{"id":75742,"date":"2026-01-31T07:00:21","date_gmt":"2026-01-31T06:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=75742"},"modified":"2026-04-01T09:22:00","modified_gmt":"2026-04-01T07:22:00","slug":"der-erste-fussballverein-in-oberschlesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/der-erste-fussballverein-in-oberschlesien\/","title":{"rendered":"Der erste Fu\u00dfballverein in Oberschlesien"},"content":{"rendered":"<h1>Deutscher Vorl\u00e4ufer: SV 03 Ratibor<\/h1>\n<p><strong>Oft begegnet man der Frage, welcher Fu\u00dfballverein der \u201eschlesischste\u201c in Oberschlesien sei. F\u00fcr die einen ist es Ruch Chorz\u00f3w oder Szombierki Bytom, f\u00fcr andere G\u00f3rnik Zabrze, Polonia Bytom, GKS Tychy oder sogar GKS Katowice beziehungsweise ROW Rybnik. Die Meinungen sind vielf\u00e4ltig und jede wird mit entsprechenden Argumenten untermauert.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Sobald man jedoch die historischen Argumentationen von Fu\u00dfballhistorikern, Statistikern, Journalisten und nicht zuletzt der Fans selbst betrachtet, kommen Zweifel auf. Man beginnt sich zu fragen, ob gerade dieser oder jener Verein tats\u00e4chlich als der schlesischste gelten kann, denn letztlich h\u00e4ngt dies davon ab, welche Kriterien zugrunde gelegt werden. Solche Zweifel bestehen allerdings nicht, wenn man fragt, welcher der erste Fu\u00dfballverein war, der in Oberschlesien gegr\u00fcndet wurde, und welcher Klub in der Region als der deutscheste gelten kann.<\/p>\n<h2>Die beste Saison: 1934\/1935<\/h2>\n<p>Die Antwort ist eindeutig: Es war der SV 03 Ratibor, gegr\u00fcndet im Jahr 1903. Bis 1911 trug der Verein den Namen FC Ratibor. Sein Gr\u00fcnder war Fritz Seidl, der selbst als Fu\u00dfballer aktiv war. In der Saison 1933\/1934 spielte der SV 03 Ratibor in der Gauliga Schlesien, der schlesischen Bezirksliga und zugleich h\u00f6chsten Spielklasse im damaligen Ligasystem des Deutschen Reiches, und belegte dort den 6. Platz. Ein Jahr sp\u00e4ter lief es noch besser: In der Saison 1934\/1935 erreichten die Fu\u00dfballer aus Ratibor den 4. Tabellenplatz. Wie sich sp\u00e4ter herausstellte, war dies der gr\u00f6\u00dfte sportliche Erfolg des Vereins in seiner Geschichte.<\/p>\n<div id=\"attachment_75750\" style=\"width: 196px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-75750\" class=\"wp-image-75750 size-full\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/SBC_Oberschlesische-Volksstimme-1929-Jg.-55-Nr.-346_16.12.1929.png\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/SBC_Oberschlesische-Volksstimme-1929-Jg.-55-Nr.-346_16.12.1929.png 186w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/SBC_Oberschlesische-Volksstimme-1929-Jg.-55-Nr.-346_16.12.1929-181x300.png 181w\" sizes=\"auto, (max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><p id=\"caption-attachment-75750\" class=\"wp-caption-text\">Oberschlesische Volksstimme, 1929, Jg. 55, Nr. 346_16.12.1929 \u0179r\u00f3d\u0142o: \u015al\u0105ska Bublioteka Cyfrowa<\/p><\/div>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Der SV 03 Ratibor ist der erste registrierte Fu\u00dfballverein in Oberschlesien und stellt damit zweifellos einen bedeutenden Grund zum Stolz dar.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In der Spielzeit 1935\/1936 beendete der SV 03 Ratibor die Liga auf Rang 7, ein Jahr sp\u00e4ter, in der Saison 1936\/1937, auf dem letzten Platz. In der Folge musste der Klub die Gauliga Schlesien verlassen, kehrte jedoch rasch zur\u00fcck. Konkret geschah dies in der Saison 1938\/1939, die der Verein erneut auf dem 7. Platz abschloss. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 setzte der weiteren sportlichen Entwicklung des SV 03 Ratibor ein abruptes Ende.<\/p>\n<h2>Ein Grund zum Stolz<\/h2>\n<p>Dennoch bestand der SV 03 Ratibor bis 1945 und somit exakt 42 Jahre lang. F\u00fcr einen Fu\u00dfballverein ist dies keine au\u00dfergew\u00f6hnlich lange Zeit, und in dieser Hinsicht nimmt der Klub keinen Spitzenplatz ein. Umso bedeutender ist jedoch die Tatsache, dass er als der erste registrierte Fu\u00dfballverein in Oberschlesien gilt, was zweifellos einen gro\u00dfen Grund zum Stolz darstellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_69545\" style=\"width: 436px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69545\" class=\" wp-image-69545\" src=\"https:\/\/wochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/SBC_Oberschlesische-Volksstimme-1929-Jg.-55-Nr.-346_2-242x300.png\" alt=\"\" width=\"426\" height=\"528\" \/><p id=\"caption-attachment-69545\" class=\"wp-caption-text\">Ratibor 03 auf dem ersten Tabellenplatz der Liga im Dezember 1929. Ausschnitt aus der Oberschlesischen Volksstimme (1929, Jg. 55, Nr. 346).<br \/>Quelle: Schlesische Digitale Bibliothek<\/p><\/div>\n<p>Ebenso stolz kann man darauf sein, dass sich die Vereinsf\u00fchrung und die Spieler des SV 03 Ratibor \u00fcber diese 42 Jahre hinweg stark mit der deutschen Stadtbev\u00f6lkerung identifizierten. In den Reihen des Klubs spielten Fu\u00dfballer, deren Wurzeln in Racib\u00f3rz und den umliegenden Orten lagen. Hinzuzuf\u00fcgen ist au\u00dferdem, dass der SV 03 Ratibor eng mit der Sportgeschichte der Region verbunden war. Auch die Vereinsverantwortlichen engagierten sich intensiv im kulturellen Leben des Racib\u00f3rzer Landes.<\/p>\n<div id=\"attachment_75752\" style=\"width: 351px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-75752\" class=\"size-full wp-image-75752\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sbc_Ostdeutsche-Morgenpost-1935-Jg.-17-Nr.-347_16.12.1935.png\" alt=\"\" width=\"341\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sbc_Ostdeutsche-Morgenpost-1935-Jg.-17-Nr.-347_16.12.1935.png 341w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sbc_Ostdeutsche-Morgenpost-1935-Jg.-17-Nr.-347_16.12.1935-300x282.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 341px) 100vw, 341px\" \/><p id=\"caption-attachment-75752\" class=\"wp-caption-text\">sbc_Ostdeutsche Morgenpost, 1935, Jg. 17, Nr. 347_16.12.1935<\/p><\/div>\n<p>Abschlie\u00dfend sei betont, dass der SV 03 Ratibor keinerlei Verbindungen zum heutigen Verein Unia Racib\u00f3rz hat, der erst ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, n\u00e4mlich 1946, gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutscher Vorl\u00e4ufer: SV 03 Ratibor Oft begegnet man der Frage, welcher Fu\u00dfballverein der \u201eschlesischste\u201c in Oberschlesien sei. 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