{"id":77684,"date":"2026-05-01T17:00:39","date_gmt":"2026-05-01T15:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=77684"},"modified":"2026-04-30T10:51:01","modified_gmt":"2026-04-30T08:51:01","slug":"die-geschichte-eines-sockels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/die-geschichte-eines-sockels\/","title":{"rendered":"Die Geschichte eines Sockels"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trug die Industrialisierung dank des technologischen Fortschritts und der Massenproduktion zwar zum Wirtschaftswachstum bei, brachte aber auch zahlreiche Herausforderungen mit sich. Eines der zentralen Elemente dieser Entwicklung war der Bedarf an Personen- und G\u00fctertransporten. Die Entwicklung der Eisenbahn von einem Transportmittel f\u00fcr die Industrie zu einem \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Verkehrsmittel fand zuerst in Gro\u00dfbritannien statt. Bald darauf verbreitete sie sich auf dem europ\u00e4ischen Kontinent, insbesondere in Westeuropa.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Entwicklung des Bergbaus und der H\u00fcttenindustrie in Oberschlesien f\u00fchrte dazu, dass die Pferdebahnen verdr\u00e4ngt und durch eine neue Form des Eisenbahnwesens ersetzt wurden \u2013 die Dampfeisenbahn.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Idee, eine Eisenbahnverbindung zwischen Breslau und Oberschlesien zu schaffen, wurde aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden verworfen. Die Schifffahrt auf der Oder war konkurrenzf\u00e4hig. Bald jedoch, aufgrund eines erheblichen Anstiegs der Kohlef\u00f6rderung, wurde das Thema des Eisenbahnbaus wieder aufgegriffen.<\/p>\n<p>Bereits um 1845 fuhren die ersten Z\u00fcge nach Gleiwitz und anschlie\u00dfend nach Myslowitz (Mys\u0142owice). Bei der Er\u00f6ffnung dieser Verbindung war der preu\u00dfische K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. anwesend.<\/p>\n<p>Nicht unbedeutend war der Bau zahlreicher Bahnh\u00f6fe entlang der Strecke, die zu spezifischen Zentren wurden, um die herum Siedlungen und St\u00e4dte entstanden. Auf diese Weise entstand unter anderem auch Kattowitz, haupts\u00e4chlich dank des Bergbauunternehmers Franz Winckler, der f\u00fcr seine Verdienste um die Entwicklung der Region im Jahr 1840 vom preu\u00dfischen K\u00f6nig den Adelstitel erhielt. Winckler gelang es, die umliegenden D\u00f6rfer und Siedlungen zu einer einzigen st\u00e4dtischen Einheit zusammenzufassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_77685\" style=\"width: 1529px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77685\" class=\"size-full wp-image-77685\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_.jpg\" alt=\"\" width=\"1519\" height=\"2133\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_.jpg 1519w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_-214x300.jpg 214w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_-729x1024.jpg 729w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_-768x1078.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_-1094x1536.jpg 1094w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Illustrierter_Fuehrer_durch_das_Oberschlesische_Industriegebiet_mit_besonderer_Beruecksichtigung_der_Orte_Kattowitz_Koenigshuette_Beuthen_Tarnowitz_Zabrze_und_Gleiwitz_1904_-1458x2048.jpg 1458w\" sizes=\"auto, (max-width: 1519px) 100vw, 1519px\" \/><p id=\"caption-attachment-77685\" class=\"wp-caption-text\">Das Zweikaiserdenkmal wurde 1898 nach einem Entwurf des Bildhauers Felix G\u00f6rling errichtet (Illustration aus dem Jahr 1904).<br \/>Quelle: Illustrierter F\u00fchrer durch das Oberschlesische Industriegebiet\/ Wikimedia Commons<\/p><\/div>\n<p>Die Stadt entstand und wuchs nach den Entw\u00fcrfen des Baumeisters Nottenbohm. Der r\u00e4umliche Bebauungsplan folgte der alten Ost-West-Trasse \u2013 auf dieser Achse entstanden die beiden heutigen Pl\u00e4tze: der Ring und der heutige Plac Wolno\u015bci. Das Dorf Kattowitz erhielt 1865 das Stadtrecht. In dieser Zeit wurde das erste monumentale Geb\u00e4ude errichtet \u2013 die evangelische Kirche an der ul. Warszawska, gefolgt von der neugotischen Kirche der Unbefleckten Empf\u00e4ngnis der Heiligen Jungfrau Maria an der ul. Mariacka.<\/p>\n<h2>Das Denkmal der zwei Kaiser \u2013 Symbol einer Epoche<\/h2>\n<p>Um den deutschen Charakter der Stadt zu betonen, wurde an zentraler Stelle der neuen Stadt der Bau eines Denkmals zu Ehren der beiden deutschen Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. initiiert. Es war eine Initiative der damaligen Kattowitzer Stadtbeh\u00f6rden und des B\u00fcrgermeisters August Schneider, aus Kattowitz ein bedeutendes Zentrum deutscher Staatlichkeit und Kultur im \u00f6stlichen Teil des Deutschen Kaiserreichs zu machen.<\/p>\n<p>Die erste amtliche Erw\u00e4hnung der Idee, das Denkmal der zwei Kaiser zu errichten, stammt aus dem Bericht des Magistrats der Stadt Kattowitz f\u00fcr den Zeitraum vom 1. April 1890 bis zum 31. M\u00e4rz 1897. Das Denkmal der zwei Kaiser, Wilhelm I. und seines Sohnes Friedrich III., sollte also den Gro\u00dfvater und den Vater des regierenden Kaisers Wilhelm II. von Hohenzollern ehren. Architektonisch vervollst\u00e4ndigte es die Komposition des damaligen Wilhelmplatzes (der sp\u00e4tere Plac Wolno\u015bci), der ab den 1870er Jahren bebaut wurde. Die Baukosten des Denkmals beliefen sich auf etwa 36.000 Mark, wovon der gr\u00f6\u00dfte Teil von der Stadt Kattowitz \u00fcbernommen wurde.<\/p>\n<p>Das Monument wurde 1898 nach einem Entwurf des aus Charlottenburg stammenden Bildhauers Felix G\u00f6rling errichtet. Der Guss entstand in der Firma der Gebr\u00fcder Gladenbeck aus Friedrichshagen. Der Sockel aus rotem Granit samt Einfriedung aus Labradorit wurde von der Firma Louis Rosenthal aus dem nahe gelegenen Beuthen ausgef\u00fchrt. Auf dem Sockel wurde die Inschrift angebracht: \u201eDem ruhmreichen Andenken unserer Kaiser Wilhelm I und Friedrich III in Dankbarkeit\u201c. An den Seiten des Sockels wurden zwei Reliefs in Medaillonform mit den Portr\u00e4ts beider Kaiser angebracht. Das Denkmal wurde offiziell am 18. Oktober 1898 durch den Regierungspr\u00e4sidenten von Oppeln, Friedrich von Moltke, enth\u00fcllt.<\/p>\n<h2>Ver\u00e4nderte politische Verh\u00e4ltnisse und die Sprengung des Denkmals<\/h2>\n<p>Bald darauf wurde Oberschlesien zur Arena eines politischen Konflikts. Das Ende des Ersten Weltkriegs, besiegelt durch den am 11. November 1918 in Compi\u00e8gne unterzeichneten Waffenstillstand, bedeutete f\u00fcr Oberschlesien nicht die R\u00fcckkehr zur Ruhe. Die Lage im gesamten Deutschen Reich war angespannt.<\/p>\n<p>Nach der Abdankung des Kaisers, der Gr\u00fcndung der Republik, wirtschaftlichen Problemen sowie einer Welle von Streiks und revolution\u00e4ren Aufst\u00e4nden war Deutschland vom Verlust weiterer Gebiete bedroht.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>\u201eAuf dem Plac Wolno\u015bci in Kattowitz ist ein leerer Postament zur\u00fcckgeblieben, der seit \u00fcber zehn Jahren auf ein neues Denkmal wartet, das eine symbolische Biopsie des kollektiven Ged\u00e4chtnisses der Stadtbewohner darstellt.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Mit dem Untergang des Deutschen Kaiserreichs und der Wiedergeburt des unabh\u00e4ngigen Polens nach 123 Jahren der Teilungen entbrannte ein Kampf um die Zugeh\u00f6rigkeit dieser Industrieregion. Erst im Juni 1922 kam es zur Teilung Oberschlesiens zwischen Deutschland und Polen.<\/p>\n<p>Die Situation nach 1919 wurde zunehmend angespannter. Es kam zu Konfrontationen und Auseinandersetzungen, Terror und Hass wuchsen. Die konfliktgeladene Atmosph\u00e4re wurde zum Vorwand f\u00fcr die Sprengung des Denkmals der zwei Kaiser.<\/p>\n<p>Am 13. Dezember 1920 fegte eine gewaltige Explosion hinweg, die nicht nur auf dem Wilhelmplatz, sondern auch in vielen umliegenden Stra\u00dfen zu sp\u00fcren war, die Kaiser vom Sockel des Denkmals. Es wurde sofort eine Untersuchung zur Ermittlung der T\u00e4ter eingeleitet und eine Belohnung von 10.000 damaligen Mark f\u00fcr deren Identifizierung ausgesetzt.<\/p>\n<p>Am Tag vor Heiligabend wurde bekannt gegeben, dass man in der Zalenzer Halde ein Waffen- und Sprengstofflager entdeckt habe. Vier Personen wurden festgenommen. Auch die mutma\u00dflichen T\u00e4ter im Zusammenhang mit der Polnischen Milit\u00e4rorganisation wurden festgenommen, aber ihnen konnte die Beteiligung an der Sprengung nicht nachgewiesen werden, und sie wurden bald freigelassen. Auf dem Platz blieb nur der Sockel des ehemaligen Denkmals zur\u00fcck.<\/p>\n<h2>Neue Funktionen des Sockels und Ver\u00e4nderungen nach 1922<\/h2>\n<p>Nach der Teilung Oberschlesiens wurde der Sockel des zerst\u00f6rten Denkmals durch die Anbringung einer Gedenktafel in ein Denkmal-Grab des Unbekannten Schlesischen Aufst\u00e4ndischen umgewandelt. Es wurde am 17. Juni 1923 durch Pr\u00e4sident Stanis\u0142aw Wojciechowski und Wojciech Korfanty enth\u00fcllt.<\/p>\n<p>Auf der Marmorplatte wurde in polnischer Sprache die Inschrift angebracht: \u201eDen Helden, die im Kampf um die Freiheit Oberschlesiens in den Aufst\u00e4nden der Jahre 1919, 1920, 1921 gefallen sind \u2013 die polnischen B\u00fcrger der Stadt Kattowitz\u201c, und der Wilhelmplatz wurde in Plac Wolno\u015bci umbenannt, um die Befreiung vom sogenannten preu\u00dfischen Joch zu unterstreichen. Das Ganze hatte also eine propagandistische Note.<\/p>\n<h2>Krieg, Besatzung und neue Ehrungen<\/h2>\n<p>Kein Wunder also, dass diese Gedenkst\u00e4tte in den ersten Tagen des Zweiten Weltkriegs \u2013 am 4. September 1939 \u2013 nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Kattowitz beseitigt wurde.<\/p>\n<p>Anstelle des Aufst\u00e4ndischen-Denkmals wurde ein Obelisk mit einer Tafel zu Ehren gefallener Wehrmachtssoldaten errichtet, und der Platz selbst erhielt seinen alten Namen Wilhelmplatz zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das Jahr 1945 und der Durchmarsch der sowjetischen Truppen kamen \u2013 das Denkmal \u00fcberlebte die sogenannte Befreiung nicht. Es wurde von der in die Stadt einmarschierenden Roten Armee zerst\u00f6rt. Der totalit\u00e4re Faschismus wurde durch den Kommunismus ersetzt \u2013 alte Denkm\u00e4ler wurden durch neue ersetzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_77687\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77687\" class=\"size-full wp-image-77687\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-scaled.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Katowice_Plac_Wolnosci_dron-2025-Wikipedia-2048x1366.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-77687\" class=\"wp-caption-text\">Plac Wolno\u015bci in Kattowitz.<br \/>Foto: Wikimedia<\/p><\/div>\n<p>Bald darauf erschien auf dem Platz ein neues Monument \u2013 ein schlichtes Denkmal zu Ehren der sowjetischen Soldaten, geschaffen von Pawe\u0142 Steller. Das Denkmal wurde am 27. Februar 1945 enth\u00fcllt. Den K\u00fcnstler selbst erwartete ein trauriger Lohn. Im M\u00e4rz desselben Jahres wurde er aufgrund von Kontakten zu einem angeblichen Spion eines ausl\u00e4ndischen Geheimdienstes verhaftet, und am 3. April 1945 machte er sich zusammen mit 180 Einwohnern Schlesiens per Zug auf den Weg nach Osten. Bald darauf wurde er, wie viele Schlesier, in ein Lager im Osten verschleppt. Er kehrte von dort relativ schnell zur\u00fcck, bereits 1946.<\/p>\n<h2>Nachkriegsdenkm\u00e4ler und der Streit um das Gedenken<\/h2>\n<p>Stellers Denkmal wurde als nicht repr\u00e4sentativ genug angesehen und 1950 durch ein neues, monumentales Werk von Prof. Stanis\u0142aw Marcin\u00f3w ersetzt \u2013 das Denkmal der Dankbarkeit f\u00fcr die Armee der Freiheit und des Friedens.<\/p>\n<p>Das Monument wurde am 29. April 1950 enth\u00fcllt. Nach 1989 wurde seine Symbolik zunehmend in Frage gestellt, bis es schlie\u00dflich 2014 entfernt und auf den Kattowitzer Friedhof der russischen Soldaten verlegt wurde.<\/p>\n<p>Seit vielen Jahren setzt sich die Bev\u00f6lkerung Schlesiens f\u00fcr die Erinnerung an die Trag\u00f6die von 1945 ein. Diese Initiativen sto\u00dfen jedoch auf administrativen Widerstand, und Projekte werden nicht verwirklicht.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Situation gab es bei den Versuchen, ein Denkmal f\u00fcr die Oberschlesische Trag\u00f6die 1945 in Kattowitz sowie in Schwientochlowitz zu errichten, wo die Projekte unverwirklicht blieben.<\/p>\n<p>Im Jahr 2026 gab es erneut einen Vorschlag, den vorhandenen Sockel auf dem Plac Wolno\u015bci zu nutzen. Ein diesbez\u00fcglicher Appell blieb jedoch unbeantwortet.<\/p>\n<p>Im \u00f6ffentlichen Raum tauchen auch alternative Konzepte auf, darunter ein Projekt f\u00fcr zyklische Kunstinstallationen. Eine Aussage des Ratsherrn \u0141ukasz Borkowski unterstreicht diese Idee:<\/p>\n<p>\u201eDer Sockel steht leer und fordert zum Handeln auf. Unsere Idee besteht darin, auf ihm Werke verschiedener K\u00fcnstler zu pr\u00e4sentieren\u2026\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig tauchen auch andere Forderungen zur Nutzung des Sockels auf, was zeigt, dass dieser Ort nach wie vor Gegenstand von Auseinandersetzungen um Erinnerung und Identit\u00e4t ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Eugeniusz Nagel<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trug die Industrialisierung dank des technologischen Fortschritts und der Massenproduktion zwar zum Wirtschaftswachstum bei, brachte aber auch zahlreiche Herausforderungen mit sich. Eines der zentralen Elemente dieser Entwicklung war der Bedarf an Personen- und G\u00fctertransporten. 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