{"id":79457,"date":"2026-05-22T12:00:21","date_gmt":"2026-05-22T10:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=79457"},"modified":"2026-05-19T15:36:24","modified_gmt":"2026-05-19T13:36:24","slug":"deutsche-minderheiten-in-europa-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-9\/","title":{"rendered":"Deutsche Minderheiten in Europa"},"content":{"rendered":"<p><strong>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Aussiedlerliteratur feiert goldene Zeit<\/h2>\n<p>Die Literatur gro\u00dfer Namen der deutschen Minderheiten gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Dies zeigen sogar bedeutende Buchmessen. W\u00e4hrend \u00e4ltere Generationen nach ihrer Ankunft in Deutschland meist mit dem Alltag besch\u00e4ftigt waren, erobern j\u00fcngere Autoren der sogenannten Millennial-Generation nun den Buchmarkt. Ihre Werke erscheinen in bekannten Gro\u00dfverlagen und werden f\u00fcr wichtige Preise nominiert. K\u00fcrzlich stand etwa die in Kasachstan geborene Elli Unruh mit ihrem Erstlingswerk auf der Shortlist der Leipziger Buchmesse. Fr\u00fcher fand diese Art von Literatur fast nur in kleinen Nischen statt. Die Texte wurden oft in privaten Schreibkreisen verfasst. Das hat sich gr\u00fcndlich ge\u00e4ndert: Neben der bekannten Nobelpreistr\u00e4gerin Herta M\u00fcller feiern Autorinnen wie Iris Wolff gro\u00dfe Erfolge mit Geschichten \u00fcber das Leben in Siebenb\u00fcrgen. Auch j\u00fcngere Stimmen wie Nadine Schneider und Alisha Gamisch verbinden in ihren Romanen die Vergangenheit ihrer Gro\u00dfeltern im Ausland mit dem heutigen Leben in Deutschland. Die Themen reichen dabei von Flucht und Zwangsarbeit bis hin zu humorvollen Alltagserz\u00e4hlungen. Diese Literatur ist heute ein fester und wichtiger Teil der deutschen Kulturlandschaft.<\/p>\n<p>Quelle: swr.de<\/p>\n<div id=\"attachment_79459\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79459\" class=\"size-full wp-image-79459\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-scaled.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-300x300.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-150x150.jpg 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-768x768.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Iris_Wolff_2020-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-79459\" class=\"wp-caption-text\">Iris Wolff<br \/>Foto: Wikipedia<\/p><\/div>\n<h2>Ukrainedeutsche kooperieren mit Wikipedia<\/h2>\n<p>Die deutsche Minderheit in der Ukraine arbeitete mit einer gro\u00dfen Online-Plattform zusammen. Im Rahmen der Initiative Wikimedia CEE Spring 2026 will sie Artikel \u00fcber Deutschland auf Ukrainisch zug\u00e4nglicher machen. Der Rat der Deutschen unterst\u00fctzt diese Online-Aktion als offizieller Partner von Wikimedia Ukraine. Ziel ist es, das Wissen \u00fcber die Bundesrepublik im Netz sp\u00fcrbar auszubauen und qualitativ hochwertige Berichte in der Wikipedia zu ver\u00f6ffentlichen. Mitmachen kann jeder, der bestehende Texte verbessert oder neue Beitr\u00e4ge schreibt. Allerdings gibt es feste Regeln: Die Themen m\u00fcssen aus einer vorgegebenen Liste stammen oder vorher mit dem Team abgesprochen werden. In diesem Jahr stehen ganz bestimmte Schwerpunkte im Fokus. Dazu geh\u00f6ren moderne Berliner Projekte wie der Unity Hub oder das Caf\u00e9 Kiew sowie die kommende Kultursaison zwischen beiden L\u00e4ndern. Auch die Geschichte der deutschen Minderheit und bekannte deutsche Firmen wie Playmobil, Schleich oder SAP sollen genauer beleuchtet werden. Wer die besten Texte beisteuert oder besonders flei\u00dfig ist, kann sich sogar \u00fcber Sonderpreise vom Rat der Deutschen freuen.<\/p>\n<p>Quelle: deutsche.in.ua.<\/p>\n<div id=\"attachment_79463\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79463\" class=\"size-full wp-image-79463\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-scaled.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/do-grafiki-Guelfer-ERGIN-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-79463\" class=\"wp-caption-text\">Artikel der Ukrainedeutschen sollen Wikipedia bereichern.<br \/>Foto: Harleen Quinzellov\u00e1\/Wikimedia Commons.<\/p><\/div>\n<h2>Ehrung f\u00fcr rum\u00e4niendeutsche Redakteurin<\/h2>\n<p>Die rum\u00e4niendeutsche Redakteurin Christel Ungar-\u0162opescu wurde vom Dachverband der deutschen Minderheit mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Das Demokratische Forum der Deutschen in Rum\u00e4nien (DFDR) \u00fcbergab ihr den Preis im Rahmen einer Feierstunde im Bischofspalais von Hermannstadt. Der Verbandsvorsitzende Dr. Paul J\u00fcrgen Porr lobte dabei ihren gro\u00dfen Einsatz, mit dem sie \u00fcber Jahrzehnte hinweg das gegenseitige Verst\u00e4ndnis der verschiedenen Volksgruppen gef\u00f6rdert hat. Ungar-\u0162opescu arbeitet bereits seit 1990 beim \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen und leitet dort die bekannte deutschsprachige Sendung \u201eAkzente\u201c. In der Laudatio wurde vor allem ihre enorme Vielseitigkeit gew\u00fcrdigt. Sie \u00fcberzeugt nicht nur als Journalistin und Filmemacherin, die in Dokumentationen die Rolle von Frauen in der Minderheit thematisiert, sondern feiert auch als feinsinnige Dichterin und leidenschaftliche Jazzs\u00e4ngerin gro\u00dfe Erfolge. Auch Vertreter der evangelischen Kirche dankten ihr f\u00fcr ihre st\u00e4ndige Begleitung des Gemeindelebens. Die Geehrte zeigte sich sichtlich ger\u00fchrt und betonte, wie gl\u00fccklich und stolz es sie mache, diese Anerkennung aus den eigenen Reihen zu erhalten. Der Preis gebe ihr viel Kraft f\u00fcr ihre zuk\u00fcnftige Arbeit.<\/p>\n<p>Quelle: siebenbuerger.de<\/p>\n<div id=\"attachment_79461\" style=\"width: 853px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79461\" class=\"size-full wp-image-79461\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Christel-Ungar-Topescu.jpg\" alt=\"\" width=\"843\" height=\"1873\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Christel-Ungar-Topescu.jpg 843w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Christel-Ungar-Topescu-135x300.jpg 135w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Christel-Ungar-Topescu-461x1024.jpg 461w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Christel-Ungar-Topescu-768x1706.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Christel-Ungar-Topescu-691x1536.jpg 691w\" sizes=\"auto, (max-width: 843px) 100vw, 843px\" \/><p id=\"caption-attachment-79461\" class=\"wp-caption-text\">Christel Ungar-\u0162opescu.<br \/>Foto: Uniunea Ziari\u0219tilor Profesioni\u0219ti din Rom\u00e2nia<\/p><\/div>\n<h3>Russlanddeutsche mit Festival zum Jubil\u00e4um<\/h3>\n<p>Die regionale Krasnojarsker Nationale-Kulturelle Autonomie der Deutschen in Russland hatte ein stattliches Jubil\u00e4um zu feiern. Aus diesem Grund wurde ein gro\u00dfes Festival organisiert. Am 3. Mai 2026 kamen im \u00f6rtlichen Haus der V\u00f6lkerfreundschaft fast 200 Menschen zusammen, um das 15-j\u00e4hrige Bestehen des Verbandes zu zelebrieren. Bei dem Fest drehte sich alles darum, die Br\u00e4uche und die Geschichte der russischen Deutschen lebendig zu halten und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen zu st\u00e4rken. Die Besucher erlebten ein buntes Programm mit Musik, Gedichten von Goethe und Auftritten verschiedener Ch\u00f6re. Gro\u00dfen Anklang fanden die Ausstellungen, bei denen Kunsthandwerk, traditionelle Trachten und gerettete Familienerbst\u00fccke aus der Zeit der Verbannung nach Sibirien gezeigt wurden. Wer wollte, konnte in Workshops Osterhasen basteln oder kulinarische Spezialit\u00e4ten wie Krebli und Riewelkuchen probieren. Auch andere Kulturvereine, wie etwa polnische und lettische Gruppen, gratulierten mit T\u00e4nzen und Liedern auf der B\u00fchne. Zum Abschluss wurde ein Video des Events auf russischen Online-Plattformen geteilt.<\/p>\n<p>Quelle: rusdeutsch.ru<\/p>\n<h2>Weniger Kasachstandeutsche<\/h2>\n<p>Wie bei anderen Volksgruppen auch, geht die Zahl der Kasachstandeutschen nach neuesten Angaben zur\u00fcck. Dieses Ph\u00e4nomen tr\u00e4gt aber einen kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund mit sich. Laut der nationalen Statistikbeh\u00f6rde leben aktuell noch etwa 222.890 Deutsche in dem zentralasiatischen Land. Damit z\u00e4hlt die Gemeinschaft zwar immer noch zu den zehn gr\u00f6\u00dften ethnischen Gruppen des Staates, doch der Abw\u00e4rtstrend h\u00e4lt an. Vor wenigen Jahren, im Jahr 2021, lag die Anzahl noch bei rund 226.000 Menschen. Kleine Abweichungen in den Daten erkl\u00e4ren Experten mit verschiedenen Z\u00e4hlweisen bei den Befragungen. Fr\u00fcher war die Situation eine andere: Zu Zeiten der Sowjetunion knackte die deutsche Bev\u00f6lkerung in Kasachstan fast die Millionengrenze. Als das Land schlie\u00dflich unabh\u00e4ngig wurde, zog es in den 1990er-Jahren viele Familien \u00fcber Aussiedlungsprogramme nach Deutschland. Heute wohnen die verbliebenen Gruppen vor allem im Norden, Osten und im Zentrum des Landes, wie etwa rund um Karaganda. Auch in den Metropolen Astana und Almaty gibt es nach wie vor lebendige Vereine, die die deutsche Kultur und Traditionen erfolgreich pflegen.<\/p>\n<p>Quelle: daz.asia<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>\u0141ukasz Bi\u0142y<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":79463,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625],"tags":[8349,8351,7423,8352,8354,8353,8350],"redaktor":[6094],"class_list":["post-79457","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-de","tag-aussiedlerliteratur-feiert-goldene-zeit","tag-christel-ungar-topescu-wurde-vom-dachverband-der-deutschen-minderheit-mit-der-goldenen-ehrennadel-ausgezeichnet","tag-deutsche-minderheiten-in-europa-de","tag-haus-der-voelkerfreundschaft","tag-iris-wolff","tag-kasachstandeutsche","tag-ukrainedeutsche-kooperieren-mit-wikipedia","redaktor-lech-kryszalowicz-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79457"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79457\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79473,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79457\/revisions\/79473"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79457"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=79457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}