{"id":77092,"date":"2026-04-20T12:00:35","date_gmt":"2026-04-20T10:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=77092"},"modified":"2026-04-16T17:21:55","modified_gmt":"2026-04-16T15:21:55","slug":"deutsche-minderheiten-in-europa-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/deutsche-minderheiten-in-europa-8\/","title":{"rendered":"Deutsche Minderheiten in Europa"},"content":{"rendered":"<p><strong>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Bundesbeauftragter in Argentinien<\/h3>\n<p>Das Spektrum der deutschen Minderheiten beschr\u00e4nkt sich nicht nur auf Mittel- und Osteuropa, sondern ist auf der ganzen Welt pr\u00e4sent. Damit muss auch der Bundesbeauftragte Bernd Fabritius \u00fcber die Grenzen des Kontinents hinaus agieren. Unl\u00e4ngst reiste er sogar bis nach Buenos Aires. Konkretes Ziel der Reise war der Besuch bei der deutschsprachigen Gemeinschaft Argentiniens. Damit stand die argentinische Hauptstadt ganz im Zeichen des Dialogs. Bei seinem Aufenthalt traf der Regierungsbeauftragte unter anderem den Parlamentsabgeordneten Dario Schneider im Kongresspalast, um sich \u00fcber die Historie der Wolgadeutschen zu informieren. Die Nachfahren dieser Gruppe bilden den gr\u00f6\u00dften Baustein der heutigen deutschsprachigen Bev\u00f6lkerung. Zudem stand eine Visite bei der Deutschen Wohlt\u00e4tigkeitsgesellschaft auf dem Plan, deren ganzheitliches Pflege- und Betreuungskonzept den Gast aus Deutschland nachhaltig beeindruckte. Auch der Austausch mit politischen Stiftungen, Diplomaten wie Botschafter Dieter Laml\u00e9 sowie zahlreichen Traditionsverb\u00e4nden der Banater Schwaben und Wolgadeutschen kam nicht zu kurz. Abgerundet wurde die Reise durch eine kulturelle Darbietung des Musikers German Sack.<br \/>\nQuelle: aussiedlerbeauftragter.de.<\/p>\n<div id=\"attachment_77093\" style=\"width: 1090px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77093\" class=\"size-full wp-image-77093\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bernd-B-Fabritius-in-argentina.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1350\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bernd-B-Fabritius-in-argentina.jpg 1080w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bernd-B-Fabritius-in-argentina-240x300.jpg 240w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bernd-B-Fabritius-in-argentina-819x1024.jpg 819w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bernd-B-Fabritius-in-argentina-768x960.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><p id=\"caption-attachment-77093\" class=\"wp-caption-text\">Foto: aussiedlerbeauftragter.de<\/p><\/div>\n<h3>Hoher Besuch in Ungarn und Slowenien<\/h3>\n<p>Eine der Gruppen, die sich in der Bundespolitik intensiv mit den deutschen Volksgruppen besch\u00e4ftigt, ist die Arbeitsgruppe f\u00fcr Vertriebene und Aussiedler der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion. Unl\u00e4ngst machten sich die Aktivisten ein Bild \u00fcber die Ungarn- und Sloweniendeutschen. In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana er\u00f6rterte die Delegation mit Vertretern der Konrad-Adenauer-Stiftung die verworrene politische Lage nach den dortigen Wahlen und suchte nach L\u00f6sungsans\u00e4tzen zur Verbesserung des Minderheitenschutzes. Bei Gespr\u00e4chen mit der christdemokratischen Partei Neues Slowenien (NSI) in der deutschen Botschaft signalisierten die lokalen Politiker Bereitschaft, im Falle einer Regierungsbeteiligung die rechtliche und kulturelle Stellung der Volksgruppe voranzubringen. Auch wissenschaftliche Institutionen wie das Institut f\u00fcr ethnische Studien wurden konsultiert. Die Unionspolitiker zogen ein gemischtes Fazit: W\u00e4hrend die Situation in Ungarn durch eine enge bilaterale Kooperation bereits als beispielhaft gilt, m\u00fcsse man mit Slowenien erst eine \u00e4hnlich vertrauensvolle Basis schaffen.<br \/>\nQuelle: stiftung-verbundenheit.de.<\/p>\n<div id=\"attachment_77095\" style=\"width: 2058px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77095\" class=\"size-full wp-image-77095\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto1-13lb-Minderheiten.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1763\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto1-13lb-Minderheiten.jpg 2048w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto1-13lb-Minderheiten-300x258.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto1-13lb-Minderheiten-1024x882.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto1-13lb-Minderheiten-768x661.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto1-13lb-Minderheiten-1536x1322.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><p id=\"caption-attachment-77095\" class=\"wp-caption-text\">Vorsitzender der Arbeitsgruppe Klaus-Peter Willsch.<br \/>Foto: Jenny Paul\/Wikimedia Commons.<\/p><\/div>\n<h3>Wandel der Auslandsdeutschen besprochen<\/h3>\n<p>Unter dem Titel \u201eKontinuit\u00e4t, Wandel, Zukunftsperspektiven\u201c wurde unl\u00e4ngst eine Konferenz in Bayern abgehalten. Kernthema war dabei die Entwicklung der deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa. Die Veranstaltung in Prien am Chiemsee brachte Fachleute aus verschiedenen L\u00e4ndern zusammen. Es ging um die Vergangenheit, das Leben heute und die Zukunft dieser Gruppen. Das Treffen war der f\u00fcnfte Teil einer Reihe, die 1999 in Ungarn startete. Besonders f\u00fcr Menschen in der Slowakei waren die Gespr\u00e4che spannend, da die Themen auch f\u00fcr die dortigen Karpatendeutschen wichtig sind. Die Experten zeigten, dass viele Kulturvereine schon im 19. Jahrhundert entstanden, um die Gemeinschaft zu sch\u00fctzen. Auch die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg pr\u00e4gt die Familien bis heute stark. Ein gro\u00dfes Problem ist das Alter der Mitglieder: Junge Leute fehlen oft in den klassischen Vereinen. Deshalb m\u00fcssen sich die Gruppen anpassen. Heute geht es weniger um Politik, sondern mehr um Kultur und gemeinsame Treffen. Digitale Netze helfen dabei sehr, da sie Menschen \u00fcber weite Strecken verbinden. Am Ende wurde klar: Die kleinen Gruppen m\u00fcssen flexibel bleiben und voneinander lernen.<br \/>\nQuelle: karpatenblatt.sk.<\/p>\n<h3>Ausstellung in Troppau ein Riesenerfolg<\/h3>\n<p>Vom Februar bis Mitte April pr\u00e4sentierte die deutsche Minderheit in Troppau die Ausstellung \u201eKeine Glocken l\u00e4uten\u201c. Diese bedeutende Sammlung von Artefakten zeigt die Geschichte der Vertreibung der Sudetendeutschen. Das Projekt im dortigen Haus der K\u00fcnste erinnert daran, dass vor genau 80 Jahren rund drei Millionen Deutsche ihre Heimat in der damaligen Tschechoslowakei verlassen mussten. Geschaffen hat die Schau der bekannte tschechische K\u00fcnstler Mark Ther. Er wollte damit zeigen, wie zwei Kulturen fr\u00fcher zusammengelebt und sich gegenseitig bereichert haben. Der Ausstellungsraum wurde daf\u00fcr in einen schicken Kultursalon aus der Zeit um 1900 verwandelt. Zu sehen waren Werke von Malern aus der Region sowie vergessene Landschaftsbilder. Die meisten St\u00fccke waren Leihgaben aus Museen in Freudenthal und J\u00e4gerndorf. Neben alten Gegenst\u00e4nden gab es moderne Videos und Kurzfilme. Auch der Ton spielte eine Rolle: Man h\u00f6rte alte Dialekte und ein bekanntes Volkslied. Ein reges Interesse an der Ausstellung zeigte, dass dieses wichtige Thema immer noch weitgehend nicht im breiten Bewusstsein vorhanden ist und weiterer Aufarbeitung bedarf.<br \/>\nQuelle: landesecho.cz.<\/p>\n<h3>\u201eTolles Diktat\u201c mit tausenden Teilnehmern<\/h3>\n<p>Wie gewohnt war das russlanddeutsche Projekt \u201eTolles Diktat\u201c ein Magnet f\u00fcr Teilnehmer. An der diesj\u00e4hrigen Auflage nahmen \u00fcber 36.000 Fans der deutschen Grammatik teil. Genauer gesagt machten 36.051 Menschen aus 30 Staaten und 80 Gebieten bei dem Schreibwettbewerb mit. Das zeigt, wie beliebt Deutsch und die Kultur der Russlanddeutschen sind. Die Aktion lief vom 16. bis 28. Februar 2026 und wurde von Vereinen der deutschen Gemeinschaft vor Jahren gestartet. Am 21. Februar feierte man passend dazu den Tag der Muttersprache. Das Projekt will die Freude am richtigen deutschen Schreiben wecken und die Geschichte der Deutschen in Russland bekannter machen. Wie genau lief es ab? An 928 Orten wurde mitgeschrieben, dort griffen 31.623 Personen zum Stift. Weitere 4.428 machten bequem im Internet mit. Am 16. Februar ging es in Moskau f\u00fcr Anf\u00e4nger (A2) los. Am 20. Februar folgte das Internet-Diktat mit den Stufen A2, B1 und C1. Die Diktate handelten von bekannten Personen wie Nelly Wacker, Wladimir Dahl, Otto Schmidt, Gerold Belger und Matwei Maniser. Zum zweiten Mal gab es auch eine Kinder-Version (A1) mit einem M\u00e4rchen.<br \/>\nQuelle: rusdeutsch.eu.<\/p>\n<h3>Ehrung f\u00fcr Dr. Paul J\u00fcrgen Porr<\/h3>\n<p>Der bedeutende Aktivist der Deutschen in Rum\u00e4nien, Dr. Paul J\u00fcrgen Porr, kann seine Sammlung von Auszeichnungen jetzt noch erweitern. Ihm wurde der Titel Europ\u00e4er des Jahres 2026 \u00fcberreicht. Zwei Vereine aus der Region Banat vergeben diesen Preis seit kurzem einmal im Jahr an Menschen, die sich stark f\u00fcr ein friedliches und faires Miteinander in Europa einsetzen. Dr. Porr bekam das Lob p\u00fcnktlich zu seinem 75. Geburtstag im Februar 2026. Auf der Urkunde wird er daf\u00fcr gefeiert, dass er sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr Alt und Jung einsetzt und Br\u00fccken zwischen den Menschen baut. Der bekannte Mediziner wurde 1951 in Siebenb\u00fcrgen geboren und leitete fr\u00fcher unter anderem eine Uniklinik. Neben seinem Beruf als Arzt schrieb er viele Fachb\u00fccher. Seit 1990 engagiert er sich im Demokratischen Forum der Deutschen in Rum\u00e4nien und ist dort seit \u00fcber zehn Jahren der Vorsitzende. Er sitzt zudem im Stadtrat von Hermannstadt und bekam schon wichtige Orden aus Deutschland und Rum\u00e4nien. Auch den Menschen im Banater Bergland half er oft durch Vortr\u00e4ge und machte ihre lange Geschichte \u00fcberall bekannt. F\u00fcr ihn steht der europ\u00e4ische Gedanke mit Respekt und Vielfalt immer an erster Stelle.<br \/>\nQuelle: DFDR.<\/p>\n<div id=\"attachment_77097\" style=\"width: 2570px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-77097\" class=\"size-full wp-image-77097\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"2560\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-scaled.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-300x300.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-150x150.jpg 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-768x768.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Foto2-13lb-Minderheiten-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><p id=\"caption-attachment-77097\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Paul J\u00fcrgen Porr erh\u00e4lt seine neueste Auszeichnung.<br \/>Foto: DFDR.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Reihe \u201eDeutsche Minderheiten in Europa\u201c blicken wir \u00fcber Grenzen hinaus und beleuchten, was die deutschen Minderheiten in ganz Europa bewegt.<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":77100,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625],"tags":[6612,7416,7423,7422,7421,7418,7417,7420,7419],"redaktor":[6080],"class_list":["post-77092","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-de","tag-bernd-fabritius-de","tag-dario-schneider","tag-deutsche-minderheiten-in-europa-de","tag-dfdr","tag-dr-paul-juergen-porr","tag-klaus-peter-willsch","tag-konrad-adenauer-stiftung","tag-mark-ther","tag-troppau","redaktor-lukasz-bily-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77092"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77092\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":77099,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77092\/revisions\/77099"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77100"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77092"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=77092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}