{"id":83321,"date":"2026-07-25T05:00:44","date_gmt":"2026-07-25T03:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=83321"},"modified":"2026-07-24T13:31:46","modified_gmt":"2026-07-24T11:31:46","slug":"galuschel-das-gold-der-schlesischen-waelder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/galuschel-das-gold-der-schlesischen-waelder\/","title":{"rendered":"Galuschel \u2013 das Gold der schlesischen W\u00e4lder"},"content":{"rendered":"<p><strong>Als sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert der Morgennebel auf die Fichtenzweige der schlesischen W\u00e4lder legte, begann allj\u00e4hrlich die Suche nach dem \u201eGold des Waldes\u201c. Der Pfifferling \u2013 damals auch unter den Bezeichnungen Eierschwamm oder regional Goldm\u00e4nnchen bekannt \u2013 war weit mehr als nur eine Zutat f\u00fcr das Mittagessen. Er geh\u00f6rte zu den Grundpfeilern der schlesischen Alltagsk\u00fcche und verk\u00f6rperte auf besondere Weise die Verbindung von sparsamer Hauswirtschaft, regionaler Natur und feiner Kochkunst.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die Hausfrauen jener Zeit bedeutete die Pfifferlingsaison arbeitsreiche Wochen. Zeitungen wie <strong>Der Oberschlesische Wanderer<\/strong> berichteten ausf\u00fchrlich \u00fcber das gesch\u00e4ftige Leben auf den Wochenm\u00e4rkten: von Tagen, an denen das reichliche Pilzangebot die Nachfrage \u00fcberstieg, ebenso wie von Wochen nach ergiebigen Regenf\u00e4llen, wenn die K\u00f6rbe der Marktfrauen zum begehrtesten Gut der K\u00e4ufer wurden. Pfifferlinge fanden ihren Weg sowohl auf die Tafeln wohlhabender B\u00fcrgerfamilien als auch in die bescheidenen K\u00fcchen der Arbeiter. Obwohl sie h\u00e4ufig als \u201egew\u00f6hnliche\u201c Waldpilze bezeichnet wurden, sch\u00e4tzte man ihren N\u00e4hrwert deutlich h\u00f6her ein, als ihr vergleichsweise niedriger Preis vermuten lie\u00df.<\/p>\n<div id=\"attachment_83312\" style=\"width: 713px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83312\" class=\"size-large wp-image-83312\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-703x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"703\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-703x1024.jpg 703w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-206x300.jpg 206w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-768x1119.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-1055x1536.jpg 1055w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-1406x2048.jpg 1406w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Deutsche-Fonothek-Frauen-beim-Pilze-sammeln-Hermann-Krause-um-1920-scaled.jpg 1758w\" sizes=\"auto, (max-width: 703px) 100vw, 703px\" \/><p id=\"caption-attachment-83312\" class=\"wp-caption-text\">Frauen beim Pilzesammeln, um 1920.<br \/>Foto: Hermann Krau\u00dfe<br \/>Quelle: Deutsche Fonothek<\/p><\/div>\n<p>Aus heutiger Sicht wirkt eine satirische Szene aus dem Jahr 1935 beinahe am\u00fcsant: Eine Marktfrau rennt mit einem Korb voller Pfifferlinge hinter einer Stra\u00dfenbahn her und wird damit zum Sinnbild des t\u00e4glichen Kampfes um die Lebensmittelversorgung. Doch diese Episode erz\u00e4hlt nur eine Seite der Geschichte. Die andere offenbart die beinahe poetische Begeisterung f\u00fcr den Wald. Zeitgen\u00f6ssische Autoren ermunterten ihre Leser zu Ausfl\u00fcgen ins Gr\u00fcne, um nach den \u201eKinderg\u00e4rten der Pfifferlinge\u201c zu suchen \u2013 nach den jungen, hellgelben Pilzen, die sich wie schutzsuchende Kinder eng an ihre Mutter schmiegen. Zugleich erinnerten sie an die Verantwortung jedes Sammlers: \u201eSei kein Vandale \u2013 schone das Pilzgeflecht.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Pfifferlinge sogar an Bord des Graf Zeppelin<\/strong><\/h2>\n<p>Wie gro\u00df die Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr den Pfifferling damals war, zeigt ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Beispiel aus einer Welt, in der man ihn kaum vermuten w\u00fcrde. Im August 1935 ver\u00f6ffentlichte die Schlesische Zeitung die Speisekarte des legend\u00e4ren Luftschiffs Graf Zeppelin. An Bord des luxuri\u00f6sen Giganten befand sich eine voll ausgestattete Bordk\u00fcche, deren Gerichte in Zusammenarbeit mit den renommiertesten Hotels der Welt vorbereitet wurden. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli befand sich der Zeppelin in der N\u00e4he des havarierten Postflugboots Tornado, als dessen Besatzung per Funk eine ungew\u00f6hnliche Nachricht \u00fcbermittelte. Die gestrandeten Flieger bestellten vier Portionen Schweinefilet mit Bratkartoffeln und Pfifferlingen, dazu vier Flaschen Bier, vier Flaschen Mineralwasser sowie Kaffee mit Sahne. Die hungrige Mannschaft schlug vor, einen Proviantkorb aus dem Luftschiff herabzulassen, den sie in der Luft \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Wie die schlesische Zeitung berichtete, schmeckte das au\u00dfergew\u00f6hnliche Abendessen hoch \u00fcber den Wolken den Piloten offenbar ausgezeichnet. Und trotz der technischen Panne erreichten die Postsendungen schlie\u00dflich p\u00fcnktlich ihr Ziel.<\/p>\n<div id=\"attachment_83310\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83310\" class=\"size-large wp-image-83310\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260719_1340350-Malgorzata-Janik-1024x557.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"557\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260719_1340350-Malgorzata-Janik-1024x557.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260719_1340350-Malgorzata-Janik-300x163.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260719_1340350-Malgorzata-Janik-768x417.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260719_1340350-Malgorzata-Janik.png 1045w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-83310\" class=\"wp-caption-text\">Auf der Jagd nach Pfifferlingen in der N\u00e4he von Dyhernfurth (Brzeg Dolny).<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>So erz\u00e4hlen Pfifferlinge bis heute weit mehr als nur eine kulinarische Geschichte. Sie stehen f\u00fcr den Reichtum der schlesischen W\u00e4lder, f\u00fcr den Rhythmus der Jahreszeiten und f\u00fcr eine K\u00fcche, die aus einfachen Zutaten unvergessliche Gen\u00fcsse schuf \u2013 sei es am heimischen Herd oder hoch \u00fcber den Wolken an Bord des ber\u00fchmtesten Luftschiffs seiner Zeit.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEs braucht nicht viel, um ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Gericht zu schaffen. Ein wenig Butter, Respekt vor der Natur und das Bewusstsein, dass auf unserem Teller nicht nur Waldpilze liegen, sondern auch ein St\u00fcck schlesischer Geschichte.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h2><strong>Die schlesische Kunst der Zubereitung<\/strong><\/h2>\n<p>Zur\u00fcck auf dem Boden lohnt es sich, einen Blick auf die alten Regeln der schlesischen K\u00fcche im Umgang mit den empfindlichen Sch\u00e4tzen des Waldes zu werfen. Henriette Pelz warnte in ihrem Kochbuch ebenso wie die landwirtschaftlichen Zeitschriften ihrer Zeit vor Fehlern, die uns heute \u00fcberraschen m\u00f6gen. Vor allem galten zwei Grunds\u00e4tze: Ma\u00dfhalten und Schnelligkeit. Man war \u00fcberzeugt, dass Pfifferlinge kein Wasser ben\u00f6tigten \u2013 sie sollten ausschlie\u00dflich im eigenen Saft schmoren, denn nur so entfalteten sie ihr volles Aroma. Eine Garzeit von mehr als zehn bis f\u00fcnfzehn Minuten galt als Fehler, da die Pilze dadurch z\u00e4h und schwer verdaulich wurden. Die schlesische Hausfrau wusste, dass Pfifferlinge Butter, etwas Zwiebel, frische Petersilie und \u2013 als feine geschmackliche Abrundung \u2013 einen L\u00f6ffel saure Sahne liebten.<\/p>\n<div id=\"attachment_83314\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83314\" class=\"size-large wp-image-83314\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260716_155451-Malgorzata-Janik-1024x473.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"473\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260716_155451-Malgorzata-Janik-1024x473.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260716_155451-Malgorzata-Janik-300x138.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260716_155451-Malgorzata-Janik-768x354.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260716_155451-Malgorzata-Janik-1536x709.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_20260716_155451-Malgorzata-Janik-2048x945.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-83314\" class=\"wp-caption-text\">Frisch aus dem Wald \u2013 schnell und einfach zubereitet.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>In der schlesischen K\u00fcche zeigte sich der Pfifferling von vielen Seiten. Mal wurde er ganz schlicht als Beilage zu Eierspeisen oder in einer s\u00e4uerlichen Sauce serviert, mal fand er seinen Platz in beinahe restaurantreifen Kreationen, etwa in einem geschichteten Reisauflauf mit Pfifferlingen und Parmesan. Auch raffinierte Kombinationen fehlten nicht, beispielsweise Scholle in Butter-Zitronen-Sauce mit Pfifferlingen \u2013 ein eindrucksvoller Beleg daf\u00fcr, wie selbstverst\u00e4ndlich die schlesische K\u00fcche Waldaromen mit Zutaten aus anderen Regionen verband.<\/p>\n<h2><strong>Ein St\u00fcck schlesischer Geschichte auf dem Teller<\/strong><\/h2>\n<p>Sobald ich an einen Ausflug in den Wald denke, erfasst mich eine kaum zu b\u00e4ndigende Vorfreude. Zugleich hoffe ich jedes Mal, dass M\u00fccken und anderes Krabbelgetier gn\u00e4dig mit mir sind. Ich liebe das Sammeln von Pfifferlingen, denn sie wachsen meist in Gruppen: Hat man den ersten entdeckt, wei\u00df man, dass sich ganz in der N\u00e4he noch viele weitere verbergen.<\/p>\n<div id=\"attachment_83319\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83319\" class=\"size-large wp-image-83319\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/SKAN-koloryzowany-Malgorzata-Janik-1024x683.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/SKAN-koloryzowany-Malgorzata-Janik-1024x683.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/SKAN-koloryzowany-Malgorzata-Janik-300x200.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/SKAN-koloryzowany-Malgorzata-Janik-768x512.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/SKAN-koloryzowany-Malgorzata-Janik.png 1248w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-83319\" class=\"wp-caption-text\">Ein Picknick im Wald ist eine wunderbare Tradition. Ein nachtr\u00e4glich koloriertes Foto.<br \/>Quelle: Privatarchiv Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>Beim Lesen alter Zeitungsberichte und historischer Rezepte hatte ich unwillk\u00fcrlich das Bild einer kupfernen Pfanne vor Augen, in der Butter leise zu brutzeln beginnt, bevor die frisch aus dem Wald heimgebrachten Pfifferlinge hineingleiten. Die schlesische K\u00fcche der Vorkriegszeit lehrte vor allem eines: den respektvollen Umgang mit dem Produkt \u2013 vom achtsamen Finden des Pilzes im Wald \u00fcber seine sorgf\u00e4ltige Reinigung bis hin zur kurzen Zubereitung, die alles bewahren sollte, was den Pfifferling so besonders macht.<\/p>\n<p>Wenn wir heute zu Pfifferlingen greifen, lohnt es sich, an diese alte K\u00fcchenweisheit zu denken: Es braucht nicht viel, um ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Gericht zu schaffen. Ein wenig Butter, Respekt vor der Natur und das Bewusstsein, dass auf unserem Teller nicht nur Waldpilze liegen, sondern auch ein St\u00fcck schlesischer Geschichte \u2013 eine Geschichte, die seit mehr als hundert Jahren unver\u00e4ndert nach Pfeffer, Butter und unvergesslichen Waldaromen schmeckt.<\/p>\n<h2><strong>Pfifferlinge oder Galuschel<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_83308\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83308\" class=\"size-large wp-image-83308\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/AAD_2114-Malgorzata-Janik-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/AAD_2114-Malgorzata-Janik-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/AAD_2114-Malgorzata-Janik-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/AAD_2114-Malgorzata-Janik-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/AAD_2114-Malgorzata-Janik-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/AAD_2114-Malgorzata-Janik-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-83308\" class=\"wp-caption-text\">Eine gelungene Sommerk\u00fcche setzt auf Frische, Schnelligkeit und leichte Gerichte.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>750 g Pfifferlinge werden sauber geputzt, indem man die Stielchen abschabt und die sandigen Stielenden abschneidet. Darauf werden die Pilze sorgf\u00e4ltig gewaschen und nach Belieben in kochendem Salzwasser mit einer ganzen Zwiebel zusammen abgebr\u00fcht. 40 g Butter werden zerlassen und eine feingeschnittene Zwiebel wird darin geschmort; dann sch\u00fcttet man die vorbereiteten Pilze hinein, st\u00e4ubt 2 Essl\u00f6ffel geriebene Semmel dar\u00fcber und l\u00e4sst die Pilze 15 Minuten schmoren. Nun schmeckt man sie mit Salz ab und vermischt sie mit einem Essl\u00f6ffel gewiegter Petersilie. Pilze d\u00fcrfen nicht zu lange schmoren, weil sie dadurch hart werden.<\/p>\n<p>Unsere ersten Pfifferlinge der Saison habe ich nach einem Rezept von Henriette Pelz (<em>Schlesisches Kochbuch<\/em>, 1921) zubereitet. Serviert wurden sie mit Bandnudeln; die Sauce habe ich mit einem L\u00f6ffel saurer Sahne verfeinert und das Gericht mit frisch geschnittenem Schnittlauch vollendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als sich um die Wende vom 19. zum 20. 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