{"id":72662,"date":"2026-02-23T14:00:50","date_gmt":"2026-02-23T13:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/?p=72662"},"modified":"2026-02-27T12:29:06","modified_gmt":"2026-02-27T11:29:06","slug":"tag-der-muttersprache-in-oppeln-sprache-erleben-geschichte-entdecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/tag-der-muttersprache-in-oppeln-sprache-erleben-geschichte-entdecken\/","title":{"rendered":"Tag der Muttersprache in Oppeln: Sprache erleben, Geschichte entdecken"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am 20. Februar wurde in der P\u00e4dagogischen Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln der Tag der Muttersprache begangen. Die Veranstaltung war der Sprache, ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung im Alltag gewidmet. Auf dem Programm standen Vortr\u00e4ge zur Rolle der Sprache bei der Identit\u00e4tsbildung, Workshops zum Reichtum sprachlicher Ausdrucksformen sowie ein thematischer Spaziergang, der das regionale Erbe aus sprachlicher Perspektive erschloss.<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Historischer Stadtspaziergang: Auf den Spuren des deutschsprachigen Oppelns<\/strong><\/h2>\n<p>Ein besonderer Programmpunkt war der historische Stadtspaziergang \u201eAuf den Spuren des deutschsprachigen Oppelns\u201c, geleitet von Aneta Lissy-Kluczny. Die Route f\u00fchrte unter anderem \u00fcber den Daszy\u0144ski-Platz, vorbei an historischen Brunnen und Geb\u00e4uden bis zum Schlossteich. Dabei entdeckten die Teilnehmenden Orte, an denen die deutsche Geschichte der Stadt bis heute sichtbar ist.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong>Der Tag der Muttersprache in Oppeln verband Vergangenheit und Gegenwart: historische Orte wurden neu gelesen, und Sprache wurde nicht nur als Lernstoff, sondern als Teil von Identit\u00e4t, Erinnerung und Gemeinschaft erfahrbar gemacht.<\/strong><\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eWir beginnen am Daszy\u0144ski-Platz, am Zeresbrunnen, denn dort kann man seit ein paar Jahren wieder eine deutsche Inschrift lesen. Die werden wir entziffern und \u00fcbersetzen, und ich erz\u00e4hle auch die spannende Geschichte dieses Brunnens\u201c, erkl\u00e4rte Lissy-Kluczny. Der Spaziergang f\u00fchrte weiter in Richtung Philharmonie, wo sich einst das luxuri\u00f6se Hotel Forms befand, sowie zur heutigen Insel Pascheke. \u201eAm Schlossteich erz\u00e4hle ich von der neuen Synagoge und von der Lieblingssportart der Oppelner in deutscher Zeit \u2013 dem Eiskunstlauf. 1934 fanden hier sogar die Deutschen Meisterschaften statt\u201c, erg\u00e4nzte sie. Ziel sei es, Jugendlichen einen ersten Einblick in die vielf\u00e4ltige deutschsprachige Vergangenheit Oppelns zu geben.<\/p>\n<div id=\"attachment_72663\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72663\" class=\"size-large wp-image-72663\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9637-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9637-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9637-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9637-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9637-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9637.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-72663\" class=\"wp-caption-text\">Internationaler Tag der Muttersprache in Oppeln: Der historische Stadtspaziergang \u201eAuf den Spuren des deutschsprachigen Oppelns\u201c wurde geleitet von Aneta Lissy-Kluczny.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<h2><strong>Sprache aktiv erleben: Workshops und Bewegungsspiele<\/strong><\/h2>\n<p>Neben dem historischen Zugang spielte auch die lebendige Sprachpraxis eine wichtige Rolle. Workshops zu Bewegung, Spiel und Sprechen wurden unter anderem von Joanna Przyby\u0142owska vom Goethe-Institut Krakau gestaltet. Dabei ging es darum, Deutsch au\u00dferhalb des Klassenzimmers erlebbar zu machen. \u201eSie konnten erleben, wie man wirklich auf Deutsch spricht, und wir haben viele Integrationsspiele gemacht, bei denen man sich auf Deutsch kennenlernen konnte \u2013 ganz anders als im Unterricht\u201c, sagte Przyby\u0142owska. Das Goethe-Institut biete sowohl Fortbildungen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte als auch Workshops f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an. \u201eWir machen Sprach- und Bewegungsspiele, bieten Online-Materialien und Unterrichtsentw\u00fcrfe an. Jede Schule kann sich das aussuchen, was sie braucht\u201c, betonte sie.<\/p>\n<div id=\"attachment_72669\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72669\" class=\"size-large wp-image-72669\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9596-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9596-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9596-300x200.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9596-768x512.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9596-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/KWF9596.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-72669\" class=\"wp-caption-text\">Internationaler Tag der Muttersprache in Oppeln: Der historische Stadtspaziergang \u201eAuf den Spuren des deutschsprachigen Oppelns\u201c wurde geleitet von Aneta Lissy-Kluczny.<br \/>Foto: Stefani Koprek-Golomb<\/p><\/div>\n<p>Der Tag der Muttersprache in Oppeln verband Vergangenheit und Gegenwart: historische Orte wurden neu gelesen, und Sprache wurde nicht nur als Lernstoff, sondern als Teil von Identit\u00e4t, Erinnerung und Gemeinschaft erfahrbar gemacht. Die Veranstaltung zeigte, dass Mehrsprachigkeit und regionale Geschichte keine Randthemen sind, sondern lebendige Bestandteile des kulturellen Erbes der Stadt.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung wurde vom Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts &#8222;LernRAUM.pl&#8220; organisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>Anna Durecka<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 20. Februar wurde in der P\u00e4dagogischen Woiwodschaftsbibliothek in Oppeln der Tag der Muttersprache begangen. Die Veranstaltung war der Sprache, ihrer Geschichte und ihrer Bedeutung im Alltag gewidmet. Auf dem Programm standen Vortr\u00e4ge zur Rolle der Sprache bei der Identit\u00e4tsbildung, Workshops zum Reichtum sprachlicher Ausdrucksformen sowie ein thematischer Spaziergang, der das regionale Erbe aus sprachlicher [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":295,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[5625,4229],"tags":[6361],"redaktor":[5629],"class_list":["post-72662","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur-de","category-kulturbildung-de","tag-internationaler-tag-der-muttersprache-de","redaktor-anna-durecka-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/295"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72662"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72662\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":73062,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72662\/revisions\/73062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72662"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=72662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}