{"id":72701,"date":"2026-02-24T05:00:33","date_gmt":"2026-02-24T04:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=72701"},"modified":"2026-02-23T18:37:33","modified_gmt":"2026-02-23T17:37:33","slug":"sprache-jugend-dialog-wie-das-haus-der-deutsch-polnischen-zusammenarbeit-2026-gestalten-will","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/sprache-jugend-dialog-wie-das-haus-der-deutsch-polnischen-zusammenarbeit-2026-gestalten-will\/","title":{"rendered":"Sprache, Jugend, Dialog: Wie das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit 2026 gestalten will"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zur\u00fcck und richtet den Fokus zugleich auf ein besonderes Jubil\u00e4um. Generaldirektor Lucjan Dzumla zieht Bilanz f\u00fcr 2025 und skizziert die Vorhaben f\u00fcr das kommende Jahr.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><strong>R\u00fcckblick auf ein intensives Jahr<\/strong><\/h2>\n<p>\u201eDas Jahr 2025 war sehr intensiv und sicher nicht einfach, weil wir eine Vielzahl an Projekten realisiert haben\u201c, sagt Dzumla. Trotz der hohen Arbeitsdichte falle sein Fazit positiv aus: \u201eEs war ein gutes und erfolgreiches Jahr. Viele Veranstaltungen und Projekte sind uns gelungen.\u201c Besonders hebt er zwei gro\u00dfe Konferenzen zum Jahresende hervor, darunter das Schlesien-Seminar, das erneut auf gro\u00dfes Interesse gesto\u00dfen sei. Auch die Mitwirkung am Kongress der Minderheiten bezeichnet er als bedeutend, \u201eeine \u00e4u\u00dferst wichtige Veranstaltung, auch auf europ\u00e4ischer Ebene\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_72710\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72710\" class=\"size-large wp-image-72710\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dwpn-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dwpn-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dwpn-300x225.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dwpn-768x576.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dwpn-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/dwpn.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-72710\" class=\"wp-caption-text\">Projekte f\u00fcr Jugendliche stehen beim HDPZ auch dieses Jahr ein Fokus.<br \/>Foto: HDPZ<\/p><\/div>\n<p>Bereits der Jahresauftakt 2025 setzte ein sichtbares Zeichen. \u201eBegonnen haben wir das Jahr im polnischen Sejm mit einer Ausstellung zu nationalen und ethnischen Minderheiten\u201c, so Dzumla. Hinzu kamen zahlreiche Jugend- und Sprachprojekte. \u201eIch denke, es war f\u00fcr viele Zielgruppen etwas dabei, und wir haben sehr viele Menschen erreicht, mit durchweg positiver Resonanz.\u201c<\/p>\n<h2><strong>2026 als Jahr der guten Nachbarschaft<\/strong><\/h2>\n<p>F\u00fcr 2026 setzt das Haus auf Kontinuit\u00e4t und einen besonderen thematischen Akzent. \u201eIm Mittelpunkt stehen weiterhin unsere bew\u00e4hrten Kernthemen: Sprache, insbesondere die deutsche Sprache, Jugendarbeit sowie Kultur und regionale Geschichte\u201c, erkl\u00e4rt der Generaldirektor. Zugleich r\u00fcckt ein historisches Datum in den Vordergrund: das Jubil\u00e4um des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags (35 Jahre).<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>F\u00fcr 2026 setzt das Haus auf Kontinuit\u00e4t und einen besonderen thematischen Akzent. \u201eIm Mittelpunkt stehen weiterhin unsere bew\u00e4hrten Kernthemen: Sprache, insbesondere die deutsche Sprache, Jugendarbeit sowie Kultur und regionale Geschichte\u201c, erkl\u00e4rt der Generaldirektor. Zugleich r\u00fcckt ein historisches Datum in den Vordergrund: das Jubil\u00e4um des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags (35 Jahre).<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Intern habe man das kommende Jahr als \u201eJahr der guten Nachbarschaft\u201c ausgerufen. Ziel sei es, das Jubil\u00e4um \u00fcber viele Formate hinweg sichtbar zu machen. Den zentralen H\u00f6hepunkt bildet das Schlesien-Seminar Ende Oktober. Dort will das HDPZ nicht nur auf die vergangenen 35 Jahre zur\u00fcckblicken, sondern vor allem die aktuelle Lage der deutsch-polnischen Beziehungen und ihre Perspektiven diskutieren.<\/p>\n<div id=\"attachment_72706\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72706\" class=\"size-large wp-image-72706\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/lucjan-dzumla-foto-fb-privat-639x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/lucjan-dzumla-foto-fb-privat-639x1024.jpg 639w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/lucjan-dzumla-foto-fb-privat-187x300.jpg 187w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/lucjan-dzumla-foto-fb-privat-768x1231.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/lucjan-dzumla-foto-fb-privat-959x1536.jpg 959w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/lucjan-dzumla-foto-fb-privat.jpg 1278w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><p id=\"caption-attachment-72706\" class=\"wp-caption-text\">Lucjan Dzumla.<br \/>Foto: privat<\/p><\/div>\n<p>Begleitend sind neue mediale und kulturelle Projekte geplant. Gemeinsam mit Studierenden der Universit\u00e4t Oppeln entsteht eine Podcast-Reihe zum Nachbarschaftsvertrag, zudem ist eine Debatte Anfang Juni vorgesehen. Auch kulturelle Begegnungen spielen eine Rolle: ein deutsch-polnischer Jazz-Workshop mit Konzert, das inzwischen traditionelle Stra\u00dfenfest sowie eine Wanderausstellung, die die Entwicklung der Beziehungen der letzten 35 Jahre nachzeichnet. \u201eAusdr\u00fccklich auch aus der Perspektive der deutschen Minderheit\u201c, wie Dzumla hervorhebt.<\/p>\n<p>Gerade aus dieser Perspektive bewertet er das Jubil\u00e4um als \u201esehr positiv\u201c. Der Nachbarschaftsvertrag habe die deutsche Minderheit explizit benannt und damit eine wesentliche Grundlage f\u00fcr die Entwicklung ihrer Organisationen geschaffen. \u201eWer sich die Situation vor 35 Jahren vor Augen f\u00fchrt, erkennt die enorme Ver\u00e4nderung\u201c, sagt Dzumla. Die Beziehungen h\u00e4tten sich seit der Wende \u201ein vielfacher Hinsicht positiv entwickelt, wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell\u201c. Trotz bestehender Meinungsunterschiede sei das Gesamtbild eindeutig: Die vergangenen 35 Jahre waren eine klar positive Entwicklung.<\/p>\n<h2><strong>Jugend und Sprache als tragende S\u00e4ulen<\/strong><\/h2>\n<p>Ein zentrales Standbein der Arbeit des Hauses bleibt die Jugendarbeit. 2026 steht die 10. Edition des ELOM-Programms, der Gruppenleiterschulung, an. \u201eZehn Jahre ELOM bedeuten fast 200 Jugendliche, die diese Ausbildung bereits durchlaufen haben\u201c, berichtet der Generaldirektor. Man hoffe auf ein gro\u00dfes Wiedersehen der Absolventinnen und Absolventen. Gleichzeitig entstehen neue Formate wie ein Ideenlabor f\u00fcr Jugendliche, erg\u00e4nzt durch Musikprojekte, darunter eine klassische Musikwoche in Lubowitz und ein Jazz-Workshop in Oppeln. Auch das Stipendienprogramm wird fortgesetzt.<\/p>\n<div id=\"attachment_72704\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72704\" class=\"size-large wp-image-72704\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jugendgipfel-des-weimarer-dreiecks-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jugendgipfel-des-weimarer-dreiecks-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jugendgipfel-des-weimarer-dreiecks-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jugendgipfel-des-weimarer-dreiecks-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jugendgipfel-des-weimarer-dreiecks-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/jugendgipfel-des-weimarer-dreiecks.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-72704\" class=\"wp-caption-text\">Jugendgipfel des Weimarer Dreiecks.<br \/>Foto: HDPZ<\/p><\/div>\n<p>Im Sprachbereich setzt das Haus auf die Projekte \u201eBilingua\u201c und \u201eLernraum\u201c. W\u00e4hrend \u201eBilingua\u201c vor allem Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sowie Eltern und Lehrkr\u00e4fte anspricht, liegt der Fokus bei \u201eLernraum\u201c auf Sprachkursen online und in Pr\u00e4senz sowie auf Vortr\u00e4gen zu regional bedeutsamen Themen aus Geschichte und Kultur.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt bleibt die internationale Zusammenarbeit ein wichtiges Feld. \u201eFest eingeplant ist erneut ein Poetry-Slam-Format\u201c, k\u00fcndigt Dzumla an. Partner aus Deutschland, Tschechien und m\u00f6glicherweise der Ukraine sollen eingebunden werden. Dar\u00fcber hinaus wird ein Projekt zur Jugendarbeit den Austausch mit Organisationen der deutschen Minderheit in Rum\u00e4nien und Serbien st\u00e4rken.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dzumla steht fest: Grenz\u00fcberschreitende Begegnungen, Sprache und Jugendarbeit bleiben die tragenden S\u00e4ulen der Arbeit. Oder, wie er es selbst formuliert: \u201eGrenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit bleibt ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Andrea Polanski<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zur\u00fcck und richtet den Fokus zugleich auf ein besonderes Jubil\u00e4um. Generaldirektor Lucjan Dzumla zieht Bilanz f\u00fcr 2025 und skizziert die Vorhaben f\u00fcr das kommende Jahr.<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":72708,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625,4229],"tags":[5878,6180,6402,6403],"redaktor":[6072],"class_list":["post-72701","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur-de","category-kulturbildung-de","tag-haus-der-deutsch-polnischen-zusammenarbeit-de","tag-hdpz-de","tag-jahr-der-guten-nachbarschaft","tag-lucjan-dzumla-de","redaktor-andrea-polanski-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72701"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72701\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72714,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72701\/revisions\/72714"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/72708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72701"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=72701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}