{"id":71995,"date":"2025-04-18T05:00:50","date_gmt":"2025-04-18T03:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/fruhlingshafte-pfafferkucha\/"},"modified":"2025-04-18T05:00:50","modified_gmt":"2025-04-18T03:00:50","slug":"fruhlingshafte-pfafferkucha","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/fruhlingshafte-pfafferkucha\/","title":{"rendered":"Fr\u00fchlingshafte \u201ePfafferkucha\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die \u00e4lteste Erw\u00e4hnung der Pfefferkuchenb\u00e4cker in Mitteleuropa stammt bereits aus dem Jahr 1293 und bezieht sich auf Schweidnitz: &#8222;Piperatas Tortas Facientes&#8220; \u2013 Pfefferkuchenb\u00e4cker! In vielen St\u00e4dten des historischen Schlesiens gab es Manufakturen, deren Produkte weit \u00fcber die Grenzen der jeweiligen Ortschaften hinaus bekannt waren.<\/strong><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_60154\" style=\"width: 280px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60154\" class=\" wp-image-60154\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bardo_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bardo_Easy-Resize.com_.jpg 961w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bardo_Easy-Resize.com_-225x300.jpg 225w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bardo_Easy-Resize.com_-769x1024.jpg 769w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Bardo_Easy-Resize.com_-768x1023.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><p id=\"caption-attachment-60154\" class=\"wp-caption-text\">Beim Spaziergang durch Bardo sticht sofort das Schild mit dem ikonischen B\u00e4cker ins Auge.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>Das 17. und 18. Jahrhundert war die Bl\u00fctezeit der Pfefferkuchenherstellung in Schlesien, mit den wichtigsten Zentren in Breslau, Neisse und Schweidnitz. In dieser Zeit entstanden kunstvoll geschnitzte Pfefferkuchenformen, die nicht nur als Backwerkzeuge dienten, sondern auch als wahre Kunstwerke galten.<\/p>\n<h2><strong>Ber\u00fchmte Pfefferkuchenb\u00e4cker<\/strong><\/h2>\n<p>Auch ich sehnte mich nach dem Duft von frisch gebackenem Pfefferkuchen. Doch dieses Mal wollte ich, vielleicht zur Ehrung der erwachenden Natur, meine Backleidenschaft mit einer Reise durch Schlesiens Pfefferkuchentraditionen verbinden. Der erste Halt war Niemtsch \/ Niemcza, wo sich ein \u201elebendiges Museum\u201c der regionalen Traditionen sowie eine Manufaktur f\u00fcr historische Pfefferkuchen befindet. Nur wenige Kilometer weiter liegt das charmante Wartha (Bardo), wo von 1913 bis in die 70er Jahre die ber\u00fchmte Pfefferkuchenb\u00e4ckerei von Alois Hentschl betrieben wurde. Beim Spaziergang durch den Ort sticht sofort das Schild mit dem ikonischen \u201ePiekarczyk\u201c ins Auge. Heute kann man die Barder Pfefferkuchen in einem kleinen, gem\u00fctlichen Caf\u00e9 der Fabryka probieren und erwerben \u2013 der bet\u00f6rende Duft ist dabei ein ganz besonderes Erlebnis.<\/p>\n<div id=\"attachment_60150\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60150\" class=\" wp-image-60150\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przepisy_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"322\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przepisy_Easy-Resize.com_.jpg 1280w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przepisy_Easy-Resize.com_-300x300.jpg 300w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przepisy_Easy-Resize.com_-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przepisy_Easy-Resize.com_-150x150.jpg 150w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przepisy_Easy-Resize.com_-768x768.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><p id=\"caption-attachment-60150\" class=\"wp-caption-text\">Pfefferkuchenformen nach alter Tradition.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>Von hier aus f\u00fchrt die Reise weiter \u00f6stlich von Wroc\u0142aw\/Breslau, nach Gr\u0119dzina \/ Trattaschine, 1937\u20131945 Hirschaue. Hier sprudelt es nur so vor Ideen, und die originalgetreuen Rekonstruktionen schlesischer Rezepte zeugen von gro\u00dfer Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Tradition. Man sollte unbedingt die k\u00fchn komponierten Kreationen probieren: den unausstehlichen \u201eLessing\u201d, die charmante \u201eWei\u00dfe Schlesierin\u201d oder die Breslauer H\u00e4ndlerin &#8222;Frau Zwippeln&#8220;.<\/p>\n<h2><strong>Hommage an die schlesische Backtradition<\/strong><\/h2>\n<div id=\"attachment_60153\" style=\"width: 307px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-60153\" class=\" wp-image-60153\" src=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przxepisy3_Easy-Resize.com_.jpg\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przxepisy3_Easy-Resize.com_.jpg 1101w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przxepisy3_Easy-Resize.com_-258x300.jpg 258w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przxepisy3_Easy-Resize.com_-881x1024.jpg 881w, https:\/\/neueswochenblatt.pl\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/4du-przxepisy3_Easy-Resize.com_-768x893.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><p id=\"caption-attachment-60153\" class=\"wp-caption-text\">Meine h\u00f6lzernen Formen stammen aus dem Jahr 1902 und sind ein Geschenk eines deutschen Bildhauers, dessen Familie aus Steinau an der Oder \/ \u015acinawa stammt.<br \/>Foto: Ma\u0142gorzata Janik<\/p><\/div>\n<p>Inspiriert von diesen Erlebnissen, griff ich zu meiner Sammlung von Pfefferkuchenformen und \u00fcberlegte, nach welchem Rezept ich backen k\u00f6nnte. Meine h\u00f6lzernen Formen stammen aus dem Jahr 1902 und sind ein Geschenk eines deutschen Bildhauers, dessen Familie aus Steinau an der Oder \/ \u015acinawa stammt. Zudem w\u00e4hlte ich noch eine Wachsform mit floralem Motiv. Und so entstanden meine \u201eFr\u00fchlingshaften Lebkuchen\u201c \u2013 eine Hommage an die schlesische Backtradition und an die wiedererwachende Natur.<\/p>\n<p><strong>Zutaten:<\/strong><\/p>\n<p>4 Eier, 500g gesiebter Puderzucker, 500g feines Mehl,1 Messerspitze Hirschhornsalz,<br \/>\n2 Essl\u00f6ffel Orangenlik\u00f6r, \u00bc TL Anis, \u00bc TL Nelken, \u00bc TL Zimt, \u00bc TL Kardamom, \u00bc TL Muskatnuss, 100g Orangeat fein zerhackt, St\u00e4rkemehl oder feines Weissmehl zum Einpudern der Model.<\/p>\n<p><strong>Zubereitung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Eier schaumig r\u00fchren, dann den gesiebten Puderzucker essl\u00f6ffelweise zugeben. Die Masse mindestens 30 Minuten mit der K\u00fcchenmaschine r\u00fchren. Das in Orangenlik\u00f6r\u00a0 aufgel\u00f6ste Hirschhornsalz nach ca. 20 Minuten zugeben. Danach das gesiebte Mehl mit Gew\u00fcrzen essl\u00f6ffelweise unterr\u00fchren. Den Teig bis zum Ausmodeln noch 12 Stunden im K\u00fchlschrank\u00a0 ruhen lassen.<\/p>\n<p>Nach dieser Zeit kleine Portionen davon abschneiden und auf dem gepuderten Backbrett 8mm dick auswallen. Geb\u00e4ckmodel in den leicht eingepuderten Teig eindr\u00fccken, das Bild mit einem passenden Ausstecher oder einem Messer ausschneiden. In das Blech ein Backtrennpapier legen, darauf das fein zerhackte Orangeat streuen. Jetzt das gemodelte Bild auf das Orangeat legen.<\/p>\n<p>Nach ca. 12-24 Stunden Trocknungszeit, werden die Pfefferkuchen bei ca. 150\u00b0-160\u00b0C, ganz unten im Ofen ca. 12-15 Minuten gebacken.<\/p>\n<p>Es ist Zeit f\u00fcr eine s\u00fc\u00dfe Genussreise!<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><strong>Ma\u0142gorzata Janik<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00e4lteste Erw\u00e4hnung der Pfefferkuchenb\u00e4cker in Mitteleuropa stammt bereits aus dem Jahr 1293 und bezieht sich auf Schweidnitz: &#8222;Piperatas Tortas Facientes&#8220; \u2013 Pfefferkuchenb\u00e4cker! 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