{"id":83303,"date":"2026-07-26T11:30:08","date_gmt":"2026-07-26T09:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=83303"},"modified":"2026-07-25T17:43:03","modified_gmt":"2026-07-25T15:43:03","slug":"ingeborg-odelga-ein-jahrhundert-fuer-die-heimat-die-sprache-und-die-poesie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ingeborg-odelga-ein-jahrhundert-fuer-die-heimat-die-sprache-und-die-poesie\/","title":{"rendered":"Ingeborg Odelga \u2013 ein Jahrhundert f\u00fcr die Heimat, die Sprache und die Poesie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 26. Juli 2026 feiert Ingeborg Odelga aus Proskau ihren 100. Geburtstag. Ein ganzes Jahrhundert Leben \u2013 gepr\u00e4gt von Krieg und Frieden, Verlust und Hoffnung, von der Liebe zur schlesischen Heimat und zur deutschen Sprache. Wer ihr begegnet, trifft keine Frau, die gro\u00dfe Worte sucht. Vielmehr sind es ihre Gedichte, die sprechen. In ihnen finden sich Erinnerungen, Natur, Menschlichkeit und die tiefe \u00dcberzeugung, dass Sprache Br\u00fccken bauen kann.<\/strong><!--more--><\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch bin sehr mit meiner Heimat verbunden. Ich habe hier Wurzeln geschlagen, und die kann man nicht abschneiden. Die werden von mir begossen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8211; sagte die Dichterin. Kaum ein Satz beschreibt Ingeborg Odelga besser als dieses Bekenntnis zu ihrer Heimat. Obwohl sie im Laufe ihres langen Lebens Grund gehabt h\u00e4tte, Proskau zu verlassen, blieb sie. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Verbundenheit. Heimat war f\u00fcr sie nie ein politischer Begriff, sondern ein Ort der Erinnerungen, der Natur und der Menschen.<\/p>\n<h2><strong>Die Wurzeln einer Dichterin<\/strong><\/h2>\n<p>Ingeborg Odelga wurde am 26. Juli 1926 in Proskau geboren und lebt bis heute in ihrer Heimatstadt. Bereits mit acht Jahren verlor sie ihre Mutter und wuchs anschlie\u00dfend bei deren Familie auf. Die schweren Erfahrungen der Kindheit pr\u00e4gten ihren Blick auf das Leben. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs absolvierte sie in Berlin eine Ausbildung zur Krankenschwester. Nach Kriegsende kehrte sie nach Schlesien zur\u00fcck und arbeitete fast drei Jahrzehnte im Krankenhaus in Proskau. F\u00fcr Generationen von Patienten war sie nicht nur Krankenschwester, sondern auch Zuh\u00f6rerin und Trostspenderin.<\/p>\n<div id=\"attachment_83297\" style=\"width: 693px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83297\" class=\"size-large wp-image-83297\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-683x1024.jpg 683w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-768x1152.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><p id=\"caption-attachment-83297\" class=\"wp-caption-text\">Ingeborg Odelga wurde am 26. Juli 1926 in Proskau geboren.<br \/>Foto: A. Durecka<\/p><\/div>\n<p>Die Liebe zur Literatur wurde ihr praktisch in die Wiege gelegt. Ihr Vater ver\u00f6ffentlichte bereits 1935 den Gedichtband <em>\u201eStrophen aus der Tiefe\u201c<\/em>, auch der Gro\u00dfvater schrieb Verse. Der Vater blieb f\u00fcr sie Zeit ihres Lebens Vorbild \u2013 nicht nur als Dichter, sondern vor allem als Mensch.<\/p>\n<p>\u201eVater, du warst ein stiller, aufrichtiger Mensch, hast keinem Unrecht angetan \u2026 weil du gegen den Strom geschwommen bist.\u201c<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/gedichte-die-generationen-verbinden\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/IMG_3714-150x150.jpeg\" alt=\"Gedichte, die Generationen verbinden\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Rezitationswettbewerb zum 100. Geburtstag von Ingeborg Odelga<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Gedichte, die Generationen verbinden<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Diese Zeilen widmete sie ihrem Vater in einem ihrer Gedichte. Hinter ihnen verbirgt sich eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Familiengeschichte. Ihr Vater hatte den Mut, Adolf Hitler indirekt in einem satirischen Text zu kritisieren und diesen sogar an die Reichskanzlei zu schicken. Die Folgen h\u00e4tten t\u00f6dlich sein k\u00f6nnen. \u201eMein Vater war zu mutig. \u2026 Er hat Hitler indirekt als Irren bezeichnet. Dann kam ein Haftbefehl. Gute Leute haben ihm geholfen zu verschwinden und sein Leben zu retten.\u201c, erinnerte sich Ingeborg Odelga in einem Interview.<\/p>\n<p>Vielleicht erkl\u00e4rt gerade dieses famili\u00e4re Erbe, warum Ingeborg Odelga niemals einfache Wahrheiten suchte, sondern stets den Mut hatte, Missst\u00e4nde anzusprechen.<\/p>\n<h2><strong>Worte, die bleiben<\/strong><\/h2>\n<p>Obwohl sie aus einer Dichterfamilie stammt, begann sie erst relativ sp\u00e4t selbst zu schreiben. Den entscheidenden Ansto\u00df gab Radio Opole. F\u00fcr die deutschsprachige Sendung \u201eNasz Heimat\u201c wurde kurzfristig ein Erntedankgedicht gesucht. Ingeborg Odelga setzte sich hin und schrieb \u201eErntezeit \u2013 goldene Zeit\u201c. Aus diesem einen Gedicht wurden zwanzig Jahre regelm\u00e4\u00dfiger Lesungen. Sie trug nicht nur Werke Joseph von Eichendorffs und anderer deutscher Dichter vor, sondern auch ihre eigenen Texte.<\/p>\n<p>Heute liegen vier zweisprachige Gedichtb\u00e4nde vor. Geschrieben hat sie ausschlie\u00dflich auf Deutsch, \u00fcbersetzt wurden ihre Werke unter anderem von Erhard Bastek, Jan Goczo\u0142, Krystyna G\u00f3rak und Emma Henning.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wir-brauchen-mehr-disziplin\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/1269du-odelga-foto-A-Durecka-scaled-e1784702377758-150x150.jpg\" alt=\"\u201eWir brauchen mehr Disziplin\u201c\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n              \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">\u201eWir brauchen mehr Disziplin\u201c<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Ihre Gedichte wirken auf den ersten Blick schlicht. Doch gerade in dieser Einfachheit liegt ihre Kraft. Sie schreibt \u00fcber Blumen und B\u00e4ume, Tiere, Jahreszeiten, \u00fcber Menschen, Erinnerungen und gesellschaftliche Entwicklungen. Nie erhebt sie den Zeigefinger, sondern l\u00e4dt zum Nachdenken ein.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWenn mich etwas innerlich bewegt, dann muss ich das festhalten, rauswerfen. Am besten ist es, das aufzuschreiben.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8211; sagt sie.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ingeborg Odelga ist Dichtung keine Kunst um ihrer selbst willen. Sie ist Ausdruck innerer Wahrhaftigkeit: \u201ePoesie, das ist wertvoll. Man sollte keinen Tag vergehen lassen, ohne ein gutes Gedicht zu lesen oder gute Musik zu h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Dabei begegnet sie ihrem eigenen Werk mit bemerkenswerter Bescheidenheit.<\/p>\n<p>\u201eIch bin noch gar nicht so stolz, denn ich wei\u00df ja gar nicht, ob ich das richtig mache.\u201c, sagte sie.<\/p>\n<h2><strong>Zwischen Heimat und deutscher Identit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Ingeborg Odelgas Leben spiegelt zugleich die Geschichte der deutschen Minderheit in Oberschlesien wider. Nach dem politischen Umbruch engagierte sie sich beim Aufbau der Deutschen Freundschaftskreise (DFK). Sie sammelte Unterschriften f\u00fcr die Anerkennung der deutschen Minderheit, f\u00fchrte zwanzig Jahre lang Protokolle und organisierte den Chor des DFK in Proskau.<\/p>\n<p>Den Tag der gerichtlichen Anerkennung der Organisation hat sie bis heute nicht vergessen. \u201eIch war in Euphorie. Ich wollte in den Garten gehen und einen Volkstanz tanzen. Dann dachte ich: Jetzt kommen sie und sperren dich ein.\u201c, erinnert sich die heutige Jubilarin.<\/p>\n<p>Stattdessen lud sie Nachbarn und Freunde in ihre K\u00fcche ein. \u201eWir werden singen. Deutsch singen.\u201c Aus diesen Treffen entwickelte sich ein Singkreis, der \u00fcber Jahrzehnte Bestand hatte.<\/p>\n<div id=\"attachment_83299\" style=\"width: 693px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83299\" class=\"size-large wp-image-83299\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Odelga-Foto-Mateusz-Koszyk-1-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Odelga-Foto-Mateusz-Koszyk-1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Odelga-Foto-Mateusz-Koszyk-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Odelga-Foto-Mateusz-Koszyk-1.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><p id=\"caption-attachment-83299\" class=\"wp-caption-text\">Im Jahr 2022 hat Ingeborg Odelga den Breis \u201eBr\u00fccken des Dialogs\u201c erhalten. Auf dem Foto miz Rafa\u0142 Bartek, dem Vorsitzenden des VdG und dem B\u00fcrgermeister von Proskau Krzysztof Cebula.<br \/>Foto: Mateusz Koszyk<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr sie bedeutete die deutsche Minderheit nie Abgrenzung, sondern das Recht, die eigene Sprache und Kultur offen leben zu d\u00fcrfen. Besonders wichtig war ihr die deutsche Sprache. \u201eMan muss unbedingt Deutsch sprechen. Das ist meine gr\u00f6\u00dfte Sorge. Denn nur die deutsche Sprache h\u00e4lt uns zusammen.\u201c Auch in ihrer Poesie wird deutlich, dass Identit\u00e4t niemals gegen andere gerichtet sein muss. In einem ihrer Gedichte schreibt sie \u00fcber die zweisprachigen Ortsschilder:<\/p>\n<p><em>\u201eGemeinsam bauen wir ein friedliches Europa,<br \/>\nwo wir uns zu unseren Wurzeln,<br \/>\nzu unserer Muttersprache bekennen.<br \/>\nGrundstein zu Br\u00fccken sind Worte, Gespr\u00e4che, Dialoge.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Diese Verse beschreiben vielleicht am besten ihr Lebenswerk. F\u00fcr Ingeborg Odelga ist Sprache kein Instrument der Trennung, sondern der Verst\u00e4ndigung.<\/p>\n<h2><strong>Heimat als t\u00e4gliche Erfahrung<\/strong><\/h2>\n<p>Immer wieder kehrt ihre Dichtung zur Natur zur\u00fcck. Der Wald, der Bach, der Teich oder der eigene Garten sind keine blo\u00dfen Landschaften, sondern Orte der Begegnung mit dem Leben. \u201eDie Natur inspiriert mich. Ich gehe an den Bach, an unseren Teich, in den Wald. Die Natur \u2013 das ist mein lieber Gott. Ich bin dankbar, dass ich das so empfinden kann.\u201c<\/p>\n<p>Diese Dankbarkeit spiegelt sich selbst in kleinen Gedichten wider. Ber\u00fchrend einfach sind ihre Zeilen \u00fcber die eigene Katze:<\/p>\n<p><em>\u201eKatzi, mein Schatzi,<br \/>\ndu schl\u00e4fst so ruhig,<br \/>\natmest so leise,<br \/>\nstrahlst so viel Gem\u00fctlichkeit aus.<br \/>\nDas ist gut. So kann es sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Gerade diese F\u00e4higkeit, im Allt\u00e4glichen das Wesentliche zu entdecken, macht ihre Poesie zeitlos.<\/p>\n<h2><strong>Eine Stimme mit Haltung<\/strong><\/h2>\n<p>Ingeborg Odelga hat nie geschwiegen, wenn sie Ungerechtigkeit wahrnahm. Sie sprach Missst\u00e4nde offen an, ob im Alltag oder in gesellschaftlichen Fragen. Dabei orientierte sie sich an einem Gedanken, den sie oft zitierte.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMan muss nur, so wie Eichendorff sagt, den richtigen Ton anschlagen, dann r\u00fchrt man den Menschen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Genau das ist ihr gelungen. Ohne Pathos, ohne laute Gesten, aber mit Ehrlichkeit und Menschlichkeit.<\/p>\n<div id=\"attachment_83301\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83301\" class=\"size-large wp-image-83301\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/odelga-foto-deutsche-in-der-gemeinde-proskau-FB-1024x819.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"819\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/odelga-foto-deutsche-in-der-gemeinde-proskau-FB-1024x819.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/odelga-foto-deutsche-in-der-gemeinde-proskau-FB-300x240.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/odelga-foto-deutsche-in-der-gemeinde-proskau-FB-768x615.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/odelga-foto-deutsche-in-der-gemeinde-proskau-FB.jpg 1402w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-83301\" class=\"wp-caption-text\">Die Liebe zur Literatur wurde Ingeborg Odfelga praktisch in die Wiege gelegt<br \/>Foto: Deutsche Minderheit in der Gemeinde Proskau<\/p><\/div>\n<p><strong>Hundert Jahre nach ihrer Geburt geh\u00f6rt Ingeborg Odelga zu den bedeutendsten literarischen Stimmen der deutschen Minderheit in Oberschlesien. Ihre Gedichte erz\u00e4hlen von einer Heimat, die Grenzen \u00fcberdauert, von einer Sprache, die Identit\u00e4t bewahrt, und von einem Menschen, der nie aufgeh\u00f6rt hat, an die Kraft des Wortes zu glauben.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ausgebucht-bis-abend\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">So haben wir vor genau zehn Jahren \u00fcber Ingeborg Odelga geschrieben!<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26. Juli 2026 feiert Ingeborg Odelga aus Proskau ihren 100. Geburtstag. Ein ganzes Jahrhundert Leben \u2013 gepr\u00e4gt von Krieg und Frieden, Verlust und Hoffnung, von der Liebe zur schlesischen Heimat und zur deutschen Sprache. Wer ihr begegnet, trifft keine Frau, die gro\u00dfe Worte sucht. Vielmehr sind es ihre Gedichte, die sprechen. 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