{"id":71755,"date":"2025-06-05T07:54:57","date_gmt":"2025-06-05T05:54:57","guid":{"rendered":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/kindertag-fur-die-polnische-rechte\/"},"modified":"2025-06-05T07:54:57","modified_gmt":"2025-06-05T05:54:57","slug":"kindertag-fur-die-polnische-rechte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neueswochenblatt.pl\/de\/kindertag-fur-die-polnische-rechte\/","title":{"rendered":"Kindertag f\u00fcr die polnische Rechte"},"content":{"rendered":"<h2>Europa blickt nach Warschau<\/h2>\n<p><strong>Die Pr\u00e4sidentschaftswahlen in Polen endeten mit dem Sieg von Karol Nawrocki. Dies geschah am vergangenen Sonntag \u2013 dem Internationalen Kindertag \u2013 was von der polnischen Rechten als ein wunderbares Geschenk der Gesellschaft angesehen wurde. Sie freut sich dar\u00fcber, ist begeistert und schmiedet optimistische Zukunftspl\u00e4ne. Gl\u00fcckw\u00fcnsche an Karol Nawrocki kommen auch aus den USA, unter anderem von Donald Trump, aber\u2026<\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In der Europ\u00e4ischen Union und in Deutschland l\u00f6ste dieses Geschenk an die polnische Rechte keine gro\u00dfe Begeisterung aus.<\/p>\n<h3>Die deutsche Presse fragt: Was tut Br\u00fcssel jetzt?<\/h3>\n<p>Die deutsche Presse fragt sich, wie Br\u00fcssel nun reagieren wird. Was wird die Europ\u00e4ische Union unternehmen, wenn die regierende B\u00fcrgerkoalition ihre angek\u00fcndigten Rechtsstaatsreformen nicht umsetzt? Die Berliner Zeitung Die Tageszeitung (TAZ) erwartet sogar, dass Karol Nawrocki die Regierung in Polen boykottieren wird \u2013 dieselbe Regierung, der die EU ihr Vertrauen ausgesprochen und Milliarden an zuvor eingefrorenen Geldern freigegeben hat. Sollte die EU erneut den Geldhahn zudrehen, k\u00f6nnte das zum Sturz der aktuellen Regierung und zu Neuwahlen f\u00fchren \u2013 ein Szenario, \u00fcber das sich wohl vor allem die PiS und Karol Nawrocki freuen w\u00fcrden.<\/p>\n<h3>Erwartete Schwierigkeiten<\/h3>\n<p>Im Hinblick auf Deutschland ist zu bemerken, dass Karol Nawrocki seine antideutsche Haltung nie verheimlicht hat. Genau wie die Parteif\u00fchrung von Recht und Gerechtigkeit (PiS) sprach er \u00fcber Migrationsprobleme, f\u00fcr die er Berlin verantwortlich macht, und vor allem \u00fcber Kriegsreparationen. Doch ist das berechtigt? \u201eHerr Karol Nawrocki ist Historiker, und als solcher sollte er wissen, dass Polen nach der Sowjetunion die zweith\u00f6chsten Kriegsreparationen von Deutschland erhalten hat\u201c, sagte Gabriele Lesser gegen\u00fcber der TAZ.<\/p>\n<p>Die TAZ berichtet zudem, dass die EU nun mit Problemen in den Bereichen Energiepolitik und Migration rechnet \u2013 zumal Polen bereits in der Vergangenheit die aktuelle Reform der Asyl- und Migrationspolitik ablehnte und dies weiterhin tut. Wird sich dieser Widerstand \u00e4ndern, wenn Nawrocki am 6. August 2025 offiziell das Pr\u00e4sidentenamt \u00fcbernimmt? Wohl kaum.<\/p>\n<h3>Eine harte Nuss<\/h3>\n<p>Man k\u00f6nnte sogar vermuten, dass sich der Widerstand noch verst\u00e4rken wird. In den deutschen Medien ist auch zu lesen, dass EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte nach der polnischen Pr\u00e4sidentschaftswahl vor einem ernsthaften Problem stehen. Karol Nawrocki lehnt n\u00e4mlich den NATO-Beitritt der Ukraine ab und ist der Meinung, dass polnisches Recht in Warschau und nicht in Br\u00fcssel gemacht werden sollte.<\/p>\n<h3>Ein EU-Skeptiker<\/h3>\n<p>Auch Der Spiegel schrieb \u00fcber Nawrockis Politikverst\u00e4ndnis und bezeichnete ihn als EU-Skeptiker, der nun Pr\u00e4sident der Republik Polen geworden ist. Diese Einsch\u00e4tzung l\u00e4sst auf schwierige Verhandlungen mit Br\u00fcssel und eine harte politische Auseinandersetzung schlie\u00dfen \u2013 vielleicht nicht ganz so hart wie mit Viktor Orb\u00e1n aus Ungarn, aber dennoch herausfordernd.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\">Die Wahl Nawrockis zum Pr\u00e4sidenten k\u00f6nnte sogar das von Bundeskanzler Friedrich Merz angestrebte neue Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen stoppen.<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In einem ganz anderen Licht stellt Der Spiegel Rafa\u0142 Trzaskowski dar \u2013 als erfahrenen Politiker, gespr\u00e4chsbereit und kompromissf\u00e4hig. Dennoch ist das Wahlergebnis f\u00fcr ihn entt\u00e4uschend \u2013 er verlor nur knapp.<\/p>\n<p>Laut Der Spiegel ist Nawrockis Sieg ein Triumph der europ\u00e4ischen rechten Populisten, denen es nicht um konkrete L\u00f6sungen, sondern um Identit\u00e4t geht. \u201eZum Beispiel: Welche Rentenreform willst du? Aber wichtiger ist: Was f\u00fcr ein Pole bist du? Geh\u00f6rst du zu uns oder zu ihnen?\u201c, schrieb Jan Puhl.<\/p>\n<p>Der Autor meint auch, dass die Wahl von Karol Nawrocki die ohnehin schon schwierigen Beziehungen der polnischen Rechten zu Deutschland noch weiter verkomplizieren k\u00f6nnte. Eine Einsch\u00e4tzung, der man nur schwer widersprechen kann. Diese Wahl k\u00f6nnte sogar das von Bundeskanzler Friedrich Merz angestrebte neue Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen stoppen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Europa blickt nach Warschau Die Pr\u00e4sidentschaftswahlen in Polen endeten mit dem Sieg von Karol Nawrocki. Dies geschah am vergangenen Sonntag \u2013 dem Internationalen Kindertag \u2013 was von der polnischen Rechten als ein wunderbares Geschenk der Gesellschaft angesehen wurde. Sie freut sich dar\u00fcber, ist begeistert und schmiedet optimistische Zukunftspl\u00e4ne. 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