{"id":79397,"date":"2026-05-19T11:00:50","date_gmt":"2026-05-19T09:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=79397"},"modified":"2026-05-19T13:54:37","modified_gmt":"2026-05-19T11:54:37","slug":"wirtschaft-eine-arbeitsstunde-in-deutschland-kostet-45-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wirtschaft-eine-arbeitsstunde-in-deutschland-kostet-45-euro\/","title":{"rendered":"Eine Arbeitsstunde in Deutschland kostet 45 Euro"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden geht hervor, dass die Arbeitskosten in Deutschland trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr \u2013 ohnehin schon hoch im Vergleich zum Rest Europas \u2013 weiter und sogar deutlich gestiegen sind. Eine Arbeitsstunde im Produktions- und Dienstleistungssektor kostete durchschnittlich \u00fcber 45 Euro, w\u00e4hrend der EU-Durchschnitt bei 34,90 Euro lag. Das bedeutet, dass Unternehmen in Deutschland 29 Prozent mehr zahlten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union liegt Deutschland in der Spitzengruppe. H\u00f6here Arbeitskosten wurden im vergangenen Jahr nur in Luxemburg (56,80 Euro), D\u00e4nemark (51,70 Euro) und den Niederlanden (47,90 Euro) verzeichnet, allerdings sind die Lebenshaltungskosten in diesen L\u00e4ndern ebenfalls h\u00f6her. Hinzuzuf\u00fcgen ist au\u00dferdem, dass die Arbeitskosten in Deutschland \u2013 wenn man nur die sog. alten Bundesl\u00e4nder betrachten w\u00fcrde \u2013 zusammen mit Luxemburg die h\u00f6chsten in der Europ\u00e4ischen Union w\u00e4ren. Vor allem in so wohlhabenden Bundesl\u00e4ndern wie Baden-W\u00fcrttemberg, Hessen, Bayern oder Hamburg, die zu den reichsten Regionen nicht nur Europas geh\u00f6ren.<\/p>\n<div id=\"attachment_79400\" style=\"width: 1717px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79400\" class=\"size-full wp-image-79400\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/arron-choi-fYD54gVXFGM-unsplash-scaled-e1779176581496.jpg\" alt=\"\" width=\"1707\" height=\"1570\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/arron-choi-fYD54gVXFGM-unsplash-scaled-e1779176581496.jpg 1707w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/arron-choi-fYD54gVXFGM-unsplash-scaled-e1779176581496-300x276.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/arron-choi-fYD54gVXFGM-unsplash-scaled-e1779176581496-1024x942.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/arron-choi-fYD54gVXFGM-unsplash-scaled-e1779176581496-768x706.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/arron-choi-fYD54gVXFGM-unsplash-scaled-e1779176581496-1536x1413.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1707px) 100vw, 1707px\" \/><p id=\"caption-attachment-79400\" class=\"wp-caption-text\">Eine Arbeitsstunde in Deutschland kostet 45 Euro.<br \/>Foto: Unsplash<\/p><\/div>\n<h3>Bulgarien als Au\u00dfenseiter, aber\u2026<\/h3>\n<p>Das Land mit den niedrigsten Arbeitskosten in der EU war Bulgarien, wo eine Arbeitsstunde den Arbeitgeber 12 Euro kostete. Hinter Bulgarien platzierten sich Rum\u00e4nien (13,60 Euro) und Ungarn (15,20 Euro). Polen befand sich mit Kosten von 19,10 Euro pro Arbeitsstunde auf dem neuntletzten Platz. In der N\u00e4he Polens lagen Portugal (19,40 Euro), Tschechien (19,80 Euro), Malta (19 Euro) und Kroatien (18,40 Euro).<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Die Arbeitsstunde in Deutschland ist seit 2020 um mehr als ein F\u00fcnftel (+22,3 Prozent) teurer geworden, wobei dieser Anstieg im Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe mit bis zu 30 Prozent besonders stark ausfiel.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Zur\u00fcck zu Bulgarien: Bemerkenswert ist, dass gerade dort im Jahr 2025 der st\u00e4rkste Anstieg der Arbeitskosten verzeichnet wurde \u2013 um ganze 13,1 Prozent. Es folgten Kroatien (+11,6 Prozent) und \u2026 Polen (+10,5 Prozent). Diese Statistiken zeigen, dass die \u00e4rmsten EU-L\u00e4nder die reichsten zunehmend einholen. Das zeigt sich besonders im Vergleich zu Frankreich, wo lediglich ein geringer Anstieg der Arbeitskosten von 2,0 Prozent registriert wurde, sowie zu D\u00e4nemark (+3,0 Prozent) und Italien (+3,2 Prozent). Interessanterweise sind die Arbeitskosten auf Malta sogar leicht gesunken.<\/p>\n<div id=\"attachment_79399\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-79399\" class=\"size-full wp-image-79399\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-scaled.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/shoeib-abolhassani-x2O5j6HyZuk-unsplash-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-79399\" class=\"wp-caption-text\">Arbeiter.<br \/>Foto: Shoeib Abolhassani\/ Unsplash<\/p><\/div>\n<h3>Starker Anstieg in Gastronomie und Hotellerie<\/h3>\n<p>Es ist wichtig zu betonen, dass Wirtschaftsverb\u00e4nde st\u00e4ndig Reformen zur Senkung der hohen Arbeitskosten in Deutschland fordern. Vor nicht allzu langer Zeit kritisierte der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Arbeitgebervereinigung BDA, Steffen Kampeter, die von der deutschen Regierung geplante Pr\u00e4mie, die es Unternehmen erm\u00f6glicht, steuerfreie Betr\u00e4ge in H\u00f6he von 1.000 Euro an Arbeitnehmer auszuzahlen, und forderte Entlastungen f\u00fcr Arbeitgeber anstelle einer \u201ezus\u00e4tzlichen Belastung der Arbeitskosten\u201c.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/dynamischsten-firmen-mit-schlesischer-seele-gut-weil-schlesisch-apn-25-jahre-an-der-spitze\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_5417-1024x768-2-e1778745724640-150x150.jpg\" alt=\"\u201eGut, weil schlesisch\u201c: APN \u2013 25 Jahre an der Spitze\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Dynamischsten Firmen mit schlesischer Seele<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">\u201eGut, weil schlesisch\u201c: APN \u2013 25 Jahre an der Spitze<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Mittelfristig ist die Arbeitsstunde in Deutschland seit 2020 um mehr als ein F\u00fcnftel (+22,3 Prozent) teurer geworden \u2013 so das Statistische Bundesamt. Besonders stark fiel dieser Anstieg im Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe aus, wo er bis zu 30 Prozent betrug. Der Abstand zum EU-Durchschnitt blieb jedoch nahezu unver\u00e4ndert und lag bereits im Jahr 2020 bei rund 30 Prozent.<\/p>\n<p>Es sei erkl\u00e4rt, dass sich die Arbeitskosten aus dem Bruttoentgelt sowie aus Zusatzkosten wie den vom Arbeitgeber gezahlten Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen zusammensetzen. Zum Bruttoentgelt z\u00e4hlen die Verg\u00fctung f\u00fcr gearbeitete Zeit, Zuschl\u00e4ge, Sachleistungen sowie die Verg\u00fctung f\u00fcr nicht gearbeitete Tage wie Urlaubstage. Nicht zu den Arbeitskosten gez\u00e4hlt werden Entgeltzahlungen im Krankheitsfall.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Krzysztof \u015awierc<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden geht hervor, dass die Arbeitskosten in Deutschland trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr \u2013 ohnehin schon hoch im Vergleich zum Rest Europas \u2013 weiter und sogar deutlich gestiegen sind. Eine Arbeitsstunde im Produktions- und Dienstleistungssektor kostete durchschnittlich \u00fcber 45 Euro, w\u00e4hrend der EU-Durchschnitt bei 34,90 Euro lag. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":79403,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[4235],"tags":[8310,7395,7350,8317,8312,7094],"redaktor":[6052],"class_list":["post-79397","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft-de","tag-eine-arbeitsstunde-in-deutschland-kostet-45-euro","tag-eu-de","tag-europa-de","tag-hohe-arbeitskosten-in-deutschland","tag-polen-neuntletzter-in-der-eu","tag-wirtschaft-de-2","redaktor-krzysztof-swierc-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79397"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79397\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79468,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79397\/revisions\/79468"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/79403"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79397"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=79397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}