{"id":72024,"date":"2025-04-11T11:00:23","date_gmt":"2025-04-11T09:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/echte-schlesische-happen-2\/"},"modified":"2025-04-11T11:00:23","modified_gmt":"2025-04-11T09:00:23","slug":"echte-schlesische-happen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/echte-schlesische-happen-2\/","title":{"rendered":"Echte Schlesische Happen"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Klassiker der Fastenzeit w\u00e4hrend des Summern<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Vor einigen Wochen, im Gespr\u00e4ch \u00fcber Familientraditionen und Kindheitserinnerungen mit einer Dame, deren Vater aus Zobten am Berge\/Sob\u00f3tka stammt, kam spontan die Erinnerung an das Sommersingen auf. Wie sich herausstellte, pflegen ihre Familie, ihre Schwestern und sogar die Nachbarn diesen Brauch bis heute, wenn auch in einer etwas modernisierten Form.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher zogen M\u00e4dchen und Jungen von Haus zu Haus und sangen f\u00fcr die Bewohner. Das \u201eSummern&#8220; fand nicht nur auf dem Land, sondern auch in den St\u00e4dten statt. Als Dank erhielten die Kinder \u00c4pfel, Apfelsinen und vor allem Brezeln, die zu einem Kranz gebunden wurden. Besonders beliebt waren die Schaumbrezeln, auch \u201eB\u00e4gel&#8220; genannt. Angeblich musste man ganze Hundert davon essen, bevor man sie im Magen sp\u00fcrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute sind solche Brezeln nat\u00fcrlich in guten B\u00e4ckereien oder an Marktst\u00e4nden in der Stadt zu finden. Vielleicht aber wird mit der Zeit eine sch\u00f6ne Tradition in den Haushalten Wurzeln schlagen: die Zubereitung einfacher Fastenspeisen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und zu einem festen Bestandteil famili\u00e4rer Br\u00e4uche mit schlesischen Wurzeln werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_60066\" style=\"width: 383px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60066\" class=\" wp-image-60066\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1.jpg\" alt=\"\" width=\"373\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1.jpg 2560w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/IMG_20250324_071438-scaled-1-2048x2048.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><p id=\"caption-attachment-60066\" class=\"wp-caption-text\">Die Brezel ist nicht nur ein Geb\u00e4ck, sondern auch ein Symbol der Jahreszeitenzyklen und der wiederkehrenden Sonne.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Symbolik der Brezel \u2013 der ewige Rhythmus der Natur<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Brezel ist nicht nur ein Geb\u00e4ck, sondern auch ein Symbol der Jahreszeitenzyklen und der wiederkehrenden Sonne. Ihre verschlungenen Arme spiegeln die alte Dreiteilung des Jahres in Fr\u00fchling, Sommer und Winter wider. Die kunstvollen Teigstr\u00e4nge erinnern an den Rhythmus der Natur, der seit Jahrhunderten das Leben der Menschen bestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So erfreut die Brezel nicht nur den Gaumen, sondern tr\u00e4gt auch eine tief verwurzelte Tradition und uralte Volksweisheit in sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zubereitung dieser besonderen Leckerei ist nicht kompliziert. In der Zeitschrift \u201eSonntagsbote&#8220; von 1937 findet man folgendes Rezept: <em>Ein Pfund Mehl mit einem Viertelpfund Butter, einem Achtelpfund Zucker, drei Eiern und vierzig Gramm Hefe vermengen. Den Teig teilen, aus jedem St\u00fcck eine lange Rolle (ca. 40 cm) formen, zur klassischen Brezelform verschlingen, mit zerlassener Butter bestreichen, mit Zucker, Zimt und gehackten Mandeln bestreuen und goldbraun backen.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_60067\" style=\"width: 291px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60067\" class=\" wp-image-60067\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Sommersingen-SBC-1935-.png\" alt=\"\" width=\"281\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Sommersingen-SBC-1935-.png 290w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Sommersingen-SBC-1935--231x300.png 231w\" sizes=\"auto, (max-width: 281px) 100vw, 281px\" \/><p id=\"caption-attachment-60067\" class=\"wp-caption-text\">Das \u201eSummern&#8220; fand nicht nur auf dem Land, sondern auch in den St\u00e4dten statt.<br \/>Fotos: Schlesische Digitale Bibliothek<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Brezel-Rezept: 500 g Mehl, 30 g Hefe, warmes Wasser, Salz, K\u00fcmmel. Zuerst einen Vorteig aus 1 EL Mehl, Hefe und 150 ml warmem Wasser ansetzen. Nach ca. 20 Minuten das restliche Mehl hinzuf\u00fcgen und so viel Wasser einarbeiten, bis der Teig die gew\u00fcnschte Konsistenz erreicht. Etwa 10 Minuten kneten, bis er geschmeidig ist. Anschlie\u00dfend 90 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Danach den Teig in 8 St\u00fccke teilen, zu Rollen formen und in einer Acht verschlingen. Die Brezeln einzeln in kochendes Wasser tauchen \u2013 je 30 Sekunden pro Seite. Anschlie\u00dfend mit K\u00fcmmel und Salz bestreuen und auf ein Backblech legen. Bei 230 Grad ca. 15 Minuten goldbraun backen. Falls die Brezeln dicker sind, die Backzeit um 5-10 Minuten verl\u00e4ngern. Wer K\u00fcmmel nicht mag, kann stattdessen Mohn verwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereit, eine fr\u00f6hlich singende Kinderschar mit Brezeln zu beschenken? Vielleicht singen wir ja dann gemeinsam vor den Fenstern oder mit der Familie:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSummer, Summer, Summer, iech bien a klenner Pummer\u2026\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Ma\u0142gorzata Janik<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Klassiker der Fastenzeit w\u00e4hrend des Summern Vor einigen Wochen, im Gespr\u00e4ch \u00fcber Familientraditionen und Kindheitserinnerungen mit einer Dame, deren Vater aus Zobten am Berge\/Sob\u00f3tka stammt, kam spontan die Erinnerung an das Sommersingen auf. Wie sich herausstellte, pflegen ihre Familie, ihre Schwestern und sogar die Nachbarn diesen Brauch bis heute, wenn auch in einer etwas [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":261,"featured_media":60066,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6045,5625,4229],"tags":[3058,3060,3061,3062,3063,3064],"redaktor":[],"class_list":["post-72024","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildung","category-kultur-de","category-kulturbildung-de","tag-bretzel","tag-essen","tag-jedzenie","tag-oryginalne-slaskie-przekaski","tag-precle","tag-summern"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/261"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72024"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72024\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/60066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72024"},{"taxonomy":"redaktor","embeddable":true,"href":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/redaktor?post=72024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}