{"id":78297,"date":"2026-05-06T17:00:31","date_gmt":"2026-05-06T15:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=78297"},"modified":"2026-05-07T09:47:39","modified_gmt":"2026-05-07T07:47:39","slug":"polendenkmal-gestaltungswettbewerb-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/polendenkmal-gestaltungswettbewerb-gestartet\/","title":{"rendered":"Prozess f\u00fcr dauerhaftes Denkmal f\u00fcr die polnischen Opfer der deutschen Besatzung geht in die n\u00e4chste Phase"},"content":{"rendered":"<h2>Gestaltungswettbewerb in Berlin gestartet<\/h2>\n<p><strong>Das Denkmal in Berlin f\u00fcr die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung nimmt Gestalt an. In einem internationalen Wettbewerb soll die Form des permanenten Denkmals festgelegt werden. Bislang ist im Berliner Regierungsviertel ein provisorischer Gedenkort zu sehen. Jetzt ist klar, welche Schritte zum dauerhaften Denkmal f\u00fchren sollen.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ein grauer Findling liegt im Berliner Regierungsviertel, gegen\u00fcber dem Reichstagsgeb\u00e4ude. Unspektakul\u00e4r auf den ersten Blick, markiert er seit Juni 2025 einen Ort des Gedenkens: den provisorischen Erinnerungsort f\u00fcr die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung. Der Stein steht auf dem Gel\u00e4nde der fr\u00fcheren Kroll-Oper \u2013 jenem Ort, an dem Adolf Hitler am 1. September 1939 den \u00dcberfall auf Polen verk\u00fcndete.<\/p>\n<p>Nun soll an diesem Ort ein dauerhaftes Denkmal f\u00fcr die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und die Opfer der deutschen Besatzung in Polen 1939\u20131945 entstehen. Die Bundesregierung hat zu diesem Zweck einen internationalen Gestaltungswettbewerb gestartet. Bis Ende des Jahres soll damit feststehen, wie das Denkmal aussehen wird.<\/p>\n<p>K\u00fcnstlerinnen, K\u00fcnstler und Architekturb\u00fcros hatte bis zum 5. Mai Zeit, um sich f\u00fcr die Teilnahme zu bewerben. Die ausgew\u00e4hlten Teams sollen ihre Entw\u00fcrfe bis Oktober einreichen, eine Entscheidung des Preisgerichts ist f\u00fcr Dezember vorgesehen. F\u00fcr Wettbewerb und Realisierung stellt der Bund insgesamt f\u00fcnf Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\">\u201eD<strong>ass wir heute hier sind, ist nicht zuf\u00e4llig geschehen. Das ist das Ergebnis von jahrelanger Arbeit, Gespr\u00e4chen, Spannungen, Appellen, Debatten.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\">Marta Cienkowska, polnische Ministerin f\u00fcr Kultur und nationales Erbe<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach zum Auftakt davon, dass mit dem Wettbewerb nun die \u201ekonkrete Ausgestaltung\u201c eines zentralen erinnerungspolitischen Projekts beginne. Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs solle das Gedenken an die Millionen Opfer des deutschen Angriffskrieges und der Besatzung in Polen eine \u201esichtbare, dauerhafte Form\u201c erhalten.<\/p>\n<p>Aus Anlass des Wettbewerbsstarts fand am 29. und 30. April auch eine Fachkonferenz in Berlin statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Erinnerungskultur diskutierten dort die inhaltlichen und konzeptionellen Grundlagen des Vorhabens. Die polnische Kulturministerin Marta Cienkowska betonte im Rahmen der Konferenz den langen Vorlauf: Der jetzige Schritt sei das Ergebnis \u201ejahrelanger Arbeit, Gespr\u00e4che, Spannungen, Appelle und Debatten\u201c.<\/p>\n<p>Das geplante Denkmal soll an die nationalsozialistischen Verbrechen in Polen erinnern und zugleich Raum f\u00fcr individuelles und gemeinsames Gedenken schaffen. Erg\u00e4nzend ist eine frei zug\u00e4ngliche Ausstellung vorgesehen, die \u00fcber die deutsche Besatzungsherrschaft informiert.<\/p>\n<p>Mit dem gestarteten Wettbewerb tritt der Weg zu einem permanenten Denkmal in eine entscheidende Phase \u2013 ein Prozess, der bereits 2017 mit einer Initiative f\u00fcr ein \u201ePolen-Denkmal\u201c begann, angeregt unter anderem durch W\u0142adys\u0142aw Bartoszewski. Der heutige Findling steht damit nicht nur f\u00fcr das Erinnern an die Opfer, sondern auch f\u00fcr die jahrelange Entwicklung hin zu einem dauerhaften Denkmal.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Mauro Oliveira<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"yE7BdsYmpS\"><p><a href=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/an-die-polnischen-opfer-der-deutschen-besatzung-wird-nun-auch-in-berlin-erinnert-2\/\">An die polnischen Opfer der deutschen Besatzung wird nun auch in Berlin erinnert<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;An die polnischen Opfer der deutschen Besatzung wird nun auch in Berlin erinnert&#8220; &#8211; Wochenblatt - Gazeta Niemc\u00f3w w Rzeczypospolitej Polskiej\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/an-die-polnischen-opfer-der-deutschen-besatzung-wird-nun-auch-in-berlin-erinnert-2\/embed\/#?secret=Igz0nITrQ6#?secret=yE7BdsYmpS\" data-secret=\"yE7BdsYmpS\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestaltungswettbewerb in Berlin gestartet Das Denkmal in Berlin f\u00fcr die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung nimmt Gestalt an. 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