{"id":73206,"date":"2026-03-02T11:00:02","date_gmt":"2026-03-02T10:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=73206"},"modified":"2026-03-02T11:05:13","modified_gmt":"2026-03-02T10:05:13","slug":"karolina-trela-in-bayern-reise-zum-csu-aschermittwoch-und-nach-deggendorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/karolina-trela-in-bayern-reise-zum-csu-aschermittwoch-und-nach-deggendorf\/","title":{"rendered":"Karolina Trela in Bayern: Reise zum CSU-Aschermittwoch und nach Deggendorf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der politische Aschermittwoch ist eine feste Gr\u00f6\u00dfe im politischen Kalender Deutschlands. Die Parteien nutzen ihn traditionell f\u00fcr zugespitzte Reden und einen oft derben rhetorischen Schlagabtausch. Der Aschermittwoch der bayerischen CSU gilt dabei als besonders prominent. Die der CSU nahestehende Hanns-Seidel-Stiftung lud bereits zum vierten Mal einen Vertreter der Deutschen Minderheit nach Passau ein. Diesmal war es Karolina Trela, Krapitzer Kreisr\u00e4tin, seitens der Schlesischen Selbstverwaltungspolitiker.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Am 17. und 18. Februar organisierte das Prager B\u00fcro der Hanns-Seidel-Stiftung in Passau und Deggendorf das Mitteleurop\u00e4ische Dialogprogramm. Junge Vertreter aus Kommunalpolitik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus Polen, Tschechien, Ungarn, Kroatien und der Slowakei waren dabei. Die polnische Seite repr\u00e4sentierten Karolina Trela von den Schlesischen Selbstverwaltungspolitikern und Patryk Bia\u0142as, Stadtrat von Kattowitz. Im Programm standen unter anderem ein Gespr\u00e4ch mit Bundestagsabgeordnetem Thomas Erndl \u00fcber die deutsche Au\u00dfenpolitik sowie der politische Aschermittwoch der CSU.<\/p>\n<p>Der politische Aschermittwoch ist eine traditionelle Veranstaltung, bei der Spitzenpolitiker der Parteien in oft zugespitzten Reden verbal aufeinandertreffen. Charakteristisch sind derbe, pointierte Wortwahl und polemische Angriffe auf politische Gegner, meist vor gro\u00dfem Publikum. Historisch hat diese Form der politischen Versammlung in Bayern begonnen und geht auf fr\u00fche Treffen bayerischer Bauern sowie auf Veranstaltungen des Bayerischen Bauernbundes zur\u00fcck. Bis heute dient der politische Aschermittwoch vor allem der Mobilisierung der eigenen Anh\u00e4nger und der medialen Inszenierung politischer Botschaften.<\/p>\n<div id=\"attachment_73212\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73212\" class=\"size-large wp-image-73212\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-4-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-4-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-4-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-4-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-4.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-73212\" class=\"wp-caption-text\">Trela trat in Austausch mit anderen jungen Vertretern aus Kommunalpolitik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus Polen, Tschechien, Ungarn, Kroatien und der Slowakei.<\/p><\/div>\n<p>\u201eDie Teilnahme am Politischen Aschermittwoch war f\u00fcr mich ein unglaubliches Erlebnis\u201c, betont Karolina Trela. \u201eBesonders beeindruckt hat mich das starke politische Identit\u00e4tsgef\u00fchl der Teilnehmer sowie die klare Identifikation mit den Grunds\u00e4tzen der CSU. Man konnte eine echte \u00dcberzeugung und ein gro\u00dfes Engagement sp\u00fcren, die die gesamte Veranstaltung pr\u00e4gten. Einen starken Eindruck hinterlie\u00df bei mir auch die Rede des bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Markus S\u00f6der, die selbstbewusst und zugleich von der f\u00fcr diesen Tag typischen Ironie gepr\u00e4gt war. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig in der Politik der Glaube an die eigenen Werte und die F\u00e4higkeit sind, sie \u00fcberzeugend zu kommunizieren.\u201c<\/p>\n<p>Trela betonte zudem, dass die Veranstaltung keineswegs nur vom \u201e\u00e4lteren Publikum\u201c gepr\u00e4gt war. Sie hob hervor, dass viele junge Menschen, darunter auch Jugendliche, an dem Treffen teilnahmen. Ihrer Ansicht nach zeigt dies eindrucksvoll, wie stark die regionale Identit\u00e4t in Bayern geblieben ist, auch unter den j\u00fcngeren Generationen.<\/p>\n<h2><strong>Besuch in Deggendorf und Stadtentwicklung<\/strong><\/h2>\n<p>Nach dem Politischen Aschermittwoch ging es zu einem Besuch in Deggendorf. Dort tauschte sich die Delegation mit dem Oberb\u00fcrgermeister Christian Moser, Vertretern der Wirtschaft und Experten \u00fcber die Stadtentwicklung, die wirtschaftliche Lage und die F\u00f6rderung von innovativen Start-ups im l\u00e4ndlichen Raum aus.<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eDie Teilnahme am Politischen Aschermittwoch war f\u00fcr mich ein unglaubliches Erlebnis. Besonders beeindruckt hat mich das starke politische Identit\u00e4tsgef\u00fchl der Teilnehmer sowie die klare Identifikation mit den Grunds\u00e4tzen der CSU.\u201c<\/strong><br \/>\n<em>Karolina Trela<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>In Deggendorf hat eine st\u00e4dtische Initiative bei Trela besonderen Eindruck hinterlassen: \u201eDie Stadt bezuschusst investive Ma\u00dfnahmen zur Herrichtung von R\u00e4umlichkeiten mit bis zu 25.000 Euro. Dabei geht es vor allem um die Anfangsphase, also darum, die R\u00e4ume vorzubereiten, W\u00e4nde zu streichen oder notwendige Anpassungen vorzunehmen. Nicht die eigentliche Firmengr\u00fcndung ist h\u00e4ufig der kostspieligste Schritt, sondern die bauliche und funktionale Anpassung des Standorts. Diese L\u00f6sung erschien mir zugleich einfach und sehr vern\u00fcnftig, weil die F\u00f6rderung dazu beitragen kann, Leerst\u00e4nde zu reduzieren und R\u00e4ume wieder wirtschaftlich zu beleben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_73214\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73214\" class=\"size-large wp-image-73214\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-73214\" class=\"wp-caption-text\">Einen starken Eindruck hinterlie\u00df bei Karolina Trela die Rede des bayerischen Ministerpr\u00e4sidenten Markus S\u00f6der.<br \/>Foto: Hanns-Seidel-Stiftung Polen<\/p><\/div>\n<p>Im weiteren Verlauf der Diskussion stellte Karolina die Frage nach der Finanzierung dieser Programme. Sie verwies auf die Situation im Landkreis Krappitz, wo kommunale Ma\u00dfnahmen h\u00e4ufig kreditfinanziert w\u00fcrden und dies als strukturelle Herausforderung wahrgenommen werde. Trela hob im Gegensatz dazu hervor, dass die F\u00f6rderung in Deggendorf an haushaltsrechtliche Rahmenbedingungen gebunden sei. Wenn das Geld im Budget vorhanden ist, wird der Zuschuss im Jahr der Antragstellung bezahlt. Wenn jedoch alles eingeplante ausgegeben ist, wird ein Vertrag unterschrieben, Antragsteller muss die Ma\u00dfnahmen zun\u00e4chst eigenst\u00e4ndig umsetzen, w\u00e4hrend die Bezuschussung dann im n\u00e4chsten Budgetjahr bezahlt wird. Dieses Vorgehen k\u00f6nne als Ausdruck eines planungsorientierten Umgangs mit \u00f6ffentlichen Mitteln verstanden werden.<\/p>\n<h2><strong>Nachhaltige Unterst\u00fctzung und langfristige Perspektiven<\/strong><\/h2>\n<p>Neben dem eigentlichen Mechanismus der F\u00f6rderung von Leerst\u00e4nden gefiel Karolina Trela besonders, dass die Unterst\u00fctzung in Deggendorf durchdacht und langfristig angelegt ist. Sie betonte, dass die Stadt nicht nur Geld bereitstellt, sondern auch die Bedingungen schafft, damit neue Initiativen tats\u00e4chlich erfolgreich sein k\u00f6nnen \u2013 sodass die gegr\u00fcndeten Unternehmen die Chance haben, am Standort zu bestehen und zur Belebung des lokalen Raums beizutragen. Sie sch\u00e4tzte zudem, dass das Konzept die realen Bed\u00fcrfnisse der Menschen und des lokalen Marktes ber\u00fccksichtigt und nicht nur auf schnellen Gewinn, sondern auf nachhaltige Effekte f\u00fcr die gesamte Gemeinschaft abzielt. Wichtig war ihr auch, dass in diesem Ansatz verantwortungsbewusster und durchdachter Umgang mit \u00f6ffentlichen Mitteln sichtbar wird \u2013 es wird nur ausgegeben, was tats\u00e4chlich Nutzen stiften kann, und keine Ressourcen f\u00fcr kurzfristige Ma\u00dfnahmen verschwendet.<\/p>\n<div id=\"attachment_73210\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-73210\" class=\"size-large wp-image-73210\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-3-1024x576.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-3-1024x576.png 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-3-300x169.png 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-3-768x432.png 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Trela-Aschermittwoch-3.png 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-73210\" class=\"wp-caption-text\">Das Prager B\u00fcro der Hanns-Seidel-Stiftung lud Karolina Trela, Kreisr\u00e4tin aus Krappitz zum Mitteleurop\u00e4ischen Dialogprogramm in Passau und Deggendorf ein.<br \/>Foto: Hanns-Seidel-Stiftung Polen<\/p><\/div>\n<p>\u201eAus dieser Reise nehme ich vor allem die \u00dcberzeugung mit, dass die Bed\u00fcrfnisse der Menschen f\u00fcr die Verantwortlichen wirklich wichtig sind\u201c, sagt Karolina. \u201eEs hat sich f\u00fcr mich best\u00e4tigt, dass man eine eigene Meinung haben und sie laut \u00e4u\u00dfern muss, egal, was andere denken. Das ist ein Teil unserer Identit\u00e4t und etwas, das in der kommunalen Arbeit von enormer Bedeutung ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Andrea Polanski<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der politische Aschermittwoch ist eine feste Gr\u00f6\u00dfe im politischen Kalender Deutschlands. Die Parteien nutzen ihn traditionell f\u00fcr zugespitzte Reden und einen oft derben rhetorischen Schlagabtausch. Der Aschermittwoch der bayerischen CSU gilt dabei als besonders prominent. Die der CSU nahestehende Hanns-Seidel-Stiftung lud bereits zum vierten Mal einen Vertreter der Deutschen Minderheit nach Passau ein. 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