{"id":72825,"date":"2024-02-18T13:00:10","date_gmt":"2024-02-18T12:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=72825"},"modified":"2026-02-25T10:59:26","modified_gmt":"2026-02-25T09:59:26","slug":"inteview-mit-hannelore-boysen-ich-habe-geheult-wie-ein-schlosshund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/inteview-mit-hannelore-boysen-ich-habe-geheult-wie-ein-schlosshund\/","title":{"rendered":"&#8222;Ich habe geheult wie ein Schlosshund&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mit Hannelore Boysen (Kutz), die am 18. April 1942 in Osterfelde, Kreis Neustettin in Pommern geboren wurde, sprach Manuela Leibig \u00fcber ihre Flucht aus Pommern und Ankunft in Flensburg.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an die ersten Lebensjahre in Osterfelde zur\u00fcckdenken?<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte eine Schwester und war wohl ein liebes Kind. In Flensburg habe ich noch zwei Schwestern dazubekommen. Meine Eltern hatten einen kleinen Bauernhof mit 10 Hektar Land. Der Ort ist ein Streudorf mit 80 Geh\u00f6fen, wie man das fr\u00fcher sagte, 40 davon stehen noch, das wei\u00df ich, weil ich dort schon drei Mal gewesen bin. Die n\u00e4chste kleine Stadt war B\u00e4rwalde. Ich erinnere mich noch gut daran, dass vor unserem Hauseingang immer gr\u00f6\u00dfere K\u00e4sten mit einem Gitter dr\u00fcber standen, an der einen Seite waren das die G\u00f6ssel, also die kleinen G\u00e4nse und an der anderen waren es die K\u00fccken. Das habe ich in Erinnerung behalten.<\/p>\n<div id=\"attachment_72831\" style=\"width: 778px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72831\" class=\"size-large wp-image-72831\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hannelore-Boysen-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hannelore-Boysen-768x1024.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hannelore-Boysen-225x300.jpg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hannelore-Boysen-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Hannelore-Boysen.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><p id=\"caption-attachment-72831\" class=\"wp-caption-text\">Hannelore Boysen.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<p><strong>Wie ist es dazu gekommen, dass Sie Ihr Haus verlassen haben?<\/strong><\/p>\n<p>Der B\u00fcrgermeister hat in einem ganz strengen Winter, mit viel Schnee, Frost und Gl\u00e4tte, gesagt, wir m\u00fcssen alle raus. Die Dorfbewohner nahmen ihre Wagen, spannten die Pferde davor und dann ging es runter in den n\u00e4chsten Ort. Das war nicht B\u00e4rwalde, sondern ein sechs Kilometer entfernter, an den Namen erinnere ich mich nicht mehr. Da waren wir wahrscheinlich zwei oder drei Tage und dann hie\u00df es: wieder zur\u00fcck. In dem langen Treck aus unserem Streudorf, weil ja alle raus mussten, waren viele Pferde verungl\u00fcckt. Und dann sind wir wieder zur\u00fcckgekommen, da waren in unserem Haus Russen und das Wohnzimmer war voll Stroh. Meine Eltern und alle Nachbarn h\u00f6rten die K\u00fche schon von Weiten br\u00fcllen, weil sie in der Zeit, in der wir nicht da waren, nicht gemolken wurden. Die Russen sind Gott sei Dank verschwunden. Wir sind dann 1946 richtig auf die Flucht gegangen, sodass wir im Fr\u00fchjahr unser Eigentum verlassen und uns auf den Weg gemacht haben. Mit vielen anderen aus dem Ort. Einige sind da geblieben.<\/p>\n<p><strong>Wie kam die Entscheidung, dass Sie 1946 das Haus verlassen haben?<\/strong><\/p>\n<p>Wir mussten gehen, das hatte alles der B\u00fcrgermeister geregelt. So habe ich es vage in Erinnerung, dar\u00fcber wurde zu Hause eher wenig gesprochen, das interessierte uns Kinder sp\u00e4ter auch nicht. Wichtig war: durchzukommen. Wie es auf der Flucht wirklich war, das wei\u00df ich auch nicht. Wir sind wohl mit dem Zug gekommnen, aber nat\u00fcrlich in den hinteren Wagen, wo man fr\u00fcher die Tiere mitgenommen hat. Und da sa\u00dfen wir wohl alle. Es hat uns wohl insofern nicht interessiert, weil wir ja dann nach Flensburg gekommen sind, in die Duburg-Kaserne, die erstmal von den Fl\u00fcchtlingen ausger\u00e4umt werden musste. Da haben wir und ganz viele aus dem Dorf gewohnt. 18 Betten waren in dem gro\u00dfen Raum drin. In der Ecke stand ein Ofen, mit dem das Zimmer beheizt wurde. Sp\u00e4ter sind wir innerhalb der Kaserne in eine Wohnung umgezogen, wo unserer ganzen Familie ein Zimmer zu Verf\u00fcgung stand. Unser Zimmer war ein Durchgangsraum f\u00fcr die Familie, die im Raum nebenan wohnte, mein Vater hat schlie\u00dflich ein paar Bretter organisieren k\u00f6nnen, aus denen er eine T\u00fcr zwischen die R\u00e4ume gemacht hat. In derselben Etage wohnte eine Mutter mit ihrer Tochter, die f\u00fcr einen Bauern, der Schafe z\u00fcchtete, Wolle gesponnen hat. Wir Kinder sa\u00dfen oft und schauten ihr bei der Arbeit zu, das war richtig sch\u00f6n.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #ffcc00;\">\u201eAls wir nach Flensburg kamen, hatten wir nur das, was wir tragen konnten.\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Wie kam es, dass Ihr Vater mitfl\u00fcchten konnte?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Vater war nur dabei, weil er in der N\u00e4he als Soldat im Einsatz war. Er war mit einem anderen da abgehauen. Eine Harke auf dem R\u00fccken, waren sie \u00fcberwiegend nachts unterwegs. Immer wenn sie gefragt wurden, sagten sie: \u201eraboti raboti\u201c. Irgendwann haben sich ihre Wege getrennt und mein Vater ist allein nach Pommern nach Hause gekommen.<\/p>\n<p><strong>Woran erinnern Sie sich noch aus den Zeiten des Lebens in der Kaserne?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Oma, die wollte immer nach Hause. Sie war dann schon etwas durcheinander, sie hat sich auch allein auf den Weg gemacht, wir Kinder mussten sie suchen. Sie wollte immer nur nach Pommern.<\/p>\n<p><strong>Was denken Sie, wieso erinnern Sie sich nicht an viele Einzelheiten der Flucht?<\/strong><\/p>\n<p>Die Erwachsenen haben sich immer in der Kaserne getroffen, mal abends zusammen gesessen und haben dar\u00fcber gesprochen. Und f\u00fcr uns Kinder war es kein Thema: \u201cOh nein, schon wieder!\u201d Wir haben es gar nicht verinnerlicht. F\u00fcr uns war ja jetzt dies eine neue &#8230;Heimat kann man nicht gleich sagen, weil wir viel zu jung waren.<\/p>\n<p><strong>Wurde Ihnen als Kind die Flucht unter die Nase gerieben?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, als wir in die Schule gingen. Die einheimischen Kinder waren h\u00e4sslich in ihrem Sprechen mit uns. Wir waren viele Kinder aus der Kaserne und die einheimischen Kinder haben so ein Lied gesungen, in dem wir beschimpft wurden, ich kann mich aber an die Worte nicht mehr erinnern. Eins wei\u00df ich noch: \u201eFl\u00fcchtlingspack! Fl\u00fcchtlingspack! Hat L\u00fcs \u00fcber Nack\u201c, also dass wir L\u00e4use haben.<\/p>\n<p><strong>Sie haben sich aber trotz aller Widrigkeiten durchgeschlagen und sogar Ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.<\/strong><\/p>\n<p>Meine Mutter hat ja immer gestrickt, vor allem Sachen f\u00fcr uns Kinder, das habe ich auch sehr schnell gelernt. Ich konnte alles mit den H\u00e4nden. Ich habe also immer gestrickt, Wolle und Schafe waren eine Leidenschaft von mir. Einmal waren wir mit meinem Mann Peter und unseren Freunden in \u00d6sterreich. Da haben wir einen Bauernhof gesehen, wo Flachs angebaut wurde, und die Besitzer haben selber gewoben, gesponnen und hatten wundersch\u00f6ne Leinenstoffe in gro\u00dfen alten Schr\u00e4nken. Da habe ich glatt nach einem alten Spinnrad gefragt, und es bekommen. Das Spinnrad habe ich dann \u00fcber 1000 Kilometer aus \u00d6sterreich nach Flensburg auf dem Scho\u00df gehabt.<\/p>\n<p>Wir haben uns noch verfahren, wodurch die Strecke noch l\u00e4nger wurde, aber das war mir egal, denn ich hatte mein Spinnrad. Meine Oma hat ja zu Hause in Osterfelde immer schon gesponnen. Wir Kinder durften nicht so gerne ran, weil wir das verwurschtelten, es wurde ja sehr d\u00fcnn gesponnen. In der Zeitung las ich einen Artikel \u00fcber eine Frau, die gesponnen, gezwirnt und gewoben hat, sie hatte einen Laden in Harrislee, in einem Ort hier in der N\u00e4he. Zu der bin ich mit meinem Spinnrad hin, und sie hat mir einiges zeigen k\u00f6nnen, sie hat mir sogar beigebracht mit der Handspindel zu spinnen. Zu solchen Treffen kam auch Ulrike, mit der wir zusammen von Anna gelernt haben. Dann kam auch unser erster Einsatz als Lehrerinnen des Faches, und zwar f\u00fcr Sch\u00fclerinnen, die eine Ausstellung zum Spinnen und Zwirnen in der D\u00e4nischen Bibliothek in Flensburg besuchten.<\/p>\n<p>Ich bin 1978 ins \u201eHaus der Familie\u201c gegangen, wo man Kurse geben konnte. Ich dachte, das muss jetzt an die Leute. Und die Kurse waren brechend voll. Ich habe gesponnen, gestrickt und sonnabends 5 Stunden gefilzt. Auch meine Kinder Claudia und Sven haben als Kinder schon Stricken gelernt.<\/p>\n<div id=\"attachment_72827\" style=\"width: 490px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72827\" class=\"size-full wp-image-72827\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5552-rotated-1.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5552-rotated-1.jpg 480w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/IMG_5552-rotated-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><p id=\"caption-attachment-72827\" class=\"wp-caption-text\">Hanne Boysen am Spinnrad.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<p><strong>Sie haben auch einen Laden gehabt.<\/strong><\/p>\n<p>1977 habe ich den Laden in der Duburger Stra\u00dfe aufgemacht, wo ich u. a. Stoffe und allerlei handgestrickte Sachen angeboten habe. Es war f\u00fcr mich die Erf\u00fcllung meiner Tr\u00e4ume. Der Laden hielt sich gut, es ging von Mund zu Mund, mein Mann hat auch in der Zeitung angerufen und beim Radio, sodass wir auch da pr\u00e4sent waren. Ich fuhr von einem Dorf zum anderen, \u00fcberall wollten die Leute Kurse haben. Aufgeh\u00f6rt habe ich nach 44 Jahren.<\/p>\n<p><strong>Wie sehen die Kontakte mit den Pommern gegenw\u00e4rtig aus?<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben jahrelang einmal im Jahr ein Pommern-Treffen gehabt, und zwar in Techau bei Neum\u00fcnster, hier bei uns in Schleswig-Holstein. Doch mit der Zeit hat das aufgeh\u00f6rt, denn die meisten sind verstorben und die nachgekommenen Generationen f\u00fchlen sich mit Pommern und dem Land nicht mehr verbunden.<\/p>\n<p><strong>Wann haben Sie das erste Mal ihren Geburtsort Osterfelde besucht?<\/strong><\/p>\n<p>Oh, das war sp\u00e4t. Die Leute aus unserem Dorf haben sich schon wesentlich fr\u00fcher zusammengetan und sind f\u00fcr ein paar Tage nach Osterfelde gefahren. Meine Mutter wollte auch mit, aber mein Vater sagte ihr immer, dass sie nur weinen wird und dass sie nicht mitsoll. Und sie ist auch nie mitgefahren. Die Berichte, die unsere Landsleute anfangs mitgebracht haben, waren nicht besonders positiv, denn die neuen Bewohner dachten, wir nehmen die H\u00e4user wieder zur\u00fcck, dass wir da wieder einziehen wollen. Mit der Zeit legte sich das. 1997 bin ich mit einer Reisegesellschaft nach Danzig mitgefahren und auf dem R\u00fcckweg waren wir in der N\u00e4he von Osterfelde, da habe ich auf dem Markt Kartoffeln und Tomaten gekauft. Meine Mutter hat sich so gefreut: \u201eKartoffeln und Tomaten aus der Heimat!\u201c<\/p>\n<p>Ein Jahr sp\u00e4ter fuhr ich dann mit nach Osterfelde. Das war sehr sch\u00f6n, denn meine Landsleute haben schon jahrelang Freundschaften mit den neuen Bewohnern unseres Dorfes gepflegt, da lebte eine \u00e4ltere Frau, wir nannten sie alle Oma Irene, die hat uns sowas Leckeres vorbereitet, das so in Fett gebraten wurde. Da habe ich mir direkt das Rezept geben lassen. Wir brachten ihnen auch Kaffee und Schokolade mit. Oma Irene besorgte uns den Schl\u00fcssel in die Kirche, sodass wir auch in unsere Kirche durften. Vor der Kirche waren noch Grabsteine, z. B. von einem meiner Onkel. In den drei Tagen, die wir da waren, sind wir das ganze Dorf abgegangen und alle Geh\u00f6fte, die noch standen, haben wir uns angeschaut.<\/p>\n<p><strong>Sie durften auch in Ihr Geburtshaus.<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Ich hatte eine Tasche mit Wolle, Schokolade und Kaffee dabei und einen Zettel, auf dem stand, dass meine Eltern nicht mehr leben und ich gerne unser Haus sehen m\u00f6chte. Den Zettel habe ich dem neuem Besitzer gegeben, der konnte das aber gar nicht lesen, weil ich das auf Deutsch geschrieben habe. Der kam gleich raus und machte die T\u00fcr auf. Ich habe geheult wie ein Schlosshund, als ich \u00fcber die Schwelle ging. Rechts das Wohnzimmer, geradeaus war die K\u00fcche, unser gro\u00dfer Herd war noch da, mit solchen T\u00f6pfen in orange und braun, das war so sch\u00f6n. Ich habe die meiste Zeit nur geheult.<\/p>\n<div id=\"attachment_72829\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72829\" class=\"size-large wp-image-72829\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kachelofen-im-Geburtshaus-von-Hannelore-Boysen-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kachelofen-im-Geburtshaus-von-Hannelore-Boysen-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kachelofen-im-Geburtshaus-von-Hannelore-Boysen-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kachelofen-im-Geburtshaus-von-Hannelore-Boysen-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kachelofen-im-Geburtshaus-von-Hannelore-Boysen-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Kachelofen-im-Geburtshaus-von-Hannelore-Boysen.jpg 2016w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-72829\" class=\"wp-caption-text\">Ende der 1990er-Jahre: Kachelofen im Geburtshaus von Hannelore Boysen (geborene Kutz) in Osterfelde, Kreis Neustettin in Pommern.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<p><strong>Sie sammeln leidenschaftlich alte Haushaltsgegenst\u00e4nde. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, es liegt daran, dass ich mir damit ein St\u00fcck Heimat schaffen wollte. Als wir nach Flensburg kamen, hatten wir nur das, was wir tragen konnten. Ich lagere es nicht auf dem Dachboden, sondern pr\u00e4sentiere all die Sachen. Handwerkzeuge f\u00fcr die Feldarbeit im Garten und solche Sachen wie Fleischwolf oder Sieb sind in meinem Haus zu sehen. Manche der Sachen wie die Kaffeem\u00fchle nutze ich auch immer noch im Alltag.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Manuela Leibig<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Hannelore Boysen (Kutz), die am 18. 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