{"id":79702,"date":"2026-05-23T05:00:59","date_gmt":"2026-05-23T03:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=79702"},"modified":"2026-05-22T22:02:11","modified_gmt":"2026-05-22T20:02:11","slug":"echte-schlesische-happen-zwischen-wanderweg-und-kuechentisch-kulinarisches-pfingsten-in-schlesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/echte-schlesische-happen-zwischen-wanderweg-und-kuechentisch-kulinarisches-pfingsten-in-schlesien\/","title":{"rendered":"Zwischen Wanderweg und K\u00fcchentisch: Kulinarisches Pfingsten in Schlesien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pfingsten markierte einst ganz selbstverst\u00e4ndlich den Auftakt der Wandersaison in den Bergen. Die Natur stand im Mai in voller Bl\u00fcte, die Luft war frisch und klar, und alles schien zu Ausfl\u00fcgen einzuladen. Zahlreiche schlesische Sportvereine, Wandergruppen, Gesangsvereine und bisweilen ganze Dorfgemeinschaften zogen am Abend aus den T\u00e4lern hinauf zu den lebhaften Bauden und Bergh\u00fctten, die oft bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt waren. Nicht selten blieb als Schlafplatz nur noch das duftende Heu auf dem Dachboden.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Schlesier str\u00f6mten regelrecht in die Berge, und so verwundert es kaum, dass die damalige Presse eigens Artikel ver\u00f6ffentlichte, in denen lohnende Reiseziele, gute K\u00fcche und besondere Attraktionen empfohlen wurden. Ob Gro\u00dfst\u00e4dter, Sportfreund, Feinschmecker oder Naturmensch \u2013 jeder fand seinen Ort f\u00fcr ein gelungenes Pfingstwochenende.<\/p>\n<div id=\"attachment_79707\" style=\"width: 693px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79707\" class=\"size-large wp-image-79707\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bikop.eu-Postkarte-Froehliche-Pfingsten-1911-683x1024.png\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bikop.eu-Postkarte-Froehliche-Pfingsten-1911-683x1024.png 683w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bikop.eu-Postkarte-Froehliche-Pfingsten-1911-200x300.png 200w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bikop.eu-Postkarte-Froehliche-Pfingsten-1911-768x1152.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/bikop.eu-Postkarte-Froehliche-Pfingsten-1911.png 832w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><p id=\"caption-attachment-79707\" class=\"wp-caption-text\">Postkarte \u201eFr\u00f6hliche Pfingsten\u201c, 1911.<br \/>Quelle: bikop.eu<\/p><\/div>\n<p>In Oberschlesien galten Szczyrk, Bad Gottschalkowitz \u2013 besonders das Hotel \u201ePr\u00e4sident\u201c, ber\u00fchmt f\u00fcr seine ausgezeichnete K\u00fcche und den gut best\u00fcckten Weinkeller \u2013 sowie Gieschewald als beliebte Ziele.<\/p>\n<h2>Stadt, Musik und schlesische K\u00fcche<\/h2>\n<p>Doch auch in den St\u00e4dten fehlte es nicht an Unterhaltung. In Tichau fanden am ersten Pfingstfeiertag Schwimmwettk\u00e4mpfe im Stadion statt, in den Parkanlagen spielte Musik, und man flanierte gem\u00fctlich zwischen Blumenbeeten und Bierg\u00e4rten. Hungrige G\u00e4ste konnten dabei die schlesische K\u00fcche genie\u00dfen.<\/p>\n<div id=\"attachment_79705\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79705\" class=\"size-large wp-image-79705\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten-1024x1024.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten-1024x1024.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten-300x300.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten-150x150.png 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten-768x768.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten-1536x1536.png 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Angebot-zu-Pfingsten.png 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-79705\" class=\"wp-caption-text\">Anzeigen und Pressemitteilungen in den Jahren 1912\u20131931.<br \/>Quelle: Schlesische Digitale Bibliothek<\/p><\/div>\n<p>Neudeck lockte mit g\u00fcnstigen Preisen und deftigen Gerichten in der f\u00fcrstlichen Gastwirtschaft, w\u00e4hrend man in der Beuthener Weinstube von J. Tschauner feststellen durfte, dass Wein l\u00e4ngst kein Luxusgut mehr war. F\u00fcr einen erschwinglichen Preis bekam der durstige Gast dort einen Literkrug des direkt vom Fass ausgeschenkten Graukatz \u201e32\u201c (Rheingau) serviert.<\/p>\n<h2>Pfingsten in den Bergen \u2013 Musik, Natur und Hausmannskost<\/h2>\n<p>Doch eigentlich spielte sich das wahre Pfingsten drau\u00dfen ab \u2013 fern der St\u00e4dte, oben in den Bergen. W\u00e4hrend des Abendessens musizierte h\u00e4ufig eine \u00f6rtliche Kapelle, man sang, tanzte und lachte bis tief in die Nacht hinein. Bereits am n\u00e4chsten Morgen brachen die Wandergruppen wieder auf, hinaus auf die mit jungen Birken geschm\u00fcckten Wege Richtung Schneekoppe oder zu den ber\u00fchmten Wasserf\u00e4llen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">Pfingsten markierte einst ganz selbstverst\u00e4ndlich den Auftakt der Wandersaison in den Bergen.<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Bl\u00fchende Waldlichtungen luden unterwegs zu einer Rast im Gr\u00fcnen ein. Am Abend kehrte man ersch\u00f6pft, aber gl\u00fccklich in die warme Bergh\u00fctte zur\u00fcck und st\u00e4rkte sich mit ehrlicher regionaler Hausmannskost: kr\u00e4ftiger Suppe, frischer Forelle, hausgebackenem Brot, w\u00fcrzigem Bergk\u00e4se, gutem Schinken oder schlesischem Streuselkuchen. Dazu trank man heimisches Bier oder Schnaps \u2013 besonders beliebt war der kr\u00e4ftige Enzianschnaps.<\/p>\n<div id=\"attachment_79711\" style=\"width: 858px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79711\" class=\"size-large wp-image-79711\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/SBC-Der-Oberschlesische-Wanderer-1939-Jg.-112-Nr.-145-Blick-uebers-pfingstliche-Land-848x1024.png\" alt=\"\" width=\"848\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/SBC-Der-Oberschlesische-Wanderer-1939-Jg.-112-Nr.-145-Blick-uebers-pfingstliche-Land-848x1024.png 848w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/SBC-Der-Oberschlesische-Wanderer-1939-Jg.-112-Nr.-145-Blick-uebers-pfingstliche-Land-249x300.png 249w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/SBC-Der-Oberschlesische-Wanderer-1939-Jg.-112-Nr.-145-Blick-uebers-pfingstliche-Land-768x927.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/SBC-Der-Oberschlesische-Wanderer-1939-Jg.-112-Nr.-145-Blick-uebers-pfingstliche-Land.png 928w\" sizes=\"auto, (max-width: 848px) 100vw, 848px\" \/><p id=\"caption-attachment-79711\" class=\"wp-caption-text\">Blick \u00fcbers pfingstliche Land, nach: \u201eDer Oberschlesische Wanderer\u201c 1939.<br \/>Quelle: \u015al\u0105ska Biblioteka Cyfrowa<\/p><\/div>\n<p>Eines der damals besonders gesch\u00e4tzten Ausflugsziele war die auf 1362 Metern gelegene Reiftr\u00e4gerbaude, feierlich er\u00f6ffnet am 19. Dezember 1922 und heute als \u201eNa Szrenicy\u201c bekannt. Zun\u00e4chst f\u00fchrte Franz Endler die Baude, der jedoch im Dezember 1930 tragisch aus dem Leben schied und den sp\u00e4teren wirtschaftlichen Aufschwung nicht mehr erlebte. Sein Sohn Kurt Endler, immerhin deutscher Meister im Wintersport, \u00fcbernahm anschlie\u00dfend das Haus und leitete es erfolgreich.<\/p>\n<p>Auch die Nachkriegsgeschichte der H\u00fctte verlief bewegt, nahm letztlich aber ein gutes Ende. Nach umfassender Renovierung empf\u00e4ngt sie seit 1992 wieder G\u00e4ste und serviert regionale K\u00fcche.<\/p>\n<p>Als bekennende Liebhaberin von Heidelbeergerichten w\u00fcrde ich dort wohl zu Pfannkuchen oder Piroggen mit Heidelbeerf\u00fcllung greifen \u2013 allerdings entschieden ohne Schlagsahne. Einst soll der ber\u00fchmte \u201eSchneegruben-K\u00e4sekuchen\u201c weit \u00fcber die Region hinaus bekannt gewesen sein, doch auf den Speisekarten der letzten Jahre habe ich ihn leider nicht mehr gesehen. Daf\u00fcr gibt es immerhin noch warmen Apfelkuchen.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/echte-schlesische-happen-bevor-die-eulenbaude-verstummte\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Biblioteka-Narodowa-Die-schlesischen-Gebirge.-Bd.-2-Waldenburger-Bergland-Eulengebirge-Grafschaft-Glatz-Altvatergebirge-Zobten-e1778842009799-150x150.png\" alt=\"Bevor die Eulenbaude verstummte\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Echte Schlesische Happen<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Bevor die Eulenbaude verstummte<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/echte-schlesische-happen-hopfen-und-malz-gott-erhalts\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/SDB-Oberschlesien-im-Bild-1934-Nr.18_1-e1777537600661-150x150.png\" alt=\"Hopfen und Malz, Gott erhalt\u2019s!\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Echte Schlesische Happen<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Hopfen und Malz, Gott erhalt\u2019s!<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>W\u00e4re ich allerdings im Jahr 1923 auf der Szrenica eingekehrt, h\u00e4tte meine Wahl wohl ganz anders ausgesehen: eine kr\u00e4ftige Br\u00fche, Ragout mit Sauerkraut und zum Abschluss eine Haustorte samt Mokka. Besonders interessant finde ich \u00fcbrigens, dass damals auch Bier aus der Brauerei in Namslau ausgeschenkt wurde \u2013 helles Lagerbier ebenso wie dunkler Bock. Auch das Mineralwasser \u201eHarzer Sauerbrunnen\u201c, das seit 1883 in der N\u00e4he von Goslar im Harz abgef\u00fcllt wurde, fiel mir ins Auge. Nach einer langen Bergwanderung d\u00fcrfte sich damit der Verlust an Mineralstoffen und Elektrolyten auf angenehme Weise ausgeglichen haben.<\/p>\n<p>Da eine warme Mahlzeit auf jeder Wanderung zu den sch\u00f6nsten Momenten des Tages geh\u00f6rt, m\u00f6chte ich diesmal ein aromatisches Ragout nach einem historischen schlesischen Rezept vorschlagen. Es stammt von Eugenie Tafel und wurde in ihrem Kochbuch \u201eDie gute K\u00fcche\u201c ver\u00f6ffentlicht. Das 1899 im Verlag von Georg Brieger in Schweidnitz erschienene Werk er\u00f6ffnet einen faszinierenden Blick auf die schlesische B\u00fcrgerk\u00fcche des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts.<\/p>\n<h2>Ragout nach alter schlesischer Art<\/h2>\n<div id=\"attachment_79709\" style=\"width: 834px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79709\" class=\"size-large wp-image-79709\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128-824x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"824\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128-824x1024.jpg 824w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128-242x300.jpg 242w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128-768x954.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128-1237x1536.jpg 1237w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128-1649x2048.jpg 1649w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_20260516_162128.jpg 1846w\" sizes=\"auto, (max-width: 824px) 100vw, 824px\" \/><p id=\"caption-attachment-79709\" class=\"wp-caption-text\">Schlesisches Ragout mit Sauerkraut.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr 6 Personen brauchen wir:<br \/>\n700 g gekochtes oder gebratenes Schweinefleisch (am besten Schulter, Nacken oder Schweinebraten)<\/p>\n<h3>F\u00fcr die Sauce:<\/h3>\n<p>2 EL Butter<br \/>\n2 EL Weizenmehl<br \/>\n1 gro\u00dfe Zwiebel, fein gehackt<br \/>\n500 ml Fleischbr\u00fche oder hei\u00dfes Wasser<br \/>\n1 Lorbeerblatt<br \/>\n1 Scheibe Zitrone<br \/>\nSalz und frisch gemahlener Pfeffer<\/p>\n<h3>F\u00fcr die w\u00fcrzige Note:<\/h3>\n<p>100 ml trockener Rotwein<br \/>\n2\u20133 Gew\u00fcrzgurken, fein gew\u00fcrfelt<br \/>\n8\u201310 Perlzwiebeln<br \/>\n1 EL Kapern<\/p>\n<h3>Optionale historische Variante:<\/h3>\n<p>1 TL rheinisches Apfelkraut oder 1 TL Zucker<br \/>\neine Handvoll angebratene Pilze<br \/>\n1\u20132 EL Sojasauce im Stil der historischen \u201eSoja\u201c<\/p>\n<h3>Zubereitung<\/h3>\n<p>Die Butter in einem Topf kr\u00e4ftig erhitzen. Das Mehl hinzuf\u00fcgen und unter st\u00e4ndigem R\u00fchren eine hellbraune Mehlschwitze herstellen.<br \/>\nDie fein gehackte Zwiebel dazugeben und goldgelb anschwitzen.<br \/>\nNach und nach die hei\u00dfe Br\u00fche oder das Wasser zugie\u00dfen und dabei st\u00e4ndig r\u00fchren, damit eine glatte Sauce ohne Kl\u00fcmpchen entsteht.<br \/>\nMit Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt und der Zitronenscheibe w\u00fcrzen. Einige Minuten sanft k\u00f6cheln lassen.<br \/>\nDas gekochte oder gebratene Schweinefleisch in W\u00fcrfel schneiden und in die Sauce geben.<br \/>\nRotwein angie\u00dfen, anschlie\u00dfend Gew\u00fcrzgurken, Perlzwiebeln und Kapern hinzuf\u00fcgen. Alles etwa 15\u201320 Minuten schmoren lassen, bis sich die Aromen verbunden haben.<br \/>\nZum Schluss kann das Ragout mit etwas Apfelkraut oder Zucker fein abgeschmeckt werden, um die S\u00e4ure sanft auszubalancieren. Wer es etwas raffinierter mag, erg\u00e4nzt angebratene Pilze oder einen kleinen Schuss Sojasauce.<\/p>\n<p>Besonders gut schmeckt das Ragout mit schlesischen Kl\u00f6\u00dfen, Salzkartoffeln, Graupen oder frischem Brot.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfingsten markierte einst ganz selbstverst\u00e4ndlich den Auftakt der Wandersaison in den Bergen. Die Natur stand im Mai in voller Bl\u00fcte, die Luft war frisch und klar, und alles schien zu Ausfl\u00fcgen einzuladen. 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