{"id":78732,"date":"2026-05-14T05:00:37","date_gmt":"2026-05-14T03:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=78732"},"modified":"2026-05-13T18:19:36","modified_gmt":"2026-05-13T16:19:36","slug":"sensburg-arbeitstreffen-der-vertreter-der-deutschen-minderheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/sensburg-arbeitstreffen-der-vertreter-der-deutschen-minderheit\/","title":{"rendered":"Sensburg: Arbeitstreffen der Vertreter der deutschen Minderheit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gelingt es den Aktivisten der deutschen Minderheit in Ermland und Masuren, die Zweigenerationenl\u00fccke in den Organisationen zu schlie\u00dfen? Was tun, um zu \u00fcberleben und sich weiterzuentwickeln? \u00dcber diese und andere Fragen sprachen die Vertreter der deutschen Minderheit w\u00e4hrend eines Arbeitstreffens.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das Arbeitstreffen der Vertreter der deutschen Minderheit fand am 25. und 26. April in Sensburg statt \u2013 im Anschluss an die Hauptversammlung des Verbands der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren.<\/p>\n<p>Teilnehmer waren Delegierte der deutschen Gesellschaften aus Bartenstein, Bischofsburg, Lyck, L\u00f6tzen, Rastenburg, Heilsberg, Sensburg, Neidenburg, Allenstein, Osterode, Johannisburg und Angerburg. Gastgeber war wie immer Stephan Grigat \u2013 Vorsitzender der Landsmannschaft Ostpreu\u00dfen in Hamburg \u2013, und die Sitzung wurde von Ulf P\u00fcstow, dem Beauftragten der Landsmannschaft f\u00fcr Kontakte zu Landsleuten in der Heimat, geleitet. Anwesend waren auch Joanna Hassa \u2013 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Oppeln \u2013 sowie Dr. Sebastian Klappert vom Bundesministerium des Innern der Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n<div id=\"attachment_78993\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-78993\" class=\"wp-image-78993 size-large\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8fc9cb15-4c9e-45c1-8811-715b9c5a8ae4-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8fc9cb15-4c9e-45c1-8811-715b9c5a8ae4-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8fc9cb15-4c9e-45c1-8811-715b9c5a8ae4-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8fc9cb15-4c9e-45c1-8811-715b9c5a8ae4-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8fc9cb15-4c9e-45c1-8811-715b9c5a8ae4-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/8fc9cb15-4c9e-45c1-8811-715b9c5a8ae4-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-78993\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Ostpreu\u00dfen ist die Heimat vieler herausragender deutscher Schriftsteller&#8220;, betonte der ifa-Kulturmanager und Literaturwissenschaftler Patrik Valouch.<br \/>Foto: Lech Krysza\u0142owicz<\/p><\/div>\n<h2>Jugend mit Priorit\u00e4t<\/h2>\n<p>Dr. Klappert erinnerte daran, dass er Nordpolen bereits einmal besucht habe \u2013 2018 zusammen mit Dr. Bernd Fabritius, dem damaligen Beauftragten der deutschen Bundesregierung f\u00fcr Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Anschlie\u00dfend stellte er die neuen Regeln f\u00fcr die Finanzierung deutscher Organisationen im Ausland vor, insbesondere in Ermland und Masuren.<\/p>\n<p>Seit diesem Jahr werden die Aktivit\u00e4ten der deutschen Minderheit im Ausland, die Organisationen der Fl\u00fcchtlinge und Vertriebenen, die Jugendorganisationen sowie das Institut f\u00fcr Auslandsbeziehungen (ifa) vom deutschen Bundesministerium des Innern (BMI) finanziert. Nach Einsch\u00e4tzung der Bundesregierung soll dies eine bessere Mittelvergabe gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Es wird weniger Mittel geben, und sie werden schwerer zug\u00e4nglich sein. Das BMI wird die beliebten Ausfl\u00fcge nicht mehr bezuschussen, es sei denn, sie haben den Charakter von Workshops oder Schulungen. Die Unterst\u00fctzung der Vereinsarbeit soll zwar nicht eingeschr\u00e4nkt werden, allerdings d\u00fcrfe es sich nicht nur um \u201eKaffeetrinken\u201c handeln, sondern um Projekte mit Erfahrungsaustausch, Schulungen oder \u00e4hnlichen Aktivit\u00e4ten. Besonders gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen Projekte zur Aktivierung der Jugend. Die Ideen daf\u00fcr sollten jedoch direkt von jungen Menschen kommen, damit sie m\u00f6glichst zielgerichtet sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_78733\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-78733\" class=\"wp-image-78733 size-large\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ulf-Pustow-bearbeitet-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ulf-Pustow-bearbeitet-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ulf-Pustow-bearbeitet-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ulf-Pustow-bearbeitet-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ulf-Pustow-bearbeitet-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Ulf-Pustow-bearbeitet-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-78733\" class=\"wp-caption-text\">Ulf Pustow sorgte f\u00fcr einen reibungslosen Ablauf des Treffens.<br \/>Foto: Lech Krysza\u0142owicz<\/p><\/div>\n<h2>Speziell f\u00fcr Nordpolen<\/h2>\n<p>Joanna Hassa informierte \u00fcber die Programme, die der Verband durchf\u00fchrt, und dar\u00fcber, welche Unterst\u00fctzung er den deutschen Organisationen bieten kann. Der Verband denke besonders an die Organisationen in Nordpolen und werde ihre Projekte vorrangig behandeln. Es gebe sogar ein spezielles Programm f\u00fcr sie \u2013 \u201eNorden-Aktiv\u201c.<\/p>\n<p>Diese Organisationen m\u00fcssten jedoch mindestens einmal im Jahr eine Veranstaltung f\u00fcr Jugendliche organisieren. Falls ihnen Ideen f\u00fcr solche Projekte fehlen, werde der Verband beratend unterst\u00fctzen. Alle Programme des Verbands seien auf der Website des VdG verf\u00fcgbar: <a href=\"http:\/\/www.vdg.pl\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.vdg.pl<\/a>. Dar\u00fcber hinaus bietet der VdG Online-Schulungen an. Die n\u00e4chste findet bereits am 18. Juni statt.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">\u201eIn der polnischen Gesellschaft gibt es viele Menschen, die sich f\u00fcr die deutsche Sprache, die deutsche Geschichte der Region sowie ihr kulturelles und materielles Erbe interessieren.\u201c<br \/>\n<\/span><\/strong><em><span style=\"color: #ffcc00;\">Ulf P\u00fcstow, Beauftragter der Landsmannschaft f\u00fcr Kontakte zu Landsleuten in der Heimat<\/span><\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Patrik Valouch \u2013 der neue Kulturmanager des Instituts f\u00fcr Auslandsbeziehungen (ifa) aus Stuttgart \u2013 stellte sich, seine Aufgaben und die Institution vor, die ihn entsandt hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_78739\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-78739\" class=\"wp-image-78739 size-large\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zebranie-stalo-sie-okazja-do-wielu-nieformalnych-rozmow-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zebranie-stalo-sie-okazja-do-wielu-nieformalnych-rozmow-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zebranie-stalo-sie-okazja-do-wielu-nieformalnych-rozmow-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zebranie-stalo-sie-okazja-do-wielu-nieformalnych-rozmow-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zebranie-stalo-sie-okazja-do-wielu-nieformalnych-rozmow-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Zebranie-stalo-sie-okazja-do-wielu-nieformalnych-rozmow-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-78739\" class=\"wp-caption-text\">Das Treffen bot Gelegenheit f\u00fcr viele informelle Gespr\u00e4che.<br \/>Foto: Lech Krysza\u0142owicz<\/p><\/div>\n<h2>Zusammenarbeiten und zusammenschlie\u00dfen<\/h2>\n<p>Das Treffen bot auch Gelegenheit zum Meinungsaustausch, zur Weitergabe von Erfahrungen und zur Integration. Wor\u00fcber wurde am meisten diskutiert?<\/p>\n<p>\u00dcber die Jugend und die Zukunft. Die Zukunft der deutschen Organisationen im Nordosten Polens sieht nicht gut aus. In den meisten gibt es keine Nachfolger, die sich ehrenamtlich engagieren k\u00f6nnten. Es besteht bereits eine Zweigenerationenl\u00fccke zwischen den Aktivisten, die die Organisationen gegr\u00fcndet haben, und der Generation der 20- bis 30-J\u00e4hrigen, die ihre Arbeit fortsetzen k\u00f6nnte. Es fehlt auch an Kandidaten f\u00fcr F\u00fchrungsaufgaben. Was ist in einer solchen Situation zu tun?<\/p>\n<p>Ulf P\u00fcstow r\u00e4t den deutschen Gesellschaften zu engerer Zusammenarbeit oder sogar zu Zusammenschl\u00fcssen sowie zu einer st\u00e4rkeren \u00d6ffnung gegen\u00fcber der polnischen Seite.<\/p>\n<p>\u201eIn der polnischen Gesellschaft gibt es viele Menschen, die sich f\u00fcr die deutsche Sprache, die deutsche Geschichte der Region sowie ihr kulturelles und materielles Erbe interessieren\u201c, versicherte er.<\/p>\n<p>Eine solche Zusammenarbeit funktioniert bereits erfolgreich in einigen Organisationen, etwa in Bartenstein und Heilsberg. Vor einigen Jahren f\u00fchrten die Gesellschaften in Rastenburg und Sensburg gemeinsame Aktionen durch. In den letzten Jahren kam es au\u00dferdem zu einer Ann\u00e4herung zwischen dem Verband der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren und der Allensteiner Gesellschaft der Deutschen Minderheit, die vor vielen Jahren aus dem Verband ausgetreten war, obwohl sie zu dessen Hauptgr\u00fcndern geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer des Treffens widmeten auch viel Zeit den Fragen der Finanzierung der deutschen Organisationen, wobei es sich weitgehend um eine Fortsetzung der Themen handelte, die bereits w\u00e4hrend der vorherigen Hauptversammlung der Delegierten des VdGEM behandelt worden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Lech Krysza\u0142owicz<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gelingt es den Aktivisten der deutschen Minderheit in Ermland und Masuren, die Zweigenerationenl\u00fccke in den Organisationen zu schlie\u00dfen? 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