{"id":84516,"date":"2026-08-13T11:00:39","date_gmt":"2026-08-13T09:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=84516"},"modified":"2026-08-12T16:22:33","modified_gmt":"2026-08-12T14:22:33","slug":"duerre-teurere-lebensmittel-bernard-dembczak-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/duerre-teurere-lebensmittel-bernard-dembczak-im-interview\/","title":{"rendered":"D\u00fcrre = teurere Lebensmittel?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit dem Vorsitzenden des Verbandes Schlesischer Bauern, Bernard Dembczak, sprach Krzysztof \u015awierc.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen wir das, was wir diesen Sommer beim Wetter beobachten, bereits als D\u00fcrre bezeichnen, und wird die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Sonneneinstrahlung die Ernten der Landwirte negativ beeinflussen?<\/strong><\/p>\n<p>Zweifellos k\u00f6nnen wir den derzeitigen Zustand des Wetters als D\u00fcrre bezeichnen. Nat\u00fcrlich nicht \u00fcberall, aber was die Woiwodschaft Oppeln betrifft, ist es dramatisch. Wir befinden uns in einer Zone, in der die durchschnittliche Niederschlagsmenge 600 bis 800 Millimeter betragen sollte, am besten gleichm\u00e4\u00dfig verteilt, aber so ist es nicht. Gl\u00fccklicherweise ist ein Teil der Ernte bereits eingebracht, und die Ertr\u00e4ge waren gr\u00f6\u00dftenteils zufriedenstellend, wenn auch nicht so gut wie im letzten Jahr. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass noch R\u00fcben und Mais geerntet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Um diese Pflanzen m\u00fcssen wir uns also Sorgen machen?<\/strong><\/p>\n<p>Was die R\u00fcben betrifft, so zeigt sich nach den viertelj\u00e4hrlichen Proben, dass die Ertr\u00e4ge deutlich bescheidener ausfallen als im Vorjahr. Was den Mais betrifft, so hat er auf den schw\u00e4cheren Feldern praktisch keine Kolben! Als Lufttemperatur 37 Grad betrug, erreichte die Temperatur im Maisfeld fast 50 Grad! Das ist eine Qual f\u00fcr die Pflanzen.<\/p>\n<p><strong>Wird dieser hei\u00dfe Sommer dazu f\u00fchren, dass uns eine deutliche Preiserh\u00f6hung bei Lebensmitteln bevorsteht?<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte hier das Beispiel eines Brotlaibs anf\u00fchren, der heute, sagen wir, 10 Zloty kostet. Die Rohstoffe f\u00fcr dieses Brot macht jedoch nur etwa 1,0 bis 1,50 Zloty aus. Was braucht man au\u00dfer Getreide noch zur Herstellung eines Brotlaibs? Etwas Wasser, Salz, eventuell Sauerteig. Das ist ein Beweis daf\u00fcr, dass der Landwirt heute nicht den Preis f\u00fcr Lebensmittel bestimmt! Alle wollen daran verdienen, deshalb f\u00e4llt es mir heute schwer zu sagen, ob uns eine deutliche Preiserh\u00f6hung bevorsteht.<\/p>\n<blockquote><p>Zweifellos k\u00f6nnen wir den derzeitigen Zustand des Wetters als D\u00fcrre bezeichnen. Nat\u00fcrlich nicht \u00fcberall, aber was die Woiwodschaft Oppeln betrifft, ist es dramatisch.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>In den Medien h\u00f6ren wir, dass der Treibstoff teurer wird, und zusammen mit der D\u00fcrre kann man fast sicher sein, dass die Lebensmittelpreise steigen werden, und der Zorn der Gesellschaft wird sich haupts\u00e4chlich gegen die Landwirte richten.<\/strong><\/p>\n<p>Zweifellos hat der Treibstoffpreis eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr die Landwirte, schon allein deshalb, weil das Getreide produziert werden muss. Man darf nicht glauben, dass es sich nur um den Transport des Getreides vom Lager zur M\u00fchle, des Mehls von der M\u00fchle zur B\u00e4ckerei und des Produkts von der B\u00e4ckerei zum Gesch\u00e4ft usw. handelt. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle die Meinung eines guten Bekannten von mir anf\u00fchren, eines deutschen Unternehmers, der in der Getreidebranche sehr aktiv ist und sein Unternehmen in Gr\u00fcnberg f\u00fchrt. Er sagte mir einmal, dass die Getreideproduktion auf globaler Ebene trotz der verschiedenen Turbulenzen, die wir beobachten, stabil war und ist. Er f\u00fcgte hinzu, dass, wenn in Europa nichts w\u00e4chst, es in Australien oder Amerika w\u00e4chst, es w\u00e4chst immer irgendwo. Zusammenfassend stellte er fest, dass die Preisschwankungen und -\u00e4nderungen haupts\u00e4chlich ein Spiel der Spekulanten sind, nicht der Landwirte.<\/p>\n<p><strong>Hat er Recht?<\/strong><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ja. Au\u00dferdem sollte man die Tatsache ber\u00fccksichtigen, dass, wenn beispielsweise der US-Pr\u00e4sident Donald Trump ank\u00fcndigt, dass er die Stra\u00dfe von Hormuz schlie\u00dft, und Putin erkl\u00e4rt, dass er den Getreideexport einschr\u00e4nkt, die B\u00f6rsen und der Handel sofort sehr nerv\u00f6s reagieren. Man kann sagen, sie reagieren verr\u00fcckt, obwohl sich auf globaler Ebene nicht viel tut und \u00e4ndert. Das sieht man oft an den Statistiken, aus denen klar hervorgeht, dass in einem bestimmten Jahr eine \u00e4hnliche Menge Getreide produziert wurde wie in den Vorjahren, die Preise f\u00fcr Lebensmittel aber dennoch steigen. Es gibt jedoch noch mehr Faktoren f\u00fcr diesen Zustand, unter anderem das \u201eErleichtern unseres Lebens\u201c durch Br\u00fcssel\u2026<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/verband-schlesischer-bauern-neue-technologien-im-schatten-absurder-eu-vorschriften\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC_0488-scaled-e1772360956510-150x150.jpg\" alt=\"Verband Schlesischer Bauern: Neue Technologien im Schatten absurder EU-Vorschriften\u00a0\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n              \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Verband Schlesischer Bauern: Neue Technologien im Schatten absurder EU-Vorschriften\u00a0<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/rezepte-seifersdorf-vom-samenkorn-zum-baeckerbrot\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260728_084604mj1-150x150.jpg\" alt=\"Radecz und Seifersdorf: Vom Samenkorn zum B\u00e4ckerbrot\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Echte Schlesische Happen<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Radecz und Seifersdorf: Vom Samenkorn zum B\u00e4ckerbrot<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p><strong>Abschlie\u00dfend sei angemerkt, dass die Landwirtschaft vor einigen Jahrzehnten anders aussah. Jetzt ist sie besser aufgestellt und wir sollten eigentlich ruhiger sein.<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin nicht mehr der J\u00fcngste und wei\u00df, dass die Landwirtschaft vor 40, 50 Jahren v\u00f6llig anders aussah. Damals erntete man beispielsweise 4,5 Tonnen Getreide pro Hektar, heute ist es doppelt so viel. Damals gab eine Kuh, sagen wir, 4.500 Liter Milch, heute sogar 11.000 bis 12.000 Liter. Man kann also zweifellos feststellen, dass wir eine hohe Produktion haben, und wenn alles allein von den Landwirten abhinge, s\u00e4he die Situation anders aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Vorsitzenden des Verbandes Schlesischer Bauern, Bernard Dembczak, sprach Krzysztof \u015awierc.<\/p>\n","protected":false},"author":318,"featured_media":84514,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4235],"tags":[9766,6239,9765,7028,6242,7094],"redaktor":[6052],"class_list":["post-84516","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft-de","tag-bauern","tag-bernard-dembczak-de","tag-durre","tag-gospodarka-de","tag-verband-schlesischer-bauern-de","tag-wirtschaft-de-2","redaktor-krzysztof-swierc-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/318"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84516"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84516\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84559,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84516\/revisions\/84559"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84516"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=84516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}