{"id":80511,"date":"2026-06-03T17:00:26","date_gmt":"2026-06-03T15:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=80511"},"modified":"2026-06-03T12:13:08","modified_gmt":"2026-06-03T10:13:08","slug":"deutsche-minderheiten-in-europa-abschied-in-nordschleswig-positive-signale-aus-bruenn-und-eine-sommer-mit-vielfaeltigen-projekte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-abschied-in-nordschleswig-positive-signale-aus-bruenn-und-eine-sommer-mit-vielfaeltigen-projekte\/","title":{"rendered":"Abschied in Nordschleswig, positive Signale aus Br\u00fcnn und eine Sommer mit vielf\u00e4ltigen Projekte"},"content":{"rendered":"<p><strong>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>J\u00fcrgensen mit letzten Aktivit\u00e4ten<\/h2>\n<p>Obwohl seine Zeit als Chef der Deutschen in D\u00e4nemark zu Ende geht, bleibt Hinrich J\u00fcrgensen bis zum Ende aktiv. Unl\u00e4ngst war er zu strategischen Gespr\u00e4chen in Berlin. Der Noch-Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger nutzte die Reise auch, um sich bei langj\u00e4hrigen Partnern zu bedanken. Gemeinsam mit seinen Kollegen traf er verschiedene Politiker im Bundestag und besuchte eine gro\u00dfe Feier im Garten der schleswig-holsteinischen Landesvertretung. Solche Treffen sind laut J\u00fcrgensen Gold wert, um wichtige Kontakte zu pflegen. Bei lockeren Gespr\u00e4chen lassen sich Probleme oft viel schneller l\u00f6sen als in langen, offiziellen Sitzungen. Diesmal ging es vor allem ums Geld. Die Minderheit braucht dringend mehr Mittel f\u00fcr Bauprojekte, doch die Bundesregierung muss sparen. Ein Ziel f\u00fcr die Zukunft wird sein, finanzielle K\u00fcrzungen zu verhindern. Da einige alte Unterst\u00fctzer nicht mehr in der Politik sind, m\u00fcssen nun neue Kontakte gekn\u00fcpft werden. J\u00fcrgensen sieht dem Wechsel an der Vereinsspitze im Herbst gelassen entgegen. Er w\u00fcnscht seinem Nachfolger bzw. seiner Nachfolgerin viel Erfolg und verl\u00e4sst den Posten mit einem lachenden und einem weinenden Auge.<\/p>\n<p>Quelle: nordschleswiger.dk.<\/p>\n<h2>Hassvandalismus in Tschechien<\/h2>\n<p>Es ist traurig, doch es ist auch Tatsache. Immer wieder werden deutsche Minderheiten zum Opfer von Hassvandalismus. Der neueste Fall ereignete sich in Tschechien. In der Nacht zum 20. Mai 2026 haben Unbekannte in der Stadt Eger verbotene Nazi-Symbole an Mauern und Scheiben gespr\u00fcht. Besonders schlimm traf es die \u00f6rtliche Begegnungsst\u00e4tte der dort lebenden deutschen Gemeinschaft. Die T\u00e4ter hinterlie\u00dfen gro\u00dfe Hakenkreuze direkt auf der Schaufensterfront des Zentrums, das im bekannten Balthasar-Neumann-Haus am zentralen Marktplatz liegt. Doch damit nicht genug: Auch ein benachbartes Geb\u00e4ude, das von einem Verein f\u00fcr Gemeinschaftsbildung genutzt wird, wurde durch die Schmierereien besch\u00e4digt. Der betroffene deutsche Kulturverband existiert bereits seit dem Jahr 1991. Seine Mitglieder engagieren sich intensiv f\u00fcr die Pflege von Traditionen, unterst\u00fctzen die Minderheit vor Ort und setzen sich Tag f\u00fcr Tag f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben von Deutschen und Tschechen ein. Umso gr\u00f6\u00dfer ist nun der Schock \u00fcber den feigen Angriff. Die Dachorganisation der deutschen Vereine reagierte zutiefst best\u00fcrzt und verurteilte die Tat sofort \u00f6ffentlich. Die Beh\u00f6rden lie\u00dfen die Schmierereien umgehend entfernen. Nun hoffen alle Beteiligten, dass die Polizei die Schuldigen schnell schnappt.<\/p>\n<p>Quelle: landesecho.cz.<\/p>\n<h2>Mayer w\u00fcrdigt Br\u00fcckenfunktion der Sudetendeutschen<\/h2>\n<p>Der Sudetendeutsche Tag stie\u00df in diesem Jahr auf positive Resonanz und wurde als wichtiger Schritt der Vers\u00f6hnung gewertet. Auch der Pr\u00e4sident des Bundes der Vertriebenen, Stephan Mayer, w\u00fcrdigte die Veranstaltung. Er betonte, wie wichtig das Treffen f\u00fcr das friedliche Zusammenleben in Europa ist. Die diesj\u00e4hrige Veranstaltung hat eine besondere Bedeutung, da sie im tschechischen Br\u00fcnn stattfand. Das gilt als Zeichen eines guten Miteinanders, das durch jahrelangen Dialog und vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen gewachsen ist. Dass das Fest 80 Jahre nach den Vertreibungen erstmals in Tschechien stattfinden konnte, wird von vielen Beteiligten als Zeichen der Vers\u00f6hnung gewertet. Zwar gab es im Vorfeld auch Kritik aus nationalistischen Kreisen, doch bedeutende Pers\u00f6nlichkeiten der tschechischen Politik hielten dagegen. Sowohl der Staatspr\u00e4sident Petr Pavel als auch der Senatschef Milo\u0161 Vystr\u010dil unterst\u00fctzten das Treffen. Sie \u00fcbernahmen die Schirmherrschaft \u00fcber das Festival Meeting Brno, das zeitgleich mit dem diesj\u00e4hrigen Sudetendeutschen Tag stattfand. Der Sudetendeutsche Tag fand auch auf Einladung des Festivals in Br\u00fcnn statt. Das Motto des Sudetendeutschen Tages lautete \u201eAlles Leben ist Begegnung\u201c. Es beweist, dass Vers\u00f6hnung funktioniert, wenn man sich die H\u00e4nde reicht.<\/p>\n<p>Quelle: bund-der-vertriebenen.de<\/p>\n<div id=\"attachment_80517\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-80517\" class=\"size-large wp-image-80517\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Staphan-Mayer_Foto-BdV-bundesfoto-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Staphan-Mayer_Foto-BdV-bundesfoto-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Staphan-Mayer_Foto-BdV-bundesfoto-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Staphan-Mayer_Foto-BdV-bundesfoto-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Staphan-Mayer_Foto-BdV-bundesfoto-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Staphan-Mayer_Foto-BdV-bundesfoto-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-80517\" class=\"wp-caption-text\">Stephan Mayer, Pr\u00e4sident des BdV (Bund der Vertriebenen).<br \/>Foto: BdV\/Bundesfoto<\/p><\/div>\n<h2>Slowakeideutsche mit zahlreichen Pl\u00e4nen<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Deutschen in der Slowakei hat das Jahr 2026 noch einiges zu bieten. Besonders herausragend sind die Jugend- und Kinderveranstaltungen. Das deutsche Innenministerium und ein slowakischer Kulturfonds erm\u00f6glichen durch finanzielle Unterst\u00fctzung viele der tollen Aktionen. Im Juli wartet ein gro\u00dfes Feriencamp auf die Kleinen. Hier lernen Kinder ganz ohne Leistungsdruck und mit viel Spa\u00df Deutsch. In Metzenseifen lernen die J\u00fcngsten sogar wieder spielerisch den alten Dialekt ihrer Urgro\u00dfeltern. Im August folgt in Tatransk\u00e1 Lomnica das riesige Jugendfest, bei dem Jugendliche aus ganz Europa zusammenkommen. Ein Highlight ist dort der Auftritt der Beatles-Coverband \u201eThe Backwards\u201c. Auch sonst ist der Kalender voll: Im Juni gibt es die Kulturtage in Hopgarten, das Bodwataltreffen in Metzenseifen und das gro\u00dfe Fest in Kesmark mit G\u00e4sten aus dem Ausland. Dort stehen Gedichtwettbewerbe, ein Festzug und ein buntes Programm auf der Burg an. Im Juli folgt ein Blaskapellentreffen in Einsiedel und im August das Hauerlandfest in Schmiedshau. Dazu kommen viele kleine Treffen vor Ort, wie Tanzworkshops oder Sprachkurse, um die Traditionen lebendig zu halten.<\/p>\n<p>Quelle: karpatenblatt.sk.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-9\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-150x150.jpg\" alt=\"Ukrainedeutsche kooperieren mit Wikipedia\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Deutsche Minderheiten in Europa<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Ukrainedeutsche kooperieren mit Wikipedia<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-minderheitenschulwesen-in-nordschleswig\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DO-GRAFiki-Foto1-KW18lb-Minderheiten-e1777468377312-150x150.jpg\" alt=\"Warum viele Deutsche nach Nordschleswig ziehen\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Deutsche Minderheiten in Europa<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Warum viele Deutsche nach Nordschleswig ziehen<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<h2>Herausragende Deutsche wieder gesucht<\/h2>\n<p>Das langj\u00e4hrige, bew\u00e4hrte Projekt der Russlanddeutschen geht in die n\u00e4chste Runde. In diesem Jahr werden wieder herausragende Deutsche gesucht, die sich in mehreren Kategorien bewiesen haben. Ab sofort l\u00e4uft die Suche nach den kl\u00fcgsten K\u00f6pfen und aktivsten Menschen aus der russisch-deutschen Gemeinschaft f\u00fcr 2026. Die Aktion soll zeigen, wie sehr diese Gruppe das Land mitpr\u00e4gt. Ob Kunst, Wissenschaft, Schule, Ehrenamt oder Sport \u2013 in f\u00fcnf traditionellen Bereichen gibt es Preise zu gewinnen. Diese sind nach bekannten Pers\u00f6nlichkeiten benannt, wie etwa der S\u00e4ngerin Anna German oder dem Forscher Boris Rauschenbach. Neu sind dieses Mal Auszeichnungen f\u00fcr clevere Chefs und Manager. Auch verstorbene Vorbilder werden mit einem speziellen Gedenkpreis geehrt. Wer mitmachen oder jemanden vorschlagen will, sollte sich beeilen. Bewerbungen werden nur noch bis zum 21. Juni online angenommen. Danach k\u00f6nnen Internetnutzer \u00fcber die Kandidaten abstimmen. Vom 1. Juli bis Mitte August kann jeder online f\u00fcr seine Favoriten abstimmen. Die feierliche \u00dcbergabe der handgemachten Pokale und Geschenke findet dann im Herbst in Moskau statt.<\/p>\n<p>Quelle: rusdeutsch.ru.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":80515,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625,4231],"tags":[8386,7748,5898,7423,8682,8683,8684,8685,7153,8387],"redaktor":[6080],"class_list":["post-80511","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-de","category-news-de","tag-bruenn-de","tag-deutsche-minderheit-in-der-slowakei-de","tag-deutsche-minderheit-in-tschechien-de","tag-deutsche-minderheiten-in-europa","tag-eger","tag-hassvandalismus","tag-hinrich-juergensen-de","tag-russlanddeutsche-de","tag-stephan-mayer-de","tag-sudetendeutscher-tag-de","redaktor-lukasz-bily-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80511"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80511\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80532,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80511\/revisions\/80532"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/80515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80511"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=80511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}