h4>\r\n                <div class=\"osoba-body\">\r\n            <div class=\"osoba-text\"><p>Die sogenannte Generationenschnitt-Regelung gilt seit dem 1. Januar 2000. Sie betrifft im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern, wenn der deutsche Elternteil nach dem 31. Dezember 1999 selbst im Ausland geboren wurde und zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes seinen gew\u00f6hnlichen Aufenthalt im Ausland hat. Voraussetzung ist au\u00dferdem, dass das Kind im Ausland geboren wird und durch die Geburt eine ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rigkeit erwirbt. In diesem Fall erwirbt das Kind die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit zun\u00e4chst nicht automatisch durch Geburt. Eine Ausnahme gilt, wenn das Kind sonst staatenlos w\u00fcrde. Damit das Kind dennoch die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit erwirbt, muss innerhalb eines Jahres nach der Geburt beim zust\u00e4ndigen Standesamt in Deutschland oder bei der zust\u00e4ndigen deutschen Auslandsvertretung ein Antrag auf Beurkundung der Geburt im deutschen Geburtenregister gestellt werden. Wird der Antrag fristgerecht gestellt, erwirbt das Kind die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit r\u00fcckwirkend zum Zeitpunkt der Geburt. Mehr Informationen gibt es auf der <a href=\"https:\/\/polen.diplo.de\/pl-de\/01-vertretungen\/01-5-gk-oppeln\/2016-07-29-geburtsanzeige-713874\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internetseite des Konsulats<\/a>.\u00a0<\/p>\n<\/div>\r\n                    <\/div>\r\n    <\/div>\r\n    \n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Ende Juli leitet Marlen Sulzer das deutsche Konsulat in Oppeln. Bei ihrem Antrittsbesuch beim Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) am Mittwoch, dem 26. August, ging es vor allem um die k\u00fcnftige Zusammenarbeit mit der deutschen Minderheit. 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