{"id":78947,"date":"2026-05-15T17:00:16","date_gmt":"2026-05-15T15:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=78947"},"modified":"2026-05-14T16:06:06","modified_gmt":"2026-05-14T14:06:06","slug":"wieder-glanz-von-fuerstin-daisy-kopien-verschollener-scheffler-gemaelde-schmuecken-den-maximilian-saal-von-schloss-fuerstenstein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wieder-glanz-von-fuerstin-daisy-kopien-verschollener-scheffler-gemaelde-schmuecken-den-maximilian-saal-von-schloss-fuerstenstein\/","title":{"rendered":"Kopien verschollener Scheffler-Gem\u00e4lde schm\u00fccken den Maximilian-Saal von Schloss F\u00fcrstenstein"},"content":{"rendered":"<p><strong>Einer der sch\u00f6nsten Barockr\u00e4ume Europas, der Maximilian-Saal im Schloss F\u00fcrstenstein, wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erheblich besch\u00e4digt. Dabei gingen zwei \u00d6lgem\u00e4lde von Felix Anton Scheffler verloren. Nach 80 Jahren kehrten nun originalgetreue Kopien an ihren urspr\u00fcnglichen Platz zur\u00fcck.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>\u201eDies ist f\u00fcr uns ein historischer Moment und ein wichtiger Meilenstein der gr\u00f6\u00dften Renovierung des Schlosses F\u00fcrstenstein seit 50 Jahren. Die repr\u00e4sentativen Salons im ersten Stock werden wieder in den Glanz aus der Zeit von F\u00fcrstin Daisy versetzt\u201c, so Dorota Karolewska, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Schlosses.<\/p>\n<h3>H\u00f6hepunkte der barocken R\u00e4ume<\/h3>\n<p>Die Originale der gro\u00dfformatigen, f\u00fcnf Meter hohen Gem\u00e4lde aus dem 18. Jahrhundert von Felix Anton Scheffler (1701\u20131760) entstanden 1732 im Auftrag des Grafen Konrad Ernst Maximilian von Hochberg f\u00fcr den einige Jahre zuvor erbauten neuen Barocksaal im Ostportikus.<\/p>\n<p>Es handelt sich um folgende Werke: \u201eJupiter und Juno sowie Personifikationen der vier Jahreszeiten und Lebensabschnitte\u201c (Kindheit, Jugend, Reife, Alter) sowie \u201eJupiter, der Saturn st\u00fcrzt, und die Personifikationen der vier Epochen der Menschheitsgeschichte\u201c (Goldenes, Silbernes, Bronzenes und Eisernes Zeitalter).<\/p>\n<div id=\"attachment_78951\" style=\"width: 2510px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-78951\" class=\"size-full wp-image-78951\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein.jpg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1667\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein.jpg 2500w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Maximiliansaal_Schloss_Fuerstenstein-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px\" \/><p id=\"caption-attachment-78951\" class=\"wp-caption-text\">Maximilian-Saal mit Scheffler-Gem\u00e4lden.<br \/>Foto: Schloss F\u00fcrstenstein<\/p><\/div>\n<p>213 Jahre lang hingen die \u00d6lgem\u00e4lde \u00fcber den Enfilade-Passagen im Maximilian-Saal: \u201ePersonifikationen der vier Jahreszeiten mit Jupiter und Juno\u201c \u00fcber dem Eingang zum Roten Salon (heute Wei\u00dfer Salon) und \u201ePersonifikationen der vier Epochen mit Jupiter, der Saturn st\u00fcrzt\u201c \u00fcber dem Eingang zum Gr\u00fcnen Salon. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gingen die Werke verloren. Mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit wurden sie in die Sowjetunion gebracht.<\/p>\n<p>Die Gem\u00e4lde waren ein integraler Bestandteil der barocken Innenausstattung des Schlosses, darunter des Ehrenhofs und des Maximilian-Saals, die auf Motiven aus Ovids \u201eMetamorphosen\u201c basierte. Zusammen mit dem Plafond desselben Autors sowie den Darstellungen auf den Pilasterk\u00f6pfen und den Skulpturen im Ehrenhof bildeten diese Elemente eine zusammenh\u00e4ngende Erz\u00e4hlung.<\/p>\n<h3>Meisterhafte Kopien nach Vorlagen Grundmanns<\/h3>\n<p>Die Kopien wurden von Zbigniew Jarek auf Grundlage der erhaltenen Fotodokumentation angefertigt, die 1943 im Auftrag des Denkmalpflegers der Provinz Schlesien, G\u00fcnther Grundmann, erstellt worden war. Die digitale Kolorierung \u00fcbernahm Wojciech Szponar unter der fachlichen Aufsicht von Dr. hab. Andrzej Kozie\u0142, Professor an der Universit\u00e4t Breslau und renommierter Kenner der Werke Schefflers.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eDies ist f\u00fcr uns ein historischer Moment und ein wichtiger Meilenstein der gr\u00f6\u00dften Renovierung des Schlosses F\u00fcrstenstein seit 50 Jahren.\u201c<br \/>\n<\/strong><\/span><em><span style=\"color: #ffcc00;\">Dorota Karolewska, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Schlosses<\/span><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Professor Kozie\u0142 ist auch Autor des Arbeitsprogramms f\u00fcr die Anfertigung der Kopien, das von der Denkmalpflegerin der Woiwodschaft Niederschlesien, Anna Nowakowska, Leiterin der Vertretung in Waldenburg\/Wa\u0142brzych, genehmigt wurde. Gemeinsam mit dem Autor \u00fcberwachte sie auch laufend den Fortschritt der Arbeiten.<\/p>\n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/niederschlesien-schloss-in-eckersdorf-stuerzt-ein\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jacek-halicki-wiki-e1774966794806-150x150.jpg\" alt=\"Schloss in Eckersdorf st\u00fcrzt ein: Ist dies bereits der letzte Akt der Schlossgeschichte?\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Niederschlesien<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Schloss in Eckersdorf st\u00fcrzt ein: Ist dies bereits der letzte Akt der Schlossgeschichte?<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n    <section class=\"newsy-widget\">\r\n        \r\n                                \r\n        <a class=\"newsy-card\" href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/echte-schlesische-happen-das-schlesische-windsor-ein-blick-in-die-schlosskueche\/\">\r\n            <div class=\"newsy-card-thumb\">\r\n                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Das-schlesische-Windsor_Michal-Janik-2-150x150.png\" alt=\"Das schlesische Windsor \u2013 ein Blick in die Schlossk\u00fcche\">\r\n                            <\/div>\r\n            <div class=\"newsy-card-text\">\r\n            \t\r\n                            <span class=\"slider-subtitle\" style=\"font-size: 0.7rem !important; text-transform: uppercase !important;\">Echte Schlesische Happen<\/span>\r\n                                      \t\r\n            \t\r\n                <h3 class=\"newsy-card-title\">Das schlesische Windsor \u2013 ein Blick in die Schlossk\u00fcche<\/h3>\r\n                <span class=\"newsy-card-more\">Mehr lesen &rarr;<\/span>\r\n            <\/div>\r\n        <\/a>\r\n            <\/section>\r\n    \n<p>Zbigniew Jarek ist Maler und Kopist sowie Mitglied des Verbandes der Polnischen Bildenden K\u00fcnstler. Seit \u00fcber f\u00fcnfzig Jahren fertigt er im Auftrag verschiedener Institutionen, Kirchen und Privatpersonen in Polen und im Ausland Kopien von Gem\u00e4lden an. Dank seiner ausgezeichneten Kenntnisse traditioneller und zeitgen\u00f6ssischer Maltechniken kopiert er erfolgreich Werke der Alten Meister vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, unter anderem von Jan und Hubert van Eyck, Jean Fouquet, Albrecht D\u00fcrer, Raffael, Pieter Bruegel dem \u00c4lteren, Peter Paul Rubens, Bartolom\u00e9 Esteban Murillo, Fran\u00e7ois Boucher, Jan Matejko oder Henryk Siemiradzki.<\/p>\n<p>Die hohe Qualit\u00e4t seiner Arbeiten zeigt sich auch daran, dass er den landesweiten Wettbewerb zur Anfertigung von Kopien der im Juni 1997 aus der Aula Leopoldina der Universit\u00e4t Breslau gestohlenen Portr\u00e4ts gewann. In den Jahren 1998\u20132001 fertigte er Kopien von vier Portr\u00e4ts an: Papst Urban VIII., Johann Heinrich Casimir Graf von Carmer, Kaiser Ferdinand II. und Kaiser Ferdinand III. Heute h\u00e4ngen sie anstelle der gestohlenen Originale in der Aula Leopoldina.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Magdalena Ilgmann<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.schlesien-heute.de\/?utm_source=chatgpt.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlesien Heute<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einer der sch\u00f6nsten Barockr\u00e4ume Europas, der Maximilian-Saal im Schloss F\u00fcrstenstein, wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erheblich besch\u00e4digt. Dabei gingen zwei \u00d6lgem\u00e4lde von Felix Anton Scheffler verloren. 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