{"id":81746,"date":"2026-06-26T05:00:05","date_gmt":"2026-06-26T03:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=81746"},"modified":"2026-06-26T10:46:37","modified_gmt":"2026-06-26T08:46:37","slug":"aktion-von-robert-bakiewicz-in-berlin-es-bleibt-nbehagen-und-scham","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/aktion-von-robert-bakiewicz-in-berlin-es-bleibt-nbehagen-und-scham\/","title":{"rendered":"Unbehagen und Scham"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 16. Juni, einen Tag vor dem 35. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland, wollte eine Gruppe von Mitgliedern der von Robert B\u0105kiewicz initiierten Bewegung \u201eRuch Obrony Granic\u201c (ROG \u2013 Bewegung zur Verteidigung der Grenzen) ein h\u00f6lzernes Kreuz am Berliner Gedenkstein f\u00fcr Polen 1939-1945 im Zentrum Berlins aufstellen. Auf Aufnahmen, die in den sozialen Medien auftauchten, ist zu sehen, wie deutsche Polizisten versuchen, die das Kreuz tragenden ROG-Mitglieder aufzuhalten, und wie es in einem Moment zu Rangeleien kommt, nach denen einige von ihnen \u2013 darunter Robert B\u0105kiewicz \u2013 von der Polizei festgenommen wurden.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Laut einer Mitteilung der Berliner Polizei versammelte sich kurz vor 16 Uhr im Park vor dem Sitz des Deutschen Bundestages eine Gruppe von etwa einem Dutzend Personen in gelben Warnwesten, die unter lauten Rufen mit Transparenten und einem gro\u00dfen Holzkreuz zum polnischen Gedenkstein ziehen wollte. Ein solcher Durchmarsch wurde ihnen jedoch von den Polizeikr\u00e4ften untersagt. Stattdessen \u2013 so die Polizeimitteilung \u2013 habe eine polnischsprechende Person der ROG-Gruppe vorgeschlagen, eine Versammlung im nahegelegenen Skulpturenpark abzuhalten oder sich einzeln zur Gedenkst\u00e4tte zu begeben. Doch dazu kam es nicht. Trotz Aufforderungen zog die Gruppe mit Kreuz und Transparenten in Richtung des Mahnmals \u2013 und verstie\u00df damit gegen das deutsche Versammlungsrecht.<\/p>\n<p>Die Rhetorik der PiS und B\u0105kiewicz&#8216; selbst wirft nach diesem Vorfall ausschlie\u00dflich auf das Verhalten der Deutschen ein schlechtes Licht. Laut Jaros\u0142aw Kaczy\u0144ski habe das Eingreifen der deutschen Polizei die negative Haltung der Beh\u00f6rden der Bundesrepublik gegen\u00fcber Polen gezeigt. Robert B\u0105kiewicz wiederum sagt in einem auf X ver\u00f6ffentlichten Video, dass die ROG-Mitglieder keine Versammlung abhielten, sondern lediglich \u201eunter dem 30-Tonnen-Stein beten wollten\u201c, den die Deutschen den Polen nach 86 Jahren als Reparationen aufgestellt h\u00e4tten. Gleichzeitig f\u00fcgte er hinzu, dass das Verhalten der Deutschen ein Skandal sei und an Zeiten der Besatzung erinnere.<\/p>\n<div id=\"attachment_81753\" style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-81753\" class=\"size-full wp-image-81753\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ruch_Obrony_Granic.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"718\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ruch_Obrony_Granic.jpg 960w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ruch_Obrony_Granic-300x224.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Ruch_Obrony_Granic-768x574.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><p id=\"caption-attachment-81753\" class=\"wp-caption-text\">Die Bewegung Ruch Obrony Granic fordert ein konsequentes Vorgehen gegen Rechtsverst\u00f6\u00dfe von Ausl\u00e4ndern in Polen \u2013 kritisiert jedoch die Anwendung deutscher Vorschriften in Berlin.<br \/>Foto: Helena Metal\/Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>Skandal\u00f6s ist jedoch das Verhalten B\u0105kiewicz&#8216;, das auch von den polnischen Beh\u00f6rden kritisiert wurde, die feststellten, dass er sich nicht an die in Berlin geltenden Vorschriften gehalten habe: \u201eMan muss bedenken, dass Herr B\u0105kiewicz nicht in Polen ist. In Berlin gilt f\u00fcr ihn deutsches Recht, und er sollte es befolgen\u201c, erkl\u00e4rte der Vize-Chef des polnischen Innenministeriums, Wies\u0142aw Szczepa\u0144ski. Hinzuzuf\u00fcgen ist, dass die Berliner Polizei bereits am 12. Juni eine spezielle Verwaltungsverf\u00fcgung erlassen hatte, die f\u00fcr alle galt \u2013 sowohl f\u00fcr Deutsche als auch f\u00fcr Ausl\u00e4nder \u2013 und jegliche Versammlungen, Aufz\u00fcge und Kundgebungen im Bereich des Mahnmals untersagte, sofern diese den Ablauf der Feierlichkeiten st\u00f6ren oder die W\u00fcrde der Gedenkst\u00e4tte verletzen k\u00f6nnten.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsch-polnisches-forum-in-berlin-35-jahre-partnerschaft-zwischen-einigkeit-und-offenen-aufgaben\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/20260617_120121-150x150.jpg\" alt=\"35 Jahre Partnerschaft: Zwischen Einigkeit und offenen Aufgaben\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Deutsch-Polnisches Forum in Berlin<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">35 Jahre Partnerschaft: Zwischen Einigkeit und offenen Aufgaben<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ein-politischer-kompass\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Premier-Jan-Krzysztof-Bielecki-i-kanclerz-Niemiec-Foto-East-News-150x150.jpg\" alt=\"Ein politischer Kompass\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Politik: 35. Jahrestag des Vertrags \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Ein politischer Kompass<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Wie man sieht, wollte B\u0105kiewicz \u00fcber dem Gesetz stehen, doch die Zustimmung daf\u00fcr erhielt er nicht&#8230; Bedenklich ist jedoch, dass B\u0105kiewicz und sein Umfeld darauf beharren, dass Polen das Recht habe, hart gegen alle Handlungen von Migranten in Polen vorzugehen, die polnisches Recht verletzen. Warum also erhebt er Vorw\u00fcrfe gegen die Deutschen, die in ihrem eigenen Land auf die Einhaltung ihres eigenen Rechts achten?<\/p>\n<p>Zusammenfassend, nach B\u0105kiewicz&#8216; Besuch in Berlin, bleiben Unbehagen und Scham zur\u00fcck. Es scheint jedoch, dass das Ziel der ROG bis zu einem gewissen Grad erreicht wurde, denn sie st\u00f6rten den 17. Juni \u2013 und damit den 35. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland. Dar\u00fcber hinaus war der 17. Juni auch der Tag, an dem in Warschau die Verteidigungsminister Polens und Deutschlands ein Abkommen \u00fcber die deutsch-polnische Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich unterzeichneten, das u. a. gemeinsame \u00dcbungen und milit\u00e4rische Mobilit\u00e4t betreffen soll. Es ist bedauerlich, dass die einen m\u00fchsam Br\u00fccken der Freundschaft und Zusammenarbeit bauen, w\u00e4hrend andere sie sprengen \u2013 oder es zumindest versuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 16. Juni, einen Tag vor dem 35. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags \u00fcber gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland, wollte eine Gruppe von Mitgliedern der von Robert B\u0105kiewicz initiierten Bewegung \u201eRuch Obrony Granic\u201c (ROG \u2013 Bewegung zur Verteidigung der Grenzen) ein h\u00f6lzernes Kreuz am Berliner Gedenkstein f\u00fcr Polen 1939-1945 im Zentrum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":81751,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4580,4232],"tags":[6817,8836,7780,9061,9060],"redaktor":[6052],"class_list":["post-81746","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kolumne-de","category-politik-de","tag-berlin-de","tag-deutsch-polnisches-forum-2026","tag-polendenkmal-de","tag-robert-bakiewicz","tag-ruch-obrony-granic","redaktor-krzysztof-swierc-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81746","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81746"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81746\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81776,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81746\/revisions\/81776"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/81751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81746"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81746"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81746"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=81746"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}