{"id":77387,"date":"2026-04-24T05:00:42","date_gmt":"2026-04-24T03:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=77387"},"modified":"2026-04-23T16:53:42","modified_gmt":"2026-04-23T14:53:42","slug":"bevorstehende-wahl-des-vdg-vorstands-interview-mit-dawid-bojarowski","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/bevorstehende-wahl-des-vdg-vorstands-interview-mit-dawid-bojarowski\/","title":{"rendered":"Die Wahl der neuen F\u00fchrung des VdG steht bevor"},"content":{"rendered":"<h1>Richtiges und wirksames Handeln<\/h1>\n<p><strong>Im Mai 2026 finden die Wahlen der neuen F\u00fchrung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt, was mit dem 35-j\u00e4hrigen Bestehen der Organisation zusammenf\u00e4llt. Aus diesem Grund haben wir uns an die Mitglieder des noch amtierenden VdG-Vorstands gewandt, um ihnen Fragen zur laufenden Amtszeit zu stellen. Wir fragten auch, was im Hinblick auf die n\u00e4chsten vier Jahre ge\u00e4ndert, verbessert oder beibehalten werden sollte.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Gespr\u00e4ch mit Dawid Bojarowski (Danzig), Mitglied des VdG-Vorstands<\/h2>\n<h3>Haben die VdG-Verantwortlichen in den vergangenen vier Jahren die gesetzten Ziele wirksam umgesetzt, und welche der erreichten Ziele halten Sie f\u00fcr priorit\u00e4r?<\/h3>\n<p>Aus meiner Perspektive kann ich die letzten zwei Jahre beurteilen, denn seit zwei Jahren bin ich im VdG-Vorstand, als Nachfolger von Herrn Peter Jeske. Auf der Grundlage dessen, was ich kennengelernt, beobachtet und woran ich teilgenommen habe, kann ich sagen, dass die vom VdG-Vorstand gesteckten Ziele auf jeden Fall erreicht wurden. Hinzu kamen und kommen st\u00e4ndig neue Ziele, die ebenfalls konsequent verfolgt werden. Ich m\u00f6chte hinzuf\u00fcgen, dass wir uns st\u00e4ndig an neue globale Gegebenheiten anpassen m\u00fcssen. Einige davon betreffen uns nicht, wie etwa die Konflikte im Nahen Osten, aber\u2026 die Treibstoffpreise schon, denn diese wirken sich dann auf Projekte aus. Deshalb m\u00fcssen wir unsere T\u00e4tigkeit st\u00e4ndig \u00fcberwachen.<\/p>\n<h3>Sollte der von der VdG-F\u00fchrung in der zu Ende gehenden Amtszeit eingeschlagene Kurs Ihrer Meinung nach ohne jede \u00c4nderung fortgesetzt werden? Oder braucht er ein Lifting?<\/h3>\n<p>Jeder Hinweis muss analysiert werden, und wenn er richtig ist, sollte er ber\u00fccksichtigt werden. Man muss jedoch bedenken, dass der VdG eine K\u00f6rperschaft ist, und daher m\u00fcssen alle seine Aktivit\u00e4ten gut analysiert und diskutiert werden, damit sie sp\u00e4ter problemlos umgesetzt werden k\u00f6nnen. Es darf daher keinen Raum f\u00fcr spontane Ideen oder schnelle Umsetzungen geben. Zumal es sich um deutsche und polnische Gelder handelt \u2013 wenn wir zu voreilig handeln, k\u00f6nnte man uns vorwerfen, Ideen zu verwirklichen, die nicht ausgearbeitet sind oder keinem tats\u00e4chlichen Bedarf entsprechen. Zusammenfassend halte ich das bisherige Handeln des VdG-Vorstands f\u00fcr v\u00f6llig richtig und vor allem f\u00fcr wirksam. Es ist auch leicht zu erkennen, dass der Vorstand f\u00fcr alle Anregungen offen ist.<\/p>\n<h3>Wo sehen Sie trotzdem die Notwendigkeit f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Korrekturen in der Arbeit des VdG und warum?<\/h3>\n<p>Demn\u00e4chst wird eine Strategie zur deutschen Sprache vorgelegt. Ich erw\u00e4hne das, weil ich aus Nordpolen komme und es sehr sch\u00f6n w\u00e4re, wenn die Zahl der Zielgruppen in diesem Landesteil erh\u00f6ht w\u00fcrde. Das liegt mir am Herzen, denn ich habe den Eindruck, dass dies in meiner Region ein Nischenthema ist. Man sieht das auch daran, wie wenige Einrichtungen es gibt, die Deutsch f\u00fcr die deutsche Minderheit anbieten. Sicherlich hat auch die Tatsache Einfluss darauf, dass es bei uns weniger Deutschlehrer gibt und das Bewusstsein f\u00fcr das Erlernen dieser Sprache zu gering ist. Deshalb finde ich, dass man die Attraktivit\u00e4t der deutschen Sprache in Nordpolen erh\u00f6hen sollte, indem man zum Beispiel Programme wie die Deutsch-AG f\u00f6rdert.<\/p>\n<h3>Wie bewerten Sie Ihre eigene Aktivit\u00e4t in den letzten vier Jahren, und werden Sie bei den n\u00e4chsten Wahlen f\u00fcr den Vorstand kandidieren?<\/h3>\n<p>Es f\u00e4llt mir schwer, mich selbst zu beurteilen, aber ich denke, es war nicht schlecht, ich habe nicht entt\u00e4uscht. Gleichzeitig w\u00fcrde ich gerne erneut im VdG-Vorstand mitwirken. Wenn ich also vorgeschlagen werde, werde ich kandidieren. Ich habe jedoch keine gro\u00dfen Ambitionen, etwa VdG-Vorsitzender zu werden. Das ist das Feld f\u00fcr Vertreter der Woiwodschaften Oppeln und Schlesien, wo die gr\u00f6\u00dfte Dichte aller Organisationen herrscht. Wir im Norden sind der Meinung, dass die erste Geige im S\u00fcden Polens gespielt wird, w\u00e4hrend wir im Norden nur die Erg\u00e4nzung sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte <strong>Krzysztof \u015awierc<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Richtiges und wirksames Handeln Im Mai 2026 finden die Wahlen der neuen F\u00fchrung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) statt, was mit dem 35-j\u00e4hrigen Bestehen der Organisation zusammenf\u00e4llt. Aus diesem Grund haben wir uns an die Mitglieder des noch amtierenden VdG-Vorstands gewandt, um ihnen Fragen zur laufenden Amtszeit zu stellen. 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