{"id":73943,"date":"2026-03-09T12:00:14","date_gmt":"2026-03-09T11:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=73943"},"modified":"2026-03-09T11:49:07","modified_gmt":"2026-03-09T10:49:07","slug":"friedrich-merz-geniesst-ein-privileg-vernuenftiger-besuch-des-deutschen-bundeskanzlers-im-weissen-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/friedrich-merz-geniesst-ein-privileg-vernuenftiger-besuch-des-deutschen-bundeskanzlers-im-weissen-haus\/","title":{"rendered":"Vern\u00fcnftiger Besuch des deutschen Bundeskanzlers im Wei\u00dfen Haus"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Friedrich Merz genie\u00dft ein Privileg<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Am 2. M\u00e4rz 2026 traf Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump zusammen. Ziel des Besuchs im Wei\u00dfen Haus waren Gespr\u00e4che \u00fcber Wirtschaftsfragen, die Handelsbeziehungen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den USA sowie \u00fcber die Unterst\u00fctzung der Ukraine und den Iran-Krieg. Wie sich herausstellte, dominierte der Iran-Krieg die Gespr\u00e4che im Wei\u00dfen Haus \u2013 wenig \u00fcberraschend.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung reiste der Bundeskanzler nach Washington, um sich \u00fcber die Pl\u00e4ne des US-Pr\u00e4sidenten in Bezug auf den Iran, den Krieg in der Ukraine und die Z\u00f6lle zu informieren. Vor Merz\u2019 Abreise in die USA diskutierten FAZ-Journalisten dar\u00fcber, wie er Donald Trump und dessen Politik im Wei\u00dfen Haus im Interesse Deutschlands und Europas beeinflussen wolle. Sie betonten, dies sei keine einfache Aufgabe, und nur diejenigen h\u00e4tten eine Chance, dies zu erreichen, denen Donald Trump zuh\u00f6re. Laut FAZ-Journalisten habe sich der Bundeskanzler dieses Privileg durch seine Entschlossenheit im Gr\u00f6nland-Konflikt und bei den Z\u00f6llen verdient.<\/p>\n<p>Die bayerischen N\u00fcrnberger Nachrichten \u00e4u\u00dferten sich ebenfalls positiv \u00fcber Friedrich Merz\u2019 Besuch in den USA. Der Bundeskanzler habe einzig vern\u00fcnftig gehandelt. Er habe zwischen einer \u00f6ffentlichen, im Fernsehen \u00fcbertragenen Diskussion, in der er sehr diplomatisch agierte, und einem privaten Gespr\u00e4ch unterschieden, in dem er \u2013 wie er selbst zugab \u2013 deutlich direkter gewesen sei. Dadurch habe er den US-Pr\u00e4sidenten nicht vor den Kopf gesto\u00dfen. Dies sei, so die N\u00fcrnberger Nachrichten, genau das, was Deutsche tun sollten: zu ihrer Meinung stehen, sie artikulieren, aber nicht annehmen, die ganze Welt warte auf deutsche Vortr\u00e4ge.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Die Erwartung, dass der deutsche Bundeskanzler bei einem Treffen mit dem US-Pr\u00e4sidenten in Washington als Madrids Sprecher auftreten sollte, erscheint \u00fcbertrieben.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Auch die Ludwigsburger Kreiszeitung aus Baden-W\u00fcrttemberg lobte Friedrich Merz\u2019 Auftreten in Washington und ging dabei vor allem auf die Kritik der spanischen Regierung am deutschen Bundeskanzler ein. Zur Erinnerung: Die Spanier sind emp\u00f6rt dar\u00fcber, dass Friedrich Merz beim Treffen im Wei\u00dfen Haus nicht auf Donald Trumps Kritik an Spanien reagiert habe. Die Ludwigsburger Kreiszeitung schrieb dazu: Wer vom Kanzler im Kabinett des US-Pr\u00e4sidenten, der leicht beleidigt ist, erwartet, vor laufenden Kameras die Rolle eines gro\u00dfen Morallehrers zu spielen, verwechselt in einer ohnehin schon instabilen Situation die Politik der Gesten mit Verantwortung. Nat\u00fcrlich m\u00fcsse der Bundeskanzler zeigen, dass er an der Seite seiner europ\u00e4ischen Partner stehe, doch das m\u00fcsse nicht unbedingt auf der gro\u00dfen B\u00fchne des Oval Office im Wei\u00dfen Haus geschehen. Zumal sich Spanien seit geraumer Zeit nicht gerade als Inbegriff der Solidarit\u00e4t pr\u00e4sentiert, auch nicht in Fragen der gemeinsamen Sicherheit: \u201eDie Erwartung, dass der deutsche Bundeskanzler bei einem Treffen mit dem US-Pr\u00e4sidenten in Washington als Madrids Sprecher auftreten sollte, erscheint daher \u00fcbertrieben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eZumal, da er, wie er selbst sagte, Donald Trump hinter verschlossenen T\u00fcren darauf hingewiesen hat, dass Spanien Teil der Europ\u00e4ischen Union ist und die USA nicht separat Z\u00f6lle oder Embargos gegen ein einzelnes Mitglied verh\u00e4ngen k\u00f6nnen\u201c, res\u00fcmiert die Ludwigsburger Kreiszeitung den Besuch von Friedrich Merz in Washington.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Krzysztof \u015awierc<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Friedrich Merz genie\u00dft ein Privileg Am 2. 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