{"id":82063,"date":"2026-07-01T17:00:16","date_gmt":"2026-07-01T15:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=82063"},"modified":"2026-07-01T19:30:22","modified_gmt":"2026-07-01T17:30:22","slug":"35-jahre-deutsch-polnischer-nachbarschaftsvertrag-jubilaeumskonzert-der-deutschen-minderheit-in-oppeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/35-jahre-deutsch-polnischer-nachbarschaftsvertrag-jubilaeumskonzert-der-deutschen-minderheit-in-oppeln\/","title":{"rendered":"\u201eDer Vertrag hat nicht an Bedeutung verloren\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit mehr als 100 Musikerinnen und Musikern feierte die deutsche Minderheit in Oppeln den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag. Hochrangige G\u00e4ste aus Polen und Deutschland w\u00fcrdigten das Abkommen als Fundament der Vers\u00f6hnung. Nach Einsch\u00e4tzung von SKGD-Vorsitzendem Rafa\u0142 Bartek sind wichtige Ziele des Vertrags bis heute nicht umgesetzt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit vier Hymnen wurde das Konzert er\u00f6ffnet: mit der polnischen, der deutschen, der europ\u00e4ischen und der oberschlesischen. Die rund 500 G\u00e4ste folgten der Einladung der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Oppelner Schlesien (SKGD) in das Jan-Kochanowski-Theater. Unter ihnen waren Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheit, der regionalen Politik sowie zahlreiche Ehreng\u00e4ste aus Polen und Deutschland. Zu den G\u00e4sten z\u00e4hlten Sejm-Marschall W\u0142odzimierz Czarzasty, die Vizepr\u00e4sidentin des Deutschen Bundestages Andrea Lindholz sowie der Bundestagsabgeordnete und Polenbeauftragte der Bundesregierung Knut Abraham.<\/p>\n<div id=\"attachment_82067\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82067\" class=\"size-large wp-image-82067\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-3-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-3-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-3-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-3-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-3-1536x864.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-3.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-82067\" class=\"wp-caption-text\">Rafa\u0142 Bartek i Zuzanna Donath-Kasiura powitali go\u015bci jubileuszowego koncertu mniejszo\u015bci niemieckiej w j\u0119zyku niemieckim i polskim.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Der Vorsitzende der SKGD und des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), Rafa\u0142 Bartek, und die Vizemarschallin der Woiwodschaft Oppeln, Zuzanna Donath-Kasiura, begr\u00fc\u00dften die G\u00e4ste auf Deutsch und Polnisch. Das Konzert hebe auch die Verankerung der deutschen Kultur in der Region und in Polen hervor, sagten sie: \u201eDie K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, die wir hier auf der B\u00fchne erleben werden, sind ein lebendiger Beweis daf\u00fcr, dass die Pflege der deutschen Kultur, Sprache und Tradition nicht nur zum Alltag der deutschen Minderheit geh\u00f6rt, sondern ein selbstverst\u00e4ndlicher Bestandteil des kulturellen Erbes unserer Region und unseres Landes ist.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eDer Vertrag ist viel mehr als ein juristisches Dokument. Er war, und er ist es immer noch, ein Versprechen.\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Andrea Lindholz<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Sie nutzten die Gelegenheit auch, dem Sejm-Marschall W\u0142odzimierz Czarzasty daf\u00fcr zu danken, dass er die Schirmherrschaft f\u00fcr das Jubil\u00e4umskonzert \u00fcbernommen hatte. In seiner Ansprache betonte Czarzasty seinerseits die Bedeutung des Konzerts. \u201eIch habe extra die Schirmherrschaft f\u00fcr dieses Treffen und dieses Konzert \u00fcbernommen, weil ich der Meinung bin, dass dies f\u00fcr Polen wichtig ist. Ich halte es f\u00fcr wichtig f\u00fcr Sie. Ich halte es f\u00fcr wichtig f\u00fcr Schlesien. Ich halte es f\u00fcr eine wichtige Angelegenheit f\u00fcr uns alle, die wir hier anwesend sind.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_82065\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82065\" class=\"size-large wp-image-82065\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-2-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-2-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-2-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-2-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-2-1536x864.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-2.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-82065\" class=\"wp-caption-text\">Marsza\u0142ek Sejmu W\u0142odzimierz Czarzasty obj\u0105\u0142 patronat nad wydarzeniem i uhonorowa\u0142 jubileuszowy koncert mniejszo\u015bci niemieckiej.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2>Mehr als ein juristisches Dokument<\/h2>\n<p>Andrea Lindholz bezeichnete den Nachbarschaftsvertrag als weit mehr als ein juristisches Dokument und w\u00fcrdigte die Br\u00fcckenfunktion der deutschen Minderheit in Polen. Au\u00dferdem verwies sie auch auf die Bedeutung des Vertrags im europ\u00e4ischen Kontext: \u201eUnd der Vertrag, den man damals unterschrieben hatte, der bis heute gilt, der ist viel mehr als ein juristisches Dokument. Er war, und er ist es immer noch, ein Versprechen. Ein Versprechen auf Vers\u00f6hnung. Ein Versprechen auf gegenseitigen Respekt, auf eine gemeinsame Zukunft in einem vereinten Europa.\u201c<\/p>\n<h2>17. Juni 1991: Ein gro\u00dfer Schritt f\u00fcr die deutsche Minderheit<\/h2>\n<p>F\u00fcr Rafa\u0142 Bartek hat das Konzert auch eine Signalwirkung. Gegen\u00fcber dem <em>Neuen Wochenblatt.pl<\/em> sagte er: \u201eWir wollen mit diesem Konzert auch ein Signal in die Welt schicken, dass wir dankbar sind, dass es diesen Vertrag \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit seit 35 Jahren gibt und dass er aus unserer Sicht nichts von seiner Bedeutung verloren hat.\u201c Zugleich erinnerte er daran, dass ein Vertrag allein nicht ausreiche: \u201eEr muss auch von den Menschen in den Regionen getragen und gepflegt werden.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_82079\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82079\" class=\"size-large wp-image-82079\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-10-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-10-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-10-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-10-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-10-1536x864.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-10.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-82079\" class=\"wp-caption-text\">Wiceprzewodnicz\u0105ca Bundestagu Andrea Lindholz podczas jubileuszowego koncertu doceni\u0142a funkcj\u0119 pomostow\u0105 mniejszo\u015bci niemieckiej.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Und das Konzert zeigte, wie der Gedanke des Nachbarschaftsvertrags in der Region Oppeln gelebt wird. Zwei Blasorchester (Blasorchester DFK Nesselwitz, Blasorchester Z\u00fclz), f\u00fcnf Ch\u00f6re (Krappitzer Chor, Heimatklang, Chor Glogovia, Brosci Chorus, Echo aus Kupp) sowie vier Solistinnen und Solisten der deutschen Minderheit gestalteten gemeinsam den Abend \u2013 insgesamt mehr als hundert K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. Erstmals traten dabei mehrere Ch\u00f6re und Blasorchester der deutschen Minderheit in einem gemeinsamen Konzert auf, wie Oskar Kozio\u0142ek-Goetz erl\u00e4uterte. Gemeinsam mit Andrzej Weinkopf \u00fcbernahm er die musikalische Leitung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem Programm standen Orchesterwerke, eigens arrangierte St\u00fccke f\u00fcr Chor und Blasorchester sowie deutsche und polnische Lieder \u2013 von \u201eMein kleiner gr\u00fcner Kaktus\u201c bis zu einem Fl\u00fcgelhorn-Solo. Die Vielfalt der Darbietungen machte deutlich, wie eng deutsche und polnische Kultur in Oberschlesien miteinander verbunden sind.<\/p>\n<h2>Ein Fundament der Minderheitenrechte<\/h2>\n<p>Die Kultur der deutschen Minderheit zu leben und zu pflegen, wurde unter anderem durch den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag m\u00f6glich.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eDer Vertrag muss auch von den Menschen in den Regionen getragen und gepflegt werden.\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Rafa\u0142 Bartek<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Rafa\u0142 Bartek erinnert daran, dass der Vertrag das erste Dokument war, das einige der grundlegenden Rechte der deutschen Minderheit in Polen anerkannte. \u201eIch kann mich noch gut erinnern, wie Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre viele Menschen dieses kleine B\u00fcchlein bei sich trugen und immer wieder auf die entsprechenden Artikel verwiesen haben\u201c, sagt er. Insbesondere was die freie Wahl der Vor- und Familiennamen betraf, bedeutete der Vertrag einen Durchbruch. \u201eEs war das erste Dokument, welches die freie Wahl der Namen garantierte. Und ich wei\u00df, dass sich damals viele bei Registrierung von Kindern auf den Vertrag berufen haben. Denn f\u00fcr die zust\u00e4ndigen Beamten war das etwas Neues.\u201c<\/p>\n<p>Heute st\u00fctzt sich der Minderheitenschutz zus\u00e4tzlich auf das polnische Minderheitengesetz sowie internationale \u00dcbereinkommen wie die Europ\u00e4ische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Dennoch habe der Nachbarschaftsvertrag nichts von seiner Bedeutung verloren, betont Bartek: \u201eMan muss anerkennen, dass der Vertrag 1991 so gut geschrieben wurde, dass sich nach wie vor vieles daraus ableiten l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_82073\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82073\" class=\"size-large wp-image-82073\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-6-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-6-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-6-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-6-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-6-1536x864.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-6.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-82073\" class=\"wp-caption-text\">Wysocy rang\u0105 go\u015bcie z Polski i Niemiec wzi\u0119li udzia\u0142 w jubileuszowym koncercie mniejszo\u015bci niemieckiej.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Gerade weil viele Formulierungen bewusst allgemein gehalten wurden, lasse sich der Vertrag auch heute noch auf aktuelle Herausforderungen anwenden. Zugleich bedeute dies jedoch, dass die konkreten Ma\u00dfnahmen immer wieder neu ausgehandelt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<h2>Nachholbedarf in mehreren Bereichen<\/h2>\n<p>F\u00fcr Rafa\u0142 Bartek gibt es verschiedene Bereiche, in denen die Ziele des Nachbarschaftsvertrags noch nicht vollst\u00e4ndig verwirklicht wurden. So ist der Nachbarschaftsvertrag im Bereich der deutschen Sprache bislang nur teilweise umgesetzt worden. Die Zielsetzungen seien hier deutlich weiter gefasst, als der heutige Stand erkennen lasse. \u201eDer Vertrag ist bei der deutschen Sprache auf einem gewissen Minimum erf\u00fcllt worden, sodass es \u00fcberhaupt wieder m\u00f6glich ist, die Sprache in den Gebieten zu sprechen, in denen sie fr\u00fcher verboten war\u201c, sagte Bartek. \u201eAber das ist nicht das, was der Vertrag eigentlich erreichen wollte.\u201c<\/p>\n<p>Im Vertrag sei der freie Zugang zur deutschen Sprache verankert. Daraus leite sich auch der Anspruch ab, dass m\u00f6glichst viele Menschen Deutsch tats\u00e4chlich erlernen k\u00f6nnen, wie Bartek erkl\u00e4rt. Davon sei man aber noch weit entfernt.<\/p>\n<div id=\"attachment_82069\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-82069\" class=\"size-large wp-image-82069\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-4-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-4-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-4-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-4-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-4-1536x864.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Jubilaeumskonzert-35-Jahre-Nachbarschaftsvertrag-4.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-82069\" class=\"wp-caption-text\">Wysocy rang\u0105 go\u015bcie z Polski i Niemiec wzi\u0119li udzia\u0142 w jubileuszowym koncercie mniejszo\u015bci niemieckiej \u2013 w\u015br\u00f3d nich wiceprzewodnicz\u0105ca Bundestagu Andrea Lindholz oraz pose\u0142 do Bundestagu i pe\u0142nomocnik rz\u0105du federalnego ds. wsp\u00f3\u0142pracy polsko-niemieckiej Knut Abraham.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Offen bleibt aus Bartkeks Sicht au\u00dferdem die langfristige Finanzierung des Forschungszentrums zur deutschen Minderheit sowie des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Deutschen in Polen. Denn f\u00fcr das Dokumentationszentrum der Deutschen in Polen komme bislang die Selbstverwaltung der Woiwodschaft Oppeln auf, w\u00e4hrend der gr\u00f6\u00dfte Teil der Mittel f\u00fcr das Forschungszentrum von der Bundesrepublik Deutschland \u00fcbernommen werde. Bartek weist darauf hin, dass gem\u00e4\u00df der gemeinsamen Erkl\u00e4rung des deutsch-polnischen Runden Tisches jedoch der polnische Staat in der Pflicht w\u00e4re.<\/p>\n<h2>Stillstand beim deutsch-polnischen Runden Tisch<\/h2>\n<p>Ein wichtiges Instrument zur Weiterentwicklung der Minderheitenrechte ist der deutsch-polnische Runde Tisch. In den Jahren 2010 und 2011 f\u00fchrten die Verhandlungen zu greifbaren Ergebnissen, dazu geh\u00f6rten unter anderem die Gr\u00fcndung des Dokumentations- und Ausstellungszentrums der Deutschen in Polen sowie des Forschungszentrums zur deutschen Minderheit.<\/p>\n<p>Seit sieben Jahren hat der Runde Tisch allerdings nicht mehr getagt, und den Umstand, dass der Runde Tisch derzeit gar nicht mehr arbeite, bezeichnet Bartek als das \u201egr\u00f6\u00dfte Defizit\u201c.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ein-politischer-kompass\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Premier-Jan-Krzysztof-Bielecki-i-kanclerz-Niemiec-Foto-East-News-150x150.jpg\" alt=\"Ein politischer Kompass\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags Vertrags<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Ein politischer Kompass<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsch-polnisches-forum-in-berlin-35-jahre-partnerschaft-zwischen-einigkeit-und-offenen-aufgaben\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/20260617_120121-150x150.jpg\" alt=\"35 Jahre Partnerschaft: Zwischen Einigkeit und offenen Aufgaben\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Deutsch-Polnisches Forum in Berlin<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">35 Jahre Partnerschaft: Zwischen Einigkeit und offenen Aufgaben<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Beim letzten Treffen im Jahr 2019 sei man kaum vorangekommen. Als problematisch bezeichnet Bartek dabei vor allem die enge Verkn\u00fcpfung der Anliegen der deutschen Minderheit mit den Forderungen der Polonia in Deutschland. Diese Verkn\u00fcpfung behindere das ergebnisorientierte Arbeiten. \u201eWir sind zwei unterschiedliche Gruppen. Die Bed\u00fcrfnisse der Polonia sind zum Teil andere als unsere\u201c, f\u00fchrt Bartek aus.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund pl\u00e4dierte auch der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften bereits 2024 in einer <a href=\"https:\/\/vdg.pl\/de\/35-jahrestag-der-unterzeichnung-des-deutsch-polnischen-vertrags-ueber-gute-nachbarschaft-und-freundschaftliche-zusammenarbeit-resolution-zur-wiederaufnahme-der-arbeit-des-deutsch-polnischen-runden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Resolution<\/a> daf\u00fcr, den Runden Tisch wieder einzuberufen, allerdings in einem neuen Format, das weniger stark auf Reziprozit\u00e4t setzt. Rafa\u0142 Bartek konkretisiert, dass das nicht zwingend bedeutet, dass sich die deutsche Minderheit und die Polonia nicht gleichzeitig treffen k\u00f6nnen: \u201eWenn wir gemeinsam tagen sollen, dann sollen zumindest die Themen, die diese beiden Gruppen auf die Tagesordnung setzen, getrennt behandelt werden.\u201c<\/p>\n<h2>Br\u00fcckenfunktion f\u00fcr die Zukunft<\/h2>\n<p>Das Konzert machte deutlich, dass der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag nicht nur Geschichte ist. Drei Jahrzehnte nach seiner Unterzeichnung lebt seine Idee dort weiter, wo Menschen beider Kulturen gemeinsam Verantwortung \u00fcbernehmen \u2013 so wie an diesem Abend in Oppeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit mehr als 100 Musikerinnen und Musikern feierte die deutsche Minderheit in Oppeln den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag. Hochrangige G\u00e4ste aus Polen und Deutschland w\u00fcrdigten das Abkommen als Fundament der Vers\u00f6hnung. Nach Einsch\u00e4tzung von SKGD-Vorsitzendem Rafa\u0142 Bartek sind wichtige Ziele des Vertrags bis heute nicht umgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":82075,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4232],"tags":[7242,8837,6140,9188,7243,6474,6324,6367,8601,6366,6254],"redaktor":[6098],"class_list":["post-82063","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-de","tag-35-jahre-deutsch-polnischer-nachbarschaftsvertrag","tag-andrea-lindholz","tag-deutsch-polnische-beziehungen-de","tag-jubilaeumskonzert","tag-knut-abraham-de","tag-oppeln-de","tag-rafal-bartek-de","tag-skgd-de","tag-sozial-kulturellen-gesellschaft-der-deutschen-im-oppelner-schlesien","tag-vdg-de","tag-wlodzimierz-czarzasty","redaktor-mauro-oliveira-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82063"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82088,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82063\/revisions\/82088"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/82075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82063"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=82063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}