{"id":84063,"date":"2026-08-07T17:00:41","date_gmt":"2026-08-07T15:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=84063"},"modified":"2026-08-07T15:06:10","modified_gmt":"2026-08-07T13:06:10","slug":"von-der-reise-zwischen-schlesien-und-niedersachsen-bis-zur-entdeckung-des-erbes-der-lausitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/von-der-reise-zwischen-schlesien-und-niedersachsen-bis-zur-entdeckung-des-erbes-der-lausitz\/","title":{"rendered":"Von der Reise zwischen Schlesien und Niedersachsen bis zur Entdeckung des Erbes der Lausitz"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mehrmals im Jahr lege ich die Strecke zwischen Oberschlesien und Niedersachsen zur\u00fcck. Das sind etwa tausend Kilometer. Ich bem\u00fche mich, dass es f\u00fcr mich nicht zu belastend und erm\u00fcdend ist. Deshalb nutze ich oft die unterwegs verf\u00fcgbaren Unterk\u00fcnfte, h\u00e4ufig in der Gegend von G\u00f6rlitz, sowohl auf der polnischen als auch auf der deutschen Seite der heutigen Staatsgrenze.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Ich versuche, beliebte und touristisch attraktive Orte zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<p>An der Grenze auf der polnischen Seite befinden sich viele touristische Objekte an Orten mit gro\u00dfer historischer Bedeutung, die nach vielen Jahren der Zerst\u00f6rung wieder aufgebaut wurden, oft unter Nutzung europ\u00e4ischer Mittel, wie zum Beispiel das Schloss in Lagow.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr \u00fcbernachtete ich zuf\u00e4llig in der nahe gelegenen, urigen Herberge \u201eZagroda Ko\u0142odzieja\u201c. Und hier erlebte ich eine \u00dcberraschung, denn das denkmalgesch\u00fctzte Hotelgeb\u00e4ude wurde aus dem heute nicht mehr existierenden Dorf Weigsdorf bei Reichenau in die N\u00e4he einer Autobahnanschlussstelle versetzt. Dieses Objekt weckte meine Neugier und mein Interesse. Es handelt sich n\u00e4mlich um ein sogenanntes Umgebindehaus, das in dieser Region sehr verbreitet ist, mit Fachwerkelementen, die mit Holzb\u00f6gen und Fensterl\u00e4den verziert sind. Konstruktiv sind Umgebindeh\u00e4user in Blockbau-, Fachwerk- und Mauerwerktechnik ausgef\u00fchrt. Das Herz des Hauses bildet die sogenannte Blockstube \u2013 ein Raum aus Holzblockbalken, gesch\u00fctzt durch die sie umgebende St\u00fctzenkonstruktion, die das Gewicht der oberen Geschosse aufnimmt.<\/p>\n<h2><strong>Architektur verbunden mit Handwerk und Weberei<\/strong><\/h2>\n<p>In diesen H\u00e4usern wohnten haupts\u00e4chlich Familien von Handwerkern und Webern, und in der gesamten Region entstanden viele Werkst\u00e4tten. Gerade die Weberei machte dieses Gebiet zu einem wichtigen Zentrum der Textilindustrie.<\/p>\n<div id=\"attachment_84065\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84065\" class=\"size-large wp-image-84065\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dom-przyslupowy-bogatynia-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dom-przyslupowy-bogatynia-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dom-przyslupowy-bogatynia-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dom-przyslupowy-bogatynia-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dom-przyslupowy-bogatynia-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dom-przyslupowy-bogatynia-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-84065\" class=\"wp-caption-text\">Seit zwei Jahrzehnten findet jedes Jahr der Tag der offenen Umgebindeh\u00e4user statt, ein Fest der l\u00e4ndlichen Holzbaukunst am Dreil\u00e4ndereck Polen, Tschechien und Deutschland.<br \/>Foto: Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Das Umgebindehaus ist ein Geb\u00e4ude, das in einen Wohn- und einen Wirtschaftsteil unterteilt ist, meist mit zwei, aber auch mehr Geschossen und einem Satteldach. Der Wohnteil ist aus Holz, w\u00e4hrend der Wirtschaftsteil, der Stall und die Diele gemauert sind. In der Diele des Geb\u00e4udes befinden sich der Hauptkaminzug und die Treppe, die in das Obergeschoss f\u00fchrt. Das Obergeschoss ist meist in Fachwerkkonstruktion gebaut. Der Wohnteil hat Blockw\u00e4nde, die eine Balkendecke tragen.<\/p>\n<p>Die W\u00e4nde tragen nicht das Gewicht der oberen Geschosse. Dazu dienen die sogenannten Umgebinde (St\u00fctzen), und daher stammt der Name des Geb\u00e4udes.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/vergessenes-erbe-umgebindehaeuser-in-reichenau\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/vergessenes1_Easy-Resize.com-1-150x150.jpg\" alt=\"Reichenau \u2013 die Hauptstadt der Umgebindeh\u00e4user\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Vergessenes Erbe<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Reichenau \u2013 die Hauptstadt der Umgebindeh\u00e4user<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ostaszow-kommentar-zum-streit-um-die-aufnahme-in-das-denkmalregister\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Ostaszow-Wikipedia-150x150.jpg\" alt=\"Eigentum oder Erbe? Nicht alles, was uns geh\u00f6rt, geh\u00f6rt nur uns\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Kommentar<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Eigentum oder Erbe? Nicht alles, was uns geh\u00f6rt, geh\u00f6rt nur uns<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Die Entwicklung der Umgebindekonstruktion k\u00f6nnte auf die sich in dieser Region entwickelnde Weberei, aber auch auf andere Handwerksbereiche zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Die im Geb\u00e4ude betriebene Produktion verursachte starke Vibrationen, die zu Sch\u00e4den am Objekt f\u00fchren konnten.<\/p>\n<p>Die Weberei hatte einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Region Lausitz, aber auch eines viel gr\u00f6\u00dferen Gebietes.<\/p>\n<p>Lausitzer Leinwand wurde wegen ihrer Festigkeit und gleichm\u00e4\u00dfigen Bindung gesch\u00e4tzt. Sie wurde daher nach Breslau, Dresden, Leipzig und Frankfurt geliefert. Auf dem Seeweg wurde sie nach Frankreich, in die Niederlande, nach England, Spanien, Portugal, Italien und Skandinavien, aber auch nach Nordamerika und in die Karibik verschickt.<\/p>\n<h2><strong>Faktorenh\u00f6fe \u2013 Zentren des Leinwandhandels<\/strong><\/h2>\n<p>In der Oberlausitz entstanden Sitze von Handelsvermittlern, sogenannte Faktorenh\u00f6fe, der damaligen Organisatoren des Leinenhandels.<\/p>\n<p>Der Faktor war der Vermittler zwischen Kaufmann und Unternehmer: Er kaufte rohe Leinwand von den Landwebern auf, vergab das Bleichen, F\u00e4rben oder Veredeln in Auftrag und verkaufte sie dann auf den in- und ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Die Faktorenh\u00f6fe waren meist Geb\u00e4ude in Umgebindebauweise. Sie waren nicht nur Wohnh\u00e4user, sondern auch Firmensitze \u2013 sie vereinten die Funktion von Residenz, Lager und B\u00fcro.<\/p>\n<p>Heute sind viele dieser Objekte Baudenkm\u00e4ler, wie zum Beispiel der Faktorenhof in Eibau.<\/p>\n<h2><strong>Umgebindeh\u00e4user in verschiedenen Regionen<\/strong><\/h2>\n<p>Bis heute haben sich die meisten Umgebindeh\u00e4user im \u00f6stlichen Teil Sachsens erhalten, wo bisher etwa 6.200 Objekte inventarisiert wurden. In Tschechien gibt es etwa 3.600, w\u00e4hrend in Polen bisher etwa 400 solcher H\u00e4user erfasst wurden, wobei dies keine vollst\u00e4ndige Liste ist. Die gr\u00f6\u00dfte Ansammlung von Umgebindeh\u00e4usern in Polen befindet sich in der Gegend von Reichenau (Bogatynia), wo es etwa 200 gibt, von denen 85 in das Denkmalregister eingetragen sind.<\/p>\n<p>Geb\u00e4ude mit dieser Konstruktionsweise sind auch charakteristisch f\u00fcr die traditionelle Architektur der Vorkarpatenregion (Podkarpacie). Einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung dieser Bauweise in dieser Region hatte zweifellos die Ansiedlung der sogenannten Taubdeutschen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eUmgebindeh\u00e4user sind nicht nur eine einzigartige Architektur, sondern auch ein Zeugnis des Lebens der Menschen, die \u00fcber Generationen hinweg die Geschichte dieser Region geschrieben haben.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Solche Objekte befinden sich heute im Freilichtmuseum in Markowa, und ihr Verbreitungsgebiet reichte bis zum Fluss Wiar, an der Grenze zwischen Polen und der Ukraine.<\/p>\n<p>Die deutsche Bev\u00f6lkerung, die in den Gebieten des Rotrutheniens sowie im s\u00fcdlichen Teil Polens zwischen \u0141a\u0144cut und Przemy\u015bl lebte, wurde erst Ende des 16. Jahrhunderts polonisiert, und in der Vorkarpatenregion \u00fcberlebte sie bis ins 18. Jahrhundert. Die Geb\u00e4ude haben, wie man sieht, deutlich l\u00e4nger \u00fcberdauert.<\/p>\n<p>Eines der bekannteren und charakteristischeren Geb\u00e4ude in dieser Region ist die sogenannte \u201eCha\u0142upa Szylar\u00f3w\u201c.<\/p>\n<p>Es ist ein originales Geb\u00e4ude, das die lokale traditionelle Architektur der Vorkarpatenregion pr\u00e4sentiert. Das auf rechteckigem Grundriss errichtete Holzhaus entstand in Umgebindebauweise. Die W\u00e4nde wurden aus Balken im Blockverband erstellt. Das Dach st\u00fctzt sich auf St\u00fctzen und ist mit Keramikziegeln gedeckt.<\/p>\n<p>Das Objekt entstand im 19. Jahrhundert, und laut einer notariellen Urkunde aus dem Jahr 1879 war sein Besitzer Jan Szylar. Das Haus selbst existierte bereits 1834.<\/p>\n<p>Geb\u00e4ude in Umgebindebauweise kamen auch in der Kaschubei vor.<\/p>\n<h2><strong>Zagroda Ko\u0142odzieja \u2013 ein Haus vor dem Vergessen gerettet<\/strong><\/h2>\n<p>Zur\u00fcck zu dem eingangs erw\u00e4hnten Geb\u00e4ude \u201eZagroda Ko\u0142odzieja\u201c: Das gut erhaltene Objekt samt Umgebung wird derzeit f\u00fcr Hotel- und Gastronomiezwecke genutzt, aber nicht nur.<\/p>\n<p>Die Anlage befindet sich in einem Haus, das ein typisches Beispiel f\u00fcr den Umgebindebau ist. Interessant ist die Tatsache, dass die \u201eZagroda Ko\u0142odzieja\u201c aus Weigsdorf, das mehrere Kilometer vom heutigen Standort entfernt ist, versetzt wurde. Dieses Dorf existiert heute aufgrund des Ausbaus des nahegelegenen Tagebaus nicht mehr.<\/p>\n<p>Der gesamte Prozess des Umzugs wurde auf vielen Fotos und Tafeln dargestellt, die heute als interessante Ausstellung im Au\u00dfengel\u00e4nde rund um das Geb\u00e4ude zu sehen sind. Die pr\u00e4zise Montage des versetzten Objekts erm\u00f6glicht es, den Aufbau der Wagnerwerkstatt perfekt zu zeigen und die Atmosph\u00e4re des Ortes einzufangen.<\/p>\n<p>Der urspr\u00fcngliche Eigent\u00fcmer des Geb\u00e4udes war seit 1822 sein Erbauer Walter Stephen. Seine Familie lebte dort bis 1947. Anschlie\u00dfend zogen noch f\u00fcnf weitere polnische Familien ein.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude hat sein urspr\u00fcngliches Aussehen bis heute bewahrt, auch wenn sein Standort ge\u00e4ndert wurde. Es ist ein Objekt, wie viele in dieser Region, in Blockbau- und Fachwerkkonstruktion, mit reich verzierten St\u00fctzen. Es hat vier Geschosse, ein Mansarddach und ein in dieser Architektur seltenes T\u00fcrportal. Das Ganze, zusammen mit den Einrichtungselementen und Fensterl\u00e4den, unterstreicht den Reichtum und die Stellung seines Eigent\u00fcmers und Erbauers.<\/p>\n<p>Die Verlegung des Geb\u00e4udes an den neuen Standort dauerte etwa einen Monat \u2013 von Mai bis Juni 2005.<\/p>\n<p>Man kann sagen, dass das Geb\u00e4ude einen weiteren guten Verwalter gefunden hat, einen Enthusiasten, der es nicht nur rettete, sondern auch einen Ort f\u00fcr Kultur und Tourismus darin schuf.<\/p>\n<h2><strong>Ein lebendiges Erbe<\/strong><\/h2>\n<p>In der heutigen \u201eZagroda Ko\u0142odzieja\u201c finden laut Internet- und Presseberichten Poesieabende, Auftritte von Folkloregruppen, Vorf\u00fchrungen aussterbender Handwerke, Erntedankfeste und Volksfeste statt, aber auch Workshops im Bereich konservatorischer Handwerkskunst, bei denen sich Handwerker weiterbilden k\u00f6nnen, die mit der Rettung und Pflege von Denkm\u00e4lern, insbesondere Holzh\u00e4usern, befasst sind.<\/p>\n<p>Das Ganze ist ein \u00dcbernachtungskomplex mit einem Restaurant, in dem regionale Produkte serviert werden.<\/p>\n<p>Dieses Haus, als Zeuge der Geschichte, erz\u00e4hlt die Geschichte der Menschen, die in Weigsdorf lebten.<\/p>\n<div id=\"attachment_84061\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-84061\" class=\"size-large wp-image-84061\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Dom_Zegarmistrza_in_Bogatynia-1024x668.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"668\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Dom_Zegarmistrza_in_Bogatynia-1024x668.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Dom_Zegarmistrza_in_Bogatynia-300x196.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Dom_Zegarmistrza_in_Bogatynia-768x501.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Dom_Zegarmistrza_in_Bogatynia-1536x1002.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Dom_Zegarmistrza_in_Bogatynia-2048x1336.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-84061\" class=\"wp-caption-text\">Seit zwei Jahrzehnten findet jedes Jahr der Tag der offenen Umgebindeh\u00e4user statt, ein Fest der l\u00e4ndlichen Holzbaukunst am Dreil\u00e4ndereck Polen, Tschechien und Deutschland.<br \/>Foto: Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Seit zwei Jahrzehnten findet jedes Jahr der Tag der offenen Umgebindeh\u00e4user statt, ein Fest der l\u00e4ndlichen Holzbaukunst am Dreil\u00e4ndereck Polen, Tschechien und Deutschland, bei dem die von ihren Besitzern gemeldeten \u201eUmgebinde\u201c bewundert werden k\u00f6nnen. Die Veranstaltung erfreut sich bei Liebhabern der Oberlausitzer Architektur ungebrochener Beliebtheit.<\/p>\n<p>Heute erleben die Umgebindeh\u00e4user ihre Renaissance. Dies geschieht auch dank der Mittel aus ministeriellen Sanierungsprogrammen und Regionalfonds der Woiwodschaft Niederschlesien.<\/p>\n<p>Auf Facebook gibt es die Gruppe \u201eDomy Przys\u0142upowe\u201c (Umgebindeh\u00e4user), die zu einer sehr n\u00fctzlichen Plattform f\u00fcr den Informationsaustausch geworden ist und auch ein Ort ist, an dem man sich mit fertigen Bauprojekten f\u00fcr neue H\u00e4user und Objekte f\u00fcr kulturelle Zwecke vertraut machen kann.<\/p>\n<p>Wie immer bei solchen Projekten sind eine Idee und eine engagierte Person wichtig. F\u00fcr die \u201eZagroda Ko\u0142odzieja\u201c und andere Geb\u00e4ude in der Region wurde El\u017cbieta Lech-Gotthardt, die Vizevorsitzende des Vereins DOM KO\u0141ODZIEJA, zu einer solchen treibenden Kraft.<\/p>\n<p>Wie sie sich selbst bezeichnet, ist sie eine sozial engagierte Unternehmerin, der die Bewahrung der kulturellen Ressourcen der Region am Herzen liegt.<\/p>\n<p>Ihr Verein f\u00f6rdert die Vision der Renovierung historischer Objekte und bietet Beratung und Hilfe, auch bei der Beschaffung von F\u00f6rdermitteln in Form von Sanierungszusch\u00fcssen.<\/p>\n<p>Solche Aktivit\u00e4ten f\u00fcr das historische Erbe der Regionen verdienen F\u00f6rderung und Anerkennung. Die T\u00e4tigkeit des Vereins \u201eZagroda Ko\u0142odzieja\u201c, aber auch anderer Personen, die an der Renovierung und dem Bau von Umgebindeh\u00e4usern beteiligt sind, entwickelt sich st\u00e4ndig weiter.<\/p>\n<p>Dem Verein sind weitere Erfolge zu w\u00fcnschen, aber auch die bisherigen Leistungen hervorzuheben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehrmals im Jahr lege ich die Strecke zwischen Oberschlesien und Niedersachsen zur\u00fcck. Das sind etwa tausend Kilometer. Ich bem\u00fche mich, dass es f\u00fcr mich nicht zu belastend und erm\u00fcdend ist. 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