{"id":77418,"date":"2026-04-24T17:00:56","date_gmt":"2026-04-24T15:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=77418"},"modified":"2026-04-23T14:43:35","modified_gmt":"2026-04-23T12:43:35","slug":"sebastian-schindzielorz-deutscher-meister-fussball-unsere-leute-unter-sich-von-oberschlesien-nach-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/sebastian-schindzielorz-deutscher-meister-fussball-unsere-leute-unter-sich-von-oberschlesien-nach-deutschland\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball: Unsere Leute unter sich &#8211; von Oberschlesien nach Deutschland"},"content":{"rendered":"<h1>Sebastian Schindzielorz \u2013 Deutscher Meister<\/h1>\n<p><strong>In den vergangenen Monaten pr\u00e4sentierten wir in unseren Spalten Vereine aus Oberschlesien, die deutsche Wurzeln haben und vor dem Zweiten Weltkrieg von Deutschen gegr\u00fcndet wurden. Nun stellen wir eine Serie der bekanntesten oberschlesischen Fu\u00dfballer vor, die in der 1. Bundesliga eine ernsthafte Karriere gemacht haben und von denen einige sogar f\u00fcr die deutsche Nationalmannschaft spielten.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Am bekanntesten sind nat\u00fcrlich die Weltmeister Miros\u0142aw Klose und Lukas Podolski, die mit der deutschen Nationalmannschaft 2014 die Weltmeisterschaft gewannen, sowie der in Kattowitz geborene Richard Herrmann, der mit den \u201eAdlern\u201c 1954 den Weltmeistertitel holte. Doch im Glanz dieses Trios verbergen sich viele andere Oberschlesier, die im deutschen Fu\u00dfball eine bedeutende Rolle gespielt haben und denen man sich genauer widmen sollte. In zwei fr\u00fcheren Folgen haben wir bereits die Geschichte des in Tarnowitz geborenen Martin Max sowie des aus Deutsch Piekar stammenden Dariusz Wosz vorgestellt.<\/p>\n<h2>Deb\u00fct und erstes Tor<\/h2>\n<p>Der Held der heutigen Folge ist der am 21. Januar 1979 in Krappitz geborene Sebastian Schindzielorz, der im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Deutschland auswanderte, wo er drei Jahre sp\u00e4ter beim VfL Bochum mit dem Training begann. Die Vereinsf\u00fchrung aus dem Ruhrgebiet schuf f\u00fcr den jungen Sebastian hervorragende Entwicklungsbedingungen, sodass er im Alter von 19 Jahren vor der Saison 1998\/1999 in die erste Mannschaft des VfL Bochum aufgenommen wurde, die damals in der h\u00f6chsten deutschen Spielklasse, der 1. Bundesliga, spielte.<\/p>\n<p>In dieser Liga deb\u00fctierte Sebastian Schindzielorz am 26. September 1998 im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, das das Team aus dem Ruhrgebiet mit 3:2 gewann. Mehr noch: Von seinem Deb\u00fct an wurde er zum Stammspieler der Bochumer Mannschaft, f\u00fcr die er sein erstes Tor am 16. Oktober 1998 im Spiel gegen den TSV 1860 M\u00fcnchen erzielte.<\/p>\n<p>So sch\u00f6n war es jedoch nicht immer. Zumal der VfL, obwohl er sich im Laufe der Jahre im deutschen Vereinsfu\u00dfball einen Namen gemacht hat, nie zu den \u2013 vor allem finanziell \u2013 Gro\u00dfen geh\u00f6rte. Das f\u00fchrte dazu, dass die besten Fu\u00dfballer der Bochumer Mannschaft sehr oft zu reicheren und st\u00e4rkeren Vereinen wechselten, was h\u00e4ufig zu schw\u00e4cheren Leistungen und nicht selten zum Abstieg in eine niedrigere Spielklasse f\u00fchrte.<\/p>\n<div id=\"attachment_77423\" style=\"width: 554px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77423\" class=\"size-full wp-image-77423\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/quelle-X.jpg\" alt=\"\" width=\"544\" height=\"680\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/quelle-X.jpg 544w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/quelle-X-240x300.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 544px) 100vw, 544px\" \/><p id=\"caption-attachment-77423\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: X<\/p><\/div>\n<h2>Von Bochum zum 1. FC K\u00f6ln<\/h2>\n<p>So war es auch in der Saison 1998\/1999, als der VfL Bochum in der 1. Bundesliga den 17. Platz belegte. Das bedeutete den Abstieg in die 2. Bundesliga. Doch nach nur einer Saison erholte sich die Mannschaft aus Bochum und kehrte nach nur einem Jahr in die Bundesliga zur\u00fcck, um \u2026 in der folgenden Saison erneut in die 2. Bundesliga abzusteigen und 2002 wieder aufzusteigen.<\/p>\n<p>Irgendwann hatte Sebastian Schindzielorz dieses Pendeln zwischen erster und zweiter Liga satt. Zudem hob er sich im Vergleich zu anderen Spielern des VfL deutlich durch seine F\u00e4higkeiten und sein Potenzial hervor, was gro\u00dfes Interesse anderer, deutlich bekannterer und finanzst\u00e4rkerer Vereine in Deutschland weckte. Die Folge war, dass der Krappitzer 2003 einen Vertrag beim Aufsteiger in die 1. Bundesliga, dem 1. FC K\u00f6ln, unterschrieb.<\/p>\n<p>Im Trikot der \u201eGei\u00dfb\u00f6cke\u201c deb\u00fctierte er am 3. August 2003 in der mit 0:1 verlorenen Partie gegen den Lokalrivalen Borussia M\u00f6nchengladbach. Schlimmer noch: Nach nur zwei Eins\u00e4tzen f\u00fcr seinen neuen Verein erlitt Sebastian Schindzielorz einen Mittelfu\u00dfbruch. Diese Verletzung zwang ihn, bis zum Ende der Saison zuzuschauen \u2013 einer Saison, in der sein Verein schlie\u00dflich in die 2. Bundesliga abstieg. So fand sich der talentierte Spielmacher erneut im Unterhaus des deutschen Fu\u00dfballs wieder.<\/p>\n<h2>Von Norwegen nach Griechenland<\/h2>\n<p>Doch er blieb nicht lange beim Stolz K\u00f6lns in der 2. Bundesliga, denn 2005 kehrte Sebastian Schindzielorz in die 1. Bundesliga zur\u00fcck. Allerdings begann sich die Situation f\u00fcr ihn \u00e4hnlich anzuf\u00fchlen wie zuvor in Bochum \u2013 und dieser war er \u00fcberdr\u00fcssig. Deshalb begann er, nach einem anderen Verein zu suchen, nach einer anderen Stadt, ja sogar nach einem anderen Land.<\/p>\n<p>Die Folge: Im August 2006 wechselte er in die norwegische Liga und schloss sich Start Kristiansand an. Sein erstes Ligaspiel in der h\u00f6chsten norwegischen Spielklasse bestritt er am 10. September 2006 gegen Lillestr\u00f8m SK, das seine Mannschaft mit 2:0 gewann. Trotz des guten Starts f\u00fchlte sich Sebastian Schindzielorz zwischen den Fjorden nicht sonderlich wohl, weshalb er nur ein halbes Jahr bei Start spielte. In dieser Zeit bestritt er f\u00fcnf Ligaspiele und verlie\u00df den Verein im Januar 2007, um in w\u00e4rmere Regionen Europas zu wechseln.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Sebastian Schindzielorz wanderte im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie nach Deutschland aus, wo er drei Jahre sp\u00e4ter beim VfL Bochum mit dem Training begann. Mit 19 Jahren wurde er in die erste Mannschaft des VfL Bochum aufgenommen, die damals in der h\u00f6chsten deutschen Spielklasse, der 1. Bundesliga, spielte.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Genauer gesagt ging er zum griechischen Klub Levadiakos, bei dem er im Juli 2007 einen Vertrag unterschrieb. Sein Deb\u00fct in der griechischen Liga gab er am 2. September 2007 in der mit 1:2 verlorenen Partie gegen den FC Halkidona.<\/p>\n<h2>Am besten zu Hause<\/h2>\n<p>Auch bei Levadiakos hielt es den Krappitzer nicht allzu lange \u2013 er verbrachte dort nur eine Saison. Danach, im Sommer 2008, beschloss er, wie er selbst sagte, nach Hause, nach Deutschland, zur\u00fcckzukehren, wo er sich am wohlsten f\u00fchlte und f\u00fchlt. Konkret wechselte er zum VfL Wolfsburg.<\/p>\n<p>Der Anfang bei den \u201eW\u00f6lfen\u201c war f\u00fcr ihn jedoch nicht der erfolgreichste. Die Zeit, die er auf den Pl\u00e4tzen Norwegens und Griechenlands verbracht hatte, hatte seine fu\u00dfballerische Qualit\u00e4t nicht gerade gesteigert, weshalb er den Gro\u00dfteil der Saison 2008\/2009 in der viertklassigen Reserve der \u201eVolkswagen-Elf\u201c verbrachte. Schnell kehrte er jedoch zu seinem alten, hohen Niveau zur\u00fcck \u2013 und so war es ihm verg\u00f6nnt, mit dem Verein aus Wolfsburg die deutsche Meisterschaft zu gewinnen.<\/p>\n<p>Dies ist mit Abstand die gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft dieses Fu\u00dfballers in seiner gesamten Laufbahn, auch wenn Experten meinen, dass seine Liste an Erfolgen deutlich umfangreicher ausgefallen w\u00e4re, wenn er sich fr\u00fcher einem st\u00e4rkeren Verein angeschlossen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist auch, dass der Krappitzer 16-mal f\u00fcr die deutsche U21-Nationalmannschaft auflief und dabei ein Tor erzielte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Krzysztof \u015awierc<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sebastian Schindzielorz \u2013 Deutscher Meister In den vergangenen Monaten pr\u00e4sentierten wir in unseren Spalten Vereine aus Oberschlesien, die deutsche Wurzeln haben und vor dem Zweiten Weltkrieg von Deutschen gegr\u00fcndet wurden. 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