{"id":83068,"date":"2026-07-20T12:00:16","date_gmt":"2026-07-20T10:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=83068"},"modified":"2026-07-20T12:49:02","modified_gmt":"2026-07-20T10:49:02","slug":"kilometer-der-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/kilometer-der-hoffnung\/","title":{"rendered":"Kilometer der Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gestern, am 19. Juli 2026, brach Maria Koschny \u2013 Vorsitzende des DFK Kupp, Mitglied des Ensembles \u201eKupskie ECHO\u201c und leidenschaftliche Radfahrerin \u2013 zu ihrer ganz pers\u00f6nlichen Lebensreise auf. Vor ihr liegen tausende Kilometer auf einer einsamen Strecke, von der Schwelle ihres eigenen Hauses in Kupp bis zum Grab des Heiligen Jakobus in Spanien. Doch es ist kein gew\u00f6hnlicher Urlaub \u2013 es ist eine Expedition mit einer Mission: Hilfe f\u00fcr die kleine Laura Piechota und eine pers\u00f6nliche Glaubenswallfahrt. Frau Maria, die vor Energie nur so strotzt \u2013 wie sie selbst sagt: \u201eADHS bei Erwachsenen\u201c \u2013 will beweisen, dass jeder gefahrene Kilometer zum Symbol der Hoffnung werden kann.<\/strong><\/p>\n<h3><!--more--><br \/>\nSie sind ein \u00e4u\u00dferst aktiver Mensch: Vorsitzende des \u00f6rtlichen DFK, S\u00e4ngerin im Ensemble \u201eKupskie ECHO\u201c und nun Alleinreisende. Haben wir etwas vergessen?<\/h3>\n<p>(lacht) Ich glaube, das Wichtigste wurde gesagt. Ich bin von hier, aus Kupp, hier singe ich, hier engagiere ich mich, und meine gr\u00f6\u00dfte Leidenschaft ist das Reisen auf dem Fahrrad. So verbringe ich meinen Urlaub. Aber diese Reise ist anders. Es ist meine zehnte gro\u00dfe Tour, aber sie ist seit einem Jahr mit einem Ziel geplant, das weit \u00fcber die eigene Zufriedenheit hinausgeht. Ich dachte mir: Da ich ja schon den \u201eTick\u201c zum Pedalieren habe, soll das doch auch einen konkreten Nutzen f\u00fcr jemanden bringen, der ihn dringend braucht.<\/p>\n<h3>Dieser \u201ejemand\u201c ist die kleine Laura Piechota. Warum gerade sie?<\/h3>\n<p>Ich bin auf Laura in unserer N\u00e4he aufmerksam geworden. Es ist ein M\u00e4dchen, das am Rett-Syndrom leidet. Als ich erfuhr, dass ihre Behandlung neun Millionen Zloty kostet, war ich sprachlos. Das ist eine Summe, die eine einzelne Familie nicht stemmen kann. Ich dachte: Wer, wenn nicht andere Menschen, soll ihnen helfen? Laura ist f\u00fcr uns ein kleiner \u201eSonnenschein auf Erden\u201c. Ich fahre f\u00fcr sie, damit meine \u201eKilometer der Hoffnung\u201c zu echter Unterst\u00fctzung werden. Aber im Herzen trage ich auch eine private Bitte \u2013 f\u00fcr meinen Enkel, der mit einem Herzfehler geboren wurde und auf eine Operation wartet.<\/p>\n<blockquote>\n<h3><strong>\u201eDa ich ja schon den ,Tick\u2018 zum Pedalieren habe, soll das doch auch einen konkreten Nutzen f\u00fcr jemanden bringen, der ihn dringend braucht.\u201c<\/strong><\/h3>\n<\/blockquote>\n<h3>Sie haben sich selbst als \u201eADHS bei Erwachsenen\u201c beschrieben. Ist es diese Energie, die Sie nach Santiago treibt?<\/h3>\n<p>Auf jeden Fall! (lacht). Aber es ist auch ein Herzensbed\u00fcrfnis und der Wunsch, Gott f\u00fcr das Leben, die Familie und die Eltern zu danken. Ohne Ihn h\u00e4tte sich in meinem Leben nichts ereignet. Ich wollte, dass dieser Ruhestand, in den ich gerade eintrete, nicht nur ein egoistisches \u201emir selbst etwas beweisen\u201c ist, sondern einen tieferen Sinn hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_83075\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83075\" class=\"size-large wp-image-83075\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5093-768x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5093-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5093-225x300.jpeg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5093-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5093-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5093-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><p id=\"caption-attachment-83075\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Anna Durecka<\/p><\/div>\n<h3>Vor Ihnen liegen tausende Kilometer Einsamkeit. Haben Sie keine Angst vor dieser Stille?<\/h3>\n<p>Mental st\u00f6rt mich die Einsamkeit nicht. Ich kann gut mit mir allein sein, ich kann mich sogar mit mir selbst streiten \u2013 und das Beste daran: Niemand widerspricht mir! (lacht). In unserem allt\u00e4glichen Trubel, in dieser Hetze, fehlt uns die Stille. Dieser Weg wird meine \u201eZone der Stille\u201c sein, ein Moment, um \u00fcber das Leben nachzudenken. Ich glaube, dass der Heilige Jakobus mich f\u00fchren wird.<\/p>\n<h3>Sind Sie technisch gut auf die Herausforderungen vorbereitet? E-Bike, Packtaschen, Zelt\u2026<\/h3>\n<p>Hier kommen die Sorgen! Ich fahre ein E-Bike, das allein 26 Kilogramm wiegt. Dazu das Gep\u00e4ck \u2013 Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kleidung. Ich habe mir vorgenommen, dass das Gep\u00e4ck 15 Kilogramm nicht \u00fcberschreiten darf, was f\u00fcr eine Frau gar nicht so einfach ist! Ich habe am meisten Angst, dass das Fahrrad kaputtgeht, denn technisch bin ich \u2013 kurz gesagt \u2013 eine Null. Ich habe noch nie einen Schlauch gewechselt. Ich habe auch Angst vor der Bedienung der Apps auf dem Handy und vor der Routensuche. Aber ich denke mir: Auf der Welt gibt es doch Menschen. Ich frage, zeige mit H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen, irgendjemand wird mir helfen.<\/p>\n<h3>Wo werden Sie schlafen? Ist der Plan bis ins letzte Detail ausgefeilt?<\/h3>\n<p>Ich habe gar keinen Plan. Gar keinen! Der Weg wird mir Ort und Zeit zeigen. Mal wird es ein Geh\u00f6ft bei einem Bauern sein, ein anderes Mal ein Hostel oder eine Jugendherberge in Deutschland oder Frankreich, wenn ich eine Dusche und Erholung brauche. Es kann sein, dass der K\u00f6rper sagt: \u201eStopp\u201c, und ich einen Tag ruhen muss. Vielleicht werden mir die Knochen vom Zelt schmerzen \u2013 aber was soll&#8217;s? Einem jungen Menschen w\u00fcrden sie auch wehtun. Schlimmstenfalls komme ich nicht mit Anmut aus dem Zelt, aber ich komme raus!<\/p>\n<h3>Was gibt Ihnen Kraft, wenn Zweifel aufkommen?<\/h3>\n<p>Meine Kinder und meine Tiere. Mein Hund Carmel und meine Katze. Wenn es mir schlecht geht, gehe ich im Wald spazieren und rede mit Gott. Der Glaube und das Gebet, besonders der Rosenkranz, geben mir die Kraft zu verstehen, dass gewisse Schwierigkeiten da sind, damit es danach anders wird. Nicht ich bestimme hier, sondern Er.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-83077\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5097-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5097-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5097-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5097-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5097-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_5097-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/p>\n<h3>Was m\u00f6chten Sie als starke Frau aus Oberschlesien anderen Frauen mit auf den Weg geben, die vielleicht auch Tr\u00e4ume haben, aber Angst haben, sie zu verwirklichen?<\/h3>\n<p>Eine starke Frau ist eine, die wei\u00df, was sie will. F\u00fcr mich sind Gott, die Familie und die Identit\u00e4t das Fundament. Mein Motto? Tu das, worauf du Lust hast, hier und jetzt. Unser Leben ist heute, nicht morgen. Sp\u00e4ter k\u00f6nnte die Zeit fehlen, die Gesundheit oder wir selbst k\u00f6nnten nicht mehr da sein. Habt keine Angst, die Komfortzone zu verlassen! Geht aus dem Haus, denn ihr seid starke Frauen. Auch wenn die Kerze des Lebens langsam herunterbrennt \u2013 lasst nicht zu, dass am Ende die Reue bleibt, etwas nicht versucht zu haben.<br \/>\nSie erw\u00e4hnten das finanzielle Ziel. 9 Millionen f\u00fcr Laura ist ein riesiger Berg.<\/p>\n<p>Ich habe mir das ausgerechnet. Wenn 500.000 Menschen je 20 Zloty spenden w\u00fcrden&#8230; das ist doch nicht viel! Einer gibt zehn, ein anderer f\u00fcnfhundert Zloty. Alle, die von meiner Reise lesen, k\u00f6nnen Teil dieses Wunders werden. Wir leben nicht auf einer einsamen Insel. Hilfe wird hier und jetzt gebraucht. Ich glaube, dass die Leser des Portals der Deutschen in Polen und des \u201eNeues Wochenblatt\u201c mir helfen werden, diese Kilometer in Lauras Gesundheit zu verwandeln. Unter hunderttausend Zloty wollen wir gar nicht erst anfangen! (lacht).<br \/>\nFrau Maria, wir w\u00fcnschen Ihnen \u201eBuen Camino\u201c und eine gute Fahrt. Wir werden Ihre Route verfolgen.<\/p>\n<h3>Ich danke Ihnen und bis bald auf dem Jakobsweg! Denkt an Laura!<\/h3>\n<h2>Wie kannst du helfen?<\/h2>\n<p>Maria Koschny f\u00e4hrt nicht nur f\u00fcr sich selbst, sondern vor allem f\u00fcr Laura Piechota, die gegen das Rett-Syndrom k\u00e4mpft. Jeder von Maria gefahrene Kilometer ist ein Schritt in Richtung eines besseren Lebens f\u00fcr dieses kleine M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Nicht warten! Unterst\u00fctze Marias Spendenaktion f\u00fcr Laura unter:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.siepomaga.pl\/kilometry-nadziei-dla-laury-solowa-wyprawa-rowerowa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.siepomaga.pl\/kilometry-nadziei-dla-laury-solowa-wyprawa-rowerowa<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir werden diese au\u00dfergew\u00f6hnliche Reise auf dem Facebook-Profil des DFK Kupp verfolgen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100070728046166\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100070728046166<\/a><\/p>\n<p>und laden zur Spende f\u00fcr Lauras Sammelb\u00fcchse ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern, am 19. Juli 2026, brach Maria Koschny \u2013 Vorsitzende des DFK Kupp, Mitglied des Ensembles \u201eKupskie ECHO\u201c und leidenschaftliche Radfahrerin \u2013 zu ihrer ganz pers\u00f6nlichen Lebensreise auf. 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