{"id":82832,"date":"2026-07-16T11:30:51","date_gmt":"2026-07-16T09:30:51","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=82832"},"modified":"2026-07-15T19:59:55","modified_gmt":"2026-07-15T17:59:55","slug":"zeit-vergeht-erinnerung-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/zeit-vergeht-erinnerung-bleibt\/","title":{"rendered":"Zeit vergeht, Erinnerung bleibt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mehr als hundert Jahre lang stand es im Zentrum von Brinnitz und war ein stiller Zeuge wechselnder Grenzen, politischer Systeme und Generationen von Einwohnern. Es \u00fcberstand den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegsversuche, deutsche Spuren aus der Landschaft Oberschlesiens zu entfernen, sowie Jahrzehnte des allm\u00e4hlichen Verfalls. Heute erstrahlt das historische Denkmal des Erzengels Michael wieder in seinem alten Glanz.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Am 14. Juli versammelten sich die Einwohner von Brinnitz am restaurierten Denkmal, um allen zu danken, die zu seiner Rettung beigetragen haben. Die abgeschlossene Restaurierung markiert nicht nur das Ende der Konservierungsarbeiten, sondern zugleich den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte dieses besonderen Ortes.<\/p>\n<h2><strong>Ein Denkmal, geboren aus dem Schmerz nach dem Gro\u00dfen Krieg<\/strong><\/h2>\n<p>Das Denkmal wurde 1923 als Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die im Ersten Weltkrieg gefallenen Einwohner von Brinnitz eingeweiht. Auf den Tafeln sind die Namen von 62 Dorfbewohnern eingraviert, die nicht von den Fronten zur\u00fcckkehrten. Insgesamt wurden aus dem damals kleinen Ort mehr als 260 M\u00e4nner zum Milit\u00e4r eingezogen.<\/p>\n<div id=\"attachment_82845\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82845\" class=\"size-full wp-image-82845\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/833624eb-059c-4706-b816-8f91dd41cccb.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1021\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/833624eb-059c-4706-b816-8f91dd41cccb.jpg 1600w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/833624eb-059c-4706-b816-8f91dd41cccb-300x191.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/833624eb-059c-4706-b816-8f91dd41cccb-1024x653.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/833624eb-059c-4706-b816-8f91dd41cccb-768x490.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/833624eb-059c-4706-b816-8f91dd41cccb-1536x980.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><p id=\"caption-attachment-82845\" class=\"wp-caption-text\">Alte Postkarte, auf der das Denkmal abgebildet ist. Quelle: Krzysztof Marsolek<\/p><\/div>\n<p>Das Entstehungsjahr des Denkmals war kein Zufall. Oberschlesien befand sich damals in einer besonders schwierigen Phase seiner Geschichte. Die drei Schlesischen Aufst\u00e4nde und die Volksabstimmung von 1921, die Oberschlesien zwischen Polen und Deutschland teilte, lagen bereits hinter der Region. Europa erholte sich langsam von den Folgen des Krieges, w\u00e4hrend Deutschland unter der Hyperinflation litt. Der Bau des Denkmals kostete 252 Millionen Mark \u2013 eine Summe, die heute astronomisch erscheint, damals jedoch die dramatische Geldentwertung widerspiegelte. Weitaus wichtiger als die Zahl war jedoch die Opferbereitschaft der Einwohner und Stifter, die trotz schwieriger Zeiten ein dauerhaftes Zeichen der Erinnerung an ihre Angeh\u00f6rigen schaffen wollten.<\/p>\n<p>Initiator des Baus war der engagierte B\u00fcrger Franz Wosch. Die Statue des Erzengels Michael wurde in Ziegenhals (G\u0142ucho\u0142azy) geschaffen. Hauptstifter war Graf Michael von Matuschka, Landrat des Kreises Oppeln.<\/p>\n<h2><strong>Dank des Mutes erhalten geblieben<\/strong><\/h2>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Schicksal des Denkmals ungewiss. Viele \u00e4hnliche Monumente in Schlesien wurden als Symbole der deutschen Vergangenheit zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Das Denkmal in Brinnitz blieb dank des damaligen Pfarrers, Adam Polecho\u0144ski, erhalten, der seine Zerst\u00f6rung verhinderte. So erinnert es bis heute an die Einwohner des Dorfes, die \u2013 unabh\u00e4ngig von ihrer Nationalit\u00e4t oder Sprache \u2013 in die Armee des Deutschen Kaiserreiches eingezogen wurden und an den Fronten des Ersten Weltkriegs ihr Leben verloren.<\/p>\n<p>Wie der Gemeinderat der Gemeinde Lugnian (\u0141ubniany), Krzysztof Marsolek, betonte, erz\u00e4hlt das Denkmal die Geschichte ganz Oberschlesiens.<\/p>\n<div id=\"attachment_82847\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82847\" class=\"size-full wp-image-82847\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4956-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4956-scaled.jpeg 1920w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4956-225x300.jpeg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4956-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4956-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4956-1536x2048.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-82847\" class=\"wp-caption-text\">Die Namen der Einwohner von Brinnitz und Surowine, die im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommen sind. Foto: G. Durecki<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie Namen auf den Tafeln \u2013 manche klingen eher polnisch, andere eher deutsch, wieder andere sind typisch f\u00fcr das schlesische Grenzland \u2013 erz\u00e4hlen mehr als manches Geschichtsbuch. Sie zeigen, dass Brinnitz, wie ganz Schlesien, eine Gemeinschaft vieler Wurzeln, Sprachen und Traditionen war. Die Menschen lebten zusammen, und als der Krieg kam, standen ihre Namen nebeneinander auf demselben Denkmal\u201c, sagte er w\u00e4hrend der Feierstunde.<\/p>\n<p>Zugleich betonte er, dass das restaurierte Denkmal den Krieg keineswegs verherrliche. \u201eDieses Denkmal ruft nicht zum Krieg auf. Es warnt vor dem Krieg. Es verherrlicht keine Gewalt, sondern zeigt ihren Preis. Es erinnert daran, dass jedes Opfer einen Namen hatte, jede Familie ihre Trauer trug und jede Gemeinschaft das Recht hat, ihre eigene Erinnerung zu bewahren.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Krzysztof Marsolek:<\/span><\/strong><span style=\"color: #ffcc00;\"> \u201e<strong>Die Namen auf den Tafeln \u2013 manche klingen eher polnisch, andere eher deutsch, wieder andere sind typisch f\u00fcr das schlesische Grenzland \u2013 erz\u00e4hlen mehr als manches Geschichtsbuch.<\/strong>\u201c<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h2><strong>Rettung statt weiterer Kostenvoranschl\u00e4ge<\/strong><\/h2>\n<p>Viele Jahre lang blieb die Restaurierung des Denkmals lediglich ein Wunsch der Einwohner. Professionelle Kostenvoranschl\u00e4ge \u00fcberstiegen die finanziellen M\u00f6glichkeiten der kleinen Gemeinde. Der Durchbruch gelang dank der Initiative von Ryszard Sobieszczanski, Mitglied des Dorfrates von Brinnitz.<\/p>\n<p>\u201eDas Thema war \u00fcber viele Jahre vor allem aus finanziellen Gr\u00fcnden \u00e4u\u00dferst schwierig. Die Gemeinde konnte die Kosten einer professionellen Restaurierung nicht tragen. Ich kenne Frau Dr. Anna Zar\u0119ba seit einigen Jahren und rief sie deshalb an, um zu fragen, was wir in dieser finanziellen Situation tun k\u00f6nnten. Von einem Wort zum anderen fanden wir eine L\u00f6sung, und schlie\u00dflich konnte eine Vereinbarung mit der Nikolaus-Kopernikus-Universit\u00e4t geschlossen werden\u201c, erinnert er sich.<\/p>\n<p>So entstand die Idee, die Restaurierung im Rahmen eines Gel\u00e4ndepraktikums von Studierenden der Denkmalpflege an der Nikolaus-Kopernikus-Universit\u00e4t in Thorn (Toru\u0144) durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<div id=\"attachment_82849\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82849\" class=\"size-full wp-image-82849\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/PHOTO-2026-07-14-23-38-41.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1066\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/PHOTO-2026-07-14-23-38-41.jpg 1600w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/PHOTO-2026-07-14-23-38-41-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/PHOTO-2026-07-14-23-38-41-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/PHOTO-2026-07-14-23-38-41-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/PHOTO-2026-07-14-23-38-41-1536x1023.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><p id=\"caption-attachment-82849\" class=\"wp-caption-text\">Letzte Feinschliffe kurz vor der Einweihung. Die Restaurierung war ein gemeinsames Projekt von drei Stundentinnen aus Thorn. Quelle: K. Marsolek<\/p><\/div>\n<h2><strong>Drei Wochen m\u00fchevoller Arbeit<\/strong><\/h2>\n<p>Die Arbeiten leitete Dr. Anna Zar\u0119ba vom Lehrstuhl f\u00fcr Konservierung und Restaurierung von Architektur und Skulptur der Nikolaus-Kopernikus-Universit\u00e4t. Gemeinsam mit ihren Studentinnen arbeitete sie drei Wochen lang t\u00e4glich am Denkmal \u2013 oft zehn Stunden am Tag, bei gro\u00dfer Hitze ebenso wie bei Regen.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung stellte die Figur des Erzengels Michael dar.<\/p>\n<p>\u201eDie gesamte Figur war mit einer \u00e4u\u00dferst harten Zementschicht bedeckt. Rund 90 Prozent mussten von Hand gereinigt werden. Der Zement verf\u00e4rbt den Stein, weshalb anschlie\u00dfend weitere konservatorische Ma\u00dfnahmen erforderlich waren. Es war eine \u00e4u\u00dferst zeitaufwendige Arbeit, zugleich aber eine hervorragende Lehrstunde f\u00fcr die Studentinnen\u201c, berichtet Anna Zar\u0119ba.<\/p>\n<div id=\"attachment_82851\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82851\" class=\"size-full wp-image-82851\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4954-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4954-scaled.jpeg 1920w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4954-225x300.jpeg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4954-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4954-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4954-1536x2048.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-82851\" class=\"wp-caption-text\">Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung stellte die Figur des Erzengels Michael dar, die mit einer \u00e4u\u00dferst harten Zementschicht bedeckt war. Foto: G. Durecki<\/p><\/div>\n<p>Wie sie erg\u00e4nzt, hatte das Projekt von Anfang an auch einen p\u00e4dagogischen Wert.<\/p>\n<p>\u201eIch schlug vor, die Arbeiten im Rahmen eines Gel\u00e4ndepraktikums mit den Studentinnen durchzuf\u00fchren. Dadurch musste die Gemeinde lediglich die Material- und Unterkunftskosten \u00fcbernehmen. F\u00fcr uns war es ein \u00e4u\u00dferst wertvolles \u00dcbungsobjekt mit zahlreichen unterschiedlichen konservatorischen Herausforderungen.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Mehr als nur ein Denkmal<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr die Einwohner von Brinnitz ist das restaurierte Denkmal weit mehr als ein weiteres historisches Bauwerk.<\/p>\n<p>\u201eEs ist kein gro\u00dfes monumentales Denkmal. Es erinnert weder an eine ber\u00fchmte Schlacht noch an ein gro\u00dfes historisches Ereignis. Es erinnert an einfache Menschen \u2013 die Ururgro\u00dfv\u00e4ter unserer Nachbarn \u2013, die keine Wahl hatten und in den Krieg ziehen mussten. 62 von ihnen kehrten nie zur\u00fcck. Ihre Namen sind bis heute hier verewigt\u201c, schrieb Ryszard Sobieszczanski nach Abschluss der Arbeiten.<\/p>\n<p>Wie er betont, k\u00f6nnen selbst Menschen ohne famili\u00e4re Wurzeln in Brinnitz einen pers\u00f6nlichen Bezug zu dieser Geschichte finden.<\/p>\n<p>\u201eIch stamme nicht aus Brinnitz, lebe aber in einem Haus, dessen fr\u00fchere Bewohner mit den auf dem Denkmal genannten Gefallenen verwandt waren. Das zeigt, wie nah uns diese Geschichte ist und warum es sich lohnt, f\u00fcr solche kleinen, aber au\u00dferordentlich wertvollen lokalen Denkm\u00e4ler einzutreten.\u201c<\/p>\n<h2><strong>Erinnerung, die verbindet<\/strong><\/h2>\n<p>Die Restaurierung war ein gemeinsames Projekt der Einwohner, der Gemeinde, von Wissenschaftlern und Studierenden. Zahlreiche Bewohner und \u00f6rtliche Unternehmer unterst\u00fctzten die Arbeiten organisatorisch sowie bei der Unterbringung und technischen Vorbereitung.<\/p>\n<p>Das Projekt zeigt, dass selbst eine kleine Dorfgemeinschaft einen wichtigen Teil ihres kulturellen Erbes bewahren kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_82853\" style=\"width: 1522px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82853\" class=\"size-full wp-image-82853\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4944-rotated.jpeg\" alt=\"\" width=\"1512\" height=\"2016\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4944-rotated.jpeg 1512w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4944-225x300.jpeg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4944-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_4944-1152x1536.jpeg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 1512px) 100vw, 1512px\" \/><p id=\"caption-attachment-82853\" class=\"wp-caption-text\">Das Projekt zeigt, dass selbst eine kleine Dorfgemeinschaft einen wichtigen Teil ihres kulturellen Erbes bewahren kann. Foto: G. Durecki<\/p><\/div>\n<p>Wie Krzysztof Marsolek w\u00e4hrend der Feierstunde sagte, ist es gerade diese Erinnerung, die lokale Identit\u00e4t stiftet.<\/p>\n<p>\u201eHeute w\u00e4hlen wir aus dieser Geschichte nicht nur die bequemen Teile aus. Wir nehmen sie als gemeinsames Erbe dieser Heimat vollst\u00e4ndig an. Uns verbinden die Namen auf den Tafeln, unser gemeinsamer Ort, die Sorge um das kulturelle Erbe und die Verantwortung gegen\u00fcber den kommenden Generationen.\u201c<\/p>\n<p>Das restaurierte Denkmal des Erzengels Michael ist damit erneut zu einem der wichtigsten Wahrzeichen von Brinnitz geworden \u2013 nicht als Zeugnis des Krieges, sondern als Erinnerung an die Menschen, deren Schicksale die Geschichte dieses kleinen oberschlesischen Dorfes gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr als hundert Jahre lang stand es im Zentrum von Brinnitz und war ein stiller Zeuge wechselnder Grenzen, politischer Systeme und Generationen von Einwohnern. Es \u00fcberstand den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegsversuche, deutsche Spuren aus der Landschaft Oberschlesiens zu entfernen, sowie Jahrzehnte des allm\u00e4hlichen Verfalls. Heute erstrahlt das historische Denkmal des Erzengels Michael wieder in seinem [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":274,"featured_media":82843,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224],"tags":[9401,7065,7101,9407,9405,9403,9402,9404,9406],"redaktor":[5629],"class_list":["post-82832","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-de","tag-brinnitz","tag-denkmal-de","tag-erster-weltkrieg-de","tag-gefallene","tag-gemeinde-lugnian","tag-krzysztof-marsolek","tag-michael-von-matuschka","tag-restaurierung","tag-surowine","redaktor-anna-durecka-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/274"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82832"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82861,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82832\/revisions\/82861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/82843"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82832"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=82832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}