{"id":80832,"date":"2026-06-09T17:00:08","date_gmt":"2026-06-09T15:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=80832"},"modified":"2026-06-10T09:35:46","modified_gmt":"2026-06-10T07:35:46","slug":"eine-bruecke-die-verbindet-und-trennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/eine-bruecke-die-verbindet-und-trennt\/","title":{"rendered":"Die Estakade in K\u00f6nigsh\u00fctte: Eine Br\u00fccke, die verbindet und trennt"},"content":{"rendered":"<p><strong>In der Geschichte Schlesiens waren die ersten Br\u00fccken Schl\u00fcsselelemente der Handels- und Verteidigungsinfrastruktur. Als \u00e4lteste gilt die Steinerne Br\u00fccke in Glatz, die in der zweiten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Die \u00e4lteste Metallbr\u00fccke hingegen ist die Br\u00fccke bei Striegau aus dem Jahr 1796.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Eine der bekannteren und strategisch wichtigen Br\u00fccken Schlesiens war jedoch die Hundsfelder Br\u00fccke in Breslau aus dem Jahr 1870. Sie diente den Stadtbewohnern viele Jahre lang.<\/p>\n<p>In den Jahren 1892\u20131897 wurde im Zuge des Baus des neuen Stadthafens auf der linken (s\u00fcdwestlichen) Seite der Alten Oder ein Stadtkanal angelegt. Dieser wurde damals mit einer Stahlfachwerkbr\u00fccke \u00fcberquert, wodurch die urspr\u00fcngliche Hundsfelder Br\u00fccke verl\u00e4ngert wurde. Aufgrund der erforderlichen Durchfahrtsh\u00f6he und des Alters wurde die alte \u00f6stliche Hundsfelder Br\u00fccke durch eine Betonbogenbr\u00fccke ersetzt, die einige Meter flussaufw\u00e4rts liegt. Die neue Br\u00fccke, entworfen von G\u00fcnther Trauer, wurde 1916 er\u00f6ffnet und zu Ehren des siegreichen deutschen Generals Paul von Hindenburg \u201eHindenburgbr\u00fccke\u201c genannt.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">\u201eEs entstand ein Problem nicht nur f\u00fcr K\u00f6nigsh\u00fctte, sondern auch f\u00fcr die umliegenden St\u00e4dte, denn die Estakade ist Bestandteil der Verkehrsader zwischen Beuthen und Kattowitz.\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Entwicklung des Bergbaus und der H\u00fcttenindustrie in Oberschlesien erzwang Ver\u00e4nderungen im Transport von Rohstoffen und H\u00fcttenprodukten. Anfangs setzte man auf den Wassertransport, doch bald machte der zivilisatorische Fortschritt auch den Ausbau des Eisenbahn- und Stra\u00dfenwesens notwendig. Friedrich Wilhelm Graf von Reden verdanken wir den Bau des Hauptschl\u00fcsselerbstollens, der die damalige K\u00f6nigsgrube mit der Luisengrube in K\u00f6nigsh\u00fctte verband \u2013 dies hatte neben der technologischen Bedeutung f\u00fcr die Grubenentw\u00e4sserung auch gro\u00dfe transporttechnische Bedeutung. Der gestiegene Kohleabbau lie\u00df die Transportkapazit\u00e4t des Stollens jedoch bald nicht mehr ausreichen.<\/p>\n<p>Aufgrund der Ersch\u00f6pfung der oberfl\u00e4chennahen Steinkohlefl\u00f6ze, der Aufgabe der Kohleabnahme durch die K\u00f6nigliche Eisengie\u00dferei in Gleiwitz sowie im Zusammenhang mit der Entwicklung des Stra\u00dfen- und Schienenverkehrs gab man den Kohlentransport auf diesem Weg auf.<\/p>\n<p>An der Stelle des Stollens entstand eine Stra\u00dfe, die Gleiwitz \u00fcber Hindenburg O.S. mit K\u00f6nigsh\u00fctte verband.<\/p>\n<h2>Kronprinzenstra\u00dfe und die Geburt der modernen Infrastruktur<\/h2>\n<p>Diese Stra\u00dfe wurde zu Ehren des sp\u00e4teren preu\u00dfischen K\u00f6nigs Friedrich Wilhelm IV. \u201eKronprinzenstra\u00dfe\u201c genannt. Als sie trassiert wurde, bestand das heutige Zabrze (sp\u00e4ter Hindenburg O.S.) lediglich aus einigen D\u00f6rfern, doch mit der Zeit wurde die Stra\u00dfe zur Hauptader der sp\u00e4ter entstandenen Stadt. Heute ist sie eine der l\u00e4ngsten Stra\u00dfen Polens \u2013 etwa 9,5 Kilometer lang. Ende des 19. Jahrhunderts verkehrte auf dieser Stra\u00dfe die erste Pferdebahn.<\/p>\n<p>Doch bevor die erste Stra\u00dfenbahnlinie entstand, gab es auf dem Gebiet Oberschlesiens bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Schmalspurbahn.<\/p>\n<p>Die ersten Pl\u00e4ne zur Inbetriebnahme von Stra\u00dfenbahnen in Oberschlesien stammen vom 24. April 1892. An diesem Tag unterzeichneten die Firma Kramer &amp; Co. und der Magistrat von Beuthen einen Vertrag \u00fcber den Bau der Linie Gleiwitz \u2013 K\u00f6nigsh\u00fctte \u2013 Beuthen \u2013 Deutsch Piekar. Urspr\u00fcnglich sollte sie eingleisig mit Ausweichen ausgef\u00fchrt werden, bei einer Spurweite von 1.000 mm, und es sollten Dampfstra\u00dfenbahnen darauf verkehren.<\/p>\n<p>Die ersten Informationen \u00fcber Elektrifizierungspl\u00e4ne tauchten 1896 auf, ein Jahr sp\u00e4ter auch \u00fcber Pl\u00e4ne zum Bau einer elektrifizierten Linie von Beuthen nach Miechowitz. 1898 erhielt die Firma Kramer &amp; Co. die Konzession f\u00fcr den Bau einer elektrischen Bahn Kattowitz Ring \u2013 Zawodzie. Im selben Jahr erhielt die Kattowitzer Firma Schikora &amp; Wolff die Konzession f\u00fcr den Bau mehrerer weiterer Linien.<\/p>\n<div id=\"attachment_80835\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-80835\" class=\"size-full wp-image-80835\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hindenburg-O.-S.-\u2013-Kronprinzenstrasse-Foto-Slaska-Biblioteka-Cyfrowa.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"673\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hindenburg-O.-S.-\u2013-Kronprinzenstrasse-Foto-Slaska-Biblioteka-Cyfrowa.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hindenburg-O.-S.-\u2013-Kronprinzenstrasse-Foto-Slaska-Biblioteka-Cyfrowa-300x197.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Hindenburg-O.-S.-\u2013-Kronprinzenstrasse-Foto-Slaska-Biblioteka-Cyfrowa-768x505.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-80835\" class=\"wp-caption-text\">Hindenburg O.-S. \u2013 Kronprinzenstrasse Foto: Slaska Biblioteka Cyfrowa<\/p><\/div>\n<p>Damit sich die Stra\u00dfenbahnlinien jedoch ungehindert mit der nahe gelegenen Eisenbahnlinie kreuzen konnten, baute man die erste Br\u00fccke im heutigen Chorz\u00f3w. Sie wurde zur ersten Estakade. Die Br\u00fccke trug den Namen \u201eGermaniabr\u00fccke\u201c, und in der N\u00e4he, auf dem Platz bei der Post, wurde das Germania-Denkmal errichtet. Dieses Architekturelement aus K\u00f6nigsh\u00fctte findet sich auf vielen Postkarten aus jener Zeit.<\/p>\n<p>\u00dcber viele Jahrzehnte hinweg diente die Br\u00fccke als Verbindung zwischen den St\u00e4dten der Region, als Transportweg f\u00fcr G\u00fcter und als Fortbewegungsmittel f\u00fcr die Einwohner nicht nur von K\u00f6nigsh\u00fctte. Aufgrund ihrer exponierten Lage erfuhr sie zahlreiche Umbauten und Modernisierungen. Auch die hier verlaufende Stra\u00dfenbahnlinie ver\u00e4nderte sich. Doch in den 1970er Jahren wurde die Strecke \u00fcber den Ring von K\u00f6nigsh\u00fctte unzureichend \u2013 es bildeten sich Staus, und das Stra\u00dfensystem, in dem Fu\u00dfg\u00e4nger-, Stra\u00dfen- und Stra\u00dfenbahnverkehr aufeinandertrafen, war gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Es wurde notwendig, eine L\u00f6sung zu finden, die im Bau einer Estakade \u00fcber dem Ring bestand. Dies erm\u00f6glichte einerseits, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herauszuf\u00fchren, andererseits ver\u00e4nderte es \u2013 was bis heute kritisiert wird \u2013 infolge von Abrissen die Struktur der Innenstadt.<\/p>\n<h2>Die Estakade \u2013 eine Br\u00fccke, die die Stadt teilte<\/h2>\n<p>Nach dieser historischen Einf\u00fchrung ist es nun an der Zeit, zum aktuellen Bericht \u00fcberzugehen \u2013 zu dem, wozu die Br\u00fccke gef\u00fchrt hat, beziehungsweise zu ihrem politischen Umfeld: zu einem Problem, das die Stadt, anstatt sie zu verbinden, gespalten hat.<\/p>\n<p>Die Estakade unterlag im Laufe vieler Jahre einem nat\u00fcrlichen Verschlei\u00df und ist renovierungsbed\u00fcrftig. Bereits fr\u00fcher wurden sowohl laufende als auch umfassende Reparaturen durchgef\u00fchrt. Eine dieser Reparaturen nutzte man auch f\u00fcr den Umbau des Ringplatzes, der damals zu einem nutzbaren Raum f\u00fcr die Bewohner und zu einem Ort f\u00fcr Veranstaltungen wurde. Unter der Estakade wurden Lokale, Gesch\u00e4fte und sogar eine Dienststelle einer Abteilung des Stadtamtes untergebracht, was bei den B\u00fcrgern auf positive Resonanz stie\u00df.<\/p>\n<p>Bereits vor zehn Jahren entstand aufgrund des st\u00e4ndig steigenden Autoverkehrs in der Innenstadt das Konzept einer Umgehungsstra\u00dfe, die es erm\u00f6glichen sollte, den Durchgangsverkehr zwischen Beuthen und Kattowitz um den Ring von K\u00f6nigsh\u00fctte herumzuleiten. Aufgrund der hohen Kosten, die sich die Stadt ohne externe Finanzierung nicht leisten konnte, wurde dieses Konzept jedoch fallengelassen. Nach dem Machtwechsel in der Stadt kehrte die Idee einer Umgehungsstra\u00dfe zur\u00fcck \u2013 oder zumindest die Verlagerung des Verkehrs unter Nutzung der bestehenden Infrastruktur.<\/p>\n<div id=\"attachment_80833\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-80833\" class=\"size-large wp-image-80833\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/estakada-chorzow-1024x640.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/estakada-chorzow-1024x640.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/estakada-chorzow-300x188.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/estakada-chorzow-768x480.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/estakada-chorzow.png 1472w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-80833\" class=\"wp-caption-text\">Estakada w Chorzowie<br \/>Foto: estakada.chorzow.eu<\/p><\/div>\n<p>Vor einem Jahr entdeckte man an der Estakade Sch\u00e4den, die auf ihren schlechten technischen Zustand hinweisen sollten. Der Stadtpr\u00e4sident ordnete die sofortige Schlie\u00dfung dieser Verbindung an. Gest\u00fctzt auf ein einziges Gutachten befand man, dass die Estakade die Sicherheit gef\u00e4hrde und aufgrund ihres Zustands eine Baukatastrophe drohe.<\/p>\n<p>Es entstand ein Problem nicht nur f\u00fcr K\u00f6nigsh\u00fctte, sondern auch f\u00fcr die umliegenden St\u00e4dte, denn die Estakade ist Bestandteil der Verkehrsader zwischen Beuthen und Kattowitz. Ihre Schlie\u00dfung verlagerte den Verkehr zwischen den St\u00e4dten auf lokale Stra\u00dfen, was zu Frustration bei den Bewohnern f\u00fchrte und die Sicherheitsgefahr erh\u00f6hte. Die Sperrung des Verkehrs unter der Estakade f\u00fchrte au\u00dferdem zu einer Teilung der Stadt in zwei H\u00e4lften. Nutzer mussten die Lokale unter der Estakade verlassen, und \u00fcber Nacht verloren Unternehmer und ihre Angestellten ihre Arbeitspl\u00e4tze. Der Verkehr in der Innenstadt erstarb. \u00dcber der Stadt schwebte die Vision einer Apokalypse. Lediglich die Eisenbahn nahm relativ schnell den Verkehr unter der als gef\u00e4hrdet geltenden Br\u00fccke wieder auf.<\/p>\n<h2>Was kommt als N\u00e4chstes?<\/h2>\n<p>Um die Gefahrenwirkung zu verst\u00e4rken, wurden die j\u00fcngsten Baukatastrophen der Carolabr\u00fccke in Dresden und der Ponte Morandi in Genua herangezogen, obwohl es sich um v\u00f6llig andere Konstruktionen handelte.<\/p>\n<p>Das von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebene Gutachten ergab, dass die Estakade nicht die erforderliche Tragf\u00e4higkeit aufweise und ein Versagen oder eine Katastrophe drohe. Das Dokument erw\u00e4hnte auch, dass die Estakade aus DDR-Stahl gefertigt worden sei, der mit der Zeit aufgrund spezifischer Korrosion seine Eigenschaften verliere \u2013 derselbe Materialtyp wurde beim Bau der Carolabr\u00fccke in Dresden verwendet.<\/p>\n<p>Die \u00f6ffentliche Meinung spaltete sich sofort \u2013 \u00e4hnlich wie die Stadt \u2013 in zwei Lager.<\/p>\n<p>Die Anh\u00e4nger des Stadtpr\u00e4sidenten forderten einen m\u00f6glichst schnellen Abriss der Estakade und die Wiederherstellung der Funktion des Ringplatzes aus der Zeit vor ihrem Bau, ohne zu ber\u00fccksichtigen, dass dies nicht mehr dieselbe Stadt ist. Infolge der Abrisse und der Funktions\u00e4nderung des Ringplatzes haben sich sowohl sein Charakter als auch die ihn umgebende Bebauung ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Die Gegner vermuten hingegen, dass die Schlie\u00dfung der Estakade Teil eines politischen Machtspiels mit der vorherigen Stadtf\u00fchrung sei, die ihrer Ansicht nach durch Vernachl\u00e4ssigung von Renovierungen den heutigen Zustand herbeigef\u00fchrt habe.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/die-geschichte-eines-sockels\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kattowitz_-_Zwei_Kaiser-e1777292203993-150x150.jpg\" alt=\"Die Geschichte eines Sockels\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Kattowitz<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Die Geschichte eines Sockels<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/ein-schlesier-an-der-wand-gustav-becker-und-die-zeit-die-jahrhunderte-ueberdauert-hat\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2-150x150.png\" alt=\"Gustav Becker und die Zeit, die Jahrhunderte \u00fcberdauert hat\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n              \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Gustav Becker und die Zeit, die Jahrhunderte \u00fcberdauert hat<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Hinzu kommt, dass neue Gutachten die Estakade, wenn auch in eingeschr\u00e4nktem Umfang, f\u00fcr die Nutzung zulassen. All dies entfremdet einen gro\u00dfen Teil der Bewohner vom Stadtpr\u00e4sidenten und seinem Team.<\/p>\n<p>Man wirft ihm auch vor, dass K\u00f6nigsh\u00fctte in seiner Wahrnehmung nur aus Ruch Chorz\u00f3w und dessen heute nicht mehr existierendem Stadion bestehe und dass alle finanziellen Einschr\u00e4nkungen und Sparma\u00dfnahmen auf den Bau eines neuen Stadions ausgerichtet seien, dessen Finanzierung die Stadt auf Jahrzehnte ruinieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Es ist daher kaum verwunderlich, dass sich in der Stadt eine Gruppe gebildet hat, die es sich zum Ziel gesetzt hat, ein Referendum zur Abberufung des Stadtpr\u00e4sidenten herbeizuf\u00fchren. Die Gruppe sammelte Unterschriften, die bei der zust\u00e4ndigen Institution \u2013 der Staatlichen Wahlkommission \u2013 eingereicht wurden. Alle warten nun auf die Entscheidung, ob das Abberufungsreferendum stattfinden wird und mit welchem Ergebnis.<\/p>\n<p>Die Frage f\u00fcr die Zukunft lautet daher: Wird diese Aktion \u2013 wie die Estakade \u2013 die Bewohner dauerhaft spalten, oder wird sie sie, wie eine Br\u00fccke, zum Wohle der Stadt verbinden?<\/p>\n<p>Denn Br\u00fccken sollten verbinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Geschichte Schlesiens waren die ersten Br\u00fccken Schl\u00fcsselelemente der Handels- und Verteidigungsinfrastruktur. Als \u00e4lteste gilt die Steinerne Br\u00fccke in Glatz, die in der zweiten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Die \u00e4lteste Metallbr\u00fccke hingegen ist die Br\u00fccke bei Striegau aus dem Jahr 1796.<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":80833,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4224,4580],"tags":[6541,8761,8760,8759,6382,6543],"redaktor":[6573],"class_list":["post-80832","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-geschichte-de","category-kolumne-de","tag-chorzow-de","tag-estakada","tag-estakade","tag-industrialisierung","tag-koenigshuette-de","tag-ruch-chorzow-de","redaktor-eugeniusz-nagel-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80832"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80832\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80884,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80832\/revisions\/80884"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80832"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=80832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}