{"id":77674,"date":"2026-04-30T05:00:09","date_gmt":"2026-04-30T03:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=77674"},"modified":"2026-04-29T11:22:01","modified_gmt":"2026-04-29T09:22:01","slug":"gespraech-mit-michal-schlueter-mehr-geht-immer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/gespraech-mit-michal-schlueter-mehr-geht-immer\/","title":{"rendered":"Mehr geht immer"},"content":{"rendered":"<h1>Die Wahl der neuen F\u00fchrung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen steht bevor<\/h1>\n<p><strong>Im Mai 2026 finden die Wahlen der neuen F\u00fchrung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt, was mit dem 35-j\u00e4hrigen Bestehen der Organisation zusammenf\u00e4llt. Aus diesem Anlass haben wir uns an die Mitglieder des noch amtierenden VdG-Vorstands mit Fragen zur laufenden Amtszeit gewandt. Wir fragten auch, was im Hinblick auf die n\u00e4chsten vier Jahre ver\u00e4ndert, verbessert oder beibehalten werden sollte.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Gespr\u00e4ch mit Micha\u0142 Schlueter, stellvertretender Vorsitzender des VdG<\/h2>\n<h3>Wurden Ihrer Meinung nach in den vergangenen vier Jahren die gesteckten Ziele vom VdG-Vorstand effektiv umgesetzt?<\/h3>\n<p>Die Amtszeit des aktuellen Vorstands begann noch w\u00e4hrend der von der PiS und dem Bildungsminister initiierten Diskriminierung der deutschen Minderheit. Die Arbeitsbedingungen f\u00fcr unsere Gemeinschaft waren weder komfortabel noch berechenbar. Der Zustand, in dem wir die Amtszeit nun beenden, erforderte gro\u00dfen Einsatz, strategisches Denken, viele Treffen und intensive Bem\u00fchungen um unsere Anliegen sowohl in Polen als auch in Deutschland. Die Mitglieder unserer Organisationen sehen meist die Ergebnisse der Arbeit des VdG, ohne zu sehen, wie viel Arbeit im Hintergrund in jedes Projekt, in jede Ma\u00dfnahme einflie\u00dft. Eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung haben wir bei unseren Medien, deren Finanzierung und Sichtbarkeit erreicht. Im Fernsehen werden wir inzwischen wie alle anderen Minderheiten behandelt, was ich als gro\u00dfen Schritt nach vorne betrachte. Der VdG hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Wir sorgen nicht nur f\u00fcr die Finanzierung von Projekten der DFK in ganz Polen, sondern geben auch neue Impulse und schaffen neue Aktivit\u00e4ten. Die Welt um uns herum ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig, und wir m\u00fcssen uns mit ihr ver\u00e4ndern. Haben wir die gesteckten Ziele erreicht? Zu einem gro\u00dfen Teil ja, aber man kann immer sagen, dass mehr m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<h3>Sollte der Kurs, den die VdG-F\u00fchrung in der zu Ende gehenden Amtszeit eingeschlagen hat, ohne jede \u00c4nderung fortgesetzt werden, oder bedarf er zumindest eines Lifting(s)?<\/h3>\n<p>Die grunds\u00e4tzliche Ausrichtung sollte weiterverfolgt werden. Doch jedes Jahr bringt neue Herausforderungen, neue Probleme. Die geopolitische Lage, aber auch die n\u00e4here Umgebung in Polen und Deutschland, bringt viel Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit in unser Leben. Eine Kurs\u00e4nderung ist jederzeit m\u00f6glich, manchmal sogar notwendig, um angemessen auf Neues zu reagieren. Heute haben wir strukturell und operativ ein Niveau erreicht, auf dem wir ruhig agieren und planen k\u00f6nnen. Was die Zukunft bringt, wei\u00df niemand.<\/p>\n<h3>Wo sehen Sie die Notwendigkeit f\u00fcr die gravierendsten Korrekturen in der Arbeit des VdG und warum?<\/h3>\n<p>Der R\u00fcckgang der Mitgliederzahlen in den Organisationen und der stark verschobene Altersdurchschnitt sind Herausforderungen f\u00fcr alle im VdG zusammengeschlossenen Vereine. Ich glaube, dass dieser Trend weiter zunehmen wird, daher m\u00fcssen wir uns schon heute die Frage stellen, wie das Ganze zum Beispiel in zehn Jahren aussehen soll. In unserer Strategie f\u00fcr die Jahre 2023\u20132027 hatten wir bereits interessante und ambitionierte Ziele formuliert, die wir aufgrund der turbulenten Zeiten nicht vollst\u00e4ndig verwirklichen konnten. Heute stellen wir fest, dass einige Punkte der Strategie ge\u00e4ndert und neue Ziele hinzugef\u00fcgt werden m\u00fcssen. Ein gutes Beispiel f\u00fcr die Weiterentwicklung unseres Handelns ist die Erg\u00e4nzung unserer Ziele um eine Sprachstrategie. Meiner Meinung nach braucht der VdG keine grundlegende Korrektur seines Handelns, denn wir haben gelernt, st\u00e4ndig auf alle Gefahren und Ver\u00e4nderungen zu reagieren. Wir \u00fcberlegen st\u00e4ndig, ob man etwas besser machen kann, und nehmen die notwendigen Anpassungen vor.<\/p>\n<h3>Werden Sie erneut f\u00fcr die VdG-F\u00fchrung kandidieren?<\/h3>\n<p>Die Satzung des VdG sieht einen Platz im Vorstand f\u00fcr einen Vertreter aus Nordostpolen vor. In den n\u00e4chsten Wochen m\u00fcssen wir intern in der Region entscheiden, wessen Kandidatur wir bei den kommenden Wahlen vorschlagen. Wir haben vier Delegierte zur Verf\u00fcgung. Alles wird sich am 9. Mai entscheiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <strong>Krzysztof \u015awierc<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wahl der neuen F\u00fchrung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen steht bevor Im Mai 2026 finden die Wahlen der neuen F\u00fchrung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt, was mit dem 35-j\u00e4hrigen Bestehen der Organisation zusammenf\u00e4llt. 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