{"id":79989,"date":"2026-05-29T05:00:58","date_gmt":"2026-05-29T03:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=79989"},"modified":"2026-05-27T12:58:22","modified_gmt":"2026-05-27T10:58:22","slug":"zollabkommen-eu-usa-deutsche-wirtschaft-dafuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/zollabkommen-eu-usa-deutsche-wirtschaft-dafuer\/","title":{"rendered":"Zollabkommen EU \u2013 USA: Deutsche Wirtschaft daf\u00fcr"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Europ\u00e4ische Parlament und die Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten im Rat haben in Stra\u00dfburg eine Einigung zur Umsetzung des Zollabkommens mit den USA erzielt. Im Gegenzug verpflichtete sich US-Pr\u00e4sident Donald Trump, keine Z\u00f6lle von mehr als 15 Prozent auf Waren aus der Europ\u00e4ischen Union zu erheben. Vertreter der deutschen Industrie zeigten sich mit der Einigung zur Umsetzung des Zollabkommens mit den Vereinigten Staaten sehr zufrieden.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eDas ist keine \u00dcberraschung. Planungssicherheit ist entscheidend\u201c, betonte Thilo Brodtmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Wolfgang Niedermark vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sagte: \u201eDies ist ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der transatlantischen Handelsbeziehungen\u201c und f\u00fcgte hinzu: \u201eDurch die schnelle Umsetzung des Abkommens st\u00e4rkt die Europ\u00e4ische Union ihre Verhandlungsposition gegen\u00fcber Washington und kann von den USA entschlossener die Einhaltung der Vereinbarungen einfordern. Die Industrie braucht Planungssicherheit.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79992\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79992\" class=\"size-full wp-image-79992\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eu-us-flags.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eu-us-flags.jpg 1920w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eu-us-flags-300x169.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eu-us-flags-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eu-us-flags-768x432.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/eu-us-flags-1536x864.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-79992\" class=\"wp-caption-text\">Es weht ein Hauch von Optimismus.<br \/>Foto: Wikimedia<\/p><\/div>\n<h2>Freude und Sorgen<\/h2>\n<p>Trotz des Optimismus, der sich nun in den Volkswirtschaften der EU-Mitgliedstaaten breitmacht, warnt Thilo Brodtmann davor, dass die Europ\u00e4ische Union sich keinesfalls auf ihren Lorbeeren ausruhen d\u00fcrfe. Sie m\u00fcsse weiterhin auf die Senkung der verbleibenden Z\u00f6lle dr\u00e4ngen. Hier geht es vor allem um Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumderivate, die ebenfalls auf 15 Prozent sinken sollen. Und daran sei erinnert: Die Vereinigten Staaten erheben derzeit auf diese Produkte Z\u00f6lle in H\u00f6he von satten 50 Prozent!<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Die Europ\u00e4ische Kommission kann die Zollaufhebung mit Zustimmung der Mitgliedstaaten erneut aussetzen, wenn Donald Trump die Z\u00f6lle erneut anhebt.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Angesichts der wiederholten Drohungen Donald Trumps f\u00fcrchtet die Automobilindustrie nicht nur in der Bundesrepublik Deutschland weitere Zollerh\u00f6hungen: \u201eDie vom Europ\u00e4ischen Parlament durchgesetzten Schutzklauseln sollten nicht dazu f\u00fchren, dass sich die USA aus dem Abkommen zur\u00fcckziehen\u201c, erkl\u00e4rte Hildegard M\u00fcller, Pr\u00e4sidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).<\/p>\n<h2>Vorsicht geboten<\/h2>\n<p>Es ist hinzuzuf\u00fcgen, dass die Abgeordneten des Europ\u00e4ischen Parlaments die Arbeiten zur Umsetzung des Zollabkommens mehrfach verz\u00f6gert hatten. Der Grund war die Unsicherheit aufgrund der Drohungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump im Streit um Gr\u00f6nland Anfang dieses Jahres sowie die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gegen die von Donald Trump eingef\u00fchrten Z\u00f6lle. Auf Antrag der Europaabgeordneten enthalten die Bestimmungen nun eine Notfallklausel. Allerdings kann die Europ\u00e4ische Kommission die Zollaufhebung mit Zustimmung der Mitgliedstaaten erneut aussetzen, wenn Donald Trump die Z\u00f6lle erneut anhebt. Gleiches gilt, wenn die Vereinigten Staaten auch nach 2026 weiterhin 50-prozentige Z\u00f6lle auf Stahl und Aluminium erheben. Besteht diese M\u00f6glichkeit? Nat\u00fcrlich. Vorsicht ist geboten. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat seine Verb\u00fcndeten in der Europ\u00e4ischen Union bereits mehrfach \u00fcberrascht \u2013 nicht unbedingt im positiven Sinne.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Krzysztof \u015awierc<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Europ\u00e4ische Parlament und die Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten im Rat haben in Stra\u00dfburg eine Einigung zur Umsetzung des Zollabkommens mit den USA erzielt. Im Gegenzug verpflichtete sich US-Pr\u00e4sident Donald Trump, keine Z\u00f6lle von mehr als 15 Prozent auf Waren aus der Europ\u00e4ischen Union zu erheben. 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