{"id":84494,"date":"2026-08-12T11:00:44","date_gmt":"2026-08-12T09:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=84494"},"modified":"2026-08-12T09:28:21","modified_gmt":"2026-08-12T07:28:21","slug":"schlesische-kommunalpolitiker-wollen-neuen-umgang-mit-dem-kulturerbe-anstossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/schlesische-kommunalpolitiker-wollen-neuen-umgang-mit-dem-kulturerbe-anstossen\/","title":{"rendered":"Schlesische Regionalpolitiker wollen neuen Umgang mit dem Kulturerbe ansto\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie l\u00e4sst sich das kulturelle Erbe einer multikulturellen Region verantwortungsvoll bewahren? Mit dieser Frage wollen die Schlesischen Regionalpolitiker eine internationale Debatte ansto\u00dfen. H\u00f6hepunkt ist der II. Kongress der Schlesischen Regionalpolitiker am 16. September 2026 in Oppeln.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Oberschlesien ist gepr\u00e4gt von einer Geschichte, in der sich unterschiedliche Kulturen und Sprachen \u00fcber Jahrhunderte hinweg begegnet sind. Diese Vielfalt zeigt sich nicht nur in der Gegenwart, sondern auch im baulichen und kulturellen Erbe der Region. Wer \u00fcber den Oppelner Rynek geht, begegnet unweigerlich den unterschiedlichen Schichten der Stadtgeschichte.<\/p>\n<p>Doch die Vielfalt des Erbes bringt auch Herausforderungen mit sich: Wie geht eine Region verantwortungsvoll mit historischen Zeugnissen um, wenn diese f\u00fcr unterschiedliche Bev\u00f6lkerungsgruppen eine unterschiedliche Bedeutung haben?<\/p>\n<p>Genau diese Debatte wollen die Schlesischen Regionalpolitiker nun auf eine breitere, auch internationale Ebene heben. Bei einem Pressetermin in Oppeln wurde der Kongress vorgestellt.<\/p>\n<h2>Zwischen Verfall und Rettung<\/h2>\n<p>Rafa\u0142 Bartek, Vorsitzender des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln sowie Vorsitzender des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften (VdG) und der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD), verwies dabei auf die unterschiedlichen Erfahrungen in der Region.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt Beispiele in Oppeln, aber auch in der ganzen Region Oberschlesiens, wo entweder etwas stark vernachl\u00e4ssigt wurde und zur Ruine verfallen ist, oder eben auch gerettet wurde. Beides gibt es\u201c, sagte Bartek.<\/p>\n<p>Damit beschreibt er ein Spannungsfeld, das die geplante Konferenz pr\u00e4gt: Es geht nicht allein darum, einzelne Denkm\u00e4ler zu retten. Vielmehr soll dar\u00fcber diskutiert werden, nach welchen Kriterien das kulturelle Erbe einer multikulturellen Region gesch\u00fctzt, gepflegt und vermittelt werden kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_84492\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84492\" class=\"size-large wp-image-84492\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4277-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4277-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4277-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4277-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4277-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4277.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-84492\" class=\"wp-caption-text\">Die Schlesischen Regionalpolitiker wollen wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zum Erhalt des Kulturerbes zusammenbringen.<br \/>Foto: Adam Liszka<\/p><\/div>\n<p>Denn nach Ansicht der Organisatoren spielt die Herkunft eines historischen Objekts teilweise noch immer eine Rolle bei der Frage, wie mit ihm umgegangen wird.<\/p>\n<p>Als Beispiel nennt Bartek die Diskussion um das Amphitheater auf dem Sankt Annaberg und das dortige Denkmal der schlesischen Aufst\u00e4ndischen.<\/p>\n<p>\u201eBei manchen Diskussionen, wie gerade aktuell auf dem Sankt Annaberg rund um die Frage, ob wir das Amphitheater retten oder wie wir mit dem Denkmal der schlesischen Aufst\u00e4ndischen umgehen, sieht man auch, dass es auch heute eine Rolle spielt, woher dieses Erbe kommt. Je nachdem, ob es von der polnischen oder von der deutschen Seite kommt, wird dann an manchen Stellen anders entschieden.\u201c<\/p>\n<h2>Sankt Annaberg und Lubowitz als konkrete Beispiele<\/h2>\n<p>Die Frage nach dem Umgang mit dem Kulturerbe ist in Oberschlesien keineswegs abstrakt. Zu den aktuellen Beispielen geh\u00f6ren die Denkmal- und Amphitheateranlage auf dem Sankt Annaberg ebenso wie die Ruine des ehemaligen Eichendorff-Anwesens in Lubowitz.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Anlagen auf dem Sankt Annaberg haben die schlesischen Regionalpolitiker bereits an den polnischen Verteidigungsminister appelliert. \u00dcber die Initiative haben wir bereits berichtet.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/das-amphitheater-auf-dem-sankt-annaberg-hat-kein-glueck-auch-seine-ns-vergangenheit-hilft-nicht\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/wiki-amfteatr-150x150.jpeg\" alt=\"Das Amphitheater auf dem Sankt Annaberg hat kein Gl\u00fcck. Auch seine NS-Vergangenheit hilft nicht\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Das Amphitheater wartet auf ein neues Kapitel<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Das Amphitheater auf dem Sankt Annaberg hat kein Gl\u00fcck. Auch seine NS-Vergangenheit hilft nicht<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/um-die-zukunft-des-annabergs\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/foto-blazej-duk-150x150.jpg\" alt=\"Zukunft des Annabergs: Schlesische Regionalpolitiker wenden sich an den Verteidigungsminister\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\"> Unsere Selbstverwaltung<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Zukunft des Annabergs: Schlesische Regionalpolitiker wenden sich an den Verteidigungsminister<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Das ehemalige Anwesen des Schriftstellers Joseph von Eichendorff in Lubowitz ist dagegen bislang noch nicht langfristig gesichert. Auch dieses Beispiel zeigt, vor welchen konkreten Herausforderungen der Erhalt des kulturellen Erbes in der Region steht. Der <a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/vdg-delegierte-verabschiedeten-wegweisende-resolutionen\/\">VdG verabschiedete bei seiner Jahresversammlung eine Resolution<\/a> zur Zukunft der Eichendorff-Ruine.<\/p>\n<p>Diese Beispiele zeigen, dass die Bewahrung von Kulturerbe nicht allein eine Frage wissenschaftlicher Bewertung ist. Es geht auch um politische Entscheidungen, Zust\u00e4ndigkeiten und nicht zuletzt um die Finanzierung.<\/p>\n<p>Der Kongress soll deshalb einen Raum schaffen, in dem diese Fragen wissenschaftlich fundiert und zugleich mit Blick auf die konkrete Praxis diskutiert werden.<\/p>\n<h2>Experten aus Polen und Deutschland<\/h2>\n<p>Der II. Kongress der Schlesischen Regionalpolitiker steht unter dem Motto: \u201eWarum und wie l\u00e4sst sich das Kulturerbe in einer multikulturellen Region auf moderne Weise bewahren?\u201c<\/p>\n<p>In zwei Podiumsdiskussionen sollen Experten aus Polen und Deutschland sowohl grunds\u00e4tzliche als auch praktische Fragen er\u00f6rtern.<\/p>\n<p>Im ersten Panel steht die Frage im Mittelpunkt, wie Kulturerbe gesch\u00fctzt werden kann und welche Rolle dabei Wissenschaft und Erinnerungskultur spielen. Zu den Teilnehmern geh\u00f6rt unter anderem der Historiker Prof. Robert Traba vom Institut f\u00fcr Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Auch Rafa\u0142 Bartek wird an dieser Diskussion teilnehmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_84495\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84495\" class=\"size-large wp-image-84495\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4282-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4282-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4282-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4282-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4282-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4282.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-84495\" class=\"wp-caption-text\">Rafa\u0142 Bartek, Vorsitzender des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln, des VdG und der SKGD Oppeln. Foto: Adam Liszka<\/p><\/div>\n<p>Das zweite Panel richtet den Blick st\u00e4rker auf die praktische Umsetzung. Dort geht es unter anderem um konkrete Fragen der Denkmalpflege und der Finanzierung. Teilnehmer sind unter anderem Dr. David Skrabania, Direktor des Oberschlesischen Landesmuseums in Ratingen, und Iwona Solisz, Direktorin des Museums des Oppelner Schlesiens in Oppeln. Auch der Woiwodschaftskonservator f\u00fcr Denkmalpflege in Oppeln, Zbigniew Bomersbach, wird an der Diskussion teilnehmen. Die Schlesischen Regionalpolitiker werden durch \u0141ukasz Jastrzembski, B\u00fcrgermeister von Leschnitz und Vorsitzender der Schlesischen Regionalpolitiker, vertreten.<\/p>\n<h2>Ankn\u00fcpfung an den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag<\/h2>\n<p>Die Diskussion \u00fcber den Umgang mit dem kulturellen Erbe kn\u00fcpft zugleich an das 35-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des deutsch-polnischen Vertrags \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit an.<\/p>\n<p>Der 1991 unterzeichnete Vertrag enth\u00e4lt auch konkrete Bestimmungen zum kulturellen Erbe. In Artikel 28 verpflichten sich Deutschland und Polen zur \u201eErhaltung und Pflege des europ\u00e4ischen kulturellen Erbes\u201c. Besondere Aufmerksamkeit sollen dabei unter anderem Kulturg\u00fcter und Orte erhalten, die auf dem Staatsgebiet der jeweils anderen Seite von historischen Ereignissen sowie kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen und Traditionen der anderen Seite zeugen.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/1-kongress-der-schlesischen-regionalpolitiker-in-oppeln-starke-lokale-gemeinschaften\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Slascy-Samorzadowcy-Ibrim-Kus-Kasiura-Jastrzembski-150x150.jpg\" alt=\"1. Kongress der Schlesischen Regionalpolitiker in Oppeln\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Appell an die Regierung<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">1. Kongress der Schlesischen Regionalpolitiker in Oppeln<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/schlesische-regionalpolitiker-beschliessen-teilnahme-an-den-parlamentswahlen\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ADL1708-1-e1773952757147-150x150.jpg\" alt=\"Schlesische Regionalpolitiker beschlie\u00dfen Teilnahme an den Parlamentswahlen\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Regionale Stimmen f\u00fcr Warschau<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Schlesische Regionalpolitiker beschlie\u00dfen Teilnahme an den Parlamentswahlen<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>F\u00fcr Rafa\u0142 Bartek ist diese Vereinbarung jedoch kein Schlusspunkt. \u201eAuch wir m\u00f6chten uns auf diese Weise in die Diskussion dar\u00fcber einbringen, was vor uns liegt, denn es ist nicht so, dass bereits alles geregelt w\u00e4re\u201c, erkl\u00e4rte er.<\/p>\n<p>Die Beispiele aus der Region zeigten vielmehr, dass weiterhin Gespr\u00e4chsbedarf besteht. Bartek formulierte es so:\u00a0\u201eEs ist ein Thema, das weiterer Diskussion bedarf, das einer Analyse bedarf und vor allem eines Dialogs zwischen den Gemeinschaften, zwischen den V\u00f6lkern, aber auch zwischen den lokalen Akteuren, die letztendlich dar\u00fcber entscheiden, ob ein bestimmtes Objekt revitalisiert oder gerettet wird oder ob es weiter verf\u00e4llt.\u201c<\/p>\n<p>Damit richtet sich der Blick nicht nur auf die deutsch-polnischen Beziehungen auf staatlicher Ebene. Entscheidend seien auch jene Menschen und Institutionen vor Ort, die \u00fcber die Zukunft konkreter Geb\u00e4ude, Denkm\u00e4ler und Erinnerungsorte entscheiden.<\/p>\n<h2>Oberschlesisches Landesmuseum als strategischer Partner<\/h2>\n<p>Den internationalen Anspruch des Kongresses unterstreicht auch die Wahl des strategischen Partners: das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen.<\/p>\n<p>Die Einrichtung besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit der Dokumentation, Erforschung und Vermittlung der Geschichte und Kultur Oberschlesiens. Damit bringt sie eine Perspektive aus Deutschland in die Debatte ein, die zugleich eng mit der Region verbunden ist.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs ist ein Thema, das weiterer Diskussion bedarf, das einer Analyse bedarf und vor allem eines Dialogs zwischen den Gemeinschaften, zwischen den V\u00f6lkern, aber auch zwischen den lokalen Akteuren.\u201c<br \/>\n<em>Rafa\u0142 Bartek, Vorsitzender des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln, des VdG und der SKGD Oppeln<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Zum Begleitprogramm des Kongresses geh\u00f6rt die Ausstellung \u201eDas Kreuz im Schatten der Diktatur \u2013 Katholische Kirche in Oberschlesien zur Zeit des Nationalsozialismus und Kommunismus\u201c.<\/p>\n<p>Die Ausstellung besch\u00e4ftigt sich auf 15 Tafeln mit der Verfolgung der katholischen Kirche in Oberschlesien w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Erarbeitet wurde sie vom Direktor des Oberschlesischen Landesmuseums, Dr. David Skrabania.<\/p>\n<h2>Kann Oberschlesien zum Beispiel f\u00fcr andere Regionen werden?<\/h2>\n<p>Die Organisatoren verstehen den Kongress ausdr\u00fccklich nicht nur als regionale Veranstaltung. Oberschlesien k\u00f6nnte aufgrund seiner komplexen Geschichte und seines vielf\u00e4ltigen kulturellen Erbes auch f\u00fcr andere europ\u00e4ische Regionen von Interesse sein.<\/p>\n<div id=\"attachment_84497\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84497\" class=\"size-large wp-image-84497\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4320-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4320-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4320-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4320-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4320-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ADL4320.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-84497\" class=\"wp-caption-text\">Der Kongress soll dar\u00fcber diskutieren, wie historische Zeugnisse in einer multikulturellen Region verantwortungsvoll bewahrt werden k\u00f6nnen.<br \/>Foto: Adam Liszka<\/p><\/div>\n<p>Ziel der Diskussion ist es daher auch, einen beispielhaften Umgang mit Kulturerbe in einer multikulturellen Region zu entwickeln und Erfahrungen aus Oberschlesien f\u00fcr andere Regionen Europas nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Die zentrale Frage lautet damit nicht nur, wie Oberschlesien mit seiner Vergangenheit umgehen soll. Es geht auch darum, welche Ans\u00e4tze sich entwickeln lassen, wenn unterschiedliche historische Perspektiven nebeneinander bestehen und gemeinsam betrachtet werden.<\/p>\n<p>Die Schlesischen Regionalpolitiker wollen damit eine internationale Diskussion \u00fcber Erinnerungskultur, Denkmalpflege und die Verantwortung f\u00fcr das kulturelle Erbe ansto\u00dfen.<\/p>\n<h2>Teilnahme am Kongress<\/h2>\n<p>Der II. Kongress der Schlesischen Regionalpolitiker findet am 16. September 2026 in Oppeln statt. Interessierte k\u00f6nnen sich \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.kongres.stowarzyszenie.lesnica.pl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internetseite des Kongresses<\/a> anmelden. Dort finden sich auch weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnehmern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie l\u00e4sst sich das kulturelle Erbe einer multikulturellen Region verantwortungsvoll bewahren? 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