{"id":78061,"date":"2026-05-05T13:00:30","date_gmt":"2026-05-05T11:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=78061"},"modified":"2026-05-04T17:13:47","modified_gmt":"2026-05-04T15:13:47","slug":"wirtschaft-donald-trump-will-die-eu-erneut-mit-zoellen-treffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wirtschaft-donald-trump-will-die-eu-erneut-mit-zoellen-treffen\/","title":{"rendered":"Wirtschaft: Donald Trump will die EU erneut mit Z\u00f6llen treffen"},"content":{"rendered":"<h1>In Deutschland weht ein Hauch von Optimismus<\/h1>\n<p><strong>Laut vieler deutscher Wirtschaftsanalysten werden die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump angek\u00fcndigten zus\u00e4tzlichen Z\u00f6lle auf Pkw und Lkw aus der Europ\u00e4ischen Union Deutschland besonders hart treffen. Dar\u00fcber hinaus sagte der bekannte Automobilexperte Ferdinand Dudenh\u00f6ffer ganz offen: \u201eDie geplante Erh\u00f6hung auf 25 Prozent kann als Beginn eines Wirtschaftskrieges mit Deutschland interpretiert werden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) bezeichnete die Erkl\u00e4rung Donald Trumps als \u201eweitere und ernsthafte Belastung f\u00fcr die transatlantischen Beziehungen\u201c und rief zur \u201eDeeskalation\u201c auf. Zwar begr\u00fcndete der US-Pr\u00e4sident die Zollerh\u00f6hung mit einem Versto\u00df der EU-Staaten gegen das geltende Handelsabkommen, nannte jedoch keine Einzelheiten. Es ist jedoch klar, worum es geht: in erster Linie um die Schw\u00e4chung der EU, die den USA in vielerlei Hinsicht \u2013 vor allem wirtschaftlich und bei der Lebensqualit\u00e4t \u2013 davongeeilt ist. Deutschland ist schlie\u00dflich deren wirtschaftliche Lokomotive.<\/p>\n<h2>Spannungen zwischen Washington und Berlin<\/h2>\n<p>Es ist hinzuzuf\u00fcgen, dass Donald Trumps Ank\u00fcndigung der Z\u00f6lle kurz nach seiner scharfen Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz erfolgte, in der er ihn aufforderte, sich auf die Beendigung des Krieges in der Ukraine zu konzentrieren, anstatt sich \u201ein die Angelegenheiten des Irans einzumischen\u201c. Dar\u00fcber hinaus sollte Friedrich Merz nach Ansicht des US-Pr\u00e4sidenten \u201esein marodes Land in Ordnung bringen\u201c, so Trump in den sozialen Medien.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Trotz der sich auft\u00fcrmenden Krisen ist die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2026 st\u00e4rker gewachsen als erwartet.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Es ist zu erg\u00e4nzen, dass seinen Worten \u00c4u\u00dferungen von Friedrich Merz \u00fcber den Krieg im Iran vorausgingen, in denen er sagte: \u201eEine ganze Nation wird von den iranischen Beh\u00f6rden gedem\u00fctigt.\u201c Der deutsche Kanzler bezog sich damit auf die Verhandlungen der USA mit dem Iran \u00fcber die Beendigung des Krieges, der globale wirtschaftliche Auswirkungen hat, insbesondere aufgrund der steigenden Treibstoffpreise. Dar\u00fcber hinaus \u00e4u\u00dferte Friedrich Merz die Meinung, dass die Vereinigten Staaten im Krieg mit dem Iran \u201eoffensichtlich keinerlei Strategie\u201c h\u00e4tten.<\/p>\n<h2>Gelungener Jahresauftakt<\/h2>\n<p>Mit Blick auf die Worte Donald Trumps \u00fcber das marode Deutschland ist hinzuzuf\u00fcgen, dass ein guter Teil der Probleme in Deutschland auf die Politik der USA zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, u. a. auf die gegen die Bundesrepublik verh\u00e4ngten Z\u00f6lle, die mit der Macht\u00fcbernahme Donald Trumps in Washington eingef\u00fchrt wurden. Doch trotz der sich auft\u00fcrmenden Krisen ist die deutsche Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2026 st\u00e4rker gewachsen als erwartet.<\/p>\n<div id=\"attachment_78067\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-78067\" class=\"size-large wp-image-78067\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DO-GRAFIKI-Frankfurt_Skyline_16259801511-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DO-GRAFIKI-Frankfurt_Skyline_16259801511-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DO-GRAFIKI-Frankfurt_Skyline_16259801511-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DO-GRAFIKI-Frankfurt_Skyline_16259801511-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DO-GRAFIKI-Frankfurt_Skyline_16259801511-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DO-GRAFIKI-Frankfurt_Skyline_16259801511-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-78067\" class=\"wp-caption-text\">Die deutsche Wirtschaft erwacht aus ihrem Schlaf.<br \/>Foto: Kiefer\/ Wikipedia<\/p><\/div>\n<p>Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent gestiegen, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Zwar ist dies nur ein geringer Zuwachs, aber aufgrund des Krieges mit dem Iran waren die Erwartungen weitaus pessimistischer. Laut Statistik waren sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben im ersten Quartal dieses Jahres h\u00f6her als im Schlussquartal 2025, in dem die deutsche Wirtschaft laut neu berechneten Daten nur um 0,2 Prozent wuchs. Nach ersten Erkenntnissen stieg auch der deutsche Export im ersten Quartal des laufenden Jahres.<\/p>\n<h2>Krieg bremst Wachstum<\/h2>\n<p>\u201eEs besteht kein Zweifel: Das war ein \u00fcberraschend guter Jahresanfang, zumal das erste Quartal bereits durch die Unruhen um Gr\u00f6nland (Anm. d. Red.: es ist bekannt, durch wessen Verschulden) und den Krieg mit dem Iran belastet war\u201c, erkl\u00e4rt Sebastian Wanke, Konjunkturexperte der KfW Bank.<\/p>\n<p>Diese Daten zeigen, dass es f\u00fcr die deutsche Konjunktur ein starkes Jahr werden k\u00f6nnte. Voraussetzung ist jedoch eine schnelle \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus, damit die Wachstumskr\u00e4fte wieder durchatmen k\u00f6nnen. In der insgesamt optimistischen Stimmung besteht jedoch die ernste Sorge, ob der Krieg mit dem Iran endg\u00fcltig beendet wird. Wenn nicht, wird dies die wirtschaftliche Erholung in Deutschland ausbremsen. Problematisch sind vor allem die steigenden \u00d6l- und Treibstoffpreise, St\u00f6rungen der Lieferketten und unsichere Exportm\u00e4rkte. Die vom Import von Rohstoffen abh\u00e4ngige deutsche Wirtschaft sp\u00fcrt die Auswirkungen des am 28. Februar begonnenen und noch immer andauernden Krieges mit dem Iran mit voller Wucht.<\/p>\n<h2>Deutliches Wachstum 2027<\/h2>\n<p>Es ist auch daran zu erinnern, dass Wirtschaftswissenschaftler in Deutschland ihre Konjunkturprognosen f\u00fcr dieses Jahr deutlich gesenkt haben. F\u00fchrende Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2026 nur um 0,6 Prozent wachsen wird. Die deutsche Regierung ist sogar noch pessimistischer und prognostiziert ein Wachstum von 0,5 Prozent, geht jedoch davon aus, dass sich die Situation im Jahr 2027 verbessern wird. Dann soll die Wirtschaft um etwa 1 Prozent wachsen.<\/p>\n<div id=\"attachment_73945\" style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73945\" class=\"size-full wp-image-73945\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/President_Donald_Trump_holds_a_bilateral_meeting_with_German_Chancellor_Friedrich_Merz_on_June_5_2025_in_the_Oval_Office-e1773044005145.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"541\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/President_Donald_Trump_holds_a_bilateral_meeting_with_German_Chancellor_Friedrich_Merz_on_June_5_2025_in_the_Oval_Office-e1773044005145.jpg 960w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/President_Donald_Trump_holds_a_bilateral_meeting_with_German_Chancellor_Friedrich_Merz_on_June_5_2025_in_the_Oval_Office-e1773044005145-300x169.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/President_Donald_Trump_holds_a_bilateral_meeting_with_German_Chancellor_Friedrich_Merz_on_June_5_2025_in_the_Oval_Office-e1773044005145-768x433.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><p id=\"caption-attachment-73945\" class=\"wp-caption-text\">Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Pr\u00e4sident Donald Trump.<br \/>Foto: Daniel Torok\/The White House\/Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>Es muss an dieser Stelle betont werden, dass vor dem Krieg mit dem Iran viele Experten noch in diesem Jahr mit einem Wachstum von rund einem Prozent gerechnet hatten, einige sogar mit einem h\u00f6heren. Das Wachstum im laufenden Jahr soll vor allem durch die Infrastrukturoffensive dank eines gewaltigen Schuldenpakets in H\u00f6he von 500 Milliarden Euro sowie durch eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Arbeitstagen im Jahr 2026 getragen werden, da viele Feiertage auf ein Wochenende fallen.<\/p>\n<p>Dank der erw\u00e4hnten 500 Milliarden Euro gibt es auch f\u00fcr das Jahr 2027 optimistische Erwartungen f\u00fcr die deutsche Wirtschaft. Dieses gewaltige Schuldenpaket im Wert von 500 Milliarden Euro wurde noch vom vorherigen Bundestag f\u00fcr Infrastruktur, Klimaschutz sowie erh\u00f6hte Verteidigungsausgaben verabschiedet. Es soll die Konjunktur in der Bundesrepublik deutlich ankurbeln. Ob es das auch tun wird? Hoffentlich \u2013 doch bewaffnete Konflikte k\u00f6nnen selbst so hohe in die Wirtschaft gepumpten Mittel zunichtemachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland weht ein Hauch von Optimismus Laut vieler deutscher Wirtschaftsanalysten werden die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump angek\u00fcndigten zus\u00e4tzlichen Z\u00f6lle auf Pkw und Lkw aus der Europ\u00e4ischen Union Deutschland besonders hart treffen. 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